Der Deutsche Abbruchverband e. V. (DA) hat auf seinem Jahreskongress in Magdeburg einen neuen Vorstand für die kommende vierjährige Amtsperiode gewählt. Mit Ralf Brune und Mario Prümer rücken zwei neue Mitglieder in das fünfköpfige Gremium nach, während Philipp Bunde, Mathias Heermann und Johannes Schlenter bestätigt wurden. Schlenter bleibt nach der konstituierenden Sitzung Vorstandsvorsitzender und will den Verband weiterhin als praxisnahen Dienstleister und starke Stimme der Abbruch- und Recyclingbranche positionieren.
Gleichzeitig verabschiedet sich der Deutsche Abbruchverband von Thomas Lück und Kai Wist aus dem Vorstand. Beide haben nach zwölf Jahren Vorstandsarbeit die maximal mögliche Amtszeit erreicht und scheiden damit aus dem Gremium aus. Der DA dankt ihnen ausdrücklich für ihr langjähriges Engagement, ihre Erfahrung und ihren Einsatz für den Verband und die gesamte Abbruchbranche.
Die Wahl markiert eine wichtige Weichenstellung für die zukünftige Verbandsarbeit. Die Abbruch- und Recyclingbranche steht vor tiefgreifenden technischen, wirtschaftlichen und regulatorischen Veränderungen. Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz, Fachkräftesicherung und Qualifizierung sowie eine stetig komplexer werdende Gesetzgebung werden die Arbeit der Unternehmen in den kommenden Jahren maßgeblich prägen. Der neue Vorstand verbindet dabei langjährige praktische und verbandliche Erfahrung mit neuen Perspektiven und unterschiedlichen fachlichen Schwerpunkten.
Ralf Brune: Wissen weitergeben und Recycling stärken
Ralf Brune ist Geschäftsführer der A. Frauenrath Recycling GmbH und seit mehr als 15 Jahren im Deutschen Abbruchverband aktiv. Unter anderem engagiert er sich als stellvertretender Vorsitzender des Fachausschusses Recycling und Entsorgung und als Vorsitzender des DA-Landesverbandes NRW-Rheinland. „Ein gutes, stabiles Netzwerk ist ungemein wichtig. Dadurch sorgen wir nicht nur untereinander für die Weitergabe von Wissen und Know-how, sondern stellen auch den Transfer an kommende Generationen sicher. Besonders wichtig ist mir, Recyclingunternehmen innerhalb des Verbandes eine starke Plattform zu bieten und die Themen Nachhaltigkeit und Nachhaltigkeitszertifizierung weiter voranzubringen“, erklärt Brune.
Mario Prümer: Erfahrung aus dem Familienunternehmen einbringen
Auch Mario Prümer gehört dem Vorstand erstmals an. Der geschäftsführende Gesellschafter der Prümer GmbH führt sein Familienunternehmen in dritter Generation und ist bereits in verschiedenen Gremien der Abbruch- und Recyclingbranche ehrenamtlich aktiv. „Ich bin alt genug, meine Erfahrung in die Verbandsarbeit einzubringen, und fühle mich jung genug, dies noch viele Jahre zu tun. Ich möchte den sehr gut aufgestellten Verband gemeinsam mit meinen Vorstandskollegen in seiner Führung und Weiterentwicklung unterstützen“, sagt Prümer.
Philipp Bunde: Digitalisierung und Sichtbarkeit der Branche
Philipp Bunde, geschäftsführender Gesellschafter der sat. Industrie-Abbruch GmbH, gehört dem Vorstand seit 2022 an. Seine bisherigen Schwerpunkte liegen insbesondere in der Aus- und Weiterbildung sowie in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. „Für die kommenden Jahre sehe ich große Chancen in der weiteren Digitalisierung von Prozessen und in der sinnvollen Einbindung von KI innerhalb der Abbruchbranche und unseres Verbandes. Gleichzeitig bleibt eine moderne und starke Öffentlichkeitsarbeit entscheidend, um Leistungsfähigkeit, Innovationskraft und Bedeutung unserer Branche noch sichtbarer zu machen“, so Bunde. „Außerdem setze ich mich in der Aus- und Weiterbildung weiterhin für eine praxisnahe Gestaltung ein und treibe das Thema Wissenstransfer in den Unternehmen voran.“
Mathias Heermann: Technische Entwicklung aus der Praxis gestalten
Ebenfalls wiedergewählt wurde Mathias Heermann, Geschäftsführer der Heermann Abbruch GmbH. Seit 2022 verantwortet er im Vorstand insbesondere den Bereich Abbruchtechnik und bringt dabei seine Erfahrung aus Baustelle, Bauleitung und Unternehmensführung ein. „Ich möchte die technische Weiterentwicklung unserer Branche sowie den fachlichen Austausch im Verband auch künftig mit voller Überzeugung aktiv mitgestalten“, erklärt Heermann.
Johannes Schlenter: Der Verband als Dienstleister seiner Mitglieder
Johannes Schlenter gehört dem DA-Vorstand seit 2018 an und stand dem Verband bereits in der vergangenen Amtsperiode als Vorstandsvorsitzender vor. Seine Vorstandskollegen bestätigten ihn nach der Mitgliederversammlung erneut in diesem Amt. „Ich sehe den Deutschen Abbruchverband als Dienstleister für unsere Mitgliedsbetriebe. Unser Anspruch muss es sein, ihnen einen praxisnahen und verlässlichen Service zur Verfügung zu stellen und gleichzeitig den fachlichen Austausch innerhalb unserer Branche aktiv zu fördern“, sagt Schlenter.
Die Zusammensetzung des neuen Vorstands spiegelt damit zentrale Aufgaben wider, vor denen der Verband und seine Mitgliedsunternehmen stehen. Fachliches Know-how aus der Praxis soll weiterhin die Grundlage der politischen und technischen Verbandsarbeit bilden. Gerade vor dem Hintergrund wachsender regulatorischer Anforderungen und des Wandels hin zu einer stärker kreislauforientierten Bauwirtschaft will der DA seine Rolle als Stimme der Abbruch- und Recyclingbranche weiter stärken. Gleichzeitig sollen Angebote für die Mitgliedsunternehmen weiterentwickelt, Wissen innerhalb der Branche geteilt und neue technische Entwicklungen frühzeitig begleitet werden.
