Donnerstag, 2. April 2026

Starkes Auftrags- und Ergebniswachstum bei Porr

2025 war für die Porr ein Jahr mit klarer Aufwärtsentwicklung: Nicht nur im Infrastrukturbereich, auch im wieder anziehenden Hochbau gewann der Baukonzern spürbar an Fahrt. Mit einem starken Auftragseingang, hohen Leistungen und deutlich verbesserten Ergebnissen hat die Porr in ihrem Geschäftsjahr ein Spitzenergebnis erzielt – und damit ihre Stärke als „Bau‑Allrounderin“ in Österreich, Deutschland und weiteren Heimmärkten eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

„2025 war für uns ein ausgesprochen erfolgreiches Geschäftsjahr. Die Porr hat in fast allen wesentlichen Kennzahlen Rekordwerte erreicht. Unsere Performance zeigt, dass die Porr auch in einer schwierigen Baukonjunktur ihre Stärken gut ausspielen kann“, freut sich Porr-CEO Karl-Heinz Strauss.

Die Porr verzeichnete mit einer Produktionsleistung von EUR 6.818 Mio. (2024: EUR 6.747 Mio.) und einem Umsatz von EUR 6.296 Mio. Spitzenwerte. „Wir haben 2025 große Projekte in unseren Heimmärkten wie Österreich, Polen und Rumänien bearbeitet“, erklärt Strauss. Das hohe Niveau ist sowohl auf Baufortschritte bei Bahn- und Infrastrukturprojekten wie auch ein stabiles Wachstum im Hochbau zurückzuführen. Die PORR erwirtschaftete insgesamt rund 98 % ihrer Leistung in ihren sieben Heimmärkten Österreich, Deutschland, Schweiz, Polen, Rumänien, Tschechien und der Slowakei. 

Auftragswachstum mit Großprojekten 

Bei den Neuaufträgen kamen spannende Großprojekte aus dem Segment Infrastruktur International sowie aus Rumänien, Polen und Tschechien hinzu. Der Auftragseingang legte um 14,1 % auf EUR 7.813 Mio. zu. Zu den Highlights gehören die Generalsanierung der Tunnelkette Pack auf der A2-Süd Autobahn in Österreich, Polens längster Hochgeschwindigkeitstunnel in Łódź, eine Bahnstrecke in Rumänien sowie mehrere Streckenmodernisierungen in Polen und Tschechien. In Deutschland folgten die Wiederbelebung der Siemensbahn in Berlin und die Sanierung der Donauschleuse Kachlet.

Auch der Hochbau bleibt in Bewegung: So gab es Folgeaufträge für eine pharmazeutische Produktionsanlage in Deutschland, die Errichtung des Energiezentrums Włocławek in Polen, mehrere Gesundheitsbauaufträge und das Hochschulprojekt Graz Center of Physics in Österreich. Dazu kamen Wohnbauprojekte wie die Wohnhausanlagen Nordbahnhof Areal 3E in Wien, Stralauer Allee in Deutschland und Kladno Living in Tschechien. Damit erhöhte sich auch der Auftragsbestand per 31. Dezember um 11,7 % auf EUR 9.539 Mio.

Kräftiger Ergebnisanstieg und starke Bilanz

Die Ertragskennzahlen steigerten sich markant: Bei einem Umsatzwachstum von +1,7 % auf EUR 6.295,9 Mio. legte das Betriebsergebnis (EBIT) überproportional auf satte EUR 196,7 Mio. zu, ein Plus von 24,2 % im Vergleich zum Vorjahr. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) wuchs ebenfalls um 24,4 % und das Konzernergebnis erhöhte sich um 25,6 % auf EUR 136,7 Mio. Zurückzuführen ist dies auf eine Kombination aus Kosteneinsparungen, höherer Effizienz, einer Leistungssteigerung sowie einem verbesserten Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen. Durch die Ergebnisverbesserung ergab sich eine EBIT-Marge von 3,1 %. Das Ergebnis je Aktie steigerte sich um 29,3 % auf EUR 3,00 (2024: EUR 2,32).

Auch die Bilanzkennzahlen und der Cashflow entwickelten sich erfreulich. Die Porr steigerte ihren Free Cashflow um 68,6 % auf EUR 232,9 Mio.; die liquiden Mittel erhöhten sich deutlich um EUR 165 Mio. auf EUR 748 Mio. Dadurch und unter Berücksichtigung kommittierter Cash-Linien ergibt sich eine komfortable Liquiditätsreserve von EUR 1.197,8 Mio. Die Eigenkapitalquote blieb trotz Ausweitung der Bilanzsumme stabil bei 21,1 %. Die solide Finanzlage wird durch eine Reduktion der Nettoverschuldung bestätigt. Die PORR weist zum Jahresende eine Net-Cash-Position in Höhe von EUR 93,1 Mio. aus (2024: EUR -1,7 Mio.). 

Emissionen deutlich reduziert  

Bereits im ersten Jahr ihres Dekarbonisierungsplans zeigt sich: Finanzieller Erfolg und klimabewusstes Wirtschaften gehen bei der Porr Hand in Hand. Die Porr konnte ihre direkten Emissionen (Scope 1 und 2) um 22,5 % reduzieren, während die Emissionen entlang der Wertschöpfungskette (Scope 3) um 12,9 % zurückgingen. Treiber dieser Entwicklung waren insbesondere operative Effizienzmaßnahmen, der verstärkte Einsatz alternativer Treibstoffe, der Ausbau erneuerbarer Energien sowie ein gesunkener Energieverbrauch. Bei stabiler Produktionsleistung sank die Emissionsintensität um 14,3 %. 

Ausblick 2026 positiv 

Auch im Geschäftsjahr 2026 treiben die hohe Nachfrage in den Bereichen Verkehrsinfrastruktur, Energieversorgung und digitale Netze sowie der Ausbau erneuerbarer Energien das Branchenwachstum. Besonders in Deutschland werden für das Jahr 2026 deutliche Impulse aus der öffentlichen Investitionstätigkeit erwartet. Der Hochbau wächst insgesamt und auch im Wohnbau sind erste Impulse spürbar. Strauss: „Die Porr ist mit ihrer ausgeprägten Infrastrukturexpertise in allen sieben Heimmärkten klar auf Schiene, um auch 2026 einen Wachstumserfolg liefern zu können. Zudem haben wir auch im Hochbau unsere Leistungspalette strategisch erweitert, um Lösungen für sich klar abzeichnende Marktbedürfnisse zu bieten.“

So hat die Porr ihren Bereich Healthcare mit der VSG-Übernahme ausgebaut und kann nun Gesundheitseinrichtungen jeder Art von A bis Z planen, bauen, technisch ausstatten und in Betrieb nehmen. Mit PORR Living hat die Porr eine modulare Wohnbaulösung entwickelt und adressiert damit gezielt den steigenden Bedarf an leistbarem Wohnraum. Ein erstes Pilotprojekt für weniger als EUR 2.000 pro Quadratmeter Baukosten wird bereits in Österreich errichtet. Weiterhin ausgebaut werden die Bereiche Industriebau und Datencenter. Auf Basis des hohen Auftragsbestands sowie der erwarteten Marktentwicklung geht der Vorstand von einer moderat positiven Leistungs- und Umsatzentwicklung sowie einer Steigerung der EBIT-Marge im Jahr 2026 aus. Unverändert bleibt das langfristige Ziel einer EBIT-Marge von 3,5 % bis 4,0 % bis 2030.

Der fortdauernde Konflikt im Nahen Osten und im Iran birgt zudem das Risiko einer weiteren Destabilisierung der Region. Einschränkungen der Öl- und Gasproduktion können sich negativ auf die globalen Energie- und Rohstoffpreise auswirken und damit zusätzliche wirtschaftliche Unsicherheiten verursachen. Die Porr hat ihre operative Tätigkeit in Katar in den vergangenen zwei Jahren weitgehend reduziert und konzentriert sich im Wesentlichen auf administrative Restabwicklungen. Es wird davon ausgegangen, dass der aktuelle Konflikt im Nahen Osten darauf keinen signifikanten Einfluss hat. Große Teile des Energiebedarfs der Porr Gruppe, insbesondere Strom und Gas, sind preislich abgesichert. Sollten die Spannungen länger andauern, könnten sich Auswirkungen auf die Materialpreise ergeben. Für den Auftragsbestand bestehen jedoch Preisfixierungen beziehungsweise Preisgleitklauseln. Zusätzlich erfolgt eine Absicherung der Kosten durch frühzeitige Beschaffung im Rahmen des Early Procurement. Bereits während des Ukraine Konflikts hat die Porr gezeigt, dass mögliche Preissteigerungen erfolgreich gemanagt werden können.

Weitere Informationen:

www.porr-group.com

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