Umwelt- und Ressourcenschutz spielen auf dem Bau eine immer größere Rolle. Das zeigt auch ein aktuelles Projekt auf der Großbaustelle Lagarde Campus Bamberg, wo die Nürnberger Zech Bau SE ein Bürogebäude realisiert. Bei diesem Netto-Nullenergie-Bauwerk steht die Nachhaltigkeit besonders im Fokus. So sollen hier eine DGNB-Zertifizierung in Gold angestrebt und die förderrelevanten Standards des QNG (Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude) umgesetzt werden. Dabei greift das Team um Bauleiter Christian Hackl nicht nur auf ressourcenschonende Baustoffe zurück: Auch das Baustellenmanagement von
Beutlhauser soll zur CO 2-Einsparung beitragen.
Um den Anforderungen des nachhaltigen Bauens gerecht zu werden, setzt Zech Bau unter anderem auf die Verwendung von „Re-Use-Klinkern“ und Recycling-Beton.
Auch das Baustellenmanagement wird als Mittel zur Steigerung der Nachhaltigkeit betrachtet. Beutlhauser bringt mit seinem Container als Basiseinheit das Prinzip „Alles aus einer Hand“ direkt auf die Baustelle. „Durch die gebündelten Lieferungen werden Lieferwege gespart. Das schont den CO 2 -Ausstoß“, verdeutlicht Matthias Eberlein, Leiter Baustellenmanagement. Ein positiver Nebeneffekt, der bei einem ökologischen Bauprojekt wie diesem besonders hervorsticht.
Bedarfsorientierte Ausstattung
Das Konzept ist simpel, aber effektiv. Beutlhauser stattet einen 10- oder 20-Fuß-Container mit Verbrauchsartikeln aus, liefert ihn zum Einsatzort und kümmert sich um eine effiziente Nachbestückung. Der Inhalt wird dabei präzise auf die Anforderungen des jeweiligen Projekts zugeschnitten. Dieser Ansatz hat Bauleiter Christian Hackl überzeugt, denn so sind genau die benötigten Artikel jederzeit verfügbar. „Von der Maurerschnur über Markierspray bis zur Flexscheibe, diversen Hämmern, Papierrollen oder Eimern – nahezu alles, was sich im Container befindet, stammt direkt von Beutlhauser“, führt Hackl beim Blick in das Innere des Containers aus. „Am meisten verbrauchen wir auf dieser Baustelle Schrauben, weil eine Halbfertig- teilmontage umgesetzt wird.“ Die Nachbe- stückung erfolgt telefonisch. „Ich rufe bei Beutlhauser an, mein Ansprechpartner weiß genau, was ich brauche, kümmert sich um die Bestellung und räumt die Artikel sogar an den vorgesehenen Platz im Container ein“, schildert Hackl das Prozedere. Lang- wierige Anfragen bei verschiedenen Liefe- ranten entfallen somit. Dies bietet einen Mehrwert, der im anspruchsvollen Bau- stellenalltag äußerst wertvoll ist: „Ich spare mir Zeit – das ist der größte Vorteil.“ Auch Polier Thomas Smarzly bestätigt, dass das Konzept funktioniert. Eine wichtige Voraussetzung sei aber auch, dass der In- halt des Containers fortlaufend gepflegt wird. Dann habe man nicht nur alle benö- tigten Artikel an einem Ort griffbereit, son- dern auch den Verbrauch gut im Blick. Ne- ben der persönlichen Bestellung gibt es die Option, bei Wunsch auf eine Scanner- lösung zurückzugreifen. Dann werden die Artikel direkt über den Beutlhauser-Online- shop geordert. „Das Ergebnis ist identisch: Bei beiden Varianten garantieren wir für die unkomplizierte Nachbestückung“, sagt Matthias Eberlein.
Unkomplizierter Baustellenwechsel
Mittel- und langfristig betrachtet kann der voll ausgestattete Container die Baustel- len mit dem Team wechseln. „Dann erfolgt eine Anpassung der Materialliste, um die Anforderungen der neuen Baustelle abde- cken zu können. Über die Zeit wächst die Partnerschaft immer weiter, sodass Beutl- hauser genau weiß, worauf der Kunde Wert legt und was am meisten Nutzen für das Projekt bringt“, sagt Eberlein. Benötigt der Kunde bspw. das gleiche Schalöl wie beim Projekt A, müssen keine zusätzlichen Ab- stimmungsschleifen erfolgen.
Bauleiter Hackl betrachtet diese Option als äußerst wertvoll. Das Baustellenmanage- ment vervollständigt die umfassende Zu- sammenarbeit zwischen beiden Unter- nehmen. Zech Bau greift bei dem aktuellen Projekt auf dem ehemaligen Kasernen- Gelände auch auf das Produktportfolio im Bereich Bauspezialartikel und den Beutlhauser-Mietpark zurück. Im Einsatz sind neben einem Liebherr-Schnelleinsatzkran 125 u. a. gemietete Bagger, Rüttelplatten und Kompressoren. Eine Container-Anlage, bestehend aus drei Mannschaftscontainern und zwei WC-Containern, wurde eben- falls von Beutlhauser bereitgestellt.
bpz meint: Lt. Umweltbundesamt werden mehr als 70 % der abgebauten Rohstoffe in Deutschland für die Bauwirtschaft ver- wendet. Zudem machen Bau- und Ab- bruchabfälle über die Hälfte des gesam- ten deutschen Abfallaufkommens aus. Ressourcenschonung in der Baubranche wird daher eine immer höhere Bedeutung zuteil. Durch Wiederverwendung von Bau- produkten, Einsatz von Recyclingmate- rialien und Umnutzungskonzepten von Gebäuden lassen sich die Umweltlasten der Branche reduzieren. Doch die Prozes- se auf der Baustelle lassen sich ökologi- scher gestalten, denn auch ein cleveres Baustellenmanagement trägt zur CO2- Reduktion bei und steigert nebenbei die Effizienz beim Einsatz.
Weitere Produkte des Herstellers Beutlhauser Holding GmbH :
Umwelt- und Ressourcenschutz spielen auf dem Bau eine immer größere Rolle. Das zeigt auch ein aktuelles Projekt auf der Großbaustelle Lagarde Campus Bamberg, wo die Nürnberger Zech Bau SE ein Bürogebäude realisiert. Bei diesem Netto-Nullenergie-Bauwerk steht die Nachhaltigkeit besonders im Fokus. So sollen hier eine DGNB-Zertifizierung in Gold angestrebt und die förderrelevanten Standards des QNG (Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude) umgesetzt werden. Dabei greift das Team um Bauleiter Christian Hackl nicht nur auf ressourcenschonende Baustoffe zurück: Auch das Baustellenmanagement von
Beutlhauser soll zur CO 2-Einsparung beitragen.
Einst galt sie als die größte Orgel der Welt. Nun soll das imposante Instrument im Passauer Dom restauriert werden. Dazu werden die beinah 18.000 Pfeifen ausgebaut, um sie in Fachwerkstätten sanieren zu können. Eine wortwörtlich „tragende“ Rolle dabei spielt der Liebherr L1-24: Der Schnelleinsatzkran aus dem Beutlhauser-Mietpark soll die bis zu 8 m langen und 300 kg schweren Orgelpfeifen herunterheben.
Unter der Marke Beutlhauser Safe Work bietet Beutlhauser Diensteistungen an, die Menschen bei der Arbeit auf der Baustelle von Schäden bewahren sollen. Eines der Angebote ist die Ausbildung zum Turmdrehkranführer. Die vom Zulassungsausschuss ZUMBau zertifizierte Ausbildung umfasst zehn Tage und eine Abschlussprüfung. Im Fokus steht dabei das sichere und zugleich materialschonende Fahren. Denn der Mensch ist Unfallfaktor Nummer eins. Wenn Krane unsachgemäß bedient werden, kann das zu Personen- und Sachschäden führen. Dem will Beutlhauser mit einer guten Ausbildung entgegenwirken. Ein materialschonender Umgang wiederum ist wichtig, um möglichst verschleißarm zu arbeiten.
Nach zweijähriger intensiver Entwicklungs- und Testphase in Zusammenarbeit mit Leica hat Beutlhauser nun ein neues Assistenzsystem auf den Markt gebracht: Die Abziehautomatik ist eine semiautomatische Baggersteuerung, die in Verbindung mit Leica 2D- und 3D-Baggersteuerungen eingesetzt werden kann. Die Automatik unterstützt den Fahrer beim Abziehen von Flächen durch das parallele Ansteuern von Hubgerüst, Löffelzylinder und Schwenklöffel. Anhand des Geländemodells oder der gewünschten Einstellung (bei einer 2D-Steuerung), übernimmt die Semiautomatik zum Beispiel beim Abziehen einer Böschung mit 45°-Winkel oder einer geraden Fläche die Steuerung des Auslegers, des Löffelzylinders und des Schwenklöffels. Nur durch die Bedienung des linken Joysticks bestimmt der Fahrer den Startpunkt sowie die Abziehgeschwindigkeit, der rechte Joystick wird hier im Automatikmodus nicht mehr benötigt.
Das aufwendige Zusammentragen von wichtigen Daten wie Verbräuche und Leerlauf aus verschiedenen Hersteller-Portalen oder die zeitraubende Suche nach Baugeräten kann sich kein Unternehmen leisten. Maschinen, Geräte und Mengenartikel müssen produktiv im Einsatz sein. Die Taktung ist hoch und die Zeitfenster von einem Einsatz zum nächsten sind knapp bemessen. Wer da noch handgeschriebene Listen führt, Belege nur in Papierform auf Ordner verteilt oder umfangreiche Excel-Tabellen pflegt, verliert schnell den Überblick.
Die Digitalisierung hat in allen Bereichen Einzug erhalten, so auch in der Baubranche. Vorangetrieben wird sie durch das geänderte Markt- und Konsumverhalten, in welchem Lösungen, Prozessberatung und Systemangebote an Attraktivität gewinnen. Digitale Maschinenakten, Automatisierung und Telematik sind dabei bedeutende Schlüsselwörter. Bei der Verwaltung und Wartung der Daten nutzen viele Bauunternehmen inzwischen IoT-Lösungen um die Effizienz zu steigern. Mit OneStop Pro hat die Beutlhauser-Gruppe eine neue, cloudbasierte Lösung auf den Markt gebracht, die herstellerübergreifend eine einfache Verwaltung, Disposition und Auswertung kompletter Fuhrparks bzw. Equipments ermöglicht. Das Besondere der modularen Web-Anwendung ist die Verknüpfung von technischen Stammdaten, operativen Livedaten und kaufmännischen Daten für eine digitale Abbildung des jeweiligen Gerätes auf einer Plattform. Als Software as a Service (SaaS) wird die Lizenz für die Nutzung verschiedener Module erworben. Ausgehend vom Basismodul Base, können diese nach individuellem Bedarf zusammengestellt und kombiniert werden.
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Holzbauweise, Vorfertigung und Aufstockung zählen zu den prägenden Trends der Bauwirtschaft – beim Sanierungsprojekt „The Flag“ in Köln wurden sie konsequent umgesetzt. Das ehemalige siebengeschossige Verwaltungsgebäude der Generalzolldirektion aus den 1980er-Jahren wurde zu einem modernen Appartementhaus für Studierende und Young Professionals umgebaut. Dank eines hohen Anteils wetterunabhängiger Vorfertigung und eines durchdachten Montagekonzepts entstanden unter innerstädtischen Rahmenbedingungen in vergleichsweise kurzer Bauzeit 137 Wohneinheiten. Das Projekt leistet damit nicht nur einen Beitrag zur Entlastung des angespannten Kölner Wohnungsmarkts, sondern setzt zugleich Maßstäbe in puncto Nachhaltigkeit und effizienter Bauprozesse.
Nevaris feiert im September 2025 sein zehnjähriges Bestehen – und mit dabei ist 123erfasst. Das Unternehmen für mobile Baustellenlösungen gehört seit 2018 zur Nevaris-Familie und trägt seither maßgeblich dazu bei, Bauprozesse durchgängiger und digitaler zu gestalten. Mit der App von 123erfasst lassen sich sämtliche Projektdaten direkt auf der Baustelle erfassen und nahtlos in die Bürosoftware integrieren.
Mit der erfolgreichen Sprengung und dem anschließenden Rückbau der Zeller Brücke im Odenwald wurde im Sommer 2025 ein bedeutendes Infrastrukturprojekt umgesetzt. Die Christof Brand GmbH übernahm dabei die Gesamtkoordination und setzte konsequent auf moderne Maschinentechnik von Liebherr. Im Zusammenspiel mit der Liebherr-Mietpartner GmbH sowie der Liebherr Baumaschinen Vertriebs- und Service GmbH kam eine leistungsstarke Flotte von Erdbewegungsmaschinen zum Einsatz, die für Effizienz, Sicherheit und Termintreue auf der Baustelle sorgte.
Auf einer Baustelle der Kibag Holding AG in der Schweiz läuft seit einigen Wochen ein besonderer Test: Das führende Bau- und Baustoffunternehmen setzt den batterieelektrischen Raupenbagger SANY SY215E unter realen Bedingungen ein. Die Maschine mit 23 t Einsatzgewicht arbeitet nahezu geräuschlos und emissionsfrei – ein deutlicher Kontrast zu herkömmlichen Dieselbaggern.
Überschusskörnungen stellen viele Betreiber vor erhebliche Herausforderungen. Häufig wird das hochwertige Gestein platzraubend zwischengelagert oder im Zuge von Verfüllungen unter Wert entsorgt. Dabei lassen sich auch größere Mengen mit überschaubarem technischem Aufwand effizient aufbereiten – wie im Werk 2 Saaldorf der deutsch-österreichischen Moosleitner-Gruppe. Dort verarbeitet ein raupenmobiler SBM-Vertikalprallbrecher überschüssige Kieskörnungen zu hochwertigem Brechsand.
Beim Grabenaushub fällt in der Regel eine große Menge an Bodenmaterial an, das ohne Aufbereitung entsorgt werden muss – ein kostenintensiver und ressourcenaufwendiger Prozess. Die notwendige Abfuhr des Materials sowie der anschließende Einsatz von Frischmaterial treiben Transport- und Baukosten in die Höhe und belasten die Umwelt. Eine innovative Lösung bietet nun das Bauunternehmen SR-Gruppen A/S mit einer neuen, vollelektrischen Sieb- und Mischmaschine von Backers. Die Technik ermöglicht es, Aushubmaterial direkt vor Ort aufzubereiten und wiederzuverwenden.
Der Soekarno-Hatta International Airport (CGK) in Jakarta ist mit über 50 Mio. Passagieren und rund 600.000 t Fracht pro Jahr nicht nur das bedeutendste Luftverkehrsdrehkreuz Indonesiens, sondern auch ein zentraler Motor für Mobilität und Wirtschaft. Entsprechend wird die Infrastruktur des Flughafens laufend modernisiert und erweitert. Zuletzt wurde eine der drei Start- und Landebahnen saniert – ein Projekt, das unter Zeitdruck bei gleichzeitig hohen Qualitätsanforderungen umgesetzt werden musste. Das ausführende Bauunternehmen PT Roadmixindo Raya setzte daher auf zwei Vögele-Fertiger vom Typ SUPER 1880 L.
Mit der rund einen Kilometer langen Verlängerung der U-Bahnlinie U6 von Großhadern nach Martinsried entsteht derzeit ein infrastrukturelles Schlüsselprojekt im Münchner Südwesten. Ziel ist es, zwei bedeutende Wissenschafts- und Forschungsstandorte – das Campusgelände der LMU in Martinsried und das Forschungszentrum Garching – erstmals direkt miteinander zu verbinden. Seit 2023 realisiert die LEONHARD WEISS GmbH & Co. KG das komplexe Bauvorhaben unter anspruchsvollen innerstädtischen Bedingungen. Unterstützung bei Schalungs- und Gerüsttechnik erhalten die Bauverantwortlichen von Peri.
Mit dem Fehmarnbelt-Tunnel entsteht zwischen der dänischen Insel Lolland und der deutschen Insel Fehmarn eine neue feste Querung unter der Ostsee. Als größtes Infrastrukturprojekt Nordeuropas wird der 18 km lange Absenktunnel künftig eine direkte Verbindung für Bahn- und Straßenverkehr zwischen Deutschland und Dänemark schaffen. Meva liefert für zentrale Teilbauwerke – darunter zehn Spezial-Tunnelelemente, sechs Widerlager der Trockendocks sowie ein schwimmendes Schleusentor – wirtschaftliche und technisch abgestimmte Schalungslösungen und unterstützt das Projekt zudem mit technischer Beratung und Sonderkonstruktionen.
