Mittwoch, 13. August 2025

Gewerkschaft fordert Klima-Kurzarbeitergeld

Immer öfter werden Sommerhitze, Starkregen und Stürme zur Gefahr für Bauarbeiter und Handwerker. Temperaturen jenseits der 33 Grad Marke, sintflutartige Schauer oder heftige Böen machen Arbeiten im Freien unmöglich – und das nicht nur im Hochsommer. Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) fordert deshalb ein Klima-Kurzarbeitergeld, das Beschäftigte ganzjährig schützt und Betriebe finanziell entlastet.

Wenn das Thermometer über 33 °C klettert, muss Schluss sein mit Arbeiten im Freien. „Bei dieser Hitze reichen Sonnencreme, Wasser und Pausen nicht mehr aus. Dann heißt es: Arbeit einstellen – Punkt“, sagt Carsten Burckhardt, Stellvertretender Bundesvorsitzender der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU). Die Gewerkschaft fordert ein ganzjähriges Klima-Kurzarbeitergeld – analog zum Schlechtwettergeld im Winter. Burckhardt: „Was bei Frost, Schnee und Glatteis längst Praxis ist, muss auch bei extremer Hitze, Starkregen oder Stürmen gelten – egal zu welcher Jahreszeit. Wir brauchen ein System, das ganzjährig greift – damit Beschäftigte geschützt und Betriebe entlastet werden.“ Das Klima-Kurzarbeitergeld würde nicht nur die Gesundheit der Beschäftigten sichern, sondern auch kleine und mittlere Betriebe vor existenzbedrohenden Auftragsausfällen bewahren.

Was im Winter schon lange funktioniert, ist auch für den Sommer und die übrigen Jahreszeiten eine gute Lösung. Wenn es zwischen Dezember und März zu kalt ist zum Arbeiten, bleiben die Beschäftigten zu Hause und bekommen Schlechtwettergeld, heute heißt das „Saison-Kurzarbeitergeld“. Das sind mindestens 60 % des aktuellen Nettoeinkommens, das die Agentur für Arbeit auszahlt. „Der menschengemachte Klimawandel schlägt voll durch. Schon länger beobachten wir, dass die Winter wärmer werden und dass Schlechtwettergeld nicht mehr so in Anspruch genommen wird wie früher. Dagegen haben wir jetzt ganzjährig Wetterereignisse, die ein Arbeiten nicht mehr zulassen. Darauf müssen wir uns einstellen“, sagt Burckhardt. „Hitzeschutz ist kein Luxus, sondern ein Grundrecht. Die Würde des Menschen endet nicht am Werkstor oder Bauzaun – sie gilt auch unter sengender Sonne.“

Weitere Artikel:

16. Juli 2026
Wolff & Müller
90 Jahre Wolff & Müller: Tradition trifft Digitalisierung
Wolff & Müller
Wolff & Müller blickt auf 90 Jahre Unternehmensgeschichte zurück und hat sich in dieser Zeit zu einer breit aufgestellten Baugruppe entwickelt. Das Familienunternehmen vereint heute die Geschäftsfelder Bauen, Baustoffe und Dienstleistungen und erzielte 2025 eine Jahresleistung von über einer Milliarde Euro. Kontinuität in der Führung über drei Generationen sowie der Fokus auf Stabilität und Unabhängigkeit prägen die Entwicklung bis heute. Mit Investitionen in Digitalisierung, Nachhaltigkeit und neue Baukonzepte stellt die Gruppe zugleich die Weichen für weiteres Wachstum.
16. Juli 2026
Bauinfoconsult
BauInfoConsult-Umfrage: Positive Umsatzsignale aus der Branche
Bauinfoconsult
Die deutsche Bauwirtschaft bewegt sich weiterhin in einem anspruchsvollen Umfeld, zeigt jedoch erste Anzeichen einer Stabilisierung. Insbesondere im ersten Quartal hat sich die Auftragssituation vieler Betriebe spürbar verbessert, unterstützt durch öffentliche Investitionen aus dem Sonderpaket. Entsprechend blicken Verarbeiter und Architekturbüros mehrheitlich zuversichtlich auf das laufende Jahr und erwarten stabile oder steigende Umsätze. Das belegt eine aktuelle Befragung von BauInfoConsult unter 400 Branchenakteuren im Vorfeld der „Jahresanalyse 2026/2027“.
13. Juli 2026
Wärmepumpe
Gebäudemodernisierungsgesetz beschlossen
Wärmepumpe
Nach dem Bundestagsbeschluss hat das neue Gebäudemodernisierungsgesetz auch den Bundesrat passiert. Das Gesetz dient dazu, Gebäude klimafreundlicher zu heizen und Hauseigentümern die Entscheidungsfreiheit für ihre Heiztechnik zu lassen. Das Gebäudemodernisierungsgesetz ersetzt das alte Gebäudeenergiegesetz. Damit setzt die Bundesregierung ein zentrales Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag um.
14. Juli 2026
Terra Infrastructure
MGF und Terra Infrastructure schließen Vertriebspartnerschaft
Terra Infrastructure
MGF und Terra Infrastructure haben eine neue strategische Partnerschaft geschlossen, um spezialisierte Lösungen für Baugrubenabsicherung und Verbausysteme in Europa besser verfügbar zu machen. Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit stehen Sicherheit, technische Exzellenz und die effiziente Umsetzung anspruchsvoller Aushub- und Infrastrukturprojekte. Terra Infrastructure übernimmt dabei den exklusiven Vertrieb ausgewählter MGF-Systeme in definierten europäischen Märkten. Das erste gemeinsame Projekt zeigt bereits die Leistungsfähigkeit der modularen Verbaulösungen in komplexen Baugruben.
15. Juli 2026
Goldhofer
Goldhofer expandiert in Nordamerika
Goldhofer
Der Memminger Schwerlast-Spezialist Goldhofer hat bekannt gegeben, seine erste Produktionsstätte in Nordamerika in Hickory, North Carolina, zu errichten. Das Unternehmen investiert mehr als 20 Mio. US-Dollar in das Projekt und schafft bis Ende 2030 mindestens 80 neue Arbeitsplätze. Damit stärkt Goldhofer seine Fertigungs- und Servicekapazitäten auf dem nordamerikanischen Markt entscheidend.
13. Juli 2026
Man
MAN wächst im ersten Halbjahr 2026 deutlich
Man
MAN Truck & Bus hat im ersten Halbjahr 2026 seinen weltweiten Absatz gesteigert und vor allem bei batterieelektrischen Fahrzeugen deutlich zugelegt. Trotz eines schwächeren deutschen Marktes sieht das Unternehmen Rückenwind durch das breite Produktportfolio und den weiteren Ausbau der E-Fahrzeugpalette. Ab der zweiten Jahreshälfte erweitert MAN sein Angebot um neue vollelektrische Modelle für Stadt-, Regional- und Reiseverkehr.
13. Juli 2026
Moerschen
Moerschen wird Vertriebspartner von Eggersmann
Moerschen
Die Moerschen Mobile Aufbereitung GmbH und die Eggersmann Impaktor GmbH haben eine Kooperation angekündigt. Moerschen übernimmt damit den exklusiven Vertrieb für die Mineraliklösungen von Eggersmann in Westdeutschland. Mit der Partnerschaft bündeln beide Unternehmen ihre Erfahrungen in der mobilen und stationären Aufbereitung. Ziel ist es, Kunden künftig noch umfassender mit leistungsstarken und zukunftsfähigen Lösungen zu unterstützen.
11. Juli 2026
Tech in Construction
Startups treiben die Transformation voran
Tech in Construction
Die TECH IN CONSTRUCTION ist Deutschlands führende Plattform für frühphasige ConstructionTech-Startups. Die Veranstaltung bringt innovative Technologieunternehmen mit Entscheidern aus Bauwirtschaft, Handwerk, Architektur, Immobilienwirtschaft und öffentlicher Hand zusammen, um Innovationen sichtbar zu machen und die Digitalisierung der Bauwirtschaft voranzutreiben. Unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen sowie mit Unterstützung maßgeblicher Verbände der Immobilien- und Bauwirtschaft zog die letzte Ausgabe vom 23. bis 25. Juni 50 ConTech-Startups und 460 Besucher nach Berlin.
10. Juli 2026
Case
Case erweitert Mietangebot für den GaLaBau
Case
Case baut sein Vermietgeschäft gezielt für den Garten- und Landschaftsbau in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz aus. Im Fokus stehen kompakte, geländegängige Maschinen samt passender Anbaugeräte für typische Kurzzeiteinsätze. Damit reagiert der Hersteller auf eine steigende Nachfrage aus dem GaLaBau und angrenzenden Bereichen wie dem Bau von Photovoltaikanlagen. Die erweiterten Mietangebote an den Standorten Unna und Kruft bieten flexible, leistungsfähige Lösungen für unterschiedliche Einsatzanforderungen.