Donnerstag, 26. Juni 2025

Kabinett beschließt Rekordinvestitionen

Das Bundeskabinett hat kürzlich den zweiten Regierungsentwurf des Haushalts 2025, die Eckwerte des Haushalts 2026 sowie die Finanzplanung bis 2029 beschlossen. Der Etat des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen steigt dabei von 6,7 Mrd. Euro in 2024 auf 7,4 Mrd. Euro in 2025 und auf 7,6 Mrd. Euro in 2026. In 2025 haben die Ausgaben und Verpflichtungsermächtigungen für die kommenden Jahre ein Finanzvolumen von rund 12 Mrd. Euro.

Verena Hubertz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen: "Mit der Zündung des Bau-Turbos haben wir in der vergangenen Woche die Grundlage dafür geschaffen, dass künftig deutlich schneller gebaut, aufgestockt und nachverdichtet werden kann. Jetzt legen wir mit dem Investitions-Turbo nach. Mit Rekordmitteln für den sozialen Wohnungsbau schaffen wir die Voraussetzung dafür, dass die Trendumkehr gelingt und wir den Bestand an Sozialwohnungen endlich wieder erhöhen. Von 2025 bis 2029 stellt der Bund die Rekordsumme von insgesamt 23,5 Mrd. Euro zur Verfügung.“

Seit der Revitalisierung des sozialen Wohnungsbaus im Jahr 2022 kommt so eine Summe von 31,15 Mrd. Euro zusammen – in der Geschichte des sozialen Wohnungsbaus beispiellos. Im Klima- und Transformationsfonds sowie im neuen Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität sind zudem weitere Programmmittel für das Bundesbauministerium vorgesehen. Insgesamt sind aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität über 11 Mrd. Euro für den Wohnungsbau vorgesehen. Bis 2029 investiert der Bund damit massiv in den Bereich Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, um die Alltagssorgen der Menschen anzupacken.

"Gutes Wohnen braucht auch ein lebenswertes Wohnumfeld, egal ob auf dem Land oder in der Stadt. Bis 2029 verdoppeln wir daher die jährlichen Mittel für die Städtebauförderung schrittweise auf 1,58 Mrd. Euro. Damit ist der Haushalt des Bauministeriums einer der zentralen Investitions- und Zukunftshaushalte des Bunde", so Hubertz weiter.

Mit dem Beschluss des Bundeskabinetts kann das parlamentarische Verfahren für den Haushalt 2025 starten. Für 2026 ist der Haushaltsplan mit den Eckwerten zunächst vorskizziert und soll zeitnah ebenfalls im Bundeskabinett verabschiedet werden.

Die wichtigsten Investitionen des BMWSB auf einen Blick:

  • Der soziale Wohnungsbau wird schrittweise deutlich erhöht. Für 2025 stehen Programmmittel von 3,5 Mrd. Euro bereit. Für 2026 sind 4 Mrd. Euro vorgesehen, für 2027 5 Mrd. Euro und für 2028 und 2029 jeweils 5,5 Mrd. Euro. Darin enthalten sind auch eine Verdopplung der Mittel für das Programm Junges Wohnen.
  • Die Programmmittel für die Neubauprogramme „Klimafreundlicher Neubau“ (2025 und 2026 jeweils 1,1 Mrd. Euro), „Klimafreundlicher Neubau im Niedrigpreissegment“ (2025 und 2026 jeweils 650 Mio. Euro) und „Wohneigentumsförderung für Familien“ (2025 und 2026 jeweils 250 Mio. Euro) sollen im neuen Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität ausgebracht werden.
  • Ebenfalls im neuen Sondervermögen vorgesehen sind Programmmittel für die Sanierungsprogramme „Jung kauft Alt“ (2025 und 2026 jeweils 350 Mio. Euro) und „Gewerbe zu Wohnen“ (geplant unterjähriger Start 2025 mit 60 Mio. Euro und 2026 mit 360 Mio. Euro).

Hinweis: Sämtliche im neuen „Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität“ ausgebrachten Programme wird BMWSB perspektivisch zu zwei Themenbereichen „Neubau“ und „Sanierung“ zusammenführen.  

  • Die Städtebauförderung wird 2025 mit 790 Mio. Euro auf schon jetzt hohem Niveau fortgesetzt. Entsprechend dem Koalitionsvertrag ist eine schrittweise Verdopplung der Bundesmittel vorgesehen, beginnend mit einer Anhebung der Programmmittel in 2026 auf 1 Mrd. Euro, in 2027 auf 1,2 Mrd. Euro, in 2028 auf 1,4 Mrd. Euro und in 2029 auf 1,58 Mrd. Euro. Das schafft Planungssicherheit für lebendige Quartiere und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
  • Um Kommunen auch bei ihrer energetischen Modernisierung zu unterstützen, soll das Programm Energetische Stadtsanierung im Klima- und Transformationsfonds reaktiviert werden mit Programmmittel in Höhe von jeweils 75 Mio. Euro für 2025 und 2026.
  • Ebenfalls im Klima- und Transformationsfonds ist für die Programme Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur (SJK) und Urbane Räume die Finanzierung aller bereits durch den Haushaltsausschuss beschlossenen Projekte gesichert. Zusätzliche Mittel für den Breitensport sollen ab 2026 im Einzelplan des BMWSB ausgebracht werden.
  • Die Gründung des Bundesforschungszentrums für klimaneutrales und ressourceneffizientes Bauen wurde noch in der letzten Legislatur beschlossen. Die Mittel für die Gründung werden jetzt gesichert. Für 2025 sind 12,5 Mio. Euro und für 2026 sind 15 Mio. Euro vorgesehen.

Weitere Artikel:

19. Januar 2026
Baugenehmigungen
Baugenehmigungen: Wohnungsbau zeigt positive Signale
Baugenehmigungen
Im November 2025 wurde in Deutschland der Bau von 20.100 Wohnungen genehmigt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 12,5 % oder 2.200 Baugenehmigungen mehr als im November 2024. Dabei stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen im Neubau um 12,4 % oder 1.800 auf 16.300. Die Zahl genehmigter Wohnungen, die durch den Umbau bestehender Gebäude entstehen, stieg im November 2025 gegenüber dem Vorjahresmonat um 12,6 % oder 400 auf 3.800.
16. Januar 2026
BIP 2025
Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2025 um 0,2 % gewachsen
BIP 2025
Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2025 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,2 % höher als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Anstieg der Wirtschaftsleistung in Deutschland 0,3 %. "Nach zwei Rezessionsjahren ist die deutsche Wirtschaft wieder leicht gewachsen. Das Wachstum ist vor allem auf die gestiegenen Konsumausgaben der privaten Haushalte und des Staates zurückzuführen", sagte Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2025" in Berlin.
15. Januar 2026
Würth
Würth-Gruppe erzielt 2025 Rekordumsatz
Würth
Trotz eines von geopolitischen Unsicherheiten und schwacher Konjunktur geprägten Umfelds blickt die Würth-Gruppe auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. Mit einem Umsatzanstieg auf rund 20,7 Mrd. Euro (+ 2,3 %) erreichte der Konzern erneut einen Rekordwert und behauptete seine Marktführerschaft. Das Betriebsergebnis blieb mit 940 Mio. Euro vor Steuern stabil auf Vorjahresniveau.
14. Januar 2026
Hyundai
CR Baumaschinen weitet Vertrieb für Hyundai aus
Hyundai
Das in Urmitz bei Koblenz ansässige Handelsunternehmen CR Baumaschinen GmbH stärkt seit 2024 seine Position im deutschen Baumaschinenmarkt und erweitert gezielt seine Vertriebsaktivitäten für HD Hyundai Construction Equipment. Mit einem neuen Standort im Großraum Stuttgart baut das Unternehmen seine regionale Präsenz und Kundennähe weiter aus.
14. Januar 2026
IRO 2026
Iro 2026: Gasinfrastruktur im Wandel
IRO 2026
Die Energieinfrastruktur in Deutschland steht an einem entscheidenden Wendepunkt. Das 38. Oldenburger Rohrleitungsforum widmet sich in diesem Jahr daher der Frage, wie Gas- und Wasserstoffnetze künftig geplant, betrieben und weiterentwickelt werden müssen, um Versorgungssicherheit, Effizienz und Nachhaltigkeit gleichermaßen zu gewährleisten. Im Mittelpunkt stehen ingenieurtechnische Innovationen, normative Weiterentwicklungen und die Rolle des Tief- und Leitungsbaus als Schlüsselsegment einer zukunftsfähigen Netzstruktur.
14. Januar 2026
Knauf
Knauf stärkt Vertriebsteam Nord mit Mario Gößwald
Knauf
Zum 1. Februar 2026 wird Mario Gößwald neuer Vertriebsleiter Putz- und Fassadensysteme für das Vertriebsgebiet Nord bei der Knauf Gips KG in Iphofen. Er berichtet in dieser Funktion an Gerhard Wellert, Vertriebsdirektor Putz-, Fassaden- und Boden-Systeme. Er folgt auf Cem Özcan, der seit Juli 2025 die Spartenleitung Boden und Bindemittel bei Knauf übernommen hat.
08. Januar 2026
Tarifverhandlungen
Autobahn-Tarif: Verhandlungen geplatzt
Tarifverhandlungen
Die Tarifverhandlungen 2026 für rund 15.000 Beschäftigte der Autobahn GmbH des Bundes sind nach der ersten Verhandlungsrunde mit ver.di, dbb beamtenbund und tarifunion ohne Fortschritt geendet. Während die Autobahn GmbH eigenen Angaben zufolge ein innovatives Paket mit Kinderzulage und Krankenzusatzversicherung vorstellte, kritisiert ver.di das Ausbleiben eines konkreten Entgeltsangebots und ruft zur Mobilisierung gegen die Arbeitgeberin auf. Die Tarifverträge laufen zum 31. Dezember 2025 aus; Streikdrohungen von ver.di zeichnen sich ab.
12. Januar 2026
IFAT
IFAT-Analyse: Branche trotzt Krise
IFAT
Umwelttechnologien zeigen hohe Resilienz gegenüber Krisen und Marktschwankungen, wie eine 13-jährige Langzeitanalyse der IFAT Munich-Ausstellerbefragungen belegt. Trotz zunehmend kritischer Bewertung der Wirtschaftslage seit 2018 wächst der Optimismus hinsichtlich der Branchenzukunft. Die IFAT Munich 2026 setzt mit dem Motto „Circularity is a must“ auf Kreislaufwirtschaft als Schlüssel für Innovation und Versorgungssicherheit.
12. Januar 2026
Max Wild
Max Wild: Stabwechsel in der Geschäftsführung
Max Wild
Der Generationswechsel bei der Max Wild GmbH schreitet weiter voran: Zum 1. Januar 2026 hat Daniel Wild als weiterer Geschäftsführer Verantwortung in der Leitung des Familienunternehmens übernommen. Er folgt auf seinen Vater Roland Wild, der sich aus der operativen Leitung zurückzieht und künftig als Gesellschafter das Unternehmen weiterhin strategisch und beratend begleiten wird.