Bei der Sanierung der Atlas Gruppe ist ein entscheidender Meilenstein erreicht: Alle behördlichen Genehmigungen in Deutschland und England liegen vor, sodass die Übernahme durch den kanadischen Landmaschinenhersteller Buhler Versatile zum 1. September 2026 vollzogen werden kann. In enger Abstimmung mit dem Betriebsrat wurden sozialverträgliche Lösungen umgesetzt, sodass 124 Beschäftigte in eine gut ausgestattete Transfer- und Qualifizierungsgesellschaft gewechselt sind. 200 Arbeitsplätze bleiben bei Atlas erhalten.
Im der Transfer- und Qualifizierungsgesellschaft erhalten die Beschäftigten für einen Zeitraum von neun Monaten rund 85 % ihres Nettogehaltes erhalten und werden durch Qualifizierungsmaßnahmen beim Übergang in neue Arbeitsverhältnisse unterstützt. Der lange Zeitraum unterstreicht den Willen, soziale Härten abzufedern und die Beschäftigten in der Transfergesellschaft nach Kräften bei der beruflichen Neuorientierung zu unterstützen.
Für 14 Beschäftigte, die etwa aufgrund der zeitnahen Möglichkeit des Bezuges von abschlagsfreier Altersrente nicht in die Transfergesellschaft wechseln konnten, wurden individuelle Lösungen gefunden. Weiterhin wurden natürliche Fluktuationseffekte ergänzend zur Kapazitätsanpassung genutzt. Auf diese Weise konnte die Zahl betriebsbedingter Kündigungen auf 11 begrenzt werden. Mit der Übernahme durch Buhler Versatile, die nunmehr zum 1. September 2026 offiziell erfolgen kann, bleiben über 200 Arbeitsplätze bei Atlas erhalten.
Atlas zählt zu den bekannten deutschen Herstellern von Baumaschinen. Die Unternehmens-gruppe mit Sitz in Ganderkesee bei Delmenhorst hatte im Februar 2026 eine Sanierung in Eigenverwaltung gestartet. Zur Unterstützung der Geschäftsführung wurden die Sanierungs-experten Dr. Malte Köster und Dr. Hans-Joachim Berner aus der Kanzlei Kösterberner Sanierungsrecht als Generalbevollmächtigte eingesetzt. Rechtsanwalt Hendrik Gittermann von der Kanzlei Reimer wurde vom Amtsgericht zum vorläufigen Sachwalter bestellt. Der Geschäftsbetrieb wurde seitdem fortgeführt. Parallel wurde ein strukturierter internationaler Investorenprozess gestartet, der von PwC unter der Federführung von Timo Klees und Julius Karp begleitet wird.
Buhler Versatile ist Teil der ASKO Group, einer weltweit tätigen, familiengeführten Industriegruppe mit mehr als 2.500 Beschäftigten und etablierten Aktivitäten in den Bereichen Land- und Baumaschinen in der Türkei, Kanada und den USA.
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