Max Wild meistert Rückbau der Hauptbahnhofbrücke Hanau

Millimeterarbeit am Gleis

Max Wild GmbH

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Deutschland

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Bis 2027 soll am Hanauer Hauptbahnhof eine neue Brücke über die Bahngleise entstehen. Dafür musste die 120 m lange Vorgängerbrücke weichen. Die besondere Herausforderung: Da sie über aktive Bahnstrecken führte, war der Rückbau nur während einer vollständigen Sperrung möglich. Erschwerend kam der begrenzte Platz für den Großkran und die gesamte Baustellenlogistik hinzu. Das Abbruch-Team der Max Wild GmbH meisterte diese Aufgabe erfolgreich.

Brückenüberbau mittels Sägetechnik in Segmente unterteilt und diese anschließend mithilfe eines Krans ausgehoben. „Unsere Profis aus dem Abbruch-Team haben bei diesem komplizierten Rückbau wirklich hervorragende Arbeit geleistet“, betont Markus Wild, Geschäftsführer der Max Wild GmbH. „Der Großteil der Arbeit musste in den Bahnsperrpausen passieren. Da muss dann alles Hand in Hand gehen. Deshalb haben wir extrem viel Zeit und Energie in eine gute Vorplanung gesteckt – und die hat sich ausgezahlt“, so Markus Wild weiter.

Auch die Stadt Hanau als Auftraggeber ist mit dem Brückenrückbau zufrieden: „Wir waren in beiden Bauabschnitten jeweils weit vor dem eigentlichen Zeitplan fertig. Das zeigt, wie gut alle beteiligten Baufirmen zusammengearbeitet haben und wie gut sie koordiniert waren“, betont Sascha Hernandez, Projektbearbeiter bei Hanau Infrastruktur Service (HIS).

Vorsicht beim Rückbau geboten

Die Hauptbahnhofbrücke in Hanau führte die B43 über die Gleis- und Oberleitungsanlagen der Deutschen Bahn. Zentrale Anforderung beim Rückbau: Die darunterliegenden Gleise und Anlagen durften keinesfalls beschädigt werden. Das Rückbaukonzept von Max Wild sah dafür zwei Verfahren vor: Der Brückenüberbau wurde in Einzelsegmente zerteilt und mithilfe eines Großkrans ausgehoben – in zwei Bauabschnitten, jeweils während Vollsperrungen der Bahnstrecken im 24-Stunden-Betrieb. Die Unterbauten wurden konventionell mit Hydraulikbaggern abgebrochen, außerhalb der Sperrpausen.

Eine der größten Herausforderungen war das knappe Platzangebot an den Gleisen. Besonders im ersten Bauabschnitt, als zwei Krane gleichzeitig eingesetzt wurden, war die Logistik anspruchsvoll. Die Lösung: Für den Raupenkran wurde eigens eine „Mittelinsel“ zwischen den Bahngleisen geschaffen.

Für den Rückbau des Überbaus kam Säge- und Krantechnik zum Einsatz. Die Sägetechnik ermöglichte die Unterteilung in handhabbare Segmente, die anschließend mit einem 700-Tonnen-Raupenkran und einem 700-Tonnen-Mobilkran ausgehoben wurden. Die Sägearbeiten führte die Gebrüder Nickel GmbH aus, die Kranarbeiten übernahmen die Emil Egger AG sowie die MSG Krandienst GmbH. Max Wild verantwortete die gesamte Rückbauplanung inklusive 3D-Modell und Krankonzept, legte die Abbruchsegmente und Gewichte fest und überwachte den gesamten Prozess bis zur erfolgreichen Umsetzung.

6.000 t Abbruchmaterial

Im ersten Bauabschnitt (Dezember 2024 bis Januar 2025) haben die beiden Großkrane mit 15 Hüben insgesamt 1.800 t Material ausgehoben. Die einzelnen Brückensegmente hatten ein Gewicht zwischen 70 und 260 t und eine Länge von bis zu 28 m. Im zweiten Bauabschnitt (Februar 2025) wurde die zweite Hälfte der Brücke mithilfe eines Krans mit 16 Hüben ausgehoben. Insgesamt fielen beim Rückbau rund 6.000 t Abbruchmaterial an.

Für hohe Effizienz und Sicherheit beim Brückenrückbau hat Max Wild die Lage der Bohrungen und Sägeschnitte vorab im digitalen Bauwerksmodell (3D-Modell) hinterlegt. Die so erzeugten Vermessungspunkte wurden dann durch einen Vermesser auf dem Überbau abgesteckt und in ihrer Lage gesichert. 

Nach dem abgeschlossenen Rückbau der Bestandsbrücke folgt nun der Brückenneubau. Im August und September 2025 sollen neue Verbundfertigteilträger für die neue Brücke aufgelegt werden, bevor weitere Betonier- und Neubauarbeiten an der Brücke und den DB-Anlagen folgen. 

Weitere Informationen: 
www.maxwild.com

Weitere Produkte des Herstellers Max Wild GmbH:

Baustoffe Tief-, GaLa- und Straßenbau
Max Wild
Recyceln statt deponieren
Max Wild: Flüssigboden als wiederverwendbarer Baustof
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Bodenaushub fällt nahezu auf jeder Baustelle an. Statt diesen zu deponieren, bereitet ihn Max Wild zu Flüssigboden auf – einem smarten und ressourcenschonenden Verfüllbaustoff. Dadurch trägt er maßgeblich zu einem umweltfreundlichen, CO2-neutralen Bauen bei. Zudem ist der Rückbau denkbar einfach: Der ausgehärtete Flüssigboden kann problemlos mit einem Spaten entfernt werden – ganz ohne den Einsatz von Spezialgeräten. Der Flüssigboden von Max Wild ist bereits nach ca. 24 Stunden begeh- und überbaubar und dauerhaft wiederaushubfähig.

Baustelleneinrichtung
5 24 Max Wild
Nachhaltiges Bohren
Mudcleaner Truck hilft beim Aufbereiten von Bohrschlämmen
5 24 Max Wild

Auf der IFAT zeigt die Max Wild GmbH, wie Nachhaltigkeit und Kosteneffizienz bei Horizontalbohrungen (HDD) funktionieren. Dafür nimmt der Baudienstleister seine Inhouse-Innovation Mudcleaner Truck mit nach München: Die mobile Lösung ermöglicht eine Absaugung des Bohrschlamms und seine anschließende Aufbereitung direkt auf der Baustelle. Damit lassen sich sowohl Wasser und Abfall als auch Recycling- und Transportkosten einsparen.

Abbruch, Recycling, Gewinnung
Seit 2020 im Einsatz: Die Bodenwaschanlage von Max Wild recycelt mineralische Bauabfälle und arbeitet sie zu zertifizierten Sekundärbaustoffen auf. (Bild: Max Wild)
Sande und Kiese aus Bauabfällen
Max Wild: Bodenwaschanlage für Baustoffrecycling
Seit 2020 im Einsatz: Die Bodenwaschanlage von Max Wild recycelt mineralische Bauabfälle und arbeitet sie zu zertifizierten Sekundärbaustoffen auf. (Bild: Max Wild)

In einer nassmechanischen Aufbereitungsanlage arbeitet die Max Wild GmbH mineralische Bauabfälle auf. Als zertifizierte Recyclingbaustoffe kommen sie wieder in den Kreislauf zurück. Die Bodenwaschanlage reinigt Gleisschotter und gering belasteten Bodenaushub so, dass die daraus gewonnenen Sande und Kiese wieder auf Baustellen zum Einsatz kommen. Rund 97 % des Input-Materials wird in der Recyclinganlage von Max Wild zu zertifizierten Sekundärbaustoffen aufbereitet.

Spezialtiefbau
Im Inneren des Mudcleaner Trucks leistet die Recyclinganlage die gesamte Aufbereitung des Bohrschlamms im HDD-Verfahren. (Bild: Max Wild)
Ressourcen schonen bei Horizontalbohrungen
Max Wild: Recycling-Lösung Mudcleaner
Im Inneren des Mudcleaner Trucks leistet die Recyclinganlage die gesamte Aufbereitung des Bohrschlamms im HDD-Verfahren. (Bild: Max Wild)

Das Bauunternehmen Max Wild GmbH hat für seine selbst entwickelte Recycling-Lösung Mudcleaner Truck den VDBUM-Förderpreis 2023 in der Kategorie „Innovationen aus der Praxis“ gewonnen. Der Mudcleaner Truck arbeitet Bohrschlämme aus Horizontalbohrungen, wie sie für den Bau von Gas-, Wasser- oder Stromleitungen genutzt werden, wieder auf. Durch das Recycling spart der Mudcleaner wertvolle Ressourcen, nämlich 90 % Wasser, und reduziert auch die Entsorgung von Bohrschlamm um 90 %. Max Wild bietet seine Inhouse-Innovation als Produktlösung auch anderen Bauunternehmen sowie Kommunen an.

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Die Mesda S8H und der Hako WS 1400 arbeiten Hand in Hand, um die Qualitätsanforderungen der Ersatzbaustoffverordnung zu erfüllen. (Bild: Mesda Deutschland GmbH & Co. KG)
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Die Mesda S8H und der Hako WS 1400 arbeiten Hand in Hand, um die Qualitätsanforderungen der Ersatzbaustoffverordnung zu erfüllen. (Bild: Mesda Deutschland GmbH & Co. KG)

Mesda Deutschland und Hako Bau haben eine neue Maschinenkombination für das Recycling von Baustoffen präsentiert. Mit der Lösung, bestehend aus der Mesda Grobstücksiebmaschine S8H und dem Leichtstoffabscheider Hako WS 1400 reagieren die Unternehmen auf die gestiegenen Qualitätsanforderungen der Ersatzbaustoffverordnung (EBV). Sie ermöglicht es Aufbereitungsbetrieben, verunreinigten Bauschutt prozesssicher in gütegesicherte Recyclingbaustoffe zu verwandeln.

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Mit MCube CAM bringt REMA TIP TOP eine wegweisende Innovation für die Fördergurtüberwachung auf den Markt. Die neue Lösung ermöglicht eine einfache, automatisierte und KI-gestützte Videoanalyse der Tragseite des Fördergurtes direkt über ein Smartphone und setzt damit die konsequente Innovationsstrategie des Unternehmens fort. MCube CAM steigert die Effizienz und Betriebssicherheit erheblich und liefert Ergebnisse, die weit über herkömmliche Sichtprüfungen hinausgehen, in kürzester Zeit.

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Der teilweise Einsturz der Carolabrücke in Dresden im September 2024 machte klar, dass die Reste der Brücke schnellstmöglich und kontrolliert abgerissen werden mussten. Die Arbeiten riefen ein wahres Kraftpaket auf den Plan: den 117 t schweren Longfront-Abbruchbagger SENNEBOGEN 870E Demolition.

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Mit der erfolgreichen Sprengung und dem anschließenden Rückbau der Zeller Brücke im Odenwald wurde im Sommer 2025 ein bedeutendes Infrastrukturprojekt umgesetzt. Die Christof Brand GmbH übernahm dabei die Gesamtkoordination und setzte konsequent auf moderne Maschinentechnik von Liebherr. Im Zusammenspiel mit der Liebherr-Mietpartner GmbH sowie der Liebherr Baumaschinen Vertriebs- und Service GmbH kam eine leistungsstarke Flotte von Erdbewegungsmaschinen zum Einsatz, die für Effizienz, Sicherheit und Termintreue auf der Baustelle sorgte. 

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MESDA Deutschland stellt mit der Low-Level-Aufgabeeinheit B210F eine innovative Lösung für die kosteneffiziente und materialschonende Lagerung von Schüttgütern vor. Der Low-Feeder optimiert die Flächennutzung und steigert die Produktionseffizienz, indem er die Nachteile herkömmlicher Methoden wie dem Radladereinsatz vermeidet.

Abbruch, Recycling, Gewinnung
Mit der kompakten Siebanlage TEREX EvoQuip COLT 600 können auch kleine Unternehmen den Weg ins eigene Recycling und die Aufbereitung von Baustoffen finden. (Bild: Moerschen)
Einstiegsmodell für kleine Unternehmen
Moerschen: Siebanlage TEREX EvoQuip COLT 600
Mit der kompakten Siebanlage TEREX EvoQuip COLT 600 können auch kleine Unternehmen den Weg ins eigene Recycling und die Aufbereitung von Baustoffen finden. (Bild: Moerschen)

Mit der raupenmobilen Siebanlage TEREX EvoQuip COLT 600 hat Moerschen Mobile Aufbereitung ein Modell im Sortiment, das besonders auf kleine und mittlere Unternehmen zugeschnitten ist. Es handelt sich um eine kompakte Lösung, die sparsam ist, intuitiv zu bedienen und schnell und einfach in Betrieb zu setzen. Mit dem Einstiegsmodell können auch Familienunternehmen etwa aus dem GaLaBau Recycling betreiben und eigene Baustoffe herstellen.

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Spezialmaschine im Einsatz
Rückbau der Carolabrücke mit dem 870E Demolition
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Nach dem Einsturz eines Brückenzuges der Carolabrücke in Dresden am 11. September 2024 kam nun ein Sennebogen 870E Demolition zum Einsatz, um die beiden verbliebenen Brückenzüge kontrolliert zum Einsturz zu bringen. Nachdem der eingestürzte Teil der Brücke beseitigt worden war, begannen zwei Bagger damit, die Fahrbahndecken sowie die Fahrbahnplatten der verbliebenen Brückenzüge abzutragen. Im Vorfeld wurde ein Fallbett aus Schotter in der Elbe errichtet, um die herabfallenden Trümmerteile sicher aufzufangen. Über den Tag hinweg stürzten nacheinander die beiden verbliebenen Brückenzüge kontrolliert auf das Schotterbett. Von dort aus zerlegten insgesamt zehn Bagger die Trümmer, welche anschließend mit LKW und Traktoren abtransportiert wurden.