Donnerstag, 10. September 2026

Liebherr Kirchdorf nimmt 4,5-MW-Batteriespeicher in Betrieb

Die Liebherr-Hydraulikbagger GmbH hat am Standort Kirchdorf ein leistungsstarkes Batteriespeichersystem erfolgreich in Betrieb genommen und steigert damit die Nutzung selbst erzeugter Energie deutlich. In Kombination mit der bestehenden Photovoltaikanlage ermöglicht die Anlage eine deutlich höhere Nutzung eigenerzeugter Energie. Dadurch ist zukünftig eine Eigenverbrauchsquote von bis zu 95 % möglich. Gleichzeitig investiert das Unternehmen mit dem Batteriespeicher in eine zukunftsorientierte Energieinfrastruktur.

Der installierte Batteriespeicher verfügt über eine Leistung von 4,5 MW und eine Speicherkapazität von 9 MWh. Bereits in der Planungsphase wurde die technische Infrastruktur so ausgelegt, dass eine Erweiterung auf bis zu 5,6 MW und 14 MWh möglich ist. Damit schafft Liebherr eine skalierbare und langfristig tragfähige Energielösung.

„Mit dem Projekt erreichen wir am Standort künftig einen jährlichen Autarkiegrad von rund 35 % – in den Sommermonaten sogar bis zu 60 %. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit, zur Stabilisierung des Stromnetzes und zu einer ressourceneffizienten Energieversorgung“, sagt Geschäftsführer Finance & Admin Matthias Zettler. 

Optimierte Nutzung erneuerbarer Energie 

In Kombination mit der bestehenden Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 5,2 MW übernimmt der Batteriespeicher eine zentrale Rolle im Energiemanagement. Überschüssige Energie wird gespeichert und zeitversetzt genutzt, wodurch der Eigenverbrauch signifikant gesteigert wird. Gleichzeitig reduziert das System Lastspitzen und senkt dadurch netzseitige Leistungskosten. Darüber hinaus ermöglicht der Speicher eine flexiblere und wirtschaftlich optimierte Energiebeschaffung sowie neue Perspektiven für zukünftige Vermarktungsmodelle im Energiemarkt. 

Intelligente Steuerung als Schlüsseltechnologie 

Ein zentraler Baustein des Projekts ist die prognosebasierte Energiesteuerung. Dabei werden Wetterprognosen, Strombörsenpreise sowie Produktions- und Verbrauchsdaten intelligent miteinander verknüpft, um Lade- und Entladeprozesse vorausschauend und bedarfsgerecht zu steuern. Dies ermöglicht nicht nur eine effizientere Nutzung der Energie, sondern auch eine gezielte Optimierung der Energiekosten. 

Grundlage für zukünftige Energiesysteme 

Mit der neuen Systemarchitektur schafft Liebherr zugleich die Voraussetzungen für zukünftige Smart-Grid-Anwendungen. Perspektivisch können weitere steuerbare Verbraucher – etwa Ladeinfrastruktur für Elektromobilität oder große Wärmepumpensysteme – flexibel in das Energiemanagement integriert und netzdienlich gesteuert werden. Damit positioniert sich das Unternehmen langfristig für eine zunehmend vernetzte, flexible und effiziente Energieversorgung.
Weitere Informationen:

www.liebherr.com

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