JCB verbindet einen Wechsel an der Unternehmensspitze mit umfangreichen Investitionen in Produktion, Technologie und internationale Kapazitäten. George Bamford übernimmt ab 1. Oktober gemeinsam mit seinem Vater Lord Bamford den Vorsitz. Parallel modernisiert JCB den Standort in Staffordshire für 100 Mio. Pfund und eröffnet im Oktober ein neues, 1 Mrd. US-Dollar teures Werk in San Antonio, Texas. Trotz eines anspruchsvollen Marktumfelds erzielte der Baumaschinenhersteller 2025 einen Umsatz von 5,7 Mrd. Pfund und steigerte seinen globalen Marktanteil.
Der Hersteller investiert erhebliche Mittel in die Modernisierung seines Hauptsitzes in Staffordshire. Gleichzeitig wird in den USA im kommenden Monat das neue JCB-Werk in San Antonio, Texas, eröffnet. Es ist das größte Werk des Unternehmens weltweit und wird in den nächsten fünf Jahren rund 1.500 Arbeitsplätze schaffen.
Im Zuge dieser Zukunftsinvestitionen wird George Bamford gemeinsam mit seinem Vater Lord Bamford den Vorsitz des Familienunternehmens übernehmen. Es handelt sich um die erste Veränderung an der Spitze von JCB seit mehr als 50 Jahren. In dieser Zeit entwickelte sich das Unternehmen von seinen Wurzeln in Staffordshire zu einem der größten privat geführten Hersteller Großbritanniens mit 23 Werken und mehr als 20.000 Beschäftigten weltweit. „Im vergangenen Jahr feierte JCB sein 80-jähriges Bestehen. Mit Blick auf die Zukunft investieren wir massiv in die Weiterentwicklung unseres Unternehmens – von der Modernisierung unseres Hauptsitzes in Staffordshire über unsere wegweisende Wasserstofftechnologie bis hin zu unserem neuen Werk in Texas. Als Teil dieses nächsten Kapitels freue ich mich sehr, dass mein Sohn George Co-Chairman von JCB wird. Wir waren nie ein Unternehmen, das stillsteht, und diese Investitionen werden sicherstellen, dass JCB die Chancen der Zukunft optimal nutzen kann", sagt Lord Bamford, Chairman bei JCB.
Die Ankündigung erfolgt zeitgleich mit der Veröffentlichung der Geschäftszahlen für 2025, die trotz gemischter Marktbedingungen und geopolitischer Herausforderungen eine robuste Entwicklung zeigen. Der Umsatz belief sich auf 5,7 Mrd. Pfund, der Gewinn vor Steuern auf 642 Mio. Pfund. 113.498 Maschinen wurden weltweit abgesetzt. Zudem blieb das Unternehmen schuldenfrei und verfügte über keine Nettoverbindlichkeiten. Trotz stagnierender Nachfrage in Nordamerika und eines Marktrückgangs von 12 % in Indien konnte JCB seinen weltweiten Marktanteil steigern.
Im Mittelpunkt der Investitionen in Großbritannien steht die 100-Millionen-Pfund-Modernisierung des Unternehmenssitzes in Staffordshire. Dort befindet sich JCB seit 1950, als Firmengründer Joseph Cyril Bamford die Produktion in eine ehemalige Käserei in Rocester verlegte. Teil des Projekts sind eine vollautomatische Pulverbeschichtungsanlage im Wert von 60 Mio. Pfund sowie umfassend modernisierte Produktionsbereiche. Damit sollen mehr als 8.000 Arbeitsplätze im Vereinigten Königreich langfristig gesichert werden.
In den USA eröffnet im kommenden Monat das neue 1-Milliarde-Dollar-Werk in San Antonio, Texas. Mit einer Fläche von rund 93.000 m² ist es das größte JCB-Werk weltweit. Dort werden künftig Loadall-Teleskoplader und Hebetechnik für Nordamerika gefertigt, den größten Markt für Baumaschinen der Welt.
Parallel zu den Investitionen in die Fertigung investiert JCB weiterhin massiv in Innovationen. Nach einem Entwicklungsprogramm im Umfang von 100 Mio. Pfund hat das Unternehmen wasserstoffbetriebene Maschinen in die Serienproduktion überführt. Damit ist JCB eigenen Angaben nach der erste Baumaschinenhersteller weltweit, der einen vollständig zugelassenen Wasserstoff-Verbrennungsmotor auf den Markt gebracht hat.
Im vergangenen Monat sorgten diese Motoren für einen weiteren Meilenstein in den Rekordbüchern: Der JCB Hydromax, gesteuert von Wing Commander Andy Green OBE, erreichte auf den Bonneville Salt Flats im US-Bundesstaat Utah eine Geschwindigkeit von 406,320 mph (653,909 km/h). Der Rekord übertraf den bisherigen Wasserstoff-Verbrennungsrekord um mehr als das Doppelte und lag zudem über dem eigenen Dieselmax-Rekord, den JCB 20 Jahre zuvor aufgestellt hatte. Angetrieben wurde der Hydromax von zwei seriennahen Wasserstoffmotoren aus dem JCB-Werk in Foston, Derbyshire.
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