Dienstag, 17. März 2026

Hilti trotzt Unsicherheiten und stellt Weichen für 2026

Die Hilti Gruppe hat sich 2025 in einem herausfordernden Marktumfeld robust behauptet. Trotz negativer Währungseffekte und rückläufigem Umsatz in Schweizer Franken konnte das Unternehmen in Lokalwährungen wachsen und investierte konsequent in Innovation, Digitalisierung und die Stärkung seiner globalen Lieferketten. Für 2026 sieht sich Hilti gut positioniert, auch wenn das Umfeld weiterhin von Unsicherheiten geprägt bleibt.

"Das vergangene Jahr war weltweit von anhaltender Unsicherheit geprägt und wir mussten durch ein radikal verändertes Zollumfeld navigieren. Trotzdem konnten wir die Produktivität im operativen Geschäft steigern und haben erheblich in unsere Zukunft investiert. So können wir 2026 aus einer Position der Stärke angehen. Zusammen mit unserem hochmotivierten globalen Team werden wir unseren Kurs beibehalten und unsere Strategie weiter umsetzen", sagt CEO Jahangir Doongaji.

Der Umsatz in der Region Amerika stieg um 9,3 % in Lokalwährungen. Trotz des dynamischen Zollumfelds wurde im US-Markt ein solides zweistelliges Wachstum erzielt. In Europa ging der Umsatz in einer insgesamt schwachen Baukonjunktur zurück (-1,9% in Lokalwährungen). Die Region Mittlerer Osten / Afrika verzeichnete ein Wachstum von 12,9 % in Lokalwährungen, angetrieben durch die zunehmende Bautätigkeit im Mittleren Osten. In Asien/Pazifik ging sank der Umsatz um 2,1 % in Lokalwährungen, hauptsächlich aufgrund des schwierigen Umfelds in Nordasien. 

Investitionen 

Die Hilti Gruppe hat 2025 weiterhin stark in Innovation investiert und mehr als 70 neue Produkte und Services auf den Markt gebracht. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung beliefen sich auf CHF 459 Mio., was 7,3 % des Umsatzes entspricht. Das Softwaregeschäft gewann weiter an Dynamik: Der jährlich wiederkehrende Umsatz stieg um 28,0 % und der etablierte Kundenstamm lag über 25.000. Zudem wurde das Produktions- und Lieferantennetzwerk in Amerika, Osteuropa und Indien weiter ausgebaut, um die langfristige Widerstandsfähigkeit der Lieferkette in einem dynamischen und komplexen globalen Umfeld zu festigen. Ende 2025 beschäftigte die Hilti Gruppe 34.420 Teammitglieder, ein Zuwachs von 67 Mitarbeitern (+0,2%) gegenüber dem Vorjahr. 

Gewinnentwicklung 

Das Betriebsergebnis ging im Vergleich zum Vorjahr um 5,3 % bzw. CHF 41 Mio. auf CHF 728 Mio. (2024: CHF 769 Mio.) zurück. Der negative Währungseffekt auf das Betriebsergebnis betrug CHF 38 Mio. Mit CHF 516 Mio. lag der Reingewinn 8,0 % bzw. CHF 45 Mio. unter dem Vorjahreswert (2024: CHF 561 Mio.), einschliesslich eines negativen Währungseffekts von CHF 74 Mio.

Die Umsatzrendite (ROS) ging leicht auf 11,6 % zurück (2024: 12,0 %), während die Kapitalrendite (ROCE) um 1,1 Prozentpunkte auf 11,8 % sank (2024: 12,9 %). Der freie Cashflow erreichte CHF 545 Mio. (2024: CHF 379 Mio.). 

Ausblick 

Für 2026 wird mit einer weiterhin unsicheren Entwicklung der globalen Bauindustrie gerechnet. Aufgrund der anhaltenden geopolitischen Instabilität und Handelsbarrieren dürfte der Schweizer Franken auch 2026 stark bleiben. Entsprechend der Strategie Lead 2030 werden Innovationen in den Bereichen Hardware, Software und Services weiter vorangetrieben. Darüber hinaus wird laufend in die kontinuierliche Verbesserung der Kundenerfahrungen investiert. Für 2026 erwartet die Hilti Gruppe ein Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Bereich in Lokalwährungen und ein ähnliches ROS-Niveau wie 2025. 

Personelle Veränderungen im Verwaltungsrat 

Für die Generalversammlung am 27. April 2026 wurde Melissa Mulholland als neues Mitglied des Verwaltungsrats nominiert. Sie ist Co-CEO von SoftwareOne, einem börsennotierten, international tätigen Unternehmen mit Sitz in Stans (Schweiz). Melissa Mulholland verfügt über mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung in verschiedenen Ländern und Funktionen bei renommierten IT-Dienstleistern wie Microsoft und Crayon. Gleichzeitig scheidet Barbara Milian Thoralfsson nach 12 Jahren turnusmässig aus dem Verwaltungsrat aus.

Vorbehaltlich der Wahlen an der Generalversammlung wird der Verwaltungsrat der Hilti Gruppe Ende April aus folgenden Mitgliedern bestehen: Michael Hilti (Ehrenpräsident), Christoph Loos (Präsident), Daniel Daeniker, Michèle Frey-Hilti, Carla De Geyseleer, Marco Meyrat, Melissa Mulholland und Peter Terwiesch.

"Ich freue mich sehr, dass Melissa Mulholland ihre Erfahrung in unseren Verwaltungsrat einbringen möchte. Zugleich bedanke ich mich bei Barbara Milian Thoralfsson für ihre langjährige wertvolle Arbeit für unser Unternehmen", sagt Christoph Loos, Präsident des Verwaltungsrats.

Weitere Informationen:

www.hilti.de

Weitere Artikel:

10. Juli 2026
Case
Case erweitert Mietangebot für den GaLaBau
Case
Case baut sein Vermietgeschäft gezielt für den Garten- und Landschaftsbau in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz aus. Im Fokus stehen kompakte, geländegängige Maschinen samt passender Anbaugeräte für typische Kurzzeiteinsätze. Damit reagiert der Hersteller auf eine steigende Nachfrage aus dem GaLaBau und angrenzenden Bereichen wie dem Bau von Photovoltaikanlagen. Die erweiterten Mietangebote an den Standorten Unna und Kruft bieten flexible, leistungsfähige Lösungen für unterschiedliche Einsatzanforderungen.
10. Juli 2026
Nordbau
NordBau 2026: Impulse für die Bauwirtschaft
Nordbau
Die 71. NordBau vom 9. bis 13. September 2026 auf dem Gelände der Holstenhallen Neumünster zeigt, was die Bauwirtschaft aktuell bewegt. Im Fokus stehen Innovationen, praxisnaher Wissenstransfer und starke Netzwerke entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Neue Themenwelten wie die Holzbauhalle sowie vielfältige Fachforen und Kongresse setzen inhaltliche Impulse. Gleichzeitig bietet die Messe konkrete Orientierung zu Zukunftsthemen wie nachhaltigem Bauen, Energie, Digitalisierung und Fachkräftesicherung.
09. Juli 2026
Yanmar
Yanmar baut EMEA-Vertrieb mit Alberto Ortega aus
Yanmar
Yanmar Compact Equipment EMEA hat Alberto Ortega zum 1. Juli 2026 zum Commercial Director ernannt und stärkt damit seine Vertriebsorganisation in der Region. Mit über 20 Jahren internationaler Vertriebserfahrung soll Ortega die kommerziellen Aktivitäten gezielt weiterentwickeln und das Wachstum vorantreiben. Im Fokus stehen insbesondere die enge Zusammenarbeit mit dem Händlernetz sowie die Optimierung von Vertriebs- und Serviceprozessen. Ziel ist eine konsequent kundenorientierte und nachhaltige Weiterentwicklung der Marktposition in der EMEA-Region.
09. Juli 2026
Sitech
Sitech stärkt Digitalportfolio mit Übernahme von zamics
Sitech
Die Sitech Deutschland GmbH übernimmt den Geschäftsbereich zamics der Zeppelin Lab GmbH im Rahmen eines Asset Deals und erweitert damit ihr Portfolio um eine etablierte SaaS-Lösung für das digitale Geräte- und Prüfmanagement. Mit dem Schritt stärkt das Unternehmen gezielt seine Position als Digitalisierungspartner der Bauindustrie und baut sein Angebot rund um die digitale Baustelle weiter aus. Die Software zamics ermöglicht die effiziente Verwaltung von Arbeitsmitteln, die Organisation von Prüfprozessen sowie die Disposition von Geräten und Betriebsmitteln. Durch die Integration in Sitech sollen Wachstum, Weiterentwicklung und Skalierung der Lösung deutlich beschleunigt werden.
07. Juli 2026
Bohnenkamp
Bohnenkamp steigt bei Felgenhersteller Molcon ein
Bohnenkamp
Die Bohnenkamp SE beteiligt sich am niederländischen Felgenhersteller Molcon BV und übernimmt zugleich den Exklusivvertrieb der Molcon-Produkte in ihrem gesamten Vertriebsgebiet. Damit bauen beide Unternehmen ihre seit Mai bestehende Zusammenarbeit deutlich aus und bündeln ihre Kompetenzen in Entwicklung, Produktion und Vertrieb. Ziel ist es, das Angebot an hochwertigen Radlösungen für Handel und OE-Kunden gezielt zu erweitern.
05. Juli 2026
 Wohnungsbau
Koalition beschließt Maßnahmenpaket für mehr Wohnungsbau
 Wohnungsbau
Die Einigung im Koalitionsausschuss zum „Programm für Aufschwung und Beschäftigung“ setzt nach Einschätzung der Bundesregierung neue Impulse für den Wohnungsbau in Deutschland. Im Zentrum stehen drei zentrale Hebel mit dem übergeordneten Ziel, die Bautätigkeit spürbar zu steigern und insbesondere bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.
03. Juli 2026
Bundesverband Kalksandsteinindustrie
Bundesverband Kalksandsteinindustrie wählt neuen Vorstand
Bundesverband Kalksandsteinindustrie
Der Bundesverband Kalksandsteinindustrie e.V. hat auf seiner ordentlichen Mitgliederversammlung am 19. Juni 2026 in Danzig zentrale personelle und inhaltliche Weichenstellungen vorgenommen. Im Fokus standen neben der turnusgemäßen Neuwahl des Vorstands vor allem die strategische Ausrichtung der Branche in einer weiterhin angespannten Baukonjunktur. Mit Frederic Dörlitz an der Spitze stellt sich der Verband personell neu auf und knüpft zugleich an die Arbeit seines Vorgängers an. Gleichzeitig unterstrichen die Mitglieder die Notwendigkeit, die politischen Rahmenbedingungen für bezahlbaren Wohnungsbau spürbar zu verbessern.
06. Juli 2026
Isover
Führungswechsel bei Isover und Rigips
Isover
Saint-Gobain stellt die Führung seiner Dämmstoff- und Innenausbauunternehmen Isover und Rigips in Deutschland neu auf. Danijel Lučić wurde zum Vorstandsvorsitzenden der Saint-Gobain Isover G+H AG sowie zum Vorsitzenden der Geschäftsführung der Saint-Gobain Rigips GmbH ernannt. Zudem berief der Aufsichtsrat Michael Dawir in den Vorstand von Isover; gleichzeitig übernimmt er eine Funktion in der Geschäftsführung von Rigips. Die Neuaufstellung erfolgt im Zuge des Ausscheidens von Cordula Gudduschat-Gillet, die das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlässt.
06. Juli 2026
Strabag
Strabag bündelt Baustoffgeschäft unter neuer Dachmarke Roxit
Strabag
Der europäische Baustoffmarkt steht unter erheblichem Druck: steigende Kosten, volatile Lieferketten und wachsende Nachhaltigkeitsanforderungen fordern neue Antworten. Strabag reagiert darauf und bündelt seine Baustoffaktivitäten erstmals unter der Dachmarke Roxit. Ziel ist es, Kompetenzen entlang des gesamten Materialkreislaufs zu vernetzen und effizienter zu steuern. Mit roxit positioniert sich der Konzern als integrierte Anbieterin für leistungsfähige und ressourcenschonende Baustofflösungen.