Die Wacker Neuson Group hat ihren Halbjahresbericht 2026 vorgelegt und die am 17. Juli bekannt gegebenen vorläufigen Zahlen sowie die angehobene Jahresprognose bestätigt. Im ersten Halbjahr erzielte der Baugerätehersteller einen Umsatz von 1.256,5 Mio. Euro (+16,9%) und ein EBIT von 104,7 Mio. Euro (+86,6%), was die EBIT-Marge auf 8,3% hob. Treiber waren eine deutliche Nachfrageerholung in Europa und Nordamerika, ein starkes Kompaktmaschinengeschäft sowie eine unverändert hohe Kostendisziplin. Trotz zuletzt etwas abgeschwächter Auftragsdynamik und anhaltender geopolitischer Unsicherheiten zeigt sich das Unternehmen vorsichtig optimistisch und hält an der Prognose für 2026 fest.
"Das erste Halbjahr 2026 markiert für die Wacker Neuson Group eine deutliche operative Verbesserung. Unser Umsatzwachstum führte zu einer überproportionalen Steigerung der Profitabilität. Besonders erfreulich war die Entwicklung unseres Kompaktmaschinengeschäfts, die robuste Nachfrage in Europa und Nordamerika sowie das starke Wachstum im Landwirtschaftsgeschäft. Nachdem sich die Auftragsdynamik zuletzt etwas abgeschwächt hat und geopolitische Unsicherheiten bestehen bleiben, sind wir nach dem starken ersten Halbjahr vorsichtig optimistisch für die kommenden Monate. Vor diesem Hintergrund bestätigen wir die am 17. Juli angehobene Jahresprognose 2026“, kommentiert Dr. Karl Tragl, Vorstandsvorsitzender der Wacker Neuson Group.
Treiber für das Wachstum waren lt. Wacker Neuson die Märkte Europa und Nordamerika. Hier war eine solide Entwicklung bei Kompaktmaschinen zu verzeichnen. Der Umsatz stieg im ersten Halbjahr 2026 um 25,9 % auf 742,5 Mio. Euro (H1/2025: 589,7 Mio. Euro). Besonders positiv entwickelten sich Teleskoplader, Radlader, Bagger und Dumper. Während der Gesamtmarkt für Landtechnik laut dem Branchenindex CEMA weiterhin verhalten ist, konnte die Wacker Neuson Group ihren Umsatz mit landwirtschaftlichen Maschinen um 50,7 % auf 298,2 Mio. Euro(H1/2025: 197,9 Mio. Euro) steigern.
Auf Basis der starken Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2026 hatte die Wacker Neuson Group ihre Prognose für das Geschäftsjahr 2026 angehoben. Der Vorstand bestätigt diese Prognose unverändert. Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet die Wacker Neuson Group weiterhin einen Konzernumsatz zwischen 2.300 Mio. Euro und 2.400 Mio. Euro sowie eine EBIT-Marge zwischen 7,0 % und 8,0 %. Gleichzeitig berücksichtigt die Prognose eine gegenüber dem ersten Halbjahr schwächere bis stabile Umsatzentwicklung im zweiten Halbjahr sowie anhaltende geopolitische und makroökonomische Unsicherheiten, insbesondere im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt und der US-Zollpolitik. Bei der Net-Working-Capital-Quote wird weiterhin ein Wert von unter 30 % angestrebt. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte werden unverändert in einer Bandbreite von 70 Mio. Euro bis 90 Mio. Euro erwartet.
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