Die Wacker Neuson Group, ein führender Hersteller von Baugeräten und Kompaktmaschinen, hat die Geschäftszahlen für das Jahr 2025 veröffentlicht und die vorläufigen Zahlen vom 10. Februar 2026 bestätigt. Nach einem marktbedingt verhaltenen Jahresauftakt erzielte der Konzern im weiteren Verlauf 2025 spürbare operative Fortschritte: Umsatz und Profitabilität entwickelten sich zunehmend positiv. Trotz eines herausfordernden Umfelds, das unter anderem durch die US-Zölle geprägt war, erreichte die Group im abgelaufenen Geschäftsjahr wichtige strategische Meilensteine und operative Fortschritte. Insbesondere der Produktionsstart erster Baggermodelle für die OEM-Kooperation mit John Deere stärkt die Präsenz im nordamerikanischen Markt nachhaltig.
Der Konzernumsatz belief sich im Geschäftsjahr 2025 auf 2.218,8 Mio. Euro (2024: 2.234,9 Mio. Euro). Aufgrund von Einmaleffekten im vierten Quartal 2025 – darunter im Wesentlichen zusätzliche Rechts- und Beratungskosten im Zusammenhang mit Übernahmegesprächen mit der Doosan Bobcat Inc., zusätzliche Rückstellungen aufgrund von Auswirkungen der Kursentwicklung im vierten Quartal auf den virtuellen Stock Option Plan der Gesellschaft sowie Wertminderungen auf kurzfristige und langfristige Vermögenswerte – erreichte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 132,4 Mio. Euro (2024: 123,0 Mio. Euro) und die EBIT-Marge betrug 6,0 %(2024: 5,5 %).
„Das Geschäftsjahr 2025 war insbesondere im ersten Quartal weiterhin von herausfordernden Rahmenbedingungen geprägt. Dennoch ist es uns gelungen, unsere Profitabilität im Jahresverlauf zu steigern und unsere operative Leistungsfähigkeit konsequent zu verbessern. Wir haben uns frühzeitig und gezielt auf exogene Einflussfaktoren wie die US-Zölle eingestellt. Trotz anhaltender geopolitscher Unsicherheiten erwarten wir für 2026 einen leichten Marktaufschwung und planen mit einem moderaten Umsatzplus bei einer höheren EBIT-Marge gegenüber 2025. Wir fokussieren uns in 2026 und darüber hinaus auf unsere Wachstumshebel und die Verfeinerung und weitere Umsetzung unserer Strategie 2030“, so Dr. Karl Tragl, Vorstandsvorsitzender der Wacker Neuson Group.
Entwicklung nach Regionen
Die Stimmung in der Region Europa (EMEA) war im Geschäftsjahr 2025 weiterhin verhalten. Der Umsatz stieg um 1,2 % auf 1.753,1 Mio. Euro (2024: 1.731,7 Mio. Euro). Der Umsatzanteil der Region betrug 79,0 % und lag über dem Vorjahr (2024: 77,5 %). Deutschland hatte wie in den Vorjahren den größten Umsatzanteil in der Region Europa, gefolgt von Frankreich, dem Vereinigten Königreich und der Schweiz. Die Entwicklung der Region Amerikas war aufgrund der Unsicherheiten durch US-Zölle von einer anhaltenden Zurückhaltung im Bestellverhalten geprägt. Der Umsatz in der Region lag bei 421,6 Mio. Euro (2024: 450,7 Mio. Euro), was einem Rückgang von 6,5 % entspricht. Der Anteil am Gesamtumsatz ist im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen und betrug 19,0 % (2024: 20,2 %). Die Marktdynamik in der Region Asien-Pazifik war 2025 weiter rückläufig. So lag der Umsatz bei 44,1 Mio. Euro und ist somit um 16,0 % gesunken (2024: 52,5 Mio. Euro). Der Gesamtumsatzanteil der Region im Geschäftsjahr betrug 2,0 % (2024: 2,3 %).
Profitabilität steigt trotz verhaltenem Marktumfeld
Nachdem die Wacker Neuson Group im Geschäftsjahr 2024 einer anhaltenden Konjunkturschwäche ausgesetzt war, blieb das Marktumfeld zu Jahresbeginn 2025 sowohl in der Bau- als auch in der Landwirtschaft noch verhalten. Die Erholung war langsamer als erwartet und der Aufschwung materialisierte sich in vielen Marktsegmenten nicht. Im Jahresverlauf erzielte die Wacker Neuson Group jedoch eine operative Verbesserung. Insbesondere Bagger, Dumper sowie auch Baustellentechnik wurden stärker nachgefragt, wohingegen sich die Nachfrage nach Kompaktladern negativ entwickelte. Eine positive Dynamik ergab sich zudem in den Geschäftsbereichen Baugeräte sowie Dienstleistungen. Der Umsatzrückgang aus dem Neumaschinengeschäft konnte durch eine gewachsene Nachfrage nach Baugeräten, gebrauchten Mietmaschinen, Ersatzteilen und Dienstleistungen im Servicegeschäft nahezu kompensiert werden. Im Geschäftsjahr 2025 verbesserte sich die Profitabilität aufgrund der Reduktion operativer Kosten. Maßgeblich hierfür waren die bereits 2024 initiierten operativen Kostenmaßnahmen. Das EBIT für das Gesamtjahr 2025 lag somit 7,6 % über dem Vorjahr und betrug 132,4 Mio. Euro (2024: 123,0 Mio. Euro). Die EBIT-Marge ist um 0,5 Prozentpunkte auf 6,0 % gestiegen (2024: 5,5 %).
Strategie 2030
Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2025 setzt die Unternehmensgruppe ihren operativen Kurs konsequent fort. Die Strategie 2030 bleibt dabei der klare Leitstern im dynamischen Marktumfeld, wobei die Profitabilität noch stärker in den Fokus rückt. Vor dem Hintergrund zweier Jahre mit niedrigen Marktvolumina sowie anhaltender geopolitischer Unsicherheiten – verschärft durch den Krieg im Nahen Osten, die anhaltende US-Zollpolitik und eine sich langsamer als ursprünglich erwartete Elektrifizierung in der Bau- und Landmaschinenbranche – wird die Wacker Neuson Group im Jahr 2026 die zugrunde liegenden Marktszenarien sowie die zehn strategischen Hebel der Strategie 2030 neu bewerten. Aktuell liegt die Erwartung in Bezug auf die Umsatzentwicklung bis 2030 eher auf einem Niveau von 3,5 Mrd. Euro. Unverändert bleibt der Anspruch, nachhaltig profitabel zu wachsen und die operative Leistungsfähigkeit kontinuierlich zu verbessern. Das Profitabilitätsziel mit einer EBIT-Marge von größer 11 % bleibt das Kernziel der Strategie 2030.
Prognose 2026
Das globale Marktumfeld im Jahr 2026 bleibt von geopolitischen Spannungen und wirtschaftlichen Unsicherheiten geprägt, deutet jedoch nach einer Phase der Stagnation und Korrektur auf einen leichten Marktaufschwung hin. Vor diesem Hintergrund erwartet die Wacker Neuson Group eine im laufenden Geschäftsjahr 2026 weitere Verbesserung des operativen Geschäfts, positive Impulse aus Infrastruktur- und Modernisierungsprogrammen in Europa sowie trotz anhaltender US-Zölle eine solide Nachfrage in Nordamerika. Die Wacker Neuson Group rechnet daher mit einem moderaten Umsatzanstieg sowie einer Verbesserung der EBIT-Marge. Unter Berücksichtigung der genannten gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen sowie der sich für die Wacker Neuson Group ergebenden Chancen und Risiken geht der Vorstand für das Geschäftsjahr 2026 von einem Umsatz zwischen 2.200 Mio. Euro und 2.400 Mio. Euro aus. Die EBIT-Marge wird in einer Bandbreite von 6,5 bis 7,5 % erwartet.
Die Wacker Neuson Group investiert auch zukünftig in gewinnversprechende Projekte und entwickelt seine Tochterunternehmen stetig weiter. Für das Geschäftsjahr 2026 sind daher Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von rund 70 Mio. Euro bis rund 90 Mio. Euro vorgesehen.
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