Die Firmengruppe Liebherr hat im elsässischen Nambsheim offiziell den Bau ihres neuen Produktionsstandorts gestartet. Der Spatenstich erfolgte im Beisein von Vertretern aus Politik, Institutionen und Belegschaft und markiert einen wichtigen Meilenstein für die industrielle Entwicklung in der Region. Mit dem Projekt stärkt das Familienunternehmen gezielt seine Produktionskapazitäten sowie seine industrielle Unabhängigkeit in Europa. Gleichzeitig unterstreicht Liebherr seine langfristige Verbundenheit mit dem Standort Frankreich und dem Wirtschaftsraum Europa.
Der Standort Liebherr-EMtec Nambsheim gehört zur Erdbewegungssparte der Firmengruppe Liebherr und verfolgt ein ehrgeiziges Ziel: strategisches Know-how an einem einzigen Standort zu bündeln, um die industrielle Unabhängigkeit der Gruppe zu stärken. Darüber hinaus entspricht er einer wachsenden Nachfrage nach in Europa hergestellten Baumaschinen.
Das künftige Werk wird auf die Montage von Fahrerkabinen für Erdbewegungsmaschinen der Firmengruppe spezialisiert sein und in den kommenden Jahren eine Produktionskapazität von bis zu 10.000 Kabinen pro Jahr erreichen.
Es ist als zentrales Glied der internen Lieferkette konzipiert. Der Standort setzt auf ein leistungsstarkes, nachhaltiges und zukunftsfähiges Produktionsmodell in Nambsheim, im Herzen Europas.
„Mit der Wahl von Nambsheim als für diesen neuen Standort trifft Liebherr eine wichtige industrielle Entscheidung: die Verlagerung strategischen Know-hows, die nachhaltige Schaffung von Arbeitsplätzen und die Stärkung einer europäischen Produktionskette. Die Region Grand Est wird dieses Vorhaben mit einer Förderung von mindestens einer Million Euro voll und ganz unterstützen. Das ist der Sinn unseres Handelns: unsere Regionen zu Orten zu machen, an denen die Industrie innovativ ist und produziert und an denen die wirtschaftliche Souveränität Frankreichs und Europas konkret aufgebaut wird.“, erklärt Franck Leroy Präsident der Region Grand Est in Bezug auf das Projekt.
Eine bedeutende Investition zur Stärkung der Region
Mit einer Investition von über 100 Mio. Euro bekräftigt Liebherr sein Vertrauen in das industrielle Potenzial des Elsass und seinen Willen, seine Entwicklung in Frankreich fortzusetzen. Langfristig werden am Standort Nambsheim mehr als 200 Mitarbeiter beschäftigt sein, wodurch aktiv nachhaltige Arbeitsplätze in der Region geschaffen werden.
Das Projekt, das von einer strategisch günstigen Lage und der Nähe zu den etablierten Standorten der Firmengruppe profitiert, trägt zur Stärkung des lokalen industriellen Ökosystems bei.
„Bei Liebherr setzen wir auf Langfristigkeit. Dieses Projekt in Nambsheim verkörpert unsere Werte in vollem Umfang: eine langfristige Vision, eine starke regionale Verankerung und hohe industrielle Standards. Mit dieser Investition hier im Elsass stärken wir unsere Nähe zu unseren Kunden in Europa und begleiten sie weiterhin weltweit – mit dem Ziel, eine leistungsstarke, verantwortungsbewusste und zukunftsorientierte Industrie aufzubauen.“, betont Sebastien Seitz, Geschäftsführer Produktion der Liebherr-France AS.
Ein Standort der neuen Generation
Liebherr-EMtec Nambsheim ist als vorbildlicher Industriestandort konzipiert und wird hohe Standards in Bezug auf Umwelt- und Energieeffizienz erfüllen. Das Werk strebt insbesondere eine BREEAM-Zertifizierung an, den internationalen Maßstab für nachhaltiges Bauen, und ist Teil eines ganzheitlichen Ansatzes, der folgende Schwerpunkte beinhaltet: die Optimierung des Energieverbrauchs, den Einsatz erneuerbarer Energien, den verantwortungsvollen Umgang mit Wasser und Ressourcen sowie die Minimierung der Auswirkungen auf die Anwohner. Über die Infrastruktur hinaus verkörpert der Standort eine zukunftsorientierte industrielle Vision: eine agilere, transparentere und umweltfreundlichere Produktion.
Die Inbetriebnahme des Standorts ist für Anfang 2028 geplant und markiert damit einen neuen Meilenstein in der Entwicklung der Firmengruppe Liebherr.
Weitere Informationen:
