Obendrehende Turmkrane sind trotz Auftragsflaute unverzichtbar und bleiben das Rückgrat des Hochbaus

Potenzial über den Wolken

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Sie sind weithin sichtbar und gelten als Symbol für Fortschritt: Wo obendrehende Turmdrehkrane in den Himmel ragen, entstehen große Bauprojekte – von Brücken und Industrieanlagen bis hin zu umfangreichen Gebäudekomplexen inmitten urbaner Zentren. Derzeit jedoch hinterlässt die rückläufige Bauproduktion in Deutschland und Europa deutliche Spuren: Die Aktivität auf den Baustellen nimmt ab, und entsprechend verzeichnen Kranhersteller sinkende Umsatzzahlen. Trotz dieser kurzfristigen Dämpfer bleibt der Markt für Turmdrehkrane ein Zukunftsfeld. Urbanisierung, wachsende Infrastrukturbedarfe und steigende Investitionen in moderne Bauvorhaben sorgen mittel- und langfristig für stabile Nachfrage. Sobald die Baukonjunktur wieder anzieht, sind Turmdrehkrane für zahlreiche Projekte unverzichtbar – nicht zuletzt aufgrund der kontinuierlichen Innovationsarbeit der weltweit führenden Hersteller.

Vielen Kranherstellern, die in Deutschland produzieren oder hier mit starken Vertriebsstrukturen vertreten sind, macht die seit drei Jahren anhaltende Auftragsflaute im Bauwesen zu schaffen. Angesichts des dringend benötigten Wohnraums und der absehbaren Infrastrukturprojekte ist es jedoch nur eine Frage der Zeit, bis sich die Entwicklung umkehrt und die Nachfrage nach Höhenzugangslösungen für das Heben und Transportieren schwerer Materialien und Ausrüstungen auf Baustellen wieder deutlich anzieht.

Insbesondere global betrachtet dürften Turmdrehkrane künftig an Bedeutung gewinnen. Ein wesentlicher Treiber dafür ist die fortschreitende Urbanisierung, die vor allem in Schwellenländern dynamisch voranschreitet. Der anhaltende Zuzug in die Städte wird durch umfassende Infrastruktur- und Bauprojekte in Wohn-, Gewerbe- und Industriesektoren begleitet. Da sich Städte nicht beliebig in die Fläche ausdehnen können, wachsen sie zunehmend in die Höhe – und genau hier spielt der Obendreher seine Stärken aus: Das präzise Heben schwerer Lasten über große Höhen ist und bleibt seine Kernkompetenz. Entspannt sich die Baukonjunktur in Europa, wird auch hier die Nachfrage nach Obendrehern wieder spürbar steigen. Denn mit der zunehmenden Verwendung schwerer Fertigteile rücken Hochleistungskrane verstärkt in den Fokus der Baustellenlogistik. Gleichzeitig gewinnen Obendreher als alternative Hebelösung für den Bau von Windkraftanlagen an Relevanz.

Schneller Transport, einfacher Aufbau 

Gerade bei modernen Windkraftanlagen, die für eine höhere Energieausbeute zunehmend größer und höher ausgelegt werden, können Obendreher als Kletterkrane ihre Stärken ausspielen: Sie „wachsen“ mit dem Turm nach oben und ermöglichen das Heben schwerer Komponenten in große Höhen. Darüber hinaus punktet der Obendreher mit logistischer Effizienz – er ist einfacher zu transportieren als ein Raupenkran und erfordert weniger Schwerlasttransporte sowie eine deutlich  geringere Anzahl von befestigten Stellflächen am Anlagenstandort.

Apropos Transport: Da die Anlieferung und Montage von Baugeräten auf der Baustelle als unproduktive Zeit gelten – schließlich wird damit kein direkter Wert geschaffen – müssen diese Rüst- und Vorbereitungsprozesse möglichst effizient und kostenschonend erfolgen. Entsprechend nachvollziehbar ist der Wunsch der Bauunternehmen, Transportmaße kompakt zu halten und die Anzahl der benötigten Sattelzüge oder Tieflader zu minimieren. Idealerweise erfolgt die Montage mit wenigen Hebevorgängen und einer kurzen Einsatzdauer des Hilfskrans. Das ermöglicht nicht nur einen früheren Baustart, sondern verkürzt auch die spätere Demontagephase des Obendrehers. Mit einem Krankonzept, das konsequent auf schnellen Transport sowie zügige und unkomplizierte Montage ausgelegt ist, lassen sich selbst kurzfristige oder zeitlich eng getaktete Bauvorhaben wirtschaftlich realisieren – zum Vorteil der Projektabwicklung, der Auftragskapazität und für eine bessere Maschinenauslastung.

Präziser und sicherer durch Assistenzsysteme 

Auf der Baustelle angekommen und zügig aufgebaut, enden die Anforderungen an moderne Obendreher keineswegs. Baustellen sind dynamische, potenziell gefährliche Arbeitsumgebungen: Sich kreuz und quer bewegende Mitarbeiter, ein- und ausfahrende Lastwagen, fertiggestellte Bauteile, gestapelte Materialien, angrenzende Gebäude und benachbarte Krane – all das erhöht das Risiko von Konfliktsituationen. Entsprechend essenziell ist es, Kollisionen auszuschließen und die Sicherheit des Baustellenpersonals jederzeit zu gewährleisten. Für jede Kranbewegung – ob Heben, Wippen oder Schwenken – ist daher maximale Präzision erforderlich. Moderne Obendreher sind mit feinfühligen Steuerungen ausgestattet, die ruckartige Bewegungen eliminieren und eine kontrollierte Lastführung ermöglichen. Zur Unterstützung bieten Hersteller zunehmend Assistenzsysteme an. Ein Beispiel ist die geführte Positionierung des Lasthakens per Hand durch den Bediener am Boden, wodurch der Kommunikationsaufwand zwischen Kranführer und Anschläger reduziert wird und das präzise Einweisen der Last vereinfacht erfolgt.

Zudem verfügen aktuelle Kranmodelle über eine Vielzahl integrierter Sicherheitsfunktionen. Diese verhindern beispielsweise, dass Lasten über sensible Bereiche geschwenkt werden oder mit Gebäuden oder benachbarten Kranen in Berührung kommen. Darüber hinaus existieren Lösungen, die Pendelbewegungen der Last aktiv ausgleichen oder das punktgenaue Anfahren zuvor gespeicherter Positionen teilautomatisiert ermöglichen – für schnellere und gleichzeitig sicherere Arbeitsprozesse. Um die Lastführung zusätzlich zu verbessern, lassen sich Laufkatzen mit Kamerasystemen ausrüsten. Dadurch behält der Kranführer Traglast und Einsatzbereich jederzeit im Blick, was das präzise und sichere Handling schwerer Lasten weiter unterstützt.

Unterschiedliche Bauarten

Bei der Wahl der passenden Hebelösung ist zu berücksichtigen, dass Obendreher in drei unterschiedlichen Bauarten verfügbar sind. Der bewährte, robuste Klassiker mit Turmspitze, über die die Abspannung erfolgt, überzeugt durch eine hohe Traglast im Verhältnis zum Eigengewicht. Zudem ermöglicht die stabile Konstruktion großzügige Ausladungen. Im Zuge des Trends zur Modulbauweise mit schweren Fertigteilen lassen sich mit diesen Kraftpaketen massive Wandelemente, Deckenplatten oder Stützen sicher heben und punktgenau positionieren. Sie sind damit ideal für großflächige Baustellen mit reichlich Schwenkraum und dem Bedarf an hohen Traglasten und Reichweiten.

Doch nicht jede Baustelle bietet ausreichend Platz. Engere räumliche Verhältnisse sowie direkt angrenzende Strukturen sorgen dafür, dass spitzenlose Krane seit Jahren im Trend liegen. Da kein aufragendes Spitzenbauteil vorhanden ist, können mehrere Turmkrane auf einer Großbaustelle konfliktfrei im gemeinsamen Schwenkbereich arbeiten. Hinzu kommt: Weil bei dieser Bauweise eine komplette Baugruppe entfällt, müssen weniger Komponenten transportiert und montiert werden.

Geht es – wie auf engen innerstädtischen Baustellen mit hohen Bestandsgebäuden – noch beengter zu und muss bei der Aufstellung eines Krans ein Mindestabstand zur benachbarten Grundstücksgrenze eingehalten werden, ist der Wippkran eine leistungsfähige Alternative zum klassischen Laufkatzkran. Dieser Krantyp kombiniert hohe Traglasten mit kompakter Bauweise. Durch den verstellbaren Ausleger lässt sich der Schwenkradius gezielt reduzieren, wodurch Hindernisse – etwa andere Krane oder angrenzende Gebäude – sicher umfahren werden können. Zudem ermöglichen die auch als Nadelauslegerkrane bezeichneten Wipper beeindruckende Hakenhöhen bei vergleichsweise niedrigen Turmhöhen, was sie gerade bei dicht bebauten Arealen besonders praxistauglich macht.

Auch wenn Obendreher – im Gegensatz zu Mobil- oder Schnelleinsatzkranen – nicht auf eigenen Achsen zur Baustelle fahren, erweisen sie sich in vielen Bauprojekten als die wirtschaftlichste Lösung für komplexe Hebeprozesse. Zum einen werden Transport- und Montagekonzepte der Hersteller kontinuierlich optimiert. Zum anderen ermöglicht die Standardisierung der Turmstücke eine hohe Flexibilität und Wiederverwendbarkeit in unterschiedlichen Kran­konfigurationen. Obendreher benötigen im Verhältnis zu ihrer Leistung die geringste Stellfläche, erreichen unvergleichbare Hakenhöhen, bieten große Reichweiten im Arbeitsradius, arbeiten höchst präzise im Lastenspiel und überzeugen im Dauerbetrieb durch niedrige Betriebskosten. Sie sind damit das Rückgrat des klassischen Hochbaus – und in ihrem Einsatzbereich auf absehbare Zeit unersetzbar.

Wolffkran: Laufkatzkran WOLFF 8095 Compact

Wolffkran hat 2025 sein Obendreher-Portfolio in die Höhe erweitert. Zur bauma stellte das Schweizer Unternehmen mit dem WOLFF 8095 Compact seinen ersten Laufkatzkran in der 900-Metertonnen-Klasse vor. Bei der Konzeption war eine Erhöhung der Spitzentragfähigkeit bei maximaler Auslegerlänge das Ziel. Der Kran kommt in zwei Varianten und mit einer automatisch koppelbaren Doppellaufkatze. Durch dieses neue Feature bringt er mehr Flexibilität für unterschiedliche Baustellen mit. Das reine Zwei-Strang-Modell WOLFF 8095.25 bietet 25 t maximale Tragfähigkeit und 10,5 t Spitzentraglast (mit WOLFF Boost bei 80 m Auslegerlänge). 

Die zweite Variante, der umscherbare Zwei- und Vier-Strang-Kran WOLFF 8095.40 mit doppelter, automatisch koppel- und teilbarer Laufkatze bietet 40 t maximale Tragfähigkeit. Im Vier-Strang-Betrieb kann der Kran mit der doppelten Laufkatze die maximale Traglast von 40 t heben und erreicht dabei noch 7,8 t an der Spitze des maximalen Auslegers (8,6 t mit WOLFF Boost). Ist eine höhere Spitzen-tragfähigkeit gefragt, lässt sich die Laufkatze auf Knopfdruck teilen. Der Vorteil: Das Kranpersonal muss nicht mehr über den Ausleger zur Laufkatze gelangen, um diese manuell zu trennen. Arbeitet der WOLFF 8095.40 mit nur einer Laufkatze im Zwei-Strang-Betrieb, erreicht er eine Spitzentragfähigkeit von 9,4 t (10,3 t mit WOLFF Boost). Damit ist er nicht nur stärker als der größte WOLFF Cross-Kran (WOLFF 8060), sondern hat laut Wolffkran auch im Wettbewerbsvergleich in der 900-Metertonnen-Klasse eindeutig die Nase vorn.

Dank der kompakten und um rund 6 m reduzierten Turmspitze des WOLFF 8095 Compact können mehrere Krane in enger Anordnung eingesetzt werden, wobei die Gesamthöhe dennoch niedrig bleibt. Eine Hubseilunterstützung am Ausleger minimiert den Seildurchhang von 7 m auf nur noch 1,5 m, wodurch das Risiko reduziert wird, dass ein anderer Kran beim Schwenken mit dem Hubseil kollidiert.

Der Ausleger kann flexibel in Fünf-Meter-Schritten zwischen 30 und 80 m angepasst werden. Der Kran verfügt über einen Turmanschluss für das 2,90 x 2,90 m messende TV-29-Turmelement, welches kombiniert mit dem nächstgrößten WOLFF-Turmelement TV 33 freistehende Turmhöhen bis zu 100 m ermöglicht, wie sie bei Hochbauten mit Fertigbauteilen oder Brückenbauten ohne die Möglichkeit zur Abspannung gefragt sind.

Wolffkran: Flat-Top-Kran WOLFF 8038 Clear

Ein weiterer Kranriese, den Wolffkran 2025 an den Start gebracht hat, ist der Flat-Top-Kran WOLLF 8038 Clear. Das Modell tritt in der 560-Metertonnen-Klasse an und ist der bisher größte spitzenlose WOLFF Kran im Portfolio. Er vereint die Leistungsfähigkeit eines Turmspitzenkrans mit den Montagevorteilen der spitzenlosen Bauweise, so Wolffkran. Mit 80 m Auslegerlänge und 20 t maximaler Tragfähigkeit ist er den Modellen mit Turmspitze ebenbürtig. Er bietet eine Spitzentragfähigkeit von 3,8 t bei 80 m Ausladung. Mit einem optionalen Erweiterungsstück lässt sich der Ausleger auf 85 m verlängern, wobei er dann noch 2,1 t an der Spitze hebt.

Seit der Markteinführung des WOLFF 6523 Clear legt Wolffkran einen starken Fokus auf die Optimierung der Auslegergestaltung. Auch der Neuzugang verfügt über das patentierte smarte Auslegerdesign, bei dem der Obergurt mit einer einfachen Steckverbindung ohne Hammer montiert werden kann und die glatten Übergänge die Feinpositionierung der Last erleichtern. Die Untergurtkonstruktion wurde ebenfalls überarbeitet und durch lokale Verstärkungen optimiert. Dadurch konnte man nicht nur rund 10 % Material einsparen, was sich im Preis niederschlägt, sondern auch die Montagegewichte um 20 % reduzieren. Auch dass der Ausleger standardmäßig geteilt montiert werden kann, sorgt für geringe Gewichte und  weniger Platzbedarf. Das schwerste Einzelgewicht beträgt 15 t.

Als zusätzliche Montagehilfe verfügt der WOLFF 8038 Clear über Bolzendepots an allen Stellen, an denen Kranteile überkopf installiert werden müssen, wie beispielsweise an der Kranspitze. Die Bolzen verbleiben immer an der richtigen Position und müssen nur noch mit einem Handgriff in die vorgesehenen Bohrungen geschoben werden – eine deutliche körperliche Entlastung für das Montagepersonal. Weitere Arbeitserleichterungen ergeben sich durch zusätzliche Podeste für die geteilte Auslegermontage, klappbare Geländer am Gegenausleger und optional verfügbare Hilfskrane für Montage und Servicearbeiten an Hub- und Drehwerk. Für mehr Sicherheit und Komfort während der Arbeit kann der Kran auf Wunsch mit einer zweiten Bremse an der Hubwinde sowie dem WOLFF High-Speed-Positioning-System (HiSPS) ausgeliefert werden.

Manitowoc: Potain MR 819

Auch Manitowoc lässt sein Angebot in die Höhe wachsen. Der neue MR 819 ist der größte Potain-Kran mit Verstellausleger. Der Kran hat einen 70 m langen Verstellausleger und bietet eine maximale Tragfähigkeit von 64 t. Damit verdoppelt er die Tragfähigkeit der bisher größten Potain-Turmdrehkrane mit Verstellausleger, den Modellen MR 608B und MR 618, die Lasten von bis zu 32 t heben können. Bei der Konzeption des neuen Krans hat sich Potain insbesondere am Design des 2024 herausgekommenen Verstellausleger-Krans MR 309 orientiert, der einen einfachen Transport und Aufbau ermöglicht.

Dank der neuen Bauweise beträgt der Außerbetriebsradius lediglich 16 bis 18 m (je nach Auslegerlänge), was den Aufbau an beengten Einsatzorten oder in Bereichen mit hoher Krandichte ermöglicht. Unter Verwendung von zwölf Fünf-Meter-Abschnitten des neuen Potain-Mastsystems K 880, das eine Breite von 2,45 m aufweist, kann der Kran mit Auslegerkonfigurationen von bis zu 50 m auf eine freistehende Höhe von 65,6 m aufgebaut werden. Für eine Höhe von 60,6 m werden elf Mastabschnitte und alle neun Abschnitte des Verstellauslegers benötigt. Wird der Kran an einem Gebäude verankert, sind lediglich fünf Verankerungsrahmen erforderlich, um mit einem 65-Meter-Ausleger (für das Windprofil C25) eine Höhe von 210 m zu erreichen.

Bei einer Rüstung mit Dreifachscherung und einem 55 m langen Verstellausleger kann der MR 819 Lasten von bis zu 64 t mit einer Ausladung von bis zu 17 m heben. Die maximale Tragfähigkeit am Ende des Verstellauslegers beträgt 10,8 t. Mit Zweifachscherung und einem 65-Meter-Ausleger erreicht der Kran 42 t mit einer Ausladung von bis zu 21 m und 7,4 t mit maximaler Ausladung. Um diese hohen Lasten zu bewältigen, entwickelte Potain das neue, flexible und hochpräzise Hubwerk 270 LVF 213 Optima. Mit einer Seillänge von 838 m kann der 200-Kilowatt-Motor dank seines hohen Seilfassungsvermögens Seilgeschwindigkeiten erzeugen, die von 183 m/min bei Einfachscherung bis 61 m/min bei Dreifachscherung reichen. Das Hubwerk 150 VVF 90, das auf eine Nennleistung von 110 kW ausgelegt ist, hebt den Verstellausleger in nur zwei Minuten und 20 Sekunden von 15° auf 87°.

Liebherr: Neue Verstellauslegerkrane

Liebherr hat auf der bauma 2025 eine neue Generation von Verstellauslegerkranen vorgestellt, den 440 HC-L und den 620 HC-L. Die überarbeiteten Modelle der HC-L-Baureihe belegen laut Liebherr, wie moderne Nadelausleger die immer anspruchsvolleren Aufgabenstellungen im Hochbau effizient unterstützen können. Durch die Leistungswerte der Krane und die geringe Außerbetriebsstellung eignen sie sich insbesondere für Innenstadt-Baustellen oder Projekte mit begrenztem Raumangebot. So können mehrere Krane auf engem Raum betrieben werden. Der 440 HC-L wird dabei in zwei Traglastausführungen als 440 HC-L 12/24 und 440 HC-L 18/36 angeboten. Der größere Bruder 620 HC-L zeigt sich mit der Traglastausführung mit 18/36 t prädestiniert für die großen Baustellen. Beiden gemeinsam ist ein schneller Lastumschlag in der Ein-Strang-Ausführung, was bei Gebäudehöhen von 100 m und oftmals mehr die Bauzeit positiv beeinflusst. Gleichzeitig ermöglicht die schnelle Umscherung in den Zwei-Strang-Betrieb das Heben von schweren Bauteilen.

Sowohl der 440 HC-L als auch der 620 HC-L bringen verbesserte Leistungswerte mit und setzen laut Liebherr neue Maßstäbe in ihrer Klasse. Dank Load Plus kann die Tragfähigkeit in spezifischen Lastkurven signifikant erhöht werden. Der 440 HC-L ermöglicht eine Erhöhung der Spitzentraglast um bis zu 1,65 t (52 %), während der 620 HC-L sogar eine Steigerung von bis zu 3,25 t (76 %) erreicht. Die Baureihe nutzt erstmals bei Verstellauslegerkranen Abspannungen aus Aramid. Durch das leichte Material kann Gewicht am Ausleger eingespart werden, was die Tragfähigkeit spürbar erhöht. Die Gewichtseinsparung gegenüber Stahlseilen ist signifikant.

Die Montagezeit auf der Baustelle kann durch bereits vormontierte Baugruppen reduziert werden. Das Hub- und Verstellseil befindet sich bereits ab Werk auf der Trommel, der Gegenballast besteht aus einem Ballastblock. Zur schnelleren Montage und somit zu einer Optimierung der Kosten tragen auch ein zentraler Schaltschrank, mechanische Schnellanschlüsse sowie geringe Transporteinheiten bei.

Liebherr: Faserseilkrane

Die 2019 von Liebherr eingeführten Faserseilkrane bieten eine deutlich einfachere Handhabung des Hubseils, kombiniert mit mehr Tragkraft und ein besonders hohes Sicherheitsniveau. Das Faserseil erhöht die Traglast eines Krans um bis zu 20 % im Vergleich zum Stahlseil. Mittlerweile sind eine ganze Reihe von Liebherr-Turmspitzen- und Flat-Top-Kranen mit Faserseil lieferbar. Seit 2025 ist das Faserseil auch bei Verstellauslegerkranen im Einsatz, das erste Modell ist der 258 HC-L 10/18 Fibre. 

Zur bauma 2025 hat Liebherr den Faserseilkranen ein umfassendes Update spendiert, das die Lebensdauer signifikant verlängert und Ausfallzeiten minimiert. Das bewährte Fibre-Repair-Set ermöglicht bereits heute deutlich niedrigere Ausfallzeiten im Vergleich mit klassischen Stahlseilgeräten. Dies wird durch die neue Möglichkeit der Seilkürzung für Faserseilkrane, ähnlich wie sie bei Stahlseilkranen Standard ist, nochmals signifikant erhöht. Sollte ein Faserseil an einer Stelle irreparabel beschädigt sein, kann es nun eingekürzt und auf der Baustelle wieder vergossen werden. Im Falle eines Seilschadens lässt sich das Faserseil somit deutlich flexibler handhaben als vergleichbare Stahlseile.

Aufgrund des breiten Erfahrungsschatzes, den Liebherr in den letzten Jahren gesammelt hat, kann das Unternehmen das Serviceversprechen im Hinblick auf die Lebenszeit des Faserseils nochmals erhöhen. Neben dem eigentlichen Kraneinsatz wirkt sich dies vor allem auf die Zeit der Lagerhaltung und damit Lagerlogistik aus. Ebenso ist eine Umrüstmöglichkeit von Faserseilkranen hin zu einem Stahlseilkran verfügbar. Neu ist ebenso ein auf den Flottenbetreiber optimiertes Geschäftsmodell für die Fibre-Care-Garantie und das damit verbundene Ersatzteilgeschäft. 

BKL: Schwerlastkran Sáez TLS 1100

Der spanische Kranhersteller Sáez Cranes und die BKL Baukran Logistik GmbH präsentierten zur bauma 2025 einen neuen 1.100-Metertonnen-Großkran. Der TLS 1100 50T ist einer der stärksten spitzenlosen Obendreher und kann fast 11 t bis 86 m weit heben. Das neue Modell erreicht bis zu 50 t Traglast und eine maximale Hakenhöhe von 92 m. Der Kran wurde so konzipiert, dass er leicht transportiert und schnell und einfach montiert werden kann. 

Bereits ab Werk ist er für den Einsatz bei Kälte vorbereitet und verfügt über eine Premium-Kabine mit zusätzlicher Heizungsanlage. Der Kontrollraum ist mit einem automatischen Klimatisierungssystem ausgestattet. Darüber hinaus ist der Bedienbildschirm ein Steuerungscomputer mit einem 15-Zoll-Touchscreen, der mit dem Sáez Direct Service (SDS) verbunden ist. Die Kunden haben die Möglichkeit, zwischen Monoblock-Segmenten mit einer Breite von 2,30 m oder modularen Segmenten mit einer Breite von 2,90 oder 3,30 m zu wählen, was eine große Vielseitigkeit bietet. Insgesamt fünf dieser Großkrane der 1.000-Metertonnen-Klasse erweitern nun den BKL Mietkran-Park.

BKL nimmt außerdem Exemplare des ebenfalls neuen TLS 800 50 T von Sáez in sein Miet-Portfolio auf, der eine Ausladung von 85 m erreicht und eine Spitzenlast von 7,15 t hebt. Beide neuen Flat-Top-Krantypen eignen sich speziell für schwere Lasten wie zum Beispiel bei Infrastrukturprojekten, im Industrie-, Kessel- und Stahlbau sowie für den Hub großer Betonfertigteile oder das Setzen modularer Bauteile. BKL bietet in seinem über 700 Bau- und Autokrane zählenden Kranpark nun über 40 Schwerlast-Baukrane von 500 bis 1.100 mt und damit den nach eigenen Angaben größten Großkran-Park Deutschlands an.

AMS: Flat-Top-Krane der AK-Reihe

Die Firma AMS Kranbau aus Arneburg/Sachsen-Anhalt ist auf spitzenlose Turmdrehkrane spezialisiert. Das Portfolio umfasst zehn Flat-Top-Modelle von 120 bis 1.300 mt. Zu den Neuheiten zählen die beiden Krane AK810.20 bzw. AK810.40 und AK1300.40 bzw. AK1300.64. Beide Modelle haben einen 100 m langen Ausleger mit einer jeweiligen Spitzenlast von 3,4 t beim AK810.20 und 2,1 t beim AK810.40 sowie von 6,5 t beim AK1300.40 und 4,1 t beim AK1300.64. Besonders auf großen Baustellen mit schweren Fertigteilen spielen diese Modelle ihre Vorteile aus. 

Bei der Entwicklung der AMS-Krane stehen die Bereiche Montage/Demontage, Bedienbarkeit, höhere Traglasten/Lastmomente und Wartung im Fokus. So lassen sich die einzelnen Komponenten durch die weiterentwickelten Schiebebolzen einfacher montieren, die Auslegerstücke beispielsweise auf dem Boden oder in der Luft ohne viel Werkzeug. Auch die Erreichbarkeit der Bolzenverbindungen durch eingebaute Aufstiegshilfen tragen zur vereinfachten Montage bzw. Demontage bei. Zur Reduzierung der Montagegewichte sind z.B. die Hubwerke durch die einfache Rahmenkonstruktion sehr einfach zu montieren bzw. demontieren. 

Bei den AK-Reihen AK 120 bis AK 555 lassen sich die Gegenausleger mit der Abspannung sowie die Geländer am Gegenausleger zu einer kompakten Einheit zusammenklappen und sparen somit Transportvolumen und Zeit bei der Montage sowie bei der Demontage. Zusätzlich haben alle Bauteile serienmäßige Anschlagpunkte, die als Einzelteile oder in Kombination mit anderen Bauteilen so sicher angeschlagen werden können. Das spart Zeit und ermöglicht eine gute Planung der Montage bzw. Demontage. Die gute Begehbarkeit und die zusätzlichen Plattformen ermöglichen nicht nur während der Montage gute Zugangsmöglichkeiten, sondern erleichtern auch die Wartung im Betrieb der AK-Krane. Optional ist ein Hilfskran für Servicearbeiten am Hubwerk verfügbar.

Die AK-Reihe vom AK120.6 bis zum AK810.20 ist durchgehend bis zu einer Traglast von 20 t als Zweistrangkrane konzipiert. Bei höheren Traglasten kommt das bewährte 2/4-Strang Konzept zum Einsatz, wobei bis zu einer Traglast von 40 t mit einer Laufkatze gearbeitet wird. Erst bei höheren Traglasten, wie beim AK1300.64, kommt eine zweite Laufkatze zum Einsatz. Die modernen frequenzgesteuerten Antriebe im Hub-, Dreh- und Katzfahrwerk sorgen nicht nur für eine feinfühlige Steuerung der Antriebe, sondern auch für eine effiziente Energieausnutzung und somit Stromersparnis.

Terex: Flat-Top-Kran CTT 292-12

Der italienische Kranhersteller Raimondi hat gerade Terex Tower Cranes, die Kran-sparte des US-Baumaschinenkonzerns Terex, übernommen. Damit erwerben die Italiener ein umfangreiches Portfolio von Flat-Top-, Wippausleger-, Hammerhead sowie Schnellmontage-Turmdrehkranen. Ein Terex-Flaggschiff bei den Flat-Top-Kranen ist der CTT 292-12. Das Modell hat eine maximale Kapazität von 12 t und eine Arbeitslänge von 70 m. Es ergänzt die 200/300-Metertonnen-Klasse. 

Mit Fünf-Meter-Auslegerschritten von 25 bis 70 m, wobei jeder Auslegerabschnitt vollständig mit Sicherheitsleinen und Geländern ausgestattet ist, setzt es laut Terex Tower Cranes Maßstäbe für die Sicherheit beim Aufbau. Mit den flexibel konfigurierbaren Einstellungen und der modernen und genauen Elektronik kann der Bediener mit dem CTT 292-12 präzise arbeiten. In der S-Pace-Kabine mit ihrem Komfort und ihrer Übersichtlichkeit kann sich der Bediener ganz auf die anstehende Aufgabe konzentrieren. Breite Glasflächen, die durch Seitengitter geschützt sind, gewährleisten eine sehr gute Sicht; Multifunktions-Joysticks und das Sieben-Zoll-Touchscreen-Farbdisplay vereinfachen die Steuerung und Überwachung des Krans. Der verstellbare Schwenksitz sowie Heizung und Klimaanlage gewährleisten, dass der Bediener bequem und produktiv arbeiten kann. 

Der CTT292-12 lässt sich mit den TS21-, H20- und TS23-Turmsegmenten aufbauen. Er ist mit Terex Power Match ausgestattet, was den Energieverbrauch auf der Baustelle senkt. Da der CTT 292-12 für die Terex T-Link-Telematikplattform vorbereitet ist, ist ein Live-Feedback während des Kranbetriebs möglich. Der Kran kann mit der T-Link-Plattform ausgestattet werden, um die Daten der Kranflotte jederzeit und von überall aus über das Internet zu kontrollieren und so die Effizienz zu optimieren. 

Er verfügt außerdem über Terex T-Torque. Diese neue Umrichtertechnologie mit Drehmomentsteuerung direkt an den Schwenkmotoren gibt dem Bediener eine bessere Kontrolle über die Kranbewegungen. Der Kran reagiert sofort auf die Befehle des Fahrers, und das Schwenken des Auslegers kann sanfter oder stärker eingestellt werden, so dass der Fahrer die Lasthandhabung und -positionierung genau steuern kann. Und schließlich ist der CTT 292-12 mit der Power Plus Technologie ausgestattet, die dem Kran bei Bedarf einen Leistungsschub von 10 % verleiht.

BBL: WOTAN-Wippkrane 

Ein besonders leistungsfähiges Wippkran-Modell wird das saarländische Unternehmen BBL demnächst auf den Markt bringen: den BBL 75240 WOTAN. Mit einem Lastmoment von enormen 2.800 mt wird dies dann der größte Kran der BBL-eigenen Baureihe sein. Der Großkran wird in zwei Varianten zur Verfügung stehen: Als Zweistrang-Modell mit einer max. Tragkraft von 32 t und als Vierstrang-Modell mit maximal möglichen 64 t. Bei 75 m Ausladung hat der Gigant noch eine Tragkraft von 24 t.   

Bisher besteht das BBL-Wippkran-Angebot aus dem 55180.32/2 WOTAN und dem 70124.32/2 WOTAN. Letzterer verfügt über eine Tragkraft von 12,4 t bei maximaler Auslegerlänge von 70 m. Der 55180.32/2 WOTAN hat eine Tragkraft von 18 t bei einer Auslegerlänge von 55 m. Beide Krane bieten eine maximal mögliche Traglast von 48 t auf 32 m Ausladung. Der BBL 70124.32/2 WOTAN hat ein Lastmoment von 1.250 mt. Beide Modelle lassen sich mit wesentlich weniger Lkw als üblicherweise und mit wesentlich weniger Rüstzeit installieren. Dafür sorgen das von BBL entwickelte RT 30 Turmsystem und die patentierte Krankopflösung.

Im Betrieb zeichnen sich die WOTAN-Krane durch sehr hohe Arbeitsgeschwindigkeiten und feinfühliges Positionieren aus. Ermöglicht wird dies durch ebenfalls neu entwickelte Antriebe am Hub- und Verstellwerk. Je zwei 90-Kilowatt-Motoren treiben die beiden Winden an. Arbeitsgeschwindigkeiten von bis zu 100 m/min im reinen Zweistrangbetrieb sind nach Angaben von BBL in dieser Leistungsklasse anderswo nicht zu finden. Auch das Drehwerk verfügt über einen starken Antrieb. Gleich vier 7,5-kW-Drehwerksmotoren sorgen für den richtigen Drill. 

Viel Wert hat BBL auf die Ausstattung der Kranführerkanzel gelegt. Neben ordentlichem Komfort bietet sie alle denkbaren Optionen. Neueste digitale Technik im Bereich der Visualisierung, Arbeitsbereichsbegrenzung, Flugbefeuerung, Sprechfunk, Funkfernsteuerung sowie Klimaanlage, integrierter Schaltraum, Komfortsessel und Bluetooth-Anlage sind bereits serienmäßig enthalten. Per Datenfernwartung kann der Kran rund um die Uhr durch BBL vom Firmensitz aus in Friedrichsthal überwacht werden. Über die hauseigene App sind alle WOTAN-Krane durch den Kundendienst von überall und immer erreichbar. So kann im Falle eines Problems sofort reagiert werden. Um höchstmögliche Qualität und Ersatzteilversorgung zu garantieren, werden alle Komponenten von deutschen Herstellern bezogen.

(Autoren: Paul Deder und Kai Moll)

Weitere Informationen:

www.wolffkran.com
www.manitowoc.com
www.liebherr.com
www.bkl.de
www.ams-kranbau.de
www.terex.com
www.bbl-baumaschinen.de

Weitere Produkte des Herstellers B2B Fachmedien GmbH:

Hebe- / Fördertechnik
Obendreher 1
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Baustelle des Monats
Ulma
Klinik der Superlative
Nahe Militärstützpunkt Ramstein investieren die USA über 1 Mrd. Euro in das größte US-Krankenhaus im Ausland
Ulma

In Weilerbach in der Westpfalz entsteht derzeit das größte amerikanische Krankenhaus außerhalb der Vereinigten Staaten. Seit 2014 wird am über 1 Milliarde Euro teuren US-Hospital gearbeitet, das sich in unmittelbarer Nähe zum Militärstützpunkt Ramstein befindet. Nach der Fertigstellung Ende 2027 wird das Rhine Ordnance Barracks Medical Center das in die Jahre gekommene Militärkrankenhaus in Landstuhl und die Klinik der Luftstreitkräfte auf der Airbase Ramstein ersetzen. Dieses Mega-Projekt erfordert nicht nur eine präzise Planung im Rahmen des straffen Bauzeitplans, sondern auch eine exakte Lieferung aller Baumaterialien sowie ein effizientes Handling der benötigten Schalungssysteme. Hierfür vertraut die ausführende ARGE auf die Lösungen der Ulma Construction GmbH.

Anbaugeräte
b2b 11 25
Vom Grabwerkzeug zum Alleskönner
Moderne Anbaugeräte machen aus dem Bagger einen multifunktionalen Leistungsträger
b2b 11 25

Mit dem passenden Anbaugerät wird aus jedem Bagger ein vielseitiger Alleskönner. Statt nur zu graben, kann er heben, schneiden, fräsen, verdichten oder sogar bohren – und das in unterschiedlichsten Einsatzbereichen vom Erd- und Leitungsbau bis hin zu Abbruch und Recycling. Die Vielfalt an Werkzeugen wächst stetig – ebenso wie das Bewusstsein der Anwender, dass in einem Bagger weit mehr Potenzial steckt, als man auf den ersten Blick vermutet. Die Hersteller haben diese Entwicklung längst erkannt und bieten heute eine nahezu grenzenlose Auswahl an hydraulischen und mechanischen Anbaugeräten, die sich flexibel je nach Maschinengröße und Aufgabe kombinieren lassen. Der Grundgedanke dahinter ist klar: Ein Bagger, der mehrere Arbeitsschritte übernehmen kann, spart nicht nur Maschinen und Personal, sondern auch wertvolle Zeit und Logistikaufwand auf der Baustelle.

Baustelle des Monats
11 25
Brückentausch unter Hochdruck
Rohrbrückenneubau über der A42 erwies sich als bautechnisches und logistisches Meisterstück
11 25

Die A42 zählt zu den wichtigsten Ost-West-Verbindungen im Ruhrgebiet. Zwischen Duisburg und Dortmund nutzen sie täglich rund 82.000 Fahrzeuge. Um der künftigen Verkehrsentwicklung gerecht zu werden, plant die Autobahn GmbH, den Abschnitt zwischen dem Kreuz Essen-Nord und Bottrop-Süd von vier auf sechs Fahrstreifen zu erweitern. Im Zuge dieser Maßnahme musste eine alte Rohrbrücke ersetzt werden, die sowohl den Fluss Emscher als auch die Autobahn A42 überspannt. Im Juni 2025 wurde der anspruchsvolle Austausch während einer 72-stündigen Vollsperrung der Autobahn erfolgreich umgesetzt – nach intensiver und mehrmonatiger Vorbereitung. Zum Gelingen des Projekts trugen maßgeblich auch das technische Know-how und die Produkte der Terra Infrastructure GmbH bei.

Vergessene Maschinen
Smalley-Amphibienbagger
Smalley-Amphibienbagger
Planschender Bagger auf tollen Rollen
Smalley-Amphibienbagger

Heute weitgehend vergessen, war die englische Firma Smalley Excavators aus Bourne in Lincolnshire vor vielen Jahrzehnten nicht nur auf der britischen Insel bekannt für die Produktion kleiner, aber solider Hydraulikbagger. Smalley begann früher als die meisten anderen Hersteller mit der Fertigung und Vermarktung der heute so beliebten Mini- und Kompaktbagger. Am Rand dieser Baggerpalette entstand in den frühen 80er Jahren ein eigentümlicher Amphibien-Kleinbagger, das Modell 6808, der mit vielen verblüffenden Details aufwartete.

Vergessene Maschinen
EWK Craft Bagger
EWK Combi-Craft-Bagger
„Planierbagger für universellen Einsatz“
EWK Craft Bagger

Vor mehr als einem halben Jahrhundert galten Bagger mit Teleskopausleger als vielseitig nutzbare Baumaschinen, besonders auf flotten Lkw-Chassis, die den Tieflader ersparten.

Große Erdbaumaschinen
Develon
Rad statt Raupe
Durch Tempo und Vielseitigkeit werden Mobilbagger zum bevorzugten Gerät im städtischen Raum
Develon

Effizienz ist heute auf Baustellen mehr als nur ein Schlagwort – sie ist entscheidend für Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit. In einer Zeit, in der Termine immer enger und Budgets knapper werden, rücken leistungsstarke, flexible Maschinen in den Fokus. Dazu gehören zweifelsohne die Mobilbagger: Diese typisch deutsche Baumaschinenart verbindet hohe Fahrgeschwindigkeit mit starker Performance und punktet bei Projekten, die kurze Reaktionszeiten und häufige Ortswechsel erfordern. Doch was können die Mobilen wirklich – und wo stoßen sie an ihre Grenzen? Der folgende Beitrag beleuchtet die Stärken, Einsatzmöglichkeiten und technischen Entwicklungen dieser vielseitigen Baumaschinen und zeigt, warum sie im modernen Baualltag oft die Nase vorn haben.

Baumaschinentechnik
JCB
Vom ersten Spatenstich bis zur Pflege
Kompakte Alleskönner für enge Gärten und große Flächen erleichtern den Arbeitsalltag im GaLaBau
JCB

Die Garten- und Landschaftsbauer sind wahre Allrounder für alles, was draußen wächst, steht, läuft oder fließt – vom ersten Spatenstich bis zur dauerhaften Pflege. Sie planen und gestalten Parks, Gärten und Außenanlagen, entwickeln Ideen und setzen diese fachgerecht um. Zum Repertoire gehören der Bau von Wegen, Terrassen, Einfahrten und Plätzen ebenso wie die Errichtung von Stützmauern, Zäunen oder Carports. Auch die Installation von Bewässerungssystemen und Außenbeleuchtung zählt zu ihren Aufgaben. Nach Abschluss der Bauarbeiten sorgen sie zudem für die fachgerechte Pflege und Instandhaltung der Anlagen. Für all diese Tätigkeiten setzen GaLaBauer auf kompakte, leistungsfähige Maschinen, die den Arbeitsalltag deutlich erleichtern.

Straßenbau / -sanierung
Fertiger 1
Bewahrer der Verkehrsinfrastruktur
Asphaltfertiger – inzwischen auch elektrisch und smart – sorgen für ebene, belastbare und langlebige Deckschichten
Fertiger 1

Die ersten Straßenfertiger waren einfache, von Traktoren gezogene Anhänger, die das Asphaltmischgut lediglich manuell oder mechanisch verteilten. Heute sind daraus hochkomplexe, selbstfahrende Maschinen geworden, die mehrere Arbeitsschritte in einem Vorgang übernehmen: vom Aufnehmen des heißen Mischguts aus dem Lkw über das gleichmäßige Einbringen des Asphalts bis hin zum Glätten und Vorverdichten des Belags – als Vorbereitung für die abschließende Verdichtung durch Walzen. Moderne Fertiger sind zudem digital vernetzt, tauschen Echtzeitdaten mit anderen Maschinen und Systemen aus und ermöglichen die lückenlose Überwachung sowie Dokumentation der Einbauqualität. Auch der Bedienkomfort ist deutlich gestiegen: Joysticksteuerung, klimatisierte Kabinen und ergonomisch gestaltete Arbeitsplätze sorgen für ein angenehmes und effizientes Arbeiten.

Abbruch, Recycling, Gewinnung
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Recyclingfabriken auf Raupenketten
Durch mobile Brechanlagen kann der Bauabfall zum Rohstoff aufbereitet werden – an Ort und Stelle
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Bei Bauprojekten aller Art fallen sowohl mineralische als auch nicht-mineralische Abfälle an, wodurch das Recycling von Baustoffen wie Beton, Mauerwerk und Asphalt zu einem stetig wachsenden Einsatzbereich geworden ist. Stationäre Anlagen bieten hierfür vielfältige Trenn- und Sortiermöglichkeiten. Um jedoch Transportkosten und -aufwand zu reduzieren sowie das Lkw-Verkehrsaufkommen zu minimieren, haben sich seit den 1990er Jahren mobile Brechanlagen im modernen Baustoffrecycling etabliert. Sie überzeugen durch Vielseitigkeit und Flexibilität, da sie direkt am Einsatzort eingesetzt werden können. Mobile Backen-, Kegel- und Prallbrecher sowie Siebanlagen und Haldenbänder sind heute aus der Naturstein- und Recyclingindustrie nicht mehr wegzudenken.

Baumaschinentechnik
Webfleet Solutions
Digitales Flottenmanagement
Moderne Telematiksysteme optimieren den Einsatz von Baugeräten, Baumaschinen und Nutzfahrzeugen
Webfleet Solutions

Die deutsche Bauwirtschaft steckt in einer tiefen Krise: Viele Unternehmen klagen über sinkende Umsätze und maue Auftragslage. Einer der Gründe sind die explodierenden Baukosten und genau hier haben auch die Unternehmer Stellschrauben, um durch die Optimierung der Prozesse schneller und günstiger zu werden. Eine Möglichkeit ist der Einsatz von Telematiksystemen, welche das Management dabei unterstützen, Baustellen effizienter abzuwickeln. Softwaregestützt liefern die kleinen Boxen unentwegt Daten über Standorte der Maschinen und Geräte, ihre Laufzeiten und Kraftstoffverbrauch, was den Aufwand für die Verwaltung und Wartung der Technik deutlich reduziert. 

Hebe- / Fördertechnik
Sany
Ausrüstungsträger mit Reichweite
Teleskoplader erobern die Baustellen und punkten durch ihre hohe Manövrierfähigkeit und Vielseitigkeit
Sany

Trotz beengter Platzverhältnisse hoch hinaus? Ein Teleskoplader bietet hierfür eine vielseitige Lösung. Dieser geländegängige Geräteträger erreicht Einsatzorte, an denen andere Baumaschinen scheitern. Sein markantes Merkmal ist der schlanke, ausfahrbare Telearm, der ihn zu einem wahren Multitalent macht. Mit den passenden Anbauwerkzeugen lässt sich die Maschine im Handumdrehen in einen Gabelstapler, eine Hubarbeitsbühne, einen Kran, einen Radlader oder eine universelle Kommunalmaschine verwandeln. Immer mehr Bauunternehmen erkennen die beeindruckende Vielseitigkeit des einstigen Nischenprodukts und setzen ihn erfolgreich auf ihren Baustellen ein.

Kompakte Erdbaumaschinen
Galabau 2024
Gelungener Branchentreff
Messe GaLaBau 2024 zieht erfreuliche Bilanz
Galabau 2024

Zugegeben, die Investitionsbereitschaft in der Baubranche war schon einmal besser. Dennoch gibt es Segmente, die den aktuellen Herausforderungen in der Baukonjunktur trotzen – dazu gehört der Garten- und Landschaftsbau. Der im vergangenen Jahr weiter gestiegene Umsatz ließ die Branche optimistisch auf die 25. Jubiläumsausgabe der internationalen Leitmesse GaLaBau blicken. Nach vier erfolgreichen Messetagen vom 11. bis 14. September zieht die Messe München nun ein positives Resümee und freut sich über Zuwächse bei Besuchern und Ausstellern.

Große Erdbaumaschinen
Atlas Weyhausen
König der Baustellen-Lastentransporte
Als Mehrzweckmaschinen kommen die Radlader sowohl im Bau als auch in der Baurohstoffindustrie zum Einsatz
Atlas Weyhausen

Als Wagner & Sons im Jahr 1953 die Ladermodelle LD5 und LD10 einführte, um die Mechanisierung des Betriebs zu verbessern, ahnte das US-amerikanische Betonbauunternehmen noch nicht, dass das Design der beiden „Scoopmobile“ zur Grundlage des Industriestandards für Radlader werden würde. Die ersten Radlader mit einem Knickgelenk ermöglichten ein Schwenken der Schaufel im Stand – ein Plus an Wendigkeit auf engem Raum, das weltweit immer noch geschätzt wird. Heutzutage gibt es Radlader mit verschiedenen Lenkungsarten und Gesamtgewichten von 2 bis über 250 t. Als Maschinen für alle Ladearbeiten und als Geräteträger sind sie aus der täglichen Arbeit in Kommunen, Bau- und Gewinnungsbetrieben nicht mehr wegzudenken.

Anbaugeräte
Westtech
Vielseitigkeit am Baggerarm
Anbauwerkzeuge, Schnellwechsler und Schwenkrotatoren erhöhen die Effizienz im GaLaBau
Westtech

Im GaLaBau sind kompakte Bagger mit einem Dienstgewicht von 1 bis 12 Tonnen unverzichtbare Werkzeuge für die tägliche Arbeit. Fast jeder Betrieb in diesem Branchensegment besitzt daher eine oder mehrere solcher Maschinen, mit steigender Tendenz. Mini- und Midibagger eignen sich nicht nur für konventionelle Aufgaben wie das Ausschachten oder Auskoffern, sondern auch für eine Vielzahl weiterer Tätigkeiten, die im Rahmen von Neubauprojekten oder bei der Pflege anfallen. Um dieses breite Einsatzspektrum abzudecken, steht eine große Auswahl an Anbauwerkzeugen zur Verfügung. Diese ermöglichen nicht nur die termingerechte Ausführung der Arbeiten, sondern auch eine flexible und wirtschaftliche Nutzung der Maschinen.

Hebe- / Fördertechnik
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Reisende Riesen
Schnellmontagekrane eilen von Baustelle zu Baustelle und lassen sich ohne Fremdhilfe zügig auf- und abbauen
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Lange galten Schnellmontagekrane als Hilfskrane, die nur bei kleineren Bauvorhaben zum Einsatz kamen. Heute sind die Überschneidungen mit den obendrehenden Turmkranen immer häufiger zu beobachten. Neue Fähigkeiten und Merkmale der Untendreher führen dazu, dass sie zunehmend öfter im Revier der großen Brüder „jagen“ und leistungsstark genug sind, um die eine oder andere umfangreichere Aufgabe zu bewältigen. Dabei trumpfen sie mit mehreren bedeutenden Vorzügen gegenüber den konventionellen Baukranen auf: Sie sind leichter zu transportieren und errichten sich in kurzer Zeit selbsttätig, was Kosten, Zeit und Logistikaufwand beträchtlich reduzieren kann.

Vergessene Maschinen
Der Elefant als Hochleistungs-Stampfmaschine
Menck-Stampfmaschine Elefant

Auf die Hälfte oder gar ein Drittel senkte eine seltsame, auf Raupen fahrende Maschine mit mechanischen Stampfern die Verdichtungskosten, und das bei erheblich gesteigerter Effektivität.

Vergessene Maschinen
45 Tonnen schwer
45 Tonnen im freien Fall
Thumper-Freifallverdichter
45 Tonnen schwer

Eigentlich ist die Freifallverdichtung mit schweren Fallgewichten, die aus beträchtlicher Höhe vom Gittermast eines Seilbaggers stürzen und so viel größere Tiefenwirkungen als Walzen erzielen, ein „alter Hut“. Aufgekommen ist die Methode schon in den 30er Jahren mangels leistungsfähiger Verdichtungsmaschinen, dann wurde es mit dem Aussterben der Seilbagger in den 60er und 70er Jahren stiller um stürzende Gewichte. Heute jedoch lebt die Methode dank präzise steuerbarer Seilbagger mit elektronisch geregelten Windwerken wieder auf und erfreut sich zunehmender Beliebtheit.

Vergessene Maschinen
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Rekorde im Raupenbau
Kaelble-Planierraupe u. Scraper
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Vor fast 80 Jahren setzte ein deutscher Hersteller einen beachtlichen Meilenstein in der Entwicklung von Planierraupe.

Straßenbau / -sanierung
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Leistungsträger in der Verdichtung
Walzen und Walzenzüge entwickeln sich zunehmend zu HightechMaschinen und Vorreitern der autonomen Baustelle
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Noch vor knapp 200 Jahren waren Walzen von Pferden gezogene Geräte aus Gusseisen, die – zusätzlich durch Steine oder Wasserballast beschwert – rein statisch den Untergrund im Straßen- und Erdbau verdichteten. Heute sind Walzen und Walzenzüge leistungsfähige und hochtechnisierte Geräte, die tagein tagaus für ausreichende Tragfähigkeit sämtlicher Böden, Trag- und Frostschutzschichten sowie Asphaltbeläge sorgen. Da sie in vielen Aspekten einem Auto ähneln, gehören sie zu den ersten großen Baumaschinen, die elektrifiziert wurden, und sind zudem aussichtsreiche Anwärter für die autonome Baustelle der Zukunft.

Unternehmensführung
Baufachmessen Intermat und MAWEV
The show must go on!
Baufachmessen Intermat und MAWEV öffnen im April ihre Tore
Baufachmessen Intermat und MAWEV

Im April werden auf der Intermat in Paris und der MAWEV Show in St. Pölten die neuesten Errungenschaften der Baumaschinenindustrie präsentiert. Diese Messen bieten Bauprofis eine hervorragende Gelegenheit, sich technisch auf den neuesten Stand zu bringen. Denn: In Phasen allgemeiner wirtschaftlicher Zurückhaltung zu investieren, war für clevere Unternehmer noch nie falsch. Auf diese Weise positioniert man sich geschickt, um von der zukünftigen Aufwärtsentwicklung der Branche zu profitieren.

Kompakte Erdbaumaschinen
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Logistikschub durch Dumper
Kleindumper auf Rädern und Raupen entlasten Baustellenpersonal und optimieren Transportketten
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Auf deutschen Baustellen sind sie eine bisher unterschätzte Spezies: Kleindumper auf Rädern und Raupen sind hierzulande weder besonders beliebt noch weit verbreitet. Während die Einsatzmöglichkeiten herkömmlicher Baumaschinen weitgehend selbsterklärend erscheinen, bleibt der Mehrwert von Kleindumpern auf den ersten Blick oft verborgen. Dennoch besitzen sie das Potenzial, den Mechanisierungsgrad auf Baustellen zu erhöhen und die Logistik im Hoch-, Tief- und Straßenbau erheblich zu verbessern.

Unternehmensführung
VDBUM 1
„Sei schlau – geh‘ zum Bau!“
Unter dem Motto „Menschen-Maschinen-Machen“ widmet sich das 52. VDBUM-Großseminar neben technischen Trends auch dem Thema Fachkräftemangel
VDBUM 1

Der Erfolg auf der Baustelle hängt in erster Linie von zwei entscheidenden Faktoren ab: einer maschinellen Ausrüstung, die optimal auf das jeweilige Einsatzprofil zugeschnitten ist, sowie motivierten Fachkräften, die mit den erforderlichen fachmännischen Fähigkeiten ausgestattet sind, um das Projekt erfolgreich umzusetzen. Dies ist der Grund, warum die Organisatoren des 52. VDBUM-Seminars in Willingen diese Kombination in den thematischen Mittelpunkt stellten. Das Motto der diesjährigen Veranstaltung im Kongresszentrum Sauerland Stern Hotel lautete „Menschen-Maschinen-Machen“ und lockte mehr als 1.100 Teilnehmer an. Über einen Zeitraum von vier Tagen bot sich den Teilnehmern die Gelegenheit zum Netzwerken, während die begleitende Fachausstellung und das umfangreiche Vortragsprogramm für neue Impulse in Investitionen und Wissensaustausch sorgten.

Kompakte Erdbaumaschinen
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Kompakte Helfer im Arbeitsalltag
Ob in der Innenstadt, im Privatgarten oder beim Innenabbruch: Ohne Minibagger geht nichts auf dem Bau
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Die Bauausführung zählt zu den körperlich anspruchsvollsten Tätigkeiten des Menschen. Über Jahrtausende hinweg wurde harte manuelle Arbeit unter erheblichen Mühen verrichtet. Und auch in der Zukunft wird die klassische Handarbeit einen bedeutenden Platz im Handwerkerberuf einnehmen. Wo es möglich ist, wird der Arbeiter jedoch schrittweise durch Maschinen entlastet. Die Entwicklung des Minibaggers stellt dabei eine entscheidende Unterstützung im Baualltag dar. Diese Maschine führt nicht nur Grabarbeiten aus, sondern kann dank vielfältiger Anbaugeräte bei kleineren Bauprojekten zahlreiche manuelle Tätigkeiten mechanisieren.

Baustellengeräte
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Stampfer und Rüttelplatten sorgen bei der Verdichtung von Flächen für Statik und Stabilität und beugen Setzungen vor
Garanten für solide Basis
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Im Vergleich zu anderen Maschinen auf der Baustelle mögen Stampfer und Rüttelplatten zwar unscheinbar wirken, dennoch gehören sie zu den grundlegendsten Baugeräten überhaupt. Denn nur durch ausreichende Verdichtung des Untergrunds können unschöne Setzungen von gepflasterten Flächen oder Risse in Asphaltbelägen vermieden werden. Dies wiederum beugt lästigen Sperrungen von Plätzen, Wegen und Straßen sowie kostspieligen Nacharbeiten vor. Bei korrekter Anwendung gewährleisten diese kompakten Verdichtungsgeräte optimale Ergebnisse beim Anlegen von Pflasterwegen, der Gestaltung von Einfahrten oder Terrassen. Sie sind unverzichtbar sowohl im Gleis- und Kanalbau als auch im Straßen- und Tiefbau.

Anbaugeräte
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Uneingeschränkte Bewegungsfreiheit
Drehmotoren und Tiltrotatoren optimieren die Produktivität von Baggern bei Einsätzen jeder Art
11 2023 Anbaugeräte 1

Die menschliche Hand ist das wohl erstaunlichste Werkzeug, das die Evolution hervorgebracht hat. Das wichtigste Greif-, Fühl- und Arbeitsinstrument des Menschen hat die Grundzüge unserer Intelligenz beeinflusst und unsere Kulturgeschichte geprägt. Die Entwicklung des hydraulischen Dreh-Schwenkwerks, das zwischen Bagger-Stielende und Anbaugerät positioniert wird, ist auch eine Art Evolution. Es handelt sich dabei um ein pfiffiges Gerät, welches wie ein Handgelenk zwischen Auslegerstiel und Arbeitswerkzeug wirkt und der eingeschränkten Beweglichkeit des Baggers damit ein Ende setzt. Trotz der klaren Vorteile bei Einsatzflexibilität und Effizienz scheuen jedoch viele deutschen Bauunternehmen die Investition in einen Tiltrotator.

Abbruch, Recycling, Gewinnung
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Steinexpo: Live und ungeschminkt
Praxisnahe Demonstrationen und Technologie-Innovationen in Europas größtem Basaltsteinbruch
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Eine kleine Ewigkeit ist es her, als die in der Branche beliebte Steinexpo das letzte Mal ausgetragen wurde. Denn nach der Durchführung in 2017 musste die nächste Ausgabe der planmäßig im Drei-Jahres-Turnus stattfindenden Demonstrationsmesse zuerst coronabedingt von 2020 auf 2021 verschoben und schließlich komplett abgesagt werden. Trotz des aufgestellten Hygienekonzeptes und des Zuspruchs der Ausstellerseite ließen die Maßnahmen rund um das Pandemiegeschehen eine Realisierung der Messe nicht zu. Umso größer war die Erleichterung beim Organisationsteam, als am 23. August der obligatorische Startknopf für die 11. Steinexpo 2023 im MHI-Basaltsteinbruch Nieder-Ofleiden den Auftakt markierte. Vier Messetage später wurde aus Erleichterung Freude, denn die Veranstaltung schloss mit einem neuen Besucherrekord.

Kompakte Erdbaumaschinen
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Breite Vielfalt für die „grüne“ Branche
Kompakte Maschinentechnik erleichtert die körperliche Arbeit der Garten- und Landschaftsbauer enorm
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Kaum ein Bausegment ist derart vielfältig wie der Garten- und Landschaftsbau. Die Betriebe heben Gräben und Baugruben aus, erledigen unterschiedliche Erdbauarbeiten, sichern die Hänge ab und kümmern sich um die Dach- und Wandbegrünung. Sie verlegen Pflaster und Platten, errichten Gaubionenbauwerke, sanieren Rohrleitungen und Kanäle, führen Entwässerungsarbeiten aus und übernehmen die Grün- und Baumpflege. Dieser Aufgabenmix setzt nicht nur ein hohes Maß an Fertigkeiten und Kenntnissen voraus, sondern erfordert auch umfangreiche technische Unterstützung. Benötigt werden daher flexibel einsetzbare Maschinen, die ihr Leistungspotenzial auch in der Enge der innerstädtischen Wohnsiedlungen entfalten können.

Hebe- / Fördertechnik
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Die Schwerkraft im Griff
Obendrehende Turmkrane sind unverzichtbare Hebemaschinen auf zahlreichen Baustellen der Welt
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Weit über den Köpfen, in schwindelnder Höhe ziehen sie ihre Kreise und helfen den Baustellentrupps tagein, tagaus, die Schwerkraft zu überlisten. Obendrehende Turmkrane sind seit vielen Jahrzehnten das weithin sichtbare Zeichen jeder Baustelle und haben trotz wachsender Konkurrenz durch weitere Krankopnzepte nichts an ihrer Relevanz eingebüßt. Umgekehrt: seit geraumer Zeit „jagen“ sie auch im fremden Terrain und werden dort eingesetzt, wo zuvor Raupen-, Auto- oder Schnellmontagekrane verwendet wurden. Nicht zuletzt deshalb, weil die Konstruktionsabteilungen der Hersteller viel Aufwand betreiben, um die größten Kostenfaktoren wie Montageaufwand und Transport zu optimieren.

Große Erdbaumaschinen
6 2023 1
Mobile Baustellenflitzer
Sie sind zügig unterwegs und lassen sich vielseitig nutzen – die Mobilbagger sind hierzulande sehr beliebt
6 2023 1

Beim Einsatz von Baumaschinen auf der Baustelle gilt es, unproduktive Zeiten so gut es geht zu eliminieren. Bauunternehmen sind daher gefordert, bei der Wahl des passenden Baustellenequipments u. a. auf Leistungsfähigkeit, Einsatzflexibilität und Kosteneffizienz der Maschinentechnik zu achten. Die richtige Antwort auf den Termindruck auf Baustellen kann daher die Entscheidung für einen Radbagger sein, der dank seiner hohen Mobilität zahlreiche Arbeiten schneller als andere Baumaschinen erledigen und den Baustellenwechsel ohne Transportunterstützung in Eigenregie bewältigen kann. Dieses Plus an Bewegungsfreiheit ist der Grund, wieso sich die Mobilbagger als dynamische Baustellenallrounder einer steigenden Nachfrage erfreuen.

Baumaschinentechnik
5 23 Topcon
Kosten runter, Bauleistung rauf
2D- und 3D-Maschinensteuerungssysteme optimieren die Arbeitsabläufe und entlasten die Fahrer
5 23 Topcon

Trotz der aktuellen Abkühlung einzelner Bausegmente kämpfen Bauunternehmen nach wie vor gegen Kostendruck und Fachkräftemangel. Das zwingt die Firmenlenker dazu, traditionelle Arbeitsweisen in Frage zu stellen und nach Wegen zu suchen, die Effizienz der vorhandenen Baustellen-Mannschaft zu erhöhen. Viel Potenzial bietet dafür ein konsequenter Einsatz von Baumaschinensteuerungen sowie die Nutzung von digitalem Aufmaß und 3D-Plänen. So wird die Arbeitsvorbereitung vereinfacht und beschleunigt während baubegleitende Absteckungen und permanente Höhenkontrollen weitgehend entfallen. Gleichzeitig wird durch diese Systeme eine höhere Genauigkeit der Ausführung gewährleistet.

Hebe- / Fördertechnik
bpz 3 4 23 1
Der Kran zum Mitnehmen
Der Ladekran wandelt sich zur beliebten Option für Hebeaufgaben jeder Art
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Bei vielen Einsätzen geht am Ladekran kein Weg vorbei. In der Stadt punktet er aufgrund seines geringen Drehbereichs und fehlendem Kontergewicht durch schnelle, unkomplizierte Einsätze mit überschaubaren Behinderungen für Anwohner und Autoverkehr. Durch die variable Abstützung und Zusatzknicksystem kann er platzsparend am Gebäude stehen und bei Neubau, Sanierung oder Wartung auch schwergewichtige Hebeaufgaben übernehmen. Oder er agiert als Hilfskran, um größere Krane zu rüsten und deren Zubehör zu transportieren. Und mit pfiffigen Anbauausrüstungen ausgestattet, kann er auf Bauhof und Baustelle andere Maschinen wie Kran, Stapler und Radlader komplett erübrigen.

Unternehmensführung
Tiefbau Live 1
Mit der BAU in München sowie dem Messedoppel RecyclingAKTIV und TiefbauLIVE startet die Branche ins Baujahr 2023
Die Bausaison kann kommen
Tiefbau Live 1

Wenn sich die kalte Jahreszeit endlich verabschiedet, steigen nicht nur die Temperaturen, sondern sicherlich auch die Bautätigkeit in unserem Land. Um die nötigen Impulse für die Umsetzung kleiner und großer Bauprojekte zu liefern, haben sich zwei wichtige Veranstaltungen in Stellung gebracht: Die BAU in München und die Demonstrationsmesse RecyclingAKTIV & Tiefbau-LIVE (RATL), die auf dem Karlsruher Messegelände stattfindet.

Abbruch, Recycling, Gewinnung
0223 RM
Vom Abfallprodukt zum Rohstoff
Mobile Brecheranlagen sind ein unverzichtbarer Bestandteil der Verwertung anfallender Bauschuttmassen
0223 RM

Werden irgendwo Gebäude neu errichtet oder Altbestand rückgebaut, dann fällt tonnenweise Erdaushub und Abrissmaterial an. Nicht verwunderlich also, dass die Bau- und Abbruchabfälle mit einem Anteil von über 55 % den Großteil des deutschen Brutto-Abfallaufkommens ausmachen. Um Ressourcen, Deponiegebühren und Transportkosten zu sparen, sollte Bauschutt und Straßenaufbruch daher am besten noch direkt auf der Baustelle recycelt werden, um daraus neues Baumaterial gewinnen zu können. Unentbehrlich dafür sind mobile Brecheranlagen geworden, die einst für Steinbrüche entwickelt wurden.

Hebe- / Fördertechnik
12 01 2023 Manitou
Bauprofis langer Arm
Teleskoplader – starr und drehbar – werden vielen alltäglichen Einsatzanforderungen im Baugewerbe gerecht
12 01 2023 Manitou

Für viele Bauunternehmer ist die Vielseitigkeit der Baumaschine bei der Investitionsplanung ein wichtiges Merkmal. Für Andere ist Technik, die alles ein bisschen kann, aber nichts richtig, total verpönt. Entsprechend schmal ist der Grat zwischen „Must-have“ und „Nice-to-have“. Die Teleskoplader haben es geschafft, sich innerhalb der letzten drei Jahrzehnte von exotischen Spezialmaschinen zu durchaus gefragten Allroundern zu entwickeln. Auch wenn sie im heimischen Baualltag längst nicht so bekannt wie herkömmliche Radlader sind, gehören sie heute zum festen Bestandteil des Baugeschehens – hier und da auch als echte Schlüsselmaschinen.

Kompakte Erdbaumaschinen
bpz 11 2022 Bobcat
Elektro-Power auf der Baustelle
Batterieelektrische Baumaschinen befreien die Städte von Lärm, Feinstaub und CO2-Emissionen
bpz 11 2022 Bobcat

Diese Technologie bestimmte nicht nur die Innovationen auf der bauma 2020: Baumaschinen mit elektrischem Antrieb machen emissionsfreies Arbeiten auf der Baustelle möglich und gehören daher seit einigen Jahren zu den großen Trends am Bau. Denn die Branche hat einen großen Einfluss auf die Umwelt: der Bausektor ist einer der Hauptverursacher für Treibhausausstoß in Deutschland. Aus diesem Grund wird von der Planung von Gebäuden bis hin zum Rückbau, sowohl bei Prozessen, Baustoffen als auch bei eingesetzten Baugeräten händeringend nach Möglichkeiten gesucht, den CO2-Fußabdruck vom Baugewerbe zu reduzieren. Die Elektrifizierung der Baustelle ist ein wichtiges Instrument bei der Umsetzung der Klimawende und es gibt bereits zahlreiche praxistaugliche Lösungen auf dem Markt.

Anbaugeräte
9 10 westtech
Wenn ein Bagger zum Schweizer Messer wird
Mit geeigneten Anbaugeräten ausgerüstet übernehmen Bagger so gut wie jede Aufgabe
9 10 westtech

Das Anforderungsprofil an einen Bagger ist heute so breit wie nie. Effizient sollte er sein, möglichst leise, komfortabel für den Fahrer, robust und kompakt gebaut. Zugleich jedoch auch stark genug, um anspruchsvollen Einsätzen gewachsen sein zu können. Zudem sollte er sich im Bedarfsfall nicht nur als Grabwerkzeug, sondern als hochgeländegängiger Geräteträger nutzen lassen – mit einem kräftigen und reichweitenstarken Baggerarm. So wird aus der reinen Erdbaumaschine ein Allrounder, der diverse Aufgaben rund um die Baustelle übernehmen kann. Um Letzteres zu ermöglichen, bietet der Markt eine kaum noch überschaubare Vielfalt an Bagger-Anbaugeräten.

Straßenbau / -sanierung
7 8 Highlight Dynapac 1
Von der „Teermaschine“ zum Hightech-Gerät
Moderne Deckenfertiger sind auf Produktivität und Präzision ausgelegt und warten mit zahlreichen Assistenzsystemen auf
7 8 Highlight Dynapac 1

Das gesamte Straßennetz in Deutschland ist in Summe mehr als doppelt so lang wie der Abstand zwischen der Erde und dem Mond. Neben den rund 230.000 km an Straßen des überörtlichen Verkehrs (Autobahnen, Bundesstraßen, Landesstraßen und Kreisstraßen) gibt es über 650.000 km an sonstigen – hauptsächlich asphaltierten – Straßen. Um diese „Lebensadern“ der Zivilisation kümmern sich überaus spezielle Geräte, deren Konstruktion und Einsatz ein hohes Maß an Know-How verlangen. Die Straßenfertiger sind heute – ob kompakt oder für mehr als 15 m Einbaubreite – Hightech-Maschinen, die für immer höhere Präzision und flotteres Tempo im Einbauprozess sorgen.

Unternehmensführung
bpz 9 10 bauma 1
Hier trifft sich die Branche!
Auf der bauma 2022 informieren sich Entscheider und Macher aus der Bauindustrie über Produkte, Trends und Themen
bpz 9 10 bauma 1

In einigen Tagen geht es endlich los: Vom 24. bis 30. Oktober findet mit der bauma 2022 die weltweit größte Messe für Baumaschinen, Baustoffmaschinen, Bergbaumaschinen, Baufahrzeuge und Baugeräte statt. Auch wenn die Rahmenbedingungen nach zwei Pandemiejahren und dem andauernden Krieg gegen die Ukraine kaum schwieriger sein dürften und die Zukunft der Branche wegen der ausufernden Inflation ungewiss ist, brauchen die Bauakteure endlich wieder eine große Plattform. Für den Austausch mit Marktteilnehmern, Partnern und Anbietern, für die eigene Standortbestimmung aber auch für wichtige Entscheidungen für die Zukunft der Unternehmen.

Große Erdbaumaschinen
bpz große Erdbaumaschinen Schäffer
Wirtschaftliche Lastenträger
Dank einer breiten Palette an Anbauausrüstungen übernehmen Radlader vielfältige Aufgaben auf der Baustelle
bpz große Erdbaumaschinen Schäffer

Das kennt so gut wie jedes Unternehmen der Bauwirtschaft: Weil kein zusätzliches Personal zu bekommen ist, müssen die Baubetriebe schneller werden, um die Aufträge abarbeiten zu können. Der Termindruck zwingt die Profis dazu, die Arbeitseffizienz ausschließlich durch den Einsatz von Technik zu erhöhen. Vielseitig nutzbare Maschinen wie z. B. Radlader entlasten die Arbeiter und können dank Schnellwechsler und einer Vielzahl an verfügbaren Anbauwerkzeugen zahlreiche Aufgaben auf der Baustelle übernehmen. Einst aus landwirtschaftlichen Traktoren entstanden, leisten die Radlader als mobile und starke Hebezeuge wertvolle Dienste und sind aus dem Baugeschehen nicht mehr wegzudenken.

Hebe- / Fördertechnik
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Turmkran für Kurzzeitbaustellen
Untendrehende Schnellmontagekrane sind wie gemacht für kleinere Hochbau- und Infrastrukturprojekte
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Bevor es mit dem Bauen richtig losgeht, müssen zahlreiche vorbereitende Maßnahmen getroffen werden. Stunden und Tage werden damit verbracht, Gerüste aufzustellen, die Baustelle abzusichern und die Baulogistik konzeptionell und physisch zu organisieren. Es wird also viel Aufwand betrieben, noch bevor der erste Stein gesetzt ist. Neben der sinnvoll investierten Zeit für die Planung und Einrichtung der Baustelle gilt die Transport- und Rüstzeit von Kranen eher als unproduktiv, denn hier arbeiten Menschen, die Geräte jedoch nicht. Schnellmontagekrane können dagegen innerhalb kürzester Zeit und meist ohne jegliche Fremdhilfe auf- und abgebaut werden und zählen daher zu den effizientesten Hebelösungen auf den Baustellen Deutschlands.

Straßenbau / -sanierung
Keine Chance für Hohlräume
Keine Chance für Hohlräume
Walzen und Walzenzüge sind unverzichtbar für die Herstellung eines tragfähigen und ebenen Untergrunds
Keine Chance für Hohlräume

Überall, wo sie auftreten, hinterlassen sie eine solide Grundlage. Walzen und Walzenzüge üben gewaltigen Druck aus und pressen im Boden eingeschlossenes Wasser und Luftporen aus dem Material. Das ist enorm wichtig sowohl für die Statik und Stabilität jeglicher oberirdischer Bauwerke als auch für die Verschließfestigkeit und Ebenheit der Fahrbahnoberfläche. Verständlich also, dass das Verdichten von Böden und Asphalt eine sehr spezielle Aufgabe ist, die viel Erfahrung und Know-how erfordert – nicht nur über die Bodenbeschaffenheit und Verdichtungsarten sondern auch über die zu verwendenden Maschinen.

Kompakte Erdbaumaschinen
Wenn Platz Mangelware ist 1
Wenn Platz Mangelware ist
Mit Minibaggern lassen sich kleinere Bauvorhaben auch unter engen Platzverhältnissen umsetzen
Wenn Platz Mangelware ist 1

Nicht alle Geräte auf dem Bau sind groß und furchteinflößend. Vielmehr ist die wohl am meisten verwendete Baumaschinenart weltweit eher kompakt gebaut: Der Minibagger zeichnet sich durch seine geringen Abmessungen aus und findet auf kleineren Baustellen im Bereich des Erdbaus oder des GaLaBaus Verwendung. Die leichten Vertreter dieser Baumaschinenart werden sogar bei Sanierungsarbeiten von Gebäuden und Anlagen verwendet, weil sie durch jede Tür passen. Alles in allem ist der Minibagger eine flexibel einsetzbare Maschine, die dank zahlreicher verfügbarer Anbauwerkzeuge bei kleineren Bauprojekten die mühsame und teure Handarbeit ersetzt.

Spezialtiefbau
Sinnvoll zweckentfremdet 1
Sinnvoll zweckentfremdet
Mit Anbaugeräten ausgerüstet machen Ketten- und Mobilbagger auch als Verdichtungsmaschinen eine gute Figur
Sinnvoll zweckentfremdet 1

Dass beim Bagger durch Anbauwerkzeuge das Arbeitsspektrum verbreitert werden kann, ist kein Geheimtipp mehr. Trotzdem wird diese Maschine in der Praxis immer noch weit unter ihren Möglichkeiten genutzt. Getreu dem Motto „Kann alles, aber nichts richtig“ setzten die Bauprofis im Zweifel lieber auf vollwertige Spezialgeräte, weil für Viele Multifunktionalität ohne Kompromisse schwer vorstellbar ist. Dabei gibt es Bagger-Anbauten, die in der Lage sind, das eigentliche Original-Gerät in einigen Punkten zu übertrumpfen. So wie beim Anbauverdichter, der aufgrund seiner Performance bei Investitionsentscheidungen für viele Bauunternehmer eine echte Alternative zu Stampfer, Rüttelplatte oder Walze darstellen dürfte.

Kompakte Erdbaumaschinen
Wichtige Grundlagenarbeit 1
Wichtige Grundlagenarbeit
Handgeführte Verdichter sind unverzichtbare „Brot-und-Butter-Geräte“ auf zahlreichen Baustellen
Wichtige Grundlagenarbeit 1

Kaum ein Projekt, das ohne ihre Unterstützung vonstatten geht: Die kompakten Verdichtungsgeräte fallen auf den Baustellen kaum auf, leisten aber wichtige Arbeit. Indem sie die Verdichtung von Böden, Gräben oder Asphaltflächen übernehmen, sorgen Stampfer, Rüttelplatten und kompakte Walzen dafür, dass die getane Arbeit im Tief-, Straßen- und GaLaBau auch auf lange Sicht ohne Beanstandungen bleibt. Bei makelloser Ausführung können nämlich Setzungen, Pfützen oder Risse in Asphaltbelägen ausgeschlossen werden.

Baumaschinentechnik
Regie aus der Ferne 1
Regie aus der Ferne
Durch Telematiksysteme lassen sich Baumaschineneinsätze besser kontrollieren und optimieren
Regie aus der Ferne 1

Durch den Ausfall von Anlagen und Maschinen können Industrieunternehmen große finanzielle Schäden entstehen – ein unerwarteter Defekt kann zum Stillstand der gesamten Produktionslinie führen. Auf der anderen Seite wird eine straffe Organisation der Prozesse vorausgesetzt, um eine hohe Produktivität der Anlagen zu ermöglichen. Was in der stationären Fertigung dank fest installierter Technik, durchdachter Planung und Industrie 4.0 relativ einfach zu managen ist, erweist sich bei Baumaschinen, die tagtäglich kilometerweit entfernt an wechselnden Standorten unterwegs sind, als echte Herausforderung. Abhilfe bieten Telematiksysteme, die nicht nur die Wartungsmaßnahmen besser planbar machen, sondern auch Transparenz in die Koordination von Bautechnik bringen.

Baumaschinentechnik
Hybrid- und Elektroantriebe 1
Saubermänner für die Baustelle
Baumaschinen mit Hybrid- oder Elektroantrieb
Hybrid- und Elektroantriebe 1

Lange waren sie die Sonderlinge im Sortiment der Hersteller. Doch endlich scheint ihre Stunde gekommen zu sein: Baumaschinen mit Hybrid- oder Elektroantrieben werden aufgrund des allgemeinen Trends zu mehr Nachhaltigkeit immer interessanter für deutsche Bauunternehmen. Auch wenn die Verkaufszahlen noch nicht durch die Decke gehen, sind sich die Experten in den F & E Abteilungen einig, dass der Wendepunkt bei alternativen Antrieben in der Branche kurz bevorsteht. Die aktuell verfügbaren Lösungen sind nicht nur sauberer und leiser: auch betriebswirtschaftlich werden sie für die Unternehmer immer attraktiver.

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Hilti Unboxed 2025 1
Vom Hersteller zum Systempartner
Hilti stärkt das Nuron-Ökosystem und präsentiert sich als Problemlösungsanbieter
Hilti Unboxed 2025 1

Mit Hilti Unboxed 2025 hat der liechtensteinische Werkzeughersteller ausgewählten Pressevertretern und Social-Media-Creators einen exklusiven Einblick in die deutsche Hauptverwaltung in Kaufering gewährt. Dort, wo sich die zentrale Entwicklungsgesellschaft sowie ein Produktionsstandort befinden, präsentierte Hilti über mehrere Tage hinweg neue Produkte, die auf der Nuron-Technologie basieren und nun sukzessive in den Markt eingeführt werden. An themenspezifisch aufgebauten Stationen konnten Meinungsbildner und Influencer aus aller Welt die Neuheiten selbst ausprobieren und auf Herz und Nieren testen. Unser Fazit: Hilti hat den Puls der Branche genau im Blick – und zeigt sich gut gerüstet für die digitale Zukunft.

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b2b 11 25
Vom Grabwerkzeug zum Alleskönner
Moderne Anbaugeräte machen aus dem Bagger einen multifunktionalen Leistungsträger
b2b 11 25

Mit dem passenden Anbaugerät wird aus jedem Bagger ein vielseitiger Alleskönner. Statt nur zu graben, kann er heben, schneiden, fräsen, verdichten oder sogar bohren – und das in unterschiedlichsten Einsatzbereichen vom Erd- und Leitungsbau bis hin zu Abbruch und Recycling. Die Vielfalt an Werkzeugen wächst stetig – ebenso wie das Bewusstsein der Anwender, dass in einem Bagger weit mehr Potenzial steckt, als man auf den ersten Blick vermutet. Die Hersteller haben diese Entwicklung längst erkannt und bieten heute eine nahezu grenzenlose Auswahl an hydraulischen und mechanischen Anbaugeräten, die sich flexibel je nach Maschinengröße und Aufgabe kombinieren lassen. Der Grundgedanke dahinter ist klar: Ein Bagger, der mehrere Arbeitsschritte übernehmen kann, spart nicht nur Maschinen und Personal, sondern auch wertvolle Zeit und Logistikaufwand auf der Baustelle.

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Stihl
Zukunftsfähig in Krisenzeiten
Stihl meistert Akku-Transformation und Standort-Herausforderungen
Stihl

Sehr ambitioniert waren die Ziele des Geräteherstellers Stihl nach dem ersten Corona-Jahr. Verständlich: Während viele Branchen unter massiven Einbrüchen litten, erlebte Stihl einen regelrechten Nachfrageboom, weil zahlreiche Menschen in der Pandemie verstärkt in Haus und Garten investierten. Die damals angepeilten 8 Mrd. Euro Jahresumsatz erwiesen sich jedoch im weiteren Verlauf der Krisenjahre als nicht erreichbar. Trotz der wirtschaftlichen Turbulenzen der vergangenen Jahre zeigte sich Stihl bemerkenswert widerstandsfähig und behauptete seine starke Marktposition. Aktuelle Unsicherheitsfaktoren wie Zölle, geopolitische Spannungen und eine verhaltene Konsumstimmung dämpfen allerdings die Erwartungen. Um auch künftig erfolgreich zu bleiben, setzt das Unternehmen konsequent auf Akkutechnologie, Innovationskraft und die bewährte Qualität seiner Produkte „Made in Waiblingen“.

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Develon
Rad statt Raupe
Durch Tempo und Vielseitigkeit werden Mobilbagger zum bevorzugten Gerät im städtischen Raum
Develon

Effizienz ist heute auf Baustellen mehr als nur ein Schlagwort – sie ist entscheidend für Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit. In einer Zeit, in der Termine immer enger und Budgets knapper werden, rücken leistungsstarke, flexible Maschinen in den Fokus. Dazu gehören zweifelsohne die Mobilbagger: Diese typisch deutsche Baumaschinenart verbindet hohe Fahrgeschwindigkeit mit starker Performance und punktet bei Projekten, die kurze Reaktionszeiten und häufige Ortswechsel erfordern. Doch was können die Mobilen wirklich – und wo stoßen sie an ihre Grenzen? Der folgende Beitrag beleuchtet die Stärken, Einsatzmöglichkeiten und technischen Entwicklungen dieser vielseitigen Baumaschinen und zeigt, warum sie im modernen Baualltag oft die Nase vorn haben.

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JCB
Vom ersten Spatenstich bis zur Pflege
Kompakte Alleskönner für enge Gärten und große Flächen erleichtern den Arbeitsalltag im GaLaBau
JCB

Die Garten- und Landschaftsbauer sind wahre Allrounder für alles, was draußen wächst, steht, läuft oder fließt – vom ersten Spatenstich bis zur dauerhaften Pflege. Sie planen und gestalten Parks, Gärten und Außenanlagen, entwickeln Ideen und setzen diese fachgerecht um. Zum Repertoire gehören der Bau von Wegen, Terrassen, Einfahrten und Plätzen ebenso wie die Errichtung von Stützmauern, Zäunen oder Carports. Auch die Installation von Bewässerungssystemen und Außenbeleuchtung zählt zu ihren Aufgaben. Nach Abschluss der Bauarbeiten sorgen sie zudem für die fachgerechte Pflege und Instandhaltung der Anlagen. Für all diese Tätigkeiten setzen GaLaBauer auf kompakte, leistungsfähige Maschinen, die den Arbeitsalltag deutlich erleichtern.

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Volvo CE 1
Härtetest unter Realbedingungen
Volvo CE und Projektpartner leisten mit vollelektrischem Rückbau Pionierarbeit
Volvo CE 1

In Erlangen bewegt sich was – und das im großen Stil. Im Süden der traditionsreichen Universitätsstadt, die seit dem Zweiten Weltkrieg vom Technologiekonzern Siemens geprägt ist, entsteht mit dem Siemens Campus Erlangen ein neuer, lebendiger Stadtteil. Auf rund 540.000 m² Fläche werden großzügige Grünanlagen, Freiflächen, Gastronomie, Einkaufsmöglichkeiten und Services das Gelände zu einem modernen Arbeits- und Lebensraum machen. Auch im Westen der Stadt herrscht rege Bautätigkeit. Auf dem Areal des Siemens-Standorts F80, westlich des Main-Donau-Kanals, entsteht ein High-Tech-Campus für Entwicklung und Fertigung. Besonders bemerkenswert: Beim Rückbau der alten Produktionsgebäude werden ausschließlich elektrische Baumaschinen eingesetzt.

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Hilti 1
Leistungsstark, sicher, digital
Nuron-Innovationen von Hilti
Hilti 1

Mit zwei neuen Akku-Trennschleifern und einem leistungsstarken Akku-Kernbohrgerät auf Basis der Nuron-Plattform bringt Hilti frischen Schwung in die Welt der kabellosen Elektrowerkzeuge. Die neuen Geräte vereinen starke Leistung mit erweiterten Sicherheitsfunktionen, verbesserter Ergonomie und digitaler Intelligenz – und sollen laut Hilti benzin- oder netzbetriebenen Lösungen in nichts nachstehen. Bei unserem Besuch auf dem bauma-Stand zeigte der liechtensteinische Werkzeughersteller die neuen Akku-Geräte im Praxiseinsatz und präsentierte u. a.  auch den bewährten Jaibot – einen semi-autonomen Bohrroboter, der auf Baustellen mit hohem Bohrvolumen für hohe Produktivität sorgt.

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Mall Schwammstadt
Die Stadt als Schwamm
Experten über die Wege zur klimaresilienten Infrastruktur
Mall Schwammstadt

Die Auswirkungen des Klimawandels werden auch in Deutschland immer deutlicher sichtbar. Extreme Hitzeperioden wechseln sich mit Starkregenereignissen ab – mit spürbaren Folgen für die Anforderungen an das Bauen in urbanen Räumen. Eine klimaresiliente Stadtplanung ist daher unerlässlich. Für deren Umsetzung stehen heute zahlreiche praxistaugliche Lösungen zur Verfügung. Im Mittelpunkt einer Presseveranstaltung des Regenwasserbewirtschaftungsspezialisten Mall, die im Mai in Berlin stattfand, stand daher der neue Blick auf den Umgang mit Regenwasser.