Die Aktionäre der Bauer AG haben auf der gestrigen Hauptversammlung allen Beschlussvorschlägen von Vorstand und Aufsichtsrat zugestimmt - der vorgeschlagene Wechsel der Rechtsform in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) wurde mit 98,04% des vertretenen Grundkapitals angenommen. Damit wurden wichtige Weichen für die weitere Entwicklung des Unternehmens gestellt, mit Fokus auf den positiven Ausblick für das Geschäftsjahr 2026, die langfristige Investitionsagenda der Bauer Gruppe und zukunftsfähige Governance-Strukturen. Bis 2030 sollen rund eine halbe Milliarde EUR in industrielle Leistungsfähigkeit, internationale Kundennähe und technologische Wettbewerbsfähigkeit investiert werden.
„Bauer hat in den vergangenen Jahren seine wirtschaftliche und finanzielle Grundlage deutlich gestärkt. Auf dieser Basis können wir nun die nächste Entwicklungsphase unseres Unternehmens gestalten und substanziell in unsere Zukunft investieren“, erklärte Dr. Martin Beck, Vorstand der Bauer AG. Die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2026 seien positiv verlaufen. Trotz eines weiterhin anspruchsvollen geopolitischen und wirtschaftlichen Umfelds sehe das Unternehmen weltweit einen hohen Bedarf an Investitionen in Infrastruktur, Energie, Wasser und Umwelt, genau in den Bereichen, in denen Bauer über besondere technologische Stärken verfügt.
Ein zentrales Element dieser Weiterentwicklung ist die Investitionsagenda der Bauer Gruppe. Bis 2030 sollen rund eine halbe Mrd. EUR in die industrielle Leistungsfähigkeit, die internationale Kundennähe sowie die technologische Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens investiert werden. Schwerpunkte bilden Investitionen in moderne Infrastruktur, Produktions- und Logistikstrukturen, weitere Automatisierung und Digitalisierung sowie den Ausbau internationaler Service- und Kundenstandorte.
Die Investitionsagenda ist zugleich ein klares Bekenntnis zur Region Schrobenhausen. Am Standort Aresing entstehen bis Ende 2027 neue Logistik- und Produktionskapazitäten sowie ein modernes Kunden- und Trainingscenter, um die industrielle Basis von Bauer Maschinen nachhaltig zu stärken und die Leistung zu Kunden weiter auszubauen.
Die Investitionsagenda wird durch das langfristige Engagement der Mehrheitsaktionärsfamilie Doblinger unterstützt. Das klare Bekenntnis der Familie Doblinger zur Bauer Gruppe und ihrer langfristigen Entwicklung bildet einen wichtigen Stabilitätsanker für die kommende Unternehmensphase.
Mit der Zustimmung der Hauptversammlung zum Rechtsformwechsel schafft Bauer zudem die strukturellen Voraussetzungen, um die Zukunftsagenda konsequent umzusetzen. Die neue Rechtsform soll mittelstandstypischere Führungs- und Organisationsstrukturen ermöglichen, Entscheidungswege verkürzen und die Umsetzung strategischer Maßnahmen beschleunigen. Für Mitarbeiter, bestehende Arbeitsverhältnisse, Mitbestimmungsrechte sowie die wirtschaftliche Beteiligung der Aktionäre ergeben sich hierdurch keine Veränderungen. Die Beteiligung am Grundkapital bleibt unverändert im Verhältnis 1:1 bestehen.
„Der Rechtsformwechsel ist kein Selbstzweck. Er ist ein wichtiger Baustein unserer langfristigen Wachstumsstrategie und soll sicherstellen, dass Bauer auch künftig schnell, unternehmerisch und erfolgreich handeln kann“, sagte Prof. Dr. Peter Bömelburg, Aufsichtsratsvorsitzender. „Gemeinsam mit unserer Investitionsagenda schaffen wir die Voraussetzungen, um unsere führende Marktposition weiter auszubauen und die Zukunftsfähigkeit der Bauer Gruppe mit mittelständischer Stärke nachhaltig zu stärken.“
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