ANDREAS STIHL AG & Co. KG
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Zwei Innovationstreiber bündeln ihre Kräfte: Kärcher und Stihl haben am 2. Juli in Winnenden ihre gemeinsame Akku-Allianz vorgestellt. Ziel der Partnerschaft: ein markenübergreifender, leistungsstarker und zukunftssicherer Akkustandard für professionelle Anwendungen. Herzstück bildet das von Stihl entwickelte ALLPRO-System, das künftig in Profi-Geräten beider Hersteller eingesetzt wird. Anwender profitieren von höherer Flexibilität, geringerer Komplexität und einer durchgängigen Energieplattform über unterschiedliche Einsatzbereiche hinweg.
Die beiden Vorstandsvorsitzenden der schwäbischen Familienunternehmen, Hartmut Jenner und Michael Traub, sprechen bereits seit ihrem ersten Treffen im Jahr 2021 über Möglichkeiten einer Zusammenarbeit. Schnell wurde deutlich, dass proprietäre Akkusysteme für professionelle Anwender zunehmend zum Nachteil werden. „Vor etwa zwei Jahren ging es mit der Umsetzung der Idee los“, berichtet Stihl-Vorstandschef Michael Traub. Nach dem offiziellen Startschuss bringt Stihl das neue Allpro-Akkusystem ab August 2026 auf den Markt. Kärcher wird seine ersten kompatiblen Profi-Geräte Anfang 2027 vorstellen.
Ganz neu ist der Gedanke einer herstellerübergreifenden Akkuplattform allerdings nicht. Mit dem Cordless Alliance System (CAS) von Metabo existiert bereits seit mehreren Jahren eine Allianz, der inzwischen mehr als 50 Hersteller angehören. Auch Bosch Power Tools hat mit AmpShare ein markenübergreifendes Profisystem etabliert. Nach Einschätzung von Traub konzentrieren sich diese Plattformen jedoch überwiegend auf klassische Elektrowerkzeuge und niedrigere Leistungsklassen. Für Anwendungen mit dauerhaft hohem Leistungsbedarf im kommunalen Einsatz, in der professionellen Landschaftspflege oder der Gebäudereinigung seien sie deshalb nur eingeschränkt geeignet. ALLPRO setzt dagegen auf ein 36-Volt-System (40 V Max) speziell für diese professionellen Einsatzbereiche.
Hartmut Jenner, Vorsitzender des Vorstands bei Kärcher, sieht darin einen deutlichen Mehrwert: „Bisher mussten Profis verschiedene Akkusysteme für unterschiedliche Gewerke nutzen. ALLPRO bietet ein einheitliches Akkusystem für die professionelle Gebäude- und Flächenreinigung sowie Landschafts- und Forstpflege.“
Offene Plattform
Dabei soll die Plattform bewusst offen bleiben. Obwohl ALLPRO aus der Partnerschaft von Stihl und Kärcher hervorgegangen ist, können sich weitere Hersteller anschließen. Mehrere Spezialanbieter haben ihre Teilnahme bereits zugesagt oder bereits erste Produkte entwickelt. So werden bspw. ab der Saison 2027 ausgewählte AS-Motor-Maschinen mit dem neuen Stihl-Powerhead angeboten. Weitere Unternehmen aus den Bereichen Forstwinden, Geräteträger und mobile Tankstellensysteme planen ebenfalls den Umstieg auf den Allpro-Standard. Anwender aus den Segmenten Forst, GaLaBau, Baubranche, Facility Management haben somit schon jetzt Zugriff auf ein System von mehr als 120 Geräten, die mit den gleichen Akkupacks angetrieben werden.
Um Kunden nicht zum Systemwechsel zu zwingen, bleibt das neue System rückwärtskompatibel. Bereits vorhandene Stihl-AP-Akkus lassen sich auch in den neuen Allpro-Geräten sowie künftig in den entsprechenden Kärcher-Maschinen verwenden. Damit soll der Umstieg ohne Investitionsverlust gelingen.
Da ALLPRO-System eine komplette Neuentwicklung von Stihl ist, bot sich für Kärcher die Möglichkeit, die eigenen Geräte von Beginn an auf die neue Akkutechnologie auszulegen. „Damit können wir unseren Anwendern die optimale Kombination aus Balance, Leistung, Gewicht und Laufzeit bieten“, sagt Jenner. Darüber hinaus verfüge Stihl mit Produktions- und Entwicklungsstandorten auf mehreren Kontinenten über eine resiliente Lieferkette – ein wichtiger Aspekt für Kärcher angesichts der geopolitischen Entwicklungen.
Für die Umstellung auf das neue Akkusystem investiert Kärcher rund 10 Mio. Euro in Spritzgusswerkzeuge und Betriebsmittel. „Wir denken nicht in Quartalen, sondern verfolgen langfristige Strategien über Konjunkturzyklen hinweg. Deshalb ist diese Allianz eine Investition mit großem Entwicklungspotenzial“, begründet Jenner die hohe Investitionssumme. Vor allem sieht der Kärcher-Chef erhebliche Wachstumsmöglichkeiten im Markt. Viele Reinigungsaufgaben würden heute noch manuell erledigt. „Mechanisierung, Automatisierung und Robotisierung sind große Trends – hier steckt noch viel Innovationspotenzial.“ Entsprechend sieht Jenner auch die derzeitige Akkuquote von rund 40 % im Kärcher-Portfolio als ausbaufähig.
Zwei starke Marken machen gemeinsame Sache
Auch Michael Traub, Vorstandsvorsitzender bei Stihl, freut sich über die Partnerschaft der beiden schwäbischen Marktführer. Ein Selbstläufer sei die Kooperation allerdings nicht gewesen: „Es ist nicht einfach, zwei Unternehmen mit eigener Geschichte, eigener Kultur und einem
gesunden Selbstbewusstsein zusammenzubringen und für eine gemeinsame Idee zu begeistern.“ Am Ende habe jedoch der gemeinsame Anspruch überwogen, den Arbeitsalltag professioneller Anwender mit innovativer Technik spürbar zu verbessern. „Gemeinsam mit Kärcher gehen wir jetzt einen entscheidenden Schritt in Richtung Zukunft.“ Aus seiner Sicht liegt der größte Vorteil der Zusammenarbeit im Kundennutzen. Die gemeinsame Plattform ermögliche mehr Anwendungen mit einem Akkusystem, reduziere die Komplexität auf der Baustelle oder im Arbeitseinsatz und schaffe eine Infrastruktur, die sich deutlich wirtschaftlicher nutzen lasse.
Während Stihl seine benzinbetriebenen Geräte über Jahrzehnte hinweg kontinuierlich weiterentwickelt habe, spiele bei Akkugeräten heute nicht mehr allein die Qualität des einzelnen Produkts eine entscheidende Rolle. Ebenso wichtig sei die Leistungsfähigkeit der gesamten Akkuplattform. Zwar überzeugten Akkugeräte professionelle Anwender zunehmend durch ihre geringe Geräuschentwicklung und den emissionsfreien Betrieb. Gleichzeitig entstehe jedoch ein neues Problem: Für unterschiedliche Anwendungen müssten häufig verschiedene Akkusysteme und Ladegeräte vorgehalten werden. „Wer seinen Maschinenpark auf Akkutechnik umstellt, muss heute oft in mehrere Plattformen investieren“, sagt Traub. „Das ist keine Vereinfachung gegenüber früher – sondern häufig sogar komplexer und teurer.“
Akkutechnik im Aufwind
Genau diese Hürde hält nach Einschätzung von Stihl noch viele professionelle Anwender davon ab, von Benzin- auf Akkutechnik umzusteigen. Dabei gewinnt das Unternehmen im Akkusegment kontinuierlich Marktanteile: Weltweit sind inzwischen 27 % der verkauften Stihl-Geräte akkubetrieben, in Westeuropa liegt der Anteil bereits bei rund 75 %. Gleichzeitig sieht Traub enormes Wachstumspotenzial – vor allem in Regionen, in denen die Akkutechnologie noch am Anfang steht. Um sich in diesem dynamischen Markt zu behaupten, hat Stihl nach eigenen Angaben einen „kleinen dreistelligen Millionenbetrag“ in die Entwicklung des neuen Systems investiert.
Neben der größeren Plattform bietet das ALLPRO-System auch deutliche technische Fortschritte. Die Akkus sind auf mehr als 3.000 Ladezyklen ausgelegt und damit konsequent für den professionellen Dauereinsatz entwickelt. Dank der neuen Tabless-Zelltechnologie steigt die Spitzenleistung um bis zu 60 % gegenüber dem bisherigen AP-Akku. Gleichzeitig verkürzt sich die Ladezeit erheblich: Mit dem neuen Schnellladegerät erreichen die Akkus bereits nach neun Minuten einen Ladezustand von 80 %. „Die Akkus liefern ihre Leistung sowohl bei Hitze als auch bei Kälte zuverlässig, sodass Profis im Sommer wie im Winter produktiv arbeiten können“, fügt Traub weitere Vorteile hinzu. Durch die kurzen Ladezeiten gehörten lange Wartezeiten auf der Baustelle oder im kommunalen Einsatz künftig weitgehend der Vergangenheit an.
Vorteile für beide Seiten
Zum Abschluss der Pressekonferenz machten beide Vorstandschefs deutlich, dass sowohl Kärcher als auch Stihl von der Zusammenarbeit profitieren. Kärcher habe sich früh von der Leistungsfähigkeit der neuen Stihl-Akkutechnologie überzeugt. „Für uns war schnell klar, dass Stihl mit ALLPRO eine der leistungsfähigsten Akkuplattformen für professionelle Anwendungen entwickelt hat“, sagt Jenner. Entscheidend seien sowohl die Leistungsreserven als auch die Zukunftsfähigkeit des Systems. Stihl wiederum profitiert von der breiteren Nutzung der selbst entwickelten Plattform. Gleichzeitig entstehen Synergien überall dort, wo sich die Einsatzbereiche beider Hersteller überschneiden. „Die Allianz mit Kärcher erweitert die Einsatzmöglichkeiten unseres Akkusystems um weitere professionelle Anwendungen und schafft damit einen zusätzlichen Mehrwert im Arbeitsalltag unserer Kunden“, betont Traub.
Für viele Anwender dürfte die neue Plattform den Arbeitsalltag deutlich vereinfachen. Auf der Baustelle kann künftig bspw. ein Akku-Trennschleifer von Stihl mit demselben Akkupack betrieben werden wie ein Nass- und Trockensauger von Kärcher. In der Landschaftspflege lässt sich nach dem Mähen oder Heckenschneiden anschließend eine Akku-Kehrmaschine einsetzen – ohne Akku- oder Ladegerätewechsel. Gerade kommunale Bauhöfe, GaLaBau-Betriebe und Bauunternehmen profitieren damit von einer einheitlichen Akkuinfrastruktur, die Logistik vereinfacht und langfristig Kosten senken kann.
An den jeweiligen Produktportfolios ändert die Kooperation allerdings nichts. Stihl wird auch künftig eigene Hochdruckreiniger entwickeln und vermarkten. „Wir werden auch in Zukunft Hochdruckreiniger bauen. Das eine schließt das andere nicht aus“, stellt Traub klar. Umgekehrt wird auch Kärcher weiterhin Geräte wie Laubbläser im Programm behalten. Konkurrenz und Kooperation schließen sich damit nicht aus – vielmehr arbeiten beide Unternehmen dort zusammen, wo ein gemeinsamer Standard den größten Kundennutzen schafft.
Auch Kärcher sieht die bisherige Akku-Strategie durch die Allianz keineswegs infrage gestellt. Das Unternehmen setzt weiterhin auf mehrere Batteriesysteme für unterschiedliche Anwendungen. So bleibt bspw. die eigene 18-Volt-Plattform Bestandteil des Portfolios, während bei größeren Maschinen wie Scheuersaugmaschinen deutlich leistungsstärkere Batteriesysteme zum Einsatz kommen. Jenner blickt deshalb offen auf die weitere Entwicklung der Kooperation: „Wir stehen am Anfang einer Allianz – jetzt gilt es, sie gemeinsam weiterzuentwickeln.“ Gemeinsame Vertriebsstrukturen seien hingegen nicht geplant.
bpz meint: Die Allianz von Kärcher und Stihl setzt ein deutliches Signal für die Standardisierung leistungsstarker Akkusysteme im professionellen Einsatz. Für Anwender eröffnet sich die Chance, Geräte unterschiedlicher Gewerke mit einer einheitlichen Energieplattform effizient zu betreiben und Investitionen nachhaltiger zu nutzen. Gleichzeitig positionieren sich beide Unternehmen frühzeitig in einem wachsenden Marktsegment, in dem Systemlösungen zunehmend über den Erfolg entscheiden.
Weitere Informationen:
(Autor: Paul Deder)
Zwei Innovationstreiber bündeln ihre Kräfte: Kärcher und Stihl haben am 2. Juli in Winnenden ihre gemeinsame Akku-Allianz vorgestellt. Ziel der Partnerschaft: ein markenübergreifender, leistungsstarker und zukunftssicherer Akkustandard für professionelle Anwendungen. Herzstück bildet das von Stihl entwickelte ALLPRO-System, das künftig in Profi-Geräten beider Hersteller eingesetzt wird. Anwender profitieren von höherer Flexibilität, geringerer Komplexität und einer durchgängigen Energieplattform über unterschiedliche Einsatzbereiche hinweg.
Damit akkubetriebene Geräte im Garten- und Landschaftsbau, der Baumpflege und in Kommunal- und Forstbetrieben volle Leistung bringen können, müssen sie ihre Akkus verlässlich laden können – nicht nur in der eigenen Werkstatt, sondern auch vor Ort oder unterwegs während der Fahrt. Stihl bietet mit dem neuen Schnellladegerät STIHL AL 1802 MO (M = mobil, O = outdoor) hierfür die Lösung. Es ist sowohl für den stationären Betrieb als auch für den Einsatz im und auf dem Fahrzeug zugelassen und ermöglicht je nach Bedarf sowohl das serielle als auch das parallele Aufladen von zwei Akku-Packs aus dem Stihl ALLPRO- oder dem bisherigen AP-System.
Maximale Leistung bei minimalem Gewicht – das wünschen sich Anwender im Forst von einer Motorsäge. Mit der neuen MS 300 C-M erfüllt STIHL diese Anforderungen, denn mit einer Leistung von 3,3 KW bei einem Gewicht von nur 4,85 kg verfügt die neue Benzinmotorsäge lt. Stihl über das beste Leistungsgewicht in der 50 cm³ Klasse.
STIHL steht seit 1926 für Ingenieurkunst und Technologieführerschaft im Forst – von der Entwicklung der ersten „Baumfällmaschine“, einer Zweimannsäge mit Benzinmotor, über die mit einem manuell verstellbaren Schwenkvergaser ausgestattete erste Einmann-Motorsäge in den 1950ern bis zur MS 500i, der weltweit ersten in Serie gebauten Benzin-Motorsäge mit elektronisch gesteuerter Kraftstoffeinspritzung. Anlässlich des hundertsten Geburtstags präsentiert das Unternehmen diesen jüngsten Meilenstein in der 100-jährigen Geschichte der Benzinmotorsägen von STIHL in einer exklusiven Jubiläumsedition.
Sehr ambitioniert waren die Ziele des Geräteherstellers Stihl nach dem ersten Corona-Jahr. Verständlich: Während viele Branchen unter massiven Einbrüchen litten, erlebte Stihl einen regelrechten Nachfrageboom, weil zahlreiche Menschen in der Pandemie verstärkt in Haus und Garten investierten. Die damals angepeilten 8 Mrd. Euro Jahresumsatz erwiesen sich jedoch im weiteren Verlauf der Krisenjahre als nicht erreichbar. Trotz der wirtschaftlichen Turbulenzen der vergangenen Jahre zeigte sich Stihl bemerkenswert widerstandsfähig und behauptete seine starke Marktposition. Aktuelle Unsicherheitsfaktoren wie Zölle, geopolitische Spannungen und eine verhaltene Konsumstimmung dämpfen allerdings die Erwartungen. Um auch künftig erfolgreich zu bleiben, setzt das Unternehmen konsequent auf Akkutechnologie, Innovationskraft und die bewährte Qualität seiner Produkte „Made in Waiblingen“.
Mit seiner Leistung von 5 kW (Aufnahmeleistung) ist der universell einsetzbare Stihl-Trennschleifer TSA 500 der derzeit leistungsstärkste Akku-Trennschleifer im Stihl-Portfolio. Das neue Modell mit verstellbarem Magnesiumschutz startet auf Knopfdruck und zeichnet sich durch seinen ruhigen Lauf und die geringen Vibrationen aus. Dadurch lässt sich der Trennschleifer exakt führen und ermöglicht in Verbindung mit der 350-Millimeter-Trennscheibe präzise und ergonomische Trennschnitte bis zu 125 mm Stärke in mineralischen und metallischen Bauwerkstoffen.
Im September hat Stihl sein Trennschleifer-Sortiment um zwei leistungsstarke Benzingeräte erweitert. Die neuen Modelle TS 710i und TS 910i ergänzen das Angebot im oberen Leistungssegment und sind ideal für anspruchsvolle Trennschnitte in mineralischen und metallischen Bauwerkstoffen geeignet. Auf der bauma werden diese Geräte, zusammen mit akkubetriebenen Varianten, im Fokus des Messeauftritts stehen.
Corona-Pandemie, Klimawandel, Steigende Energiekosten, Kaufkraftverlust und der Krieg in der Ukraine – auch bei erfolgsverwöhnten Platzhirschen hat die seit 2020 herrschende Krisen-Überdosis Spuren hinterlassen. Besonders anspruchsvoll für die Industrie war das vergangene Jahr – so auch beim schwäbischen Maschinenbauunternehmen Stihl. Wieso der Motorsägen-Weltmarktführer trotz eingetrübter Geschäftsentwicklung zuversichtlich in die Zukunft blickt, erklärte uns Andreas Epple, der seit Anfang 2023 Geschäftsführer der deutschen Stihl-Vertriebszentrale mit Sitz in Dieburg ist. Im bpz-Interview sprachen wir mit dem Marketing- und Vertriebsexperten u. a. über vergangene und zukünftige Herausforderungen auf dem deutschen Markt, die Potenziale im Akku-Segment sowie die Zukunftsfähigkeit von Benzin-Produkten.
Stihl bietet zum Laden seiner akkubetriebenen Baugeräte eine umfangreiche Produktpalette an: von Einzel- und Mehrfachladegeräten über einen Ladeschrank bis hin zu einer All-in-one-Lösung für mobiles Laden. So können Unternehmen die für ihre Bedürfnisse passende Lade-Infrastruktur individuell aufbauen – beginnend in der Werkstatt bis hin zum Einsatzort – und damit ihre Akku-Geräteflotten effizient und wirtschaftlich betreiben.
Seit Jahren kennt die Umsatzentwicklung bei der Stihl Gruppe nur eine Richtung – weiter ins Plus. Auch in den ersten beiden Pandemie-Jahren wuchs das Waiblinger Familienunternehmen im zweistelligen Prozentbereich, während das Auftragsvolumen im deutschen Maschinenbau flächendeckend einbrach. Nach dem Absatz- und Produktionsrekord in 2021 gilt es nun, das Krisenjahr 2022 zu meistern – trotz dauerhaft angespannter Liefersituation und herausfordernder geopolitischer Lage. Heribert Benteler, Geschäftsführer der Stihl Vertriebszentrale in Dieburg sprach mit der bpz über die Absatzprognosen im laufenden Jahr, die Liefersituation bei Stihl, die Zukunftsfähigkeit von Verbrennungstechnologien und stellte die neuesten Produktentwicklungen des Unternehmens vor.
Auf Baustellen ist die Abstimmung mit Kollegen besonders wichtig, um Sicherheit zu gewährleisten. Gleichzeitig ist für Anwender benzinbetriebener Geräte ein Gehörschutz unverzichtbar. Mit dem smarten Gehörschutz ADVANCE ProCOM bietet Stihl nun eine innovative Produktlösung, die beide Anforderungen miteinander verbindet: Das integrierte Konferenzsystem ermöglicht die direkte Verbindung von bis zu 16 Headsets in einer Duplex-Kommunikation auf Konferenzniveau. Gleichzeitig schützen der hohe Dämmwert (SNR 31) der Gehörschutzkapseln und eine aktive Geräuschunterdrückung den Anwender vor Motorgeräuschen und erlauben eine angenehme Kommunikation, auch in lauter Umgebung.
Immer noch stellt die Corona-Krise die deutsche Industrie vor große Herausforderungen. Zwar leidet die wiedererstarkte Wirtschaft nicht mehr unter fehlender Nachfrage der Verbraucher und zurückhaltender Investitionsbereitschaft der Unternehmer. Jedoch fehlt es den Betrieben an Rohstoffen und Vorprodukten, was zu spürbaren Produktionsbehinderungen und in der Folge zu langen Lieferzeiten führt. Auch die Stihl Gruppe verzeichnet in 2021 weltweites Absatzwachstum, klagt jedoch über eine angespannte Liefersituation. Über Sorgen und Lichtblicke im zweiten Corona-Jahr sprach die bpz-Redaktion mit Heribert Benteler, Geschäftsführer der für den deutschen Markt verantwortlichen Stihl Vertriebszentrale in Dieburg.
Anwender benzinbetriebener Geräte im Forst, in der Landwirtschaft oder im Garten vor den Motorengeräuschen zu schützen, ist ein Gehörschutz unverzichtbar. Mit dem neuen DYNAMIC BT bietet STIHL nicht nur einen komfortablen Gehörschutzbügel mit hohem Dämmwert (SNR 29), sondern sorgt dank integrierter Bluetooth-Funktion auch für gute Laune bei der Arbeit. Denn so kann der Anwender beispielsweise Musik kabellos über sein Smartphone streamen oder auch Telefonate führen – ohne das Smartphone in die Hand nehmen zu müssen.
Mit seiner erweiterten Schutzverstellung und der hohen Durchzugskraft ist der neue Trennschleifer Stihl TS 440 eine gute Wahl, wenn es um Trennaufgaben auf engstem Raum geht. Das neue Kraftpaket ist so konzipiert, dass sich der Scheibenschutz verstellen lässt und die Trennscheibe auch im oberen Bereich zugänglich ist – ideal bei wenig Platz und für die Schnittführung an der Unterseite von Rohren. Dies wird ermöglicht durch die Stihl QuickStop Trennscheibenbremse – eine Weltneuheit. Kommt es bei geöffnetem Scheibenschutz zu einem ausreichend starken Rückschlag, stoppt die Trennscheibe sensorgesteuert im Bruchteil einer Sekunde. Der Stihl TS 440 ist speziell für Trennaufgaben an Versorgungsrohren – egal ob aus Beton, Metall, Guss oder Stein – geeignet, kann aber auch für viele andere Trennaufgaben auf der Baustelle effizient eingesetzt werden.
Boßeln verloren, fachlich gewonnen: Beim Journalisten-Stammtisch von Funke Kunststoffe gab es in Hamm-Uentrop jede Menge Innovationen zu entdecken. Im Fokus standen nachhaltige Kanalrohrsysteme, neue Montagekonzepte und digitale Werkzeuge für die Regenwasserbewirtschaftung. Deutlich wurde dabei, dass Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit im Tiefbau längst kein Widerspruch mehr sein müssen. Viele der vorgestellten Entwicklungen zielen darauf ab, den Arbeitsalltag auf der Baustelle spürbar zu erleichtern.
Vom 19. bis 21. Juni zeigte das Thermometer in Fornsbach bei Murrhardt mehr als 30 °C im Schatten – beste Voraussetzungen also für ein Festwochenende mit kühlen Getränken, guter Stimmung und gleich zwei Anlässen zum Feiern. Holp beging sein 25-jähriges Firmenjubiläum und weihte zugleich den neuen Firmensitz ein, der genügend Platz für die weitere Entwicklung des Maschinenbauers bieten soll. Den Auftakt machte am Freitag eine Veranstaltung mit Händlern, Geschäftspartnern und Vertretern der Fachpresse. Bei einer persönlichen Führung gewährte Geschäftsführer Günter Holp Einblicke hinter die Kulissen und nahm die Gäste mit auf eine Reise durch die Unternehmensgeschichte. Dabei wurde schnell klar: Der Weg des schwäbischen Tüftlers war alles andere als geradlinig – am Ende aber eine echte Erfolgsgeschichte.
Die Bodenverdichtung ist seit der Sesshaftwerdung des Menschen von zentraler Bedeutung. Bereits die alten Römer entwickelten sich zu Meistern des Straßenbaus und wussten, dass ein tragfähiger Untergrund entscheidend ist, damit Verkehrswege den hohen Belastungen durch Karren und marschierende Legionen standhalten. Der Straßenkörper wurde in mehreren Schichten aufgebaut, wobei jede Lage mit schweren Handrammen und steinernen Walzen verdichtet wurde. Im Jahr 2026 haben sich Materialien und Technologien in der Flächenbefestigung grundlegend weiterentwickelt. Unverändert geblieben ist jedoch die große Bedeutung der Verdichtung bei der Vorbereitung des Untergrunds für eine hohe Tragfähigkeit. An die Stelle der Handarbeit ist die motorisierte Verdichtung getreten, bei der Walzen und Walzenzüge für die Bearbeitung großer Flächen heute nahezu alternativlos sind.
Die GaLaBau 2026 findet vom 15. bis 18. September in Nürnberg statt und vereint rund 1.100 Aussteller auf 14 Hallen sowie Aktionsflächen im Freigelände – begleitet von einem vielfältigen Rahmenprogramm und neuen Formaten. Im Fokus von Europas führender Fachmesse für Garten- und Landschaftsbau stehen Vernetzung, praxisnahe Erlebnisse und frische Impulse für die grüne Branche. Mit Highlights wie dem Grün-Blauen Pfad, der E-Mobility Area und dem Landschaftsgärtner-Cup wird der Branchentreff in Nürnberg zum gesetzten Event für alle, die die Zukunft des grünen Sektors aktiv gestalten wollen.
Die steinexpo 2026 steht trotz angespannter Rahmenbedingungen in der Rohstoff- und Baustoffindustrie vor einem vielversprechenden Start. Im bpz-Interview spricht der Messechef Dominik Rese über die aktuelle Stimmung der Branche, die Entwicklung der Ausstellerzahlen und die Erwartungen an die Besucherresonanz. Außerdem geht es um die besonderen Live-Demonstrationen im Steinbruch, neue Showkonzepte und die wichtigsten Technologietrends der Messe. Deutlich wird: Die steinexpo bleibt eine zentrale Plattform für Praxis, Austausch und Innovation.
Am 15. April öffnete Zeppelin seinen Standort in Garching für Pressevertreter, um im Rahmen des Medientags 2026 einen umfassenden Einblick in die Geschäftsentwicklung sowie die strategische Ausrichtung des Unternehmens zu geben. Neben der Vorstellung der Finanzergebnisse für das Jahr 2025 standen aktuelle Markttrends, technologische Entwicklungen und künftige Handlungsfelder im Fokus der Veranstaltung. Dabei wurde deutlich, wie das Unternehmen auf ein herausforderndes wirtschaftliches Umfeld reagiert und gleichzeitig die Weichen für weiteres Wachstum stellt. Im Mittelpunkt standen zudem konkrete Lösungen und Innovationen, mit denen Zeppelin den steigenden Anforderungen der Branche begegnen will.
Kobelco Construction Machinery Europe (KCME) hat seinen europäischen Hauptsitz neu aufgestellt – ein Schritt, der vor allem dem kontinuierlichen Wachstum des Unternehmens, dem Ausbau des Händlernetzwerks sowie steigenden Anforderungen an Service, Logistik und Schulung geschuldet ist. Im Rahmen eines Pressetages stellte Kobelco den neuen Komplex im niederländischen Lelystad offiziell vor und nutzte die Gelegenheit, um Einblicke in die strategische Entwicklung in Europa zu geben. Neben der Rolle des Standorts als zentrale Drehscheibe für Vertrieb, Service und Training standen dabei auch aktuelle Marktentwicklungen, technologische Innovationen sowie Produktneuheiten im Fokus.
Von einer Baukrise will Hyundai-Produktmanager Peter Sebold im Interview mit der bpz nichts wissen. Sein Unternehmen präsentierte denn auch vor internationalen Journalisten in der Europa-Zentrale im belgischen Tessenderlo gleich elf neue Baumaschinen, die 2026 auf den europäischen Markt kommen. Im Fokus stand vor allem die neue Generation von Kettenbaggern, die dank Elektrohydraulik mehr Möglichkeiten als bisher bieten. Sebold gewährte der bpz auch schon einen Blick ins Jahr 2027: Da will Hyundai Construction Equipment erstmals mit drei der – in Deutschland so beliebten – Kompakt-Radlader den Markt betreten.