CM Labs Simulations, Anbieter von simulationsbasierten Schulungslösungen für Baumaschinen und seit Anfang 2026 mit einem Standort in München präsent, erweitert das Schulungsprogramm für Raupenbagger. Das neueste Update des Intellia Workforce Training Systems umfasst auch die Simulation von Abbrucharbeiten mit Hydraulikhämmern, Abbruchzangen und Abbruchscheren sowie das Ausheben von Gräben unter ungünstigen Bedingungen und mit dem Einbau von Verbausystemen bei realistischem Bodenverhalten. So können Bauunternehmen ihre Maschinenführer auf diese komplexen Arbeiten vorbereiten, bevor sie auf Baustellen da-mit konfrontiert werden.
Abbrucharbeiten und das Ausheben von tieferen Gräben gehören zu den technisch anspruchsvolleren und auch risikoreichsten Baggerarbeiten. Zugleich ist es schwierig, sie in der Praxis unter reproduzierbaren Bedingungen zu üben. Durch die Erweiterung der Software und des Curriculums für Raupenbagger um diese Szenarien ermöglicht CM Labs den Bauunternehmen, die Fähigkeiten ihrer Maschinenführer in einer kontrollierten, wiederholbaren Umgebung auszubauen – ohne Zeitdruck und ohne dass Fehler gravierende Folgen haben
Der Schwerpunkt der Schulung liegt auf dem realistischen Einsatz der Anbaugeräte und dem Verhalten des Materials bei den üblichen praktischen Arbeitsabläufen. Bei den Übungen mit dem Hydraulikhammer lernen die Maschinenführer, wie man das Werkzeug mit einem Schnellwechselsystem anbringt und abnimmt, Betonteile kontrolliert zerkleinert und den anfallenden Bauschutt durch den Wechsel des Anbaugerätes (vom Hammer zum Greifer) aus dem Arbeitsbereich entfernt. Die Abbruchsimulation reagiert auf die tatsächliche Krafteinwirkung des Baggers, sodass Beton realistisch bricht, Bauschutt herabfällt und Materialien sich wie auf einer echten Baustelle verhalten.
Das Training mit der Abbruchzange erweitert die Kompetenz des Raupenbaggerführers, indem es das Einschneiden in Stahlträger und andere Bauteile simuliert. Dabei erhält der Bediener realistisches Feedback zum Materialwiderstand und zum Bruchverhalten.
Um die Sicherheit und Effizienz bei Aushubarbeiten zu steigern, enthält das erweiterte Curriculum neben dem Aushub auch den Einbau von Verbausystemen für Gräben unter dynamischen, instabilen Bedingungen. Unter anderem wurde der Simulation ein neuer Bodentyp hinzugefügt, der besonders locker ist und deshalb die Stabilität des Grabens gefährdet, wenn Aushubstellen ungeschützt bleiben.
Durch die simulierte Installation von Verbauboxen bei realistischer Bodenreaktion können Unternehmen gemäß den einschlägigen Arbeitsschutzvorgaben für Aushubarbeiten in Tiefen von bis zu 1,50 m und mehr trainieren. Die entsprechenden Szenarien stellen einige der anspruchsvollsten Grabenbaubedingungen nach, denen Bediener in der Praxis wahrscheinlich begegnen werde. Damit bringen sie das Training von Raupenbaggerführern näher an die Komplexität der Praxis heran, als herkömmliche Methoden es zulassen.
Das neue Curriculum für Raupenbagger bietet auch eine weitere ganz neue Funktion: die Unterstützung durch einen KI-Assistenten, der bei ausgewählten Schulungsszenarien sowohl schriftliche als auch gesprochene Anleitungen bereitstellt. In bestimmten Übungen kann der KI-Assistent kurz die korrekten Manöver vorführen, bevor er die Kontrolle wieder an den Bediener übergibt. Dadurch werden die routinemäßigen Eingriffe der Ausbilder reduziert und ermöglicht ihnen, sich auf komplexere Coaching-Aufgaben zu konzentrieren.
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