Mit 55.933 Fachbesuchern erreicht die DACH+HOLZ International 2026 in Köln ein historisches Spitzenniveau und zählt damit zu den erfolgreichsten Ausgaben ihrer Geschichte. Die Veranstaltung übertrifft die bisherige Bestmarke deutlich und unterstreicht ihre führende Rolle im europäischen Dach- und Holzmarkt. 564 Aussteller aus 28 Ländern präsentierten Innovationen, Produkte und Lösungen für die Branche. Neben hoher Internationalität prägten intensive Fachgespräche und zukunftsorientierte Themen das Messegeschehen.
Vom 24. bis 27. Februar 2026 wurde Köln erneut zum zentralen Treffpunkt der Dach- und Holzbranche. Auch international unterstrich die Messe ihre Bedeutung: Der Anteil ausländischer Aussteller lag bei 22,7 %. Entsprechend positiv fällt das Fazit des Veranstalters aus: „Die Dynamik und die Intensität der Gespräche in den Hallen waren außergewöhnlich“, sagt Tobias Gröber, CEO & President der GHM Gesellschaft für Handwerksmessen. „Auch wenn Prozesse zunehmend digitaler werden, lebt unser Handwerk vom persönlichen Austausch. Wenn sich die Branche im Zweijahresrhythmus auf der DACH+HOLZ International trifft, entsteht ein starkes Gemeinschaftsgefühl, und genau dieser Community-Gedanke trägt die Branche in die Zukunft.“
Branche sendet positive Signale
Auch die Branchenverbände bewerten die DACH+HOLZ International 2026 als wichtigen Impulsgeber. Dirk Bollwerk, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH), betont: „Viele inspirierende Gespräche haben mir erneut bestätigt: Handwerk verbindet, treibt Innovationen voran und bringt Menschen zusammen. Die DACH+HOLZ International ist und bleibt der ‚Place to be‘ für unsere Branche.“Für den Holzbau hebt Peter Aicher, Vorsitzender von Holzbau Deutschland, hervor: „Zukunftsweisende Innovationen, überzeugende Produktneuheiten und der persönliche Austausch zwischen Produktherstellern und Holzbaubetrieben haben für volle Messehallen gesorgt. Die positive Stimmung in der Branche war deutlich spürbar.“In den Hallen war insgesamt eine konstruktive Grundstimmung erkennbar. Neben aktuellen Herausforderungen standen vor allem konkrete Lösungsansätze und neue Entwicklungen im Mittelpunkt der Gespräche.
Innovationen und Zukunftsthemen im Fokus
Mit 30 beteiligten Unternehmen war die Start-up & Innovation Area 2026 größer als in den Vorjahren und bündelte aktuelle Entwicklungen im Bauhandwerk. Der Start-up & Innovation Award ging an die Fixpod GmbH für eine patentierte Verbindungslösung im Holzbau, die revisionslose Installationsrohrübergänge ermöglicht und Prozesse sowie die Arbeitssicherheit verbessert. „Wir erreichen eine deutliche Kosten- und Prozessoptimierung von über 50 % und reduzieren den Verschnitt um mehr als 90 %“, sagt Sascha Müller, Gründer der Fixpod GmbH. Das System wird inzwischen von über 300 Holzbaubetrieben eingesetzt.Platz 2 ging an Benetics AI für einen KI-Sprachassistenten für den Baustellenalltag, Platz 3 an LeiKoSi GmbH und Lock Jaw Ladder Grip für Lösungen zur Verbesserung der Leitersicherheit im Dachhandwerk.Das Rahmenprogramm war durchgehend gut besucht und griff zentrale Zukunftsthemen der Branche auf. Beiträge zu Nachhaltigkeit – etwa zur Rolle des Handwerks im nachhaltigen Bauen – stießen ebenso auf großes Interesse wie praxisnahe Einblicke in den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Betrieb. Auch gesellschaftliche Fragen fanden Resonanz: Dachdecker Etienne Sikora berichtete über seine Wanderschaft und sprach über Diversität im Handwerk, während beim Thema „Zukunft Holzbau“ Entwicklungen aus Forschung und Praxis hinsichtlich ihrer Marktreife diskutiert wurden. Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte der erste Live-Auftritt von Lasse Peper alias derholz.kopf mit seinem „Zimmerer-Rap“.
Persönliche Einblicke und Ausblick
Als Gesichter der DACH+HOLZ International 2026 repräsentierten Zimmerergesellin Theresa Damm und Dachdeckermeister Dominik Nöcker die Branche während der gesamten Messe. Für Theresa Damm war die DACH+HOLZ International eine Premiere. „Ich habe hier unglaublich viel entdeckt – zum Beispiel eine Kühlweste für die Baustelle – und sehr viele neue Menschen kennengelernt, auch gewerkeübergreifend“, sagt sie. Besonders der direkte Austausch mit unterschiedlichen Bereichen des Handwerks habe ihren Eindruck von der Branche erweitert.
Auch Dominik Nöcker betont die besondere Atmosphäre: „Überwältigend, beeindruckend – und es hat großen Spaß gemacht, die Messe mit meinem Gesicht zu repräsentieren.“ Die positive Stimmung und die Vielzahl persönlicher Gespräche hätten für ihn den Charakter der Veranstaltung geprägt.
Die nächste DACH+HOLZ International findet vom 7. bis 10. März 2028 in Stuttgart statt.
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