Mittwoch, 14. Mai 2025

Würth: Umsatz in 2024 nahezu auf Vorjahresniveau

Die Würth-Gruppe, Weltmarktführer in der Entwicklung, der Herstellung und dem Vertrieb von Montage- und Befestigungsmaterial, hat das von zahlreichen Herausforderungen geprägte Geschäftsjahr 2024 mit einem Umsatz von 20,2 Mrd. Euro abgeschlossen (2023: 20,4 Mrd. Euro). Währungsbereinigt entspricht das einem Rückgang von 0,3 %. Mit 940 Mio. Euro lag das Betriebsergebnis zwar unter dem Vorjahresniveau (2023: 1.455 Mio. Euro), ist aber dennoch der vierthöchste Wert in der Unternehmensgeschichte.

Neben Kostensteigerungen wirkte sich auch die schwache Konjunktur in der verarbeitenden Industrie auf den Geschäftsverlauf des Konzerns aus. Das Ergebnis wurde durch die hohen Investitionen und den daraus resultierenden Abschreibungen zusätzlich belastet. Die Investitionen sind jedoch für das zukünftige Wachstum der Würth-Gruppe bedeutend. So hat der Konzern 1,2 Mrd. Euro überwiegend in die IT-Infrastruktur sowie die Lagerkapazitäten seiner Vertriebsgesellschaften sowie in Produktionsgebäude, technische Anlagen und Maschinen für die Produktionsgesellschaften investiert.

In Deutschland erwirtschaftete die Würth-Gruppe im Geschäftsjahr 2024 knapp 8 Mrd. Euro (-3,9 %). Mit einem Umsatzanteil von 39 % ist Deutschland der größte und wichtigste Einzelmarkt der Würth-Gruppe. Im Ausland verzeichneten die Gesellschaften im Vergleich zum Vorjahr ein leichtes Plus von 1,2 %. Hervorzuheben ist Südeuropa, der zweitwichtigste Markt des Konzerns, mit einem Wachstum von 3,8 % auf über 3,1 Mrd. Euro. Dieses Wachstum wurde stark von der Akquisition des Elektrogroßhändlers IDG 01 S.p.A. im Westen Italiens beeinflusst. Südeuropa trägt einen Anteil von 15,5 % zum Gesamtumsatz des Konzerns bei. Im Kerngeschäft der Würth-Gruppe entwickelten sich die Handwerksdivisionen der Würth-Linie mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau zufriedenstellend, vor allem getragen durch das Wachstum der Divisionen Auto (+3,3 %) und Holz (+2,0 %). Bei den Allied Companies trugen insbesondere der Elektrogroßhandel mit +8,1 %, begünstigt durch Zukäufe in Polen und Italien, sowie die Gesellschaften der Chemie-Branche (+11,7 %) zum Umsatzwachstum bei.

Die Würth-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2024 akquisitionsbedingt insgesamt 1.346 neue Mitarbeitende hinzugewonnen und beschäftigte zum Jahresende 88.393 Personen. Davon sind rund 44.900 Mitarbeitende im Vertrieb tätig. Das Eigenkapital der Würth-Gruppe ist um 5,4 % auf 9,2 Mrd. Euro (2023: 8,8 Mrd. Euro) gestiegen und bildet die Basis für die finanzielle Stabilität des Konzerns. Die Ratingagentur S&P Global bestätigte im Juni 2024 erneut das Rating der Würth-Gruppe mit A/outlook stable.

Das prognostizierte Wirtschaftswachstum für 2025 in Deutschland wurde jüngst nochmals deutlich reduziert. Laut dem Ifo Institut dürfte das Bruttoinlandsprodukt kaum mehr als 0,1 % ansteigen. Die Weltwirtschaft soll laut Internationalem Währungsfonds (IWF) mit 2,8 % deutlich langsamer ansteigen als noch im Januar 2025 erwartet wurde. „Die Aussicht auf Wachstum im Geschäftsjahr 2025 ist den Experten zufolge trüb. Dennoch sehen wir die gute Entwicklung der Gesellschaften im Bereich Chemie, die im ersten Quartal 2025 an den Erfolg des Vorjahres anknüpfen konnten, als Lichtblick für 2025“, sagt Friedmann. Die eiSos-Gruppe, einer der größten europäischen Hersteller von passiven elektronischen und elektromechanischen Bauelementen, verzeichnen aktuell vor allem in Asien und Nordamerika steigende Auftragseingänge. „Die eiSos-Gruppe zählt zu den Frühzyklikern der Würth-Gruppe und ist daher häufig ein Indikator für die weitere Entwicklung. Bereits im ersten Quartal 2025 stieg hier der Auftragseingang überdurchschnittlich an. Das stimmt uns zuversichtlich, dass der europäische Markt nachzieht.“

Unser oberstes Ziel ist, den Unternehmenserfolg der Würth-Gruppe basierend auf einem gesunden und nachhaltigen Wachstum langfristig zu sichern. Dabei können wir auf die Partnerschaft mit unseren über vier Millionen Kundinnen und Kunden weltweit zählen und genießen den Rückhalt der Familie Würth. Zusätzlich gibt uns die heterogene Struktur des Konzerns über die verschiedensten Branchen und Regionen hinweg sowie unser Geschäftsmodell die erforderliche Stabilität", sagt Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe dazu.

Weitere Informationen unter www.wuerth.com

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