Brüninghoff GmbH & Co. KG
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Industriestraße 14
46359 Heiden
Deutschland
Holzbauweise, Vorfertigung und Aufstockung zählen zu den prägenden Trends der Bauwirtschaft – beim Sanierungsprojekt „The Flag“ in Köln wurden sie konsequent umgesetzt. Das ehemalige siebengeschossige Verwaltungsgebäude der Generalzolldirektion aus den 1980er-Jahren wurde zu einem modernen Appartementhaus für Studierende und Young Professionals umgebaut. Dank eines hohen Anteils wetterunabhängiger Vorfertigung und eines durchdachten Montagekonzepts entstanden unter innerstädtischen Rahmenbedingungen in vergleichsweise kurzer Bauzeit 137 Wohneinheiten. Das Projekt leistet damit nicht nur einen Beitrag zur Entlastung des angespannten Kölner Wohnungsmarkts, sondern setzt zugleich Maßstäbe in puncto Nachhaltigkeit und effizienter Bauprozesse.
Der Bauherr und Initiator des Projekts ist das Familienunternehmen The Flag, das sich auf die Entwicklung, den Bau, den Erwerb und den Betrieb spezialisierter Wohnformen wie Studenten-Apartments, Seniorenwohnen und Hotellösungen konzentriert.
Da sich die Bausubstanz des ehemaligen Bürogebäudes im Norden von Köln in einem guten Zustand befand und auch die bestehende Tragstruktur weitgehend den Anforderungen entsprach, entschied sich der Bauherr gegen einen Abriss und für einen umweltschonenden Umbau. Nach Entwürfen von ME Projektsteuerung + Bauen Architekten aus Troisdorf wurden die Staffelgeschosse jeweils um ein zusätzliches Geschoss beziehungsweise einen Pavillon ergänzt. Die Florack Bauunternehmung GmbH übernahm als Generalübernehmer die Gesamtkoordination und beauftragte die Brüninghoff Group mit der Umsetzung der Aufstockung der einzelnen Gebäudeteile in Holzbauweise sowie mit der Herstellung der Vorhangfassade. Plansite – ebenfalls ein Unternehmen der Brüninghoff Group – war für die Tragwerksplanung und die Holzbaufachplanung verantwortlich.
Eine Etage „draufgepackt“
Das Bestandsgebäude an der Neusser Straße 159 wurde zunächst vollständig entkernt und bis auf die Stahlbetonskelettstruktur zurückgebaut. Ziel war es, den Baukörper durch eine Aufstockung in Holzbauweise zu erweitern und zugleich eine nachhaltige Nutzung sicherzustellen. Die neuen Staffelgeschosse, mit denen das Gebäude auf insgesamt acht Etagen ergänzt wurde, entstanden aus vorgefertigten Holzrahmenbauelementen. Durch die zusätzlichen Geschosse erhöhte sich die Bruttogeschossfläche von 6.134 m² auf 7.134 m². Das oberste Geschoss beherbergt Gemeinschaftsflächen mit Kamin sowie einen direkten Zugang zur Dachterrasse.
Die Wahl von Holz als Hauptbaumaterial basierte auf den spezifischen materialtechnischen Vorteilen des Werkstoffs. Neben seinem geringen Eigengewicht und der hohen Tragfähigkeit leistet Holz einen wesentlichen Beitrag zur Nachhaltigkeit. Das eingesetzte Holz stammt aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern und ist PEFC-zertifiziert. Darüber hinaus bot die Aufstockung in Holzbauweise klare statische Vorteile: Aufgrund des niedrigen Eigengewichts der Holzrahmenbauelemente konnten die zusätzlichen Lasten effizient in die bestehende Stahlbetonstruktur eingeleitet werden. Wo erforderlich, kamen Lamellen aus carbonfaserverstärktem Kunststoff (CFK) sowie ergänzende Betonwände zum Einsatz, um die Tragfähigkeit gezielt zu erhöhen.
Die tragenden Elemente der neuen Geschosse bestehen aus Brettschichtholzstützen und Brettsperrholzdecken. Der mehrschichtige Wandaufbau der Außenwände erfüllt sowohl funktionale als auch ästhetische Anforderungen: Auf der Innenseite bildet eine 15 mm dicke Gipsfaserplatte die erste Schicht, die eine glatte und robuste Oberfläche für die Innenraumgestaltung bietet. Direkt darauf folgt eine weitere 15 mm starke Gipsfaserplatte, die als Dampfsperre fungiert. Um eine luft- und dampfdichte Ebene zu gewährleisten, werden die Stöße dieser Platten verklebt. Das tragende Element der Wand besteht aus 60 x 240 mm starkem Konstruktionsvollholz. Zwischen den Holzständern wird eine 240 mm dicke Mineralwolle der Baustoffklasse A1 eingebracht, die nicht brennbar ist und eine Wärmeleitfähigkeit von λ = 0,32 W/(m·K) aufweist. Diese Schicht sorgt für eine effektive Wärmedämmung und trägt gleichzeitig zum Schallschutz bei. Auf der Außenseite der Dämmung wird eine weitere 15 mm dicke Gipsfaserplatte angebracht, die die Konstruktion stabilisiert und die Dämmung schützt. Zum Schutz vor Wind und Feuchtigkeit wird eine Fassadenbahn aufgebracht. Diese ist diffusionsoffen und ermöglicht es, dass Feuchtigkeit aus dem Inneren der Wand entweichen kann, während sie die Konstruktion vor äußeren Einflüssen schützt. Darauf folgt eine Lattung aus Konstruktionsvollholz, die als Unterkonstruktion für die Fassadenverkleidung dient und gleichzeitig eine Hinterlüftung ermöglicht. Den Abschluss bildet eine 8 mm starke Außenverkleidung aus witterungsbeständigen Rockpanel Colours-Platten.
Mehrwert durch Vorfertigung
Ein zentraler Aspekt des Projekts war der hohe Vorfertigungsgrad der Bauelemente. Sämtliche Holzrahmenbauelemente wurden industriell vorgefertigt – einschließlich Fenstern, Dämmung und Fassadenverkleidung. Dieses Vorgehen verkürzte die Bauzeit vor Ort erheblich und reduzierte zugleich die Belastungen durch Baustellenverkehr in der dicht bebauten Innenstadtlage. Darüber hinaus ermöglichte die Vorfertigung eine weitgehend wetterunabhängige Produktion und trug zur Minimierung von Abfällen auf der Baustelle bei.
Die innerstädtische Lage stellte besondere Anforderungen an die Baustellenlogistik. Aufgrund der stark begrenzten Lagerflächen – die gesamte Grundstücksfläche umfasst lediglich 1.180 m² – erfolgte die Anlieferung der Bauteile konsequent „just in time“. Ein durchdachtes Montagekonzept stellte einen reibungslosen Bauablauf sicher. So wurden die Wandelemente bereits mit eingesetzten Fenstern montiert, um unmittelbar eine regendichte Gebäudehülle herzustellen. Ein im Innenhof positionierter Kran ermöglichte sowohl die vertikale als auch die horizontale Verladung der Bauteile. Ergänzend kam eine funkgesteuerte Traverse zum Einsatz, die eine millimetergenaue Positionierung der Elemente erlaubte.
Die neue Vorhangfassade aus Holzrahmenbauelementen wurde energetisch optimiert. Sie besteht aus Gipsfaserplatten, Mineralwolldämmung und Fassadentafeln aus hoch verdichteter Steinwolle. Aufgrund ihrer hohen Energieeffizienz trägt die Fassade wesentlich zur Einhaltung des Effizienzhaus-Standards EH 40 bei, der für die Aufstockung angestrebt wurde. Die Elemente wurden vor der tragenden Konstruktion montiert, um Platz für eine Installationsebene zu schaffen.
Technische und konstruktive Anforderungen
Die Transformation des Bürogebäudes in ein Wohnhaus brachte einige Herausforderungen mit sich. Insbesondere die Aufteilung der Apartments erforderte Durchbrüche und Anpassungen an der bestehenden Tragstruktur. Die Integration neuer Leitungsführungen für die technische Gebäudeausrüstung (TGA) wurde durch den Einsatz vorgefertigter Module erleichtert.
Ein weiteres Augenmerk lag auf dem Brandschutz. Die Holzrahmenbauelemente wurden gemäß den Anforderungen der Feuerwiderstandsklasse F30-B ausgeführt, um Sicherheit zu gewährleisten. Die integrierte Wärmedämmung aus Mineralwolle entspricht hohen Standards der Wärmeleitfähigkeit (WLG 032).
Die Flachdachkonstruktion der neuen Geschosse wurde als Warmdach ausgeführt. Eine Brettsperrholzdecke aus Fichtenholz bildet die Basis. Zur Wärmedämmung wird beim Flachdach eine 36 cm dicke EPS-Schicht eingesetzt, bei der Dachterrasse beträgt die Schichtstärke 20 cm. Die Gefälledämmplatten verhelfen zu einer Neigung von 2 %, sodass anfallendes Wasser zur Gebäudemitte abgeleitet wird.
bpz meint: Das Projekt „The Flag“ in Köln verdeutlicht exemplarisch, welches Potenzial in der Kombination aus Holzbauweise, hohem Vorfertigungsgrad und der intelligenten Weiterentwicklung von Bestandsgebäuden liegt. Die Aufstockung in Holz ermöglichte eine effiziente Erweiterung bei gleichzeitig geringer zusätzlicher Belastung der vorhandenen Struktur. Damit zeigt sich die Holzbauweise als besonders geeignet für innerstädtische Nachverdichtung, wo konventionelle Bauweisen oft an Grenzen stoßen. Gleichzeitig unterstreicht das Projekt die Chancen, die im Erhalt und der Umnutzung bestehender Bausubstanz liegen.
Weitere Informationen:
Holzbauweise, Vorfertigung und Aufstockung zählen zu den prägenden Trends der Bauwirtschaft – beim Sanierungsprojekt „The Flag“ in Köln wurden sie konsequent umgesetzt. Das ehemalige siebengeschossige Verwaltungsgebäude der Generalzolldirektion aus den 1980er-Jahren wurde zu einem modernen Appartementhaus für Studierende und Young Professionals umgebaut. Dank eines hohen Anteils wetterunabhängiger Vorfertigung und eines durchdachten Montagekonzepts entstanden unter innerstädtischen Rahmenbedingungen in vergleichsweise kurzer Bauzeit 137 Wohneinheiten. Das Projekt leistet damit nicht nur einen Beitrag zur Entlastung des angespannten Kölner Wohnungsmarkts, sondern setzt zugleich Maßstäbe in puncto Nachhaltigkeit und effizienter Bauprozesse.
Zukunftsweisende Systeme für den Wohnungsbau, Produktlösungen für die Fassade und Gebäudekonzepte für Logistik oder Produktion: Für all diese Bereiche entwickelt Brüninghoff das industriell vorgefertigte, ressourceneffiziente Bauen weiter. Als Systemanbieter, der sich die Vorteile der Digitalisierung zu Nutze macht, schafft die Unternehmensgruppe dabei ein verbessertes Schnittstellenmanagement im komplexen Bauprozess.
Serielles, modulares und systemisches Bauen, das ökonomisch und ökologisch ist. Diese Themen setzt Brüninghoff in den Mittelpunkt auf der BAU 2025. Erstmals ist die Unternehmensgruppe in München mit einem eigenen Messestand vertreten. Hier präsentiert Brüninghoff seine Lösungen für den Wohnungsbau, Leistungen im Bereich der integralen Planung und Ansätze zu mehr Nachhaltigkeit und Rückbaubarkeit in der Bauwirtschaft.
Beim Holz-Hybridbau spielen die einzelnen Materialien Holz und Beton jeweils ihre jeweiligen Stärken aus: Während Beton für die Vorteile des bewährten Massivbaus steht und die Aufgabe der Statik übernimmt, steht Holz für ein tolles Raumklima und Nachhaltigkeit. Auch beim Bau des neuen Bürogebäudes W15 in Stuttgart sollten der Ressourcenverbrauch reduziert und die Emissio- nen minimiert werden. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, setzen die Projektbeteiligten um das Immobilienunternehmen Wöhr + Bauer auf eine Holz- Hybridbauweise mit hohem Vorfertigungsgrad. Zum Einsatz kommen Wandele- mente und Holz-Beton-Verbunddecken von Brüninghoff.
Parallellaufende Großforschungsprojekte haben am Standort Hamburg den Energiebedarf des Deutschen Elektronen-Synchrotrons (DESY) spürbar erhöht. Um Lastspitzen abzusichern und den Betrieb der hochsensiblen Infrastruktur zuverlässig aufrechtzuerhalten, setzte das weltweit bekannte Forschungszentrum für Teilchenphysik, Photonenwissenschaften und Beschleunigertechnologie auf eine temporäre, flexibel steuerbare Stromversorgung. Gemeinsam mit Zeppelin Rental wurde ein modulares Versorgungskonzept realisiert, das mobile Generatoren, intelligente Steuerungstechnik und digitale Fernüberwachung zu einer bedarfsgerechten Lösung kombiniert.
Mit einer neuen Heavy-Duty-Unterwagenkonfiguration erweitert Caterpillar das Einsatzspektrum des Kettenbaggers Cat 325 für Arbeiten in anspruchsvollem Gelände. Ein verlängertes Fahrwerk, ein vergrößertes Kontergewicht sowie leistungsstärkere Antriebs- und Schwenkkomponenten erhöhen Stabilität, Traktion und Kontrolle bei Einsätzen in Hanglagen, im Forst oder im Gebirge. Ergänzt durch integrierte Assistenzsysteme und eine effiziente elektrohydraulische Steuerung ist der Cat 325 auf präzises und wirtschaftliches Arbeiten unter schwierigen Einsatzbedingungen ausgelegt.
Ein ummauerter Garten aus dem 17. Jahrhundert in der englischen Grafschaft Devon wird nach über vier Jahrzehnten des Verfalls behutsam restauriert. Mit fachlicher Planung, ökologischer Sensibilität und kompakter Maschinentechnik von Yanmar entsteht aus einem überwucherten Gelände ein öffentlich zugänglicher Ort, der historische Gartenbaukunst bewahrt und zugleich neue Perspektiven für Bildung, Gemeinschaft und nachhaltige Nutzung eröffnet.
Die Woodcracker C-Serie deckt mit sechs Modellen ein breites Einsatzspektrum in der mechanisierten Holzernte ab. Dank schlanker Bauweise, hoher Schneidleistung und flexibler Anbaumöglichkeiten eignen sich die Fällgreifer für unterschiedlichste Trägerfahrzeuge und Einsatzbedingungen – von der klassischen Baumernte über Hanglagen bis hin zu Arbeiten entlang von Verkehrswegen und bei der Problembaumfällung. Robuste Konstruktion, verschleißfeste Materialien und ein auf den harten Außeneinsatz ausgelegtes Beschichtungssystem unterstreichen den professionellen Anspruch der Serie.
Entlang des Unteren Ardeywegs in Altena mussten zahlreiche, durch Eschentriebsterben und Pilzbefall geschwächte Altbäume aus einem steilen Hang entfernt werden, um die Sicherheit für Anwohner und Verkehr auf der Landesstraße L530 zu gewährleisten. Aufgrund der schwierigen Topografie und des stark geschädigten Baumbestands setzte die Stadt auf ein spezialisiertes Baumfällunternehmen, das mit einem Fällbagger von Sennebogen für anspruchsvolle Arbeiten im Steilhang ausgerüstet ist.
Im Zuge der umfassenden Sanierung eines rund 11 km langen Abschnitts der Südautobahn A2 südlich von Wien setzt die Strabag AG auf konsequente Ressourcenschonung und geschlossene Stoffkreisläufe. Von April 2025 bis Oktober 2026 werden dabei große Mengen an Asphalt- und Betonaufbruch direkt vor Ort aufbereitet und wiederverwertet. Ein temporäres Recycling- und Betonwerk ermöglicht die nahezu vollständige Rückführung der anfallenden Materialien in den Straßenbau und reduziert Transportaufwand, Kosten sowie Umweltbelastungen erheblich.
Steigende Rohstoffpreise, strengere Umweltauflagen und wachsender Kostendruck zwingen den Straßen- und Tiefbau zum Umdenken. Der effiziente Umgang mit Ressourcen und die Umsetzung einer echten Kreislaufwirtschaft rücken immer stärker in den Fokus von Bauunternehmen und Auftraggebern. Eine Schlüsselrolle spielt dabei das mobile Recycling von Beton, Asphalt und mineralischen Baustoffen direkt auf der Baustelle. Rubble Master bietet mit seinen kompakten Prallbrechern und Siebanlagen praxisnahe Lösungen, um Materialkreisläufe zu schließen, Transportwege zu reduzieren und nachhaltiges Bauen wirtschaftlich umzusetzen.
Mehr Tempo, geringere Kosten, deutlich weniger CO2: In Heidelberg ist ein Projekt gestartet, das dem Wohnungsbau in Deutschland neuen Schub geben soll. Mit dem DREIHAUS wurde erstmals ein vollständig für den seriellen 3D-Gebäudedruck optimierter Wohngebäudetyp der Öffentlichkeit vorgestellt – reproduzierbar, skalierbar und sofort einsetzbar. Das Referenzprojekt gilt als Meilenstein für den industriellen Wohnungsbau aus dem 3D-Drucker und zeigt, wie sich Mehrfamilienhäuser in Rekordzeit, mit reduzierten Baukosten und erstmals unter Einsatz von Net-Zero-Zement realisieren lassen.
Enge Platzverhältnisse, hoher Zeitdruck und steigende Anforderungen an Effizienz und Sicherheit prägen zunehmend den Arbeitsalltag auf innerstädtischen Baustellen. Ob im Kabel- und Rohrleitungsbau, im Straßen- und Wegebau oder im Garten- und Landschaftsbau – kompakte, vielseitige Maschinen sind heute in nahezu allen Gewerken gefragt. Vor diesem Hintergrund gewinnen Schwenk-lader weiter an Bedeutung. Mit dem SL 9088 Pro stellt Paus eine leistungsstarke Lösung für präzise Arbeiten auf engstem Raum bereit, die Wendigkeit, hohen Bedienkomfort und Produktivität vereint.