Freitag, 5. Februar 2016

Liebherr erzielt Rekordumsatz

Die Firmengruppe Liebherr hat im Jahr 2015 laut vorläufigen Zahlen einen Gesamtumsatz von 9‘248 Mio. € erwirtschaftet. Dies ist der höchste Umsatz, den die Firmengruppe in ihrer Geschichte je erreicht hat. Im Vergleich zum Vorjahresumsatz entspricht das einer Steigerung um 425 Mio. € oder 4.8 %. Liebherr erzielte im vergangenen Jahr Zuwächse sowohl im Bereich Baumaschinen und Mining als auch in dem Bereich, der die Sparten Maritime Krane, Aerospace und Verkehrstechnik, Werkzeugmaschinen und Automationssysteme, Hausgeräte sowie Komponenten und Hotels umfasst. Bei den Baumaschinen und Mining-Geräten stieg der Umsatz um 337 Mio. € oder 6.4 % auf 5'631 Mio. €. Dazu zählen die Sparten Erdbewegung, Mining, Fahrzeugkrane, Turmdrehkrane und Betontechnik. In den Sparten ausserhalb von Baumaschinen und Mining stieg der Umsatz um 88 Mio. € oder 2.5 % auf 3'617 Mio. €. Mit insgesamt mehr als 9.2 Mrd. € erwirtschaftete Liebherr den höchsten Umsatz der Firmengeschichte.

Umsatzentwicklung nach Regionen

Die Geschäftsentwicklung verlief in den einzelnen Absatzregionen recht unterschiedlich: In Osteuropa und auf dem afrikanischen Kontinent gingen die Umsätze zurück. Steigerungen wurden dagegen im Nahen und Mittleren Osten, in der Region Fernost und Australien sowie in Amerika erzielt. In Westeuropa, der für Liebherr bedeutendsten Absatzregion, bewegte sich der Umsatz in der Grössenordnung des Vorjahres.

Mitarbeiter

Die Zahl der Beschäftigten der Firmengruppe ist auch im vergangenen Jahr gestiegen: Weltweit waren zu Jahresende rund 42‘000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Liebherr beschäftigt. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Anstieg um 1‘080 Personen.

Investitionen

Investitionen in die Produktionsstätten und das weltweite Vertriebs- und Servicenetz sind für die Firmengruppe von hoher Bedeutung. So wurden auch im vergangenen Jahr mit 746 Mio. € erhebliche Investitionen getätigt. Wesentliche Projekte waren unter anderem die über mehrere Jahre laufende Erweiterung der Produktionsstätte für Diesel- und Gasmotoren in Bulle, Schweiz, sowie der Bau eines neuen Logistikzentrums für die weltweite Ersatzteilversorgung von Liebherr-Erdbewegungsmaschinen bei Kirchdorf an der Iller, Deutschland. Das Logistikzentrum wurde Anfang 2015 in Betrieb genommen. Ausserdem setzte die Firmengruppe den Ausbau der Produktionsstätte für Luftfahrtausrüstungen in Lindenberg, Deutschland, fort. Liebherr schloss den Bau eines Zweigwerkes für Komponenten der Antriebs- und Steuerungstechnik in Biberach an der Riss, Deutschland, erfolgreich ab. Ebenfalls in Biberach an der Riss investierte die dortige Produktionsgesellschaft für Turmdrehkrane in eine neue Pulverbeschichtungsanlage. In Deggendorf, Deutschland, begannen die Bauarbeiten für eine neue Produktionsstätte. Ab Ende 2016 sollen dort Mikropräzisionsteile entwickelt und gefertigt werden. In Ettlingen, Deutschland, erweitert die Firmengruppe ihr Zentrum für die Aufbereitung von Komponenten der Antriebs- und Steuerungstechnik durch einen Hallenanbau. Im Hafen von Fenit, Irland, wurde durch die irische Produktionsgesellschaft für maritime Krane mit dem Bau einer neuen Montagehalle begonnen. Die Produktionsgesellschaft für Hausgeräte in Radinovo, Bulgarien, baute ihre Infrastruktur für Fertigung und Logistik aus. Zudem investierte Liebherr rund um den Globus in die Vertriebs- und Serviceorganisationen. So schloss die Liebherr-Australia Pty. Ltd. ihre Erweiterungsvorhaben in Adelaide ab und eröffnete in Auckland, Neuseeland, eine neue Niederlassung. Die kanadische Liebherr-Gesellschaft erweiterte ihre Niederlassung in Burlington und eröffnete in Acheson ein Zentrum zur Wiederaufbereitung von Mining-Komponenten. Auch in der Schweiz stärkte Liebherr die Vertriebsorganisation, indem sie die Niederlassung in Daillens ausbaute. Neue Kundendienstzentren eröffnete Liebherr unter anderem in Durban, Südafrika, im russischen Kusbass und in Bogotá, Kolumbien.

Ausblick für das Jahr 2016

Für das laufende Jahr rechnet der Internationale Währungsfonds damit, dass die Weltwirtschaft etwas stärker wächst als im Jahr 2015. Auch die Firmengruppe Liebherr erwartet einen leichten Umsatzanstieg. In den meisten Produktbereichen werden voraussichtlich Steigerungen erzielt. Positive Impulse erhofft sich die Firmengruppe unter anderem von der Bauma, der internationalen Leitmesse für Baumaschinen, die im April 2016 in München stattfindet.

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