Funke-Besuch in Hamm-Uentrop: Nachhaltigkeit, Praxisnähe und Digitalisierung im Fokus

Innovationen für den Tiefbau von morgen

Funke Kunststoffe GmbH

Kontakt:
Siegenbeckstraße 15
59071 Hamm
Deutschland

Online:

Bericht teilen?

Boßeln verloren, fachlich gewonnen: Beim Journalisten-Stammtisch von Funke Kunststoffe gab es in Hamm-Uentrop jede Menge Innovationen zu entdecken. Im Fokus standen nachhaltige Kanalrohrsysteme, neue Montagekonzepte und digitale Werkzeuge für die Regenwasserbewirtschaftung. Deutlich wurde dabei, dass Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit im Tiefbau längst kein Widerspruch mehr sein müssen. Viele der vorgestellten Entwicklungen zielen darauf ab, den Arbeitsalltag auf der Baustelle spürbar zu erleichtern.

Der alljährliche Journalisten-Stammtisch von Funke Kunststoffe bietet eine ideale Gelegenheit, die Innovationskraft des westfälischen Familienunternehmens aus nächster Nähe kennenzulernen. Auch in diesem Jahr gab es in Hamm-Uentrop wieder zahlreiche Neuheiten zu entdecken. Zwar blieb das Journalisten-Team beim traditionellen Boßeln gegen die erfahrenen Gastgeber chancenlos, dafür entschädigten spannende Einblicke in aktuelle Entwicklungen rund um Kanalrohr- und Schachtsysteme sowie die Regenwasserbewirtschaftung. Nur wenige Wochen nach der IFAT gewährte Funke einen umfassenden Einblick in Branchentrends und die eigene Produktentwicklung.

Ressourcenschonung am Bau

Die Kreislaufwirtschaft gewinnt in der Baubranche zunehmend an Bedeutung. Schließlich werden hier enorme Mengen an Rohstoffen eingesetzt und zugleich große Mengen an Bau- und Abbruchabfällen erzeugt – bei Sanierungen genauso wie bei Rückbauprojekten. Mit rund 198,8 Mio. t entfiel im Jahr 2023 mehr als die Hälfte des gesamten Brutto-Abfallaufkommens in Deutschland auf die Abfallgruppe „Bau- und Abbruchabfälle“. Umso wichtiger sind die Wiederverwendung von Baustoffen, rückbaufreundliche Konstruktionen und ressourcenschonende Bauweisen. Sie tragen dazu bei, CO2-Emissionen langfristig zu reduzieren und gleichzeitig die Abhängigkeit von Primärrohstoffen sowie angespannten Lieferketten zu verringern.

Diese Ziele verfolgt auch Funke bei der Entwicklung neuer Produkte und der Optimierung der eigenen Unternehmensprozesse. „Aus Sicht von Funke gibt es zwei Stellschrauben, an denen wir im Zuge unserer Dekarbonisierung ansetzen können“, erklärt Dr. Tobias Westhues, Forschungs- und Entwicklungsingenieur bei Funke. „Zum einen den Corporate Carbon Footprint (CCF), also die Klimabilanz unseres Unternehmens, und zum anderen den Product Carbon Footprint (PCF), der die Treibhausgasemissionen eines Produkts über seinen gesamten Lebenszyklus beschreibt.“

Den CO2-Fußabdruck des Unternehmens konnte Funke seit Einführung des Energiemanagementsystems nach ISO 50001 innerhalb von elf Jahren um 88 % reduzieren. Dazu trägt u. a. die vollständige Umstellung auf Ökostrom bei. Zudem werden der Fuhrpark und die Flurförderzeuge schrittweise elektrifiziert. Auch bei den eigenen Produkten setzt das Unternehmen auf Nachhaltigkeit: Durch den Einsatz von sortenreinem PVC-U lassen sich die Rohrsysteme mehrfach recyceln, während moderne Produktionsverfahren im Werk Materialverluste und Abfälle auf ein Minimum reduzieren.

Mit innovativen Produkten C02-Fußabdruck senken

Ein gutes Beispiel für einen optimierten Product Carbon Footprint (PCF) ist das Funke-Kanalrohrsystem Pipe2Pipe. Das durchgängige System vom Hausanschluss bis zum Sammler besteht zu gleichen Teilen aus PVC-U-Rezyklat und mit Ökostrom produziertem PVC-U. Dadurch lässt sich der CO2-Fußabdruck gegenüber konventionellen HS-Kanalrohren um rund 50 % reduzieren. Gleichzeitig bleiben Stabilität, Sicherheit und Verlegeeigenschaften auf gewohnt hohem Niveau – bei Qualität und Lebensdauer müssen Anwender keine Kompromisse eingehen. 

Noch einen Schritt weiter geht das Unternehmen mit dem Plant2Pipe-System, das vollständig aus bio-attributed PVC-U hergestellt wird. Dabei werden pflanzliche Rohstoffe verwendet, die das Erdöl ersetzen. Dadurch sinkt der CO2-Fußabdruck gegenüber konventionellen Produkten um rund 80 %. Bauunternehmen können ihre projektspezifischen Emissionen somit bereits durch die Wahl des Rohrsystems deutlich reduzieren. Darüber hinaus fertigt Funke sämtliche Hausanschlüsse aus 100 % bio-attributed PVC-U.

Nach Unternehmensangaben wurden seit 2024 durch den Einsatz der klimaoptimierten Kanalrohre bereits rund 750 t CO2e gegenüber der Verwendung von fossilem PVC-U-Neumaterial eingespart. Zur Einordnung dieser Größenordnung verweist Funke auf einen Vergleich aus der Natur: Eine Buche benötigt rund 80 Jahre, um insgesamt etwa eine Tonne CO2 zu binden – das entspricht lediglich rund 12,5 kg pro Jahr. Die Zahlen verdeutlichen, welchen Beitrag materialseitige Innovationen zur Dekarbonisierung der Bauwirtschaft leisten können.

Wie groß dieses Potenzial auch bei einzelnen Projekten ist, erläutert Dr. Westhues anhand eines fiktiven Neubaugebiets mit 110 Bauplätzen. Für die Schmutz- und Regenwasserentwässerung werden dabei rund 5 km Rohrleitungen mit einer Gesamtmasse von etwa 70 t sowie rund 2.500 Formteile mit weiteren 4 t Material angesetzt. Würde das Projekt mit dem Kanalrohrsystem Funke Pipe2Pipe umgesetzt, ließen sich gegenüber einem HS-Kanalrohrsystem aus dem Jahr 2015 rund 75 t CO2e einsparen – eine Reduzierung des Product Carbon Footprint um etwa 50 %. Beim Einsatz des Plant2Pipe-Systems erhöht sich die Einsparung sogar auf rund 120 t CO2e. Das entspricht einer Verringerung des produktbezogenen CO2-Fußabdrucks um etwa 80 %.

VPS-Anschluss der neuen Generation

Funke entwickelt nicht nur nachhaltige Rohrsysteme, sondern auch Lösungen, die den Arbeitsalltag auf der Baustelle spürbar erleichtern. Schließlich profitieren Verarbeiter vor allem von Produkten, die sich schnell, einfach und fehlerfrei montieren lassen. Genau hier setzt der auf der IFAT vorgestellte VPS Turbo an. Der Anschluss für die seitliche Einbindung von Hausanschlussleitungen in Hauptrohre wurde gegenüber der Vorgängerversion konstruktiv überarbeitet, um den Montageaufwand deutlich zu reduzieren.

„Unser Ziel war es, den Einbau der Hausanschlussleitung zu vereinfachen und so zu gestalten, dass Montagefehler weitgehend ausgeschlossen werden können“, erklärt Rudolf Töws, Leiter Technik bei Funke Kunststoffe. Während beim bisherigen VPS-Anschluss für die fachgerechte Montage ein Drehmomentschlüssel erforderlich war, genügt beim VPS Turbo ein handelsüblicher Akku-Bohrschrauber mit 19er Steckschlüssel. „Reißt die obere Schraube beim Eindrehen ab, ist das erforderliche Anzugsmoment erreicht“, erläutert Töws.

Damit erhält das ausführende Unternehmen gleichzeitig eine einfache optische Kontrolle über die korrekte Montage. Der optimale Anpressdruck der Dichtung ist sichergestellt, wodurch sowohl die Dichtheit als auch die mechanische Belastbarkeit des Anschlusses zuverlässig gewährleistet werden.

Der VPS Turbo DN/OD 160 eignet sich für Rohrwanddicken ab 7 mm bis hin zu nahezu beliebigen Wandstärken und kann in Hauptrohre der Nennweiten DN 300 bis DN 2400 eingebunden werden. Herzstück der Konstruktion ist ein flexibler Dichtkragen, der sich dreidimensional an die Bohrlochkante des Hauptrohres anpasst und dadurch entlang der Rohrkrümmung gleichmäßig anliegt. Zusammen mit der speziell entwickelten Dichtung unterhalb des Dichtkragens entsteht ein dauerhaft form- und kraftschlüssiger Anschluss.

Digitale Unterstützung für die Regenwasserplanung

Pünktlich zur IFAT hat Funke außerdem den AquaFlowManager vorgestellt – ein digitales Planungstool für moderne Konzepte der Regenwasserbewirtschaftung. Die Software unterstützt Fachplaner und Ingenieure dabei, hydrologische und hydraulische Zusammenhänge frühzeitig und zuverlässig in ihre Planungen einzubeziehen. Anhand von Parametern wie angeschlossener Fläche, Bodenbeschaffenheit oder Regenspende berechnet das Programm automatisch Abflussmengen, erforderliche Speichervolumina und Drosselabflüsse. Das schafft Planungssicherheit, spart Zeit und reduziert das Risiko von Fehldimensionierungen.

Der AquaFlowManager soll zugleich die technische Kundenberatung des Unternehmens entlasten – allerdings nicht, indem er sie ersetzt. „Wir glauben nicht, dass wir mit dem Programm weniger Arbeit haben werden. Vielmehr erreichen wir damit den Kunden, der auch abends oder am Wochenende noch im Büro sitzt und innerhalb kürzester Zeit praktikable Lösungsvorschläge und fertige Ausschreibungstexte für sein Projekt haben will“, erklärt Töws. Darüber hinaus ermöglicht die Software eine erste Kostenschätzung für die benötigte Anlage.

Die Resonanz auf den AquaFlowManager fällt nach Angaben des Unternehmens bislang durchweg positiv aus. „Ende April haben wir die Software in einem Live-Stream vor rund 500 Teilnehmern vorgestellt und direkt im Anschluss die ersten Anmeldungen erhalten“, berichtet Töws. Täglich kämen weitere Nutzer hinzu. Bereits wenige Wochen nach dem Marktstart verzeichne die Plattform mehr als 200 registrierte Anwender, knapp 1.000 berechnete Projekte sowie die ersten daraus entstandenen Aufträge. „Wir sind zufrieden“, fasst Töws zusammen.

Lösung für zugfeste Verbindungen

Mit dem KlemmTrac bietet Funke eine Lösung, um Steckverbindungen im HS-Kanalrohrsystem längskraftschlüssig und dauerhaft zugfest auszuführen. Entwickelt wurde das System ursprünglich für JGS-Anlagen (Jauche-, Gülle- und Silagesickersaftanlagen), bei denen aufgrund des hohen Gefährdungspotenzials für das Grundwasser strenge bauliche und technische Anforderungen gelten. „Bei solchen Anlagen dürfen sich die Verbindungen nicht wieder lösen. Da Klebeverbindungen keine hundertprozentige Sicherheit bieten und Schweißverbindungen einen höheren Aufwand sowie speziell geschultes Personal erfordern, wollen wir mit KlemmTrac eine gleichwertige und zugleich einfachere Lösung anbieten“, erklärt Töws.

Das System besteht aus zwei Halbschalen aus schlagzähem PVC-U. Integrierte Haltekrallen – jeweils drei pro Halbschale – greifen beim Anziehen formschlüssig in die Rohroberfläche ein und gewährleisten eine hohe Auszugsicherheit über die gesamte Einstecktiefe. KlemmTrac ist aktuell in den Nennweiten DN/OD 110, 160 und 200 verfügbar und ermöglicht nun auch im Kanalbau längskraftschlüssige Rohrverbindungen. „Gegenüber geschweißten Verbindungen bietet KlemmTrac einen entscheidenden Vorteil: Selbst wenn sich das Rohrleitungssystem geringfügig auseinanderzieht, bleibt die Verbindung dicht“, so Töws.

Im Tiefbau bietet das System insbesondere bei Steil- und Gefällestrecken sowie in setzungsgefährdeten Böden zusätzliche Sicherheit und Stabilität. Weitere Einsatzmöglichkeiten sieht Funke in Wasserschutzzonen, da hier durch den Einsatz von KlemmTrac die Intervalle für vorgeschriebene Überprüfungen von Rohrsystemen verlängert werden können.

Neue Sickermulde spart Arbeitsschritte

Die Regenwasserbehandlung gehört bei Funke längst zum etablierten Produktportfolio: Seit mehr als 20 Jahren bietet der Hersteller mit dem D-Rainclean-System Lösungen für die Behandlung von Oberflächenabflüssen an. Neu hinzugekommen ist nun eine Sickermulde, die die Reinigung des Niederschlagswassers mit einer kontrollierten Ableitung kombiniert. „Ist eine Versickerung vor Ort nicht möglich oder zulässig – etwa aufgrund kontaminierter oder schlecht versickerungsfähiger Böden –, muss das Wasser auch nach der Behandlung sauber abgeleitet werden. Dafür haben wir die D-Rainclean Sickermulde FE Collect entwickelt“, erklärt Töws. Typische Einsatzbereiche sind Verkehrsflächen, Parkplätze sowie Hof- und Dachflächen.  

Die Sickermulde FE ist mit werkseitig vorgefertigten Betonfundamenten ausgestattet, die eine schnelle, sichere und witterungsunabhängige Montage ermöglichen. Neben den seitlichen und unteren Fundamentelementen verfügt das System über eine integrierte Halbrohrschale DN 300. Diese ermöglicht den gezielten Abtransport des gereinigten Niederschlagswassers über entsprechende Anschlusselemente.

Während die FE Collect bereits auf der IFAT vorgestellt wurde, arbeitet Funke bereits an einer weiteren Sickermulden-Variante mit zusätzlichem Montagevorteil. „Die neue Ausführung ist werkseitig bereits mit einem integrierten Bordstein versehen“, erläutert Töws. „Das nachträgliche Einbetonieren des Bordsteins nach der Installation der Sickermulde sowie der Einbau des dazwischenliegenden Läufersteins entfallen damit auf der Baustelle. Durch die Komplettlösung kann sich der Bauunternehmer zwei Arbeitsschritte sparen.“ Neben der höheren Einbaugeschwindigkeit soll die neue Ausführung auch eine gleichbleibend hohe Qualität der Bauausführung sicherstellen.

Zahlreiche Produktoptimierungen

Im Rahmen seiner Präsentation stellte der Funke-Chef-Techniker zudem mehrere Weiterentwicklungen bestehender Produkte vor. So überträgt der Hersteller seine bewährte farbliche Kennzeichnung der HS-Kanalrohrsysteme – Blau für Regenwasser sowie Braun für Schmutz- und Mischwasser – künftig auch auf den Schachtbereich. Auf Wunsch erhalten Kunden die begehbaren Schächte DN 800 und DN 1000 nun mit entsprechend farblich gestalteten Gerinnen beziehungsweise Bermen. Dadurch lässt sich bereits beim Blick in den Schacht erkennen, welchem Entwässerungssystem die Anlage zugeordnet ist.

Für die D-Rainclean-Sickermulde bietet Funke außerdem eine neu entwickelte, Pkw-befahrbare Abdeckung der Klasse B aus faserverstärktem Kunststoff an. Im Vergleich zu herkömmlichen Gussabdeckungen reduziert das geringere Gewicht den Montageaufwand und erleichtert die Handhabung auf der Baustelle – ohne Abstriche bei der erforderlichen Stabilität. 

bpz meint: Der Journalisten-Stammtisch von Funke Kunststoffe hat gezeigt, dass nachhaltige Lösungen im Tiefbau zunehmend mit praktischen Vorteilen für die Baustelle verbunden werden. Ob CO2-reduzierte Rohrsysteme, montagefreundliche Anschlusslösungen oder digitale Werkzeuge für die Regenwasserplanung – viele der vorgestellten Entwicklungen zielen darauf ab, Ressourcen zu schonen und gleichzeitig Prozesse effizienter zu gestalten. Besonders deutlich wurde, dass Klimaschutz nicht allein über politische Vorgaben, sondern auch über konkrete Produktentscheidungen und optimierte Bauabläufe vorangetrieben werden kann.

Weiter Informationen: 

www.funkegruppe.de

 

(Autor: Paul Deder)

Weitere Produkte des Herstellers Funke Kunststoffe GmbH:

Baustoffe Tief-, GaLa- und Straßenbau
Funke 1
Innovationen für den Tiefbau von morgen
Funke-Besuch in Hamm-Uentrop: Nachhaltigkeit, Praxisnähe und Digitalisierung im Fokus
Funke 1

Boßeln verloren, fachlich gewonnen: Beim Journalisten-Stammtisch von Funke Kunststoffe gab es in Hamm-Uentrop jede Menge Innovationen zu entdecken. Im Fokus standen nachhaltige Kanalrohrsysteme, neue Montagekonzepte und digitale Werkzeuge für die Regenwasserbewirtschaftung. Deutlich wurde dabei, dass Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit im Tiefbau längst kein Widerspruch mehr sein müssen. Viele der vorgestellten Entwicklungen zielen darauf ab, den Arbeitsalltag auf der Baustelle spürbar zu erleichtern.

Baustoffe Tief-, GaLa- und Straßenbau
Funke
Systeme für Entwässerung
Funke: VPS Turbo / UrbanClean Filter
Funke

Auf ihrem Messestand zeigt die Funke Kunststoffe GmbH, wie Infrastruktur heute funktioniert: vernetzt, durchdacht, praxisnah und systemorientiert. Im Fokus stehen innovative Lösungen aus den Bereichen Regenwasserbewirtschaftung, Hausanschlüsse, Rohrverbindungen, Schachtabstürze und Bodenbefestigung. Stellvertretend zu nennen sind der Funke VPS Turbo, mit dem sich Hausanschlüsse nachträglich herstellen lassen, sowie der UrbanClean Filter, der ein breites Spektrum an Schadstoffen aus dem urbanen Raum zurückhält.

Baustoffe Tief-, GaLa- und Straßenbau
Funke
Platzsparende Abwassertechnik
Funke-Lösungen bei innerörtlicher Kanalsanierung
Funke

Im Ansbacher Stadtteil Meinhardswinden ersetzte die Abwasserentsorgung Ansbach AöR ein in die Jahre gekommenes Kanalnetz durch ein modernes, modifiziertes Mischsystem. Besondere Herausforderungen stellten dabei die beengten Platzverhältnisse im Straßenraum sowie die geringe Distanz zwischen Misch- und Fremdwasserkanal dar. Um beide Leitungen trotz enger Baugräben dauerhaft und betriebssicher zu führen, kamen kompakte Rohr- und Schachtlösungen aus Kunststoff zum Einsatz.

Baustoffe Tief-, GaLa- und Straßenbau
Funke
Ressourcenschonender Kanalbau
Klimafreundlichere Rohrsysteme für zukunftsfähige Infrastruktur
Funke

Lange Zeit bestanden Regen- und Abwasserrohre überwiegend aus Beton, Steinzeug oder Guss. Heute werden diese traditionellen Werkstoffe zunehmend durch Kunststoffe wie PVC-U ersetzt. Das harte PVC überzeugt im Tiefbau durch hohe Korrosions- und Chemikalienbeständigkeit, Langlebigkeit sowie mechanische Robustheit. Sein geringes Gewicht erleichtert zudem Transport und Handhabung auf der Baustelle. Da dieser Kunststoff jedoch zu 43 % aus Erdöl besteht,  rücken nachhaltigere Alternativen immer stärker in den Fokus. Als führender Hersteller von PVC-U-Tiefbaulösungen bietet Funke daher umweltbewussten Kunden inzwischen auch ressourcenschonende Produktvarianten an.   

Baustoffe Tief-, GaLa- und Straßenbau
78 24 Funke
Systemlösungen für die Infrastruktur
Funke Kunststoffe zeigt Neues und Bewährtes auf der IFAT
78 24 Funke

Auf der IFAT 2024 hat die Funke Kunststoffe neue zukunftsweisende und bedarfsgerechte Systemlösungen für ein modernes Wassermanagement und für eine nachhaltige Kanalinfrastruktur präsentiert – allesamt entwickelt im Austausch mit den Netzbetreibern und Planern sowie den Anwendern vor Ort auf den Baustellen.

Baustoffe Tief-, GaLa- und Straßenbau
Mit Hilfe des VPC-Delta-Rings können unterschiedliche Rohrwerkstoffe mit unterschiedlichen Nennweiten sohlengleich verbunden werden. (Bild: Funke Kunststoffe)
Alle Abwasserrohre versatzfrei verbinden
Funke Kunststoffe: VPC-Delta-Ring
Mit Hilfe des VPC-Delta-Rings können unterschiedliche Rohrwerkstoffe mit unterschiedlichen Nennweiten sohlengleich verbunden werden. (Bild: Funke Kunststoffe)

Egal, ob ein vorhandener Rohrstrang aufdimensioniert oder ob ein überdimensionierter Hauptkanal verkleinert werden muss – Kanalsanierungen mit Nennweitenwechsel sind für Tiefbauer keine Seltenheit. Häufig liegen sogar zwei oder mehr Nennweiten zwischen dem Altbestand und dem neu anzuschließenden Hauptkanal. Wenn die Rohre dann noch aus unterschiedlichen Werkstoffen mit bauartbedingt stark abweichenden Außendurchmessern bestehen, war es bislang schwierig, für die Verbindung eine technisch ausgereifte und zuverlässige Lösung zu finden. Mit dem VPC-Delta-Ring von Funke Kunststoffe soll die Suche nun der Vergangenheit angehören.

Baustoffe Tief-, GaLa- und Straßenbau
78 23 Funke 1
Problemlöser für den Tiefbau
Funke Kunststoffe zeigt Neues für Kanalbau und Entwässerung und spricht über wichtige Themen der Branche
78 23 Funke 1

Früher bestanden die Abwasser- und Regenwasserleitungen hauptsächlich aus den Werkstoffen Beton, Steinzeug oder Gusseisen. In den letzten 30 Jahren haben sich in den Leitungsnetzen Rohre aus Kunststoff etabliert. Einer der führenden Hersteller für solche Produkte ist die Funke Gruppe aus Hamm. Im Rahmen einer Werksbesichtigung sprachen wir mit dem Management-Team nicht nur über die Vorteile des Werkstoffs PVC-U und die neuesten Produkte des Unternehmens, sondern auch über die Verantwortung eines Herstellers von Kunststofflösungen für Trendthemen wie Umweltschutz und Nachhaltigkeit.

Baustoffe Tief-, GaLa- und Straßenbau
Funke 1
Effektive Entwässerung
Dezentrale Behandlung und Versickerung von belastetem Niederschlagswasser in einem Dachauer Neubaugebiet
Funke 1

München platzt aus allen Nähten, was auch die Kommunen im Speckgürtel der bayerischen Landeshauptstadt als Wohnort immer beliebter macht. Dazu gehört auch Dachau – eine große Kreisstadt im gleichnamigen oberbayerischen Landkreis, die 20 km nordwestlich von München liegt. Um der Nachfrage nach Wohnraum entgegenzukommen, wird in Dachau derzeit das Gebiet Augustenfeld-Mitte mit Platz für 500 neue Wohneinheiten erschlossen. Damit das Regenwasser von den Straßenflächen im Neubaugebiet in unbedenklichem Zustand ins Grundwasser gelangen kann, setzen die Planer insgesamt 780 m D-Rainclean-Sickermulden von Funke ein.

Baustoffe Tief-, GaLa- und Straßenbau
Im System gelöst 1
Im System gelöst
Professionelles Entwässerungskonzept bei der Erschließung eines Wohngebiets in Schwanau
Im System gelöst 1

Im Ortsteil Allmannsweier in der südbadischen Gemeinde Schwanau entsteht derzeit ein neues Wohngebiet. Auf einem 2,67 ha großen Areal werden 23 Einfamilien- und vier Mehrfamilienhäuser gebaut, die insgesamt 180 Einwohnern Platz bieten sollen. Bei der Planung lag ein besonderer Fokus auf dem hohen Grundwasserstand, auf Höhendifferenzen zwischen dem Sammler und den Hausanschlussleitungen sowie auf einer zuverlässigen Behandlung und Versickerung von belasteten Oberflächenabflüssen. Die Systeme für die hohen entwässerungstechnischen Anforderungen kamen von der Funke Kunststoffe GmbH.

Weitere Produkte aus der Kategorie bpz Highlights:

bpz Highlights
Holp 1
Mehr Platz für neue Ideen
Zum 25-jährigen Jubiläum weiht Holp neues Firmengebäude ein und stellt die Weichen für weiteres Wachstum
Holp 1

Vom 19. bis 21. Juni zeigte das Thermometer in Fornsbach bei Murrhardt mehr als 30 °C im Schatten – beste Voraussetzungen also für ein Festwochenende mit kühlen Getränken, guter Stimmung und gleich zwei Anlässen zum Feiern. Holp beging sein 25-jähriges Firmenjubiläum und weihte zugleich den neuen Firmensitz ein, der genügend Platz für die weitere Entwicklung des Maschinenbauers bieten soll. Den Auftakt machte am Freitag eine Veranstaltung mit Händlern, Geschäftspartnern und Vertretern der Fachpresse. Bei einer persönlichen Führung gewährte Geschäftsführer Günter Holp Einblicke hinter die Kulissen und nahm die Gäste mit auf eine Reise durch die Unternehmensgeschichte. Dabei wurde schnell klar: Der Weg des schwäbischen Tüftlers war alles andere als geradlinig – am Ende aber eine echte Erfolgsgeschichte.

bpz Highlights
Walzen 1
Hightech für tragfähige Böden
Moderne Walzen verbinden hohe Leistung mit digitalen Assistenzsystemen und emissionsfreien Antrieben
Walzen 1

Die Bodenverdichtung ist seit der Sesshaftwerdung des Menschen von zentraler Bedeutung. Bereits die alten Römer entwickelten sich zu Meistern des Straßenbaus und wussten, dass ein tragfähiger Untergrund entscheidend ist, damit Verkehrswege den hohen Belastungen durch Karren und marschierende Legionen standhalten. Der Straßenkörper wurde in mehreren Schichten aufgebaut, wobei jede Lage mit schweren Handrammen und steinernen Walzen verdichtet wurde. Im Jahr 2026 haben sich Materialien und Technologien in der Flächenbefestigung grundlegend weiterentwickelt. Unverändert geblieben ist jedoch die große Bedeutung der Verdichtung bei der Vorbereitung des Untergrunds für eine hohe Tragfähigkeit. An die Stelle der Handarbeit ist die motorisierte Verdichtung getreten, bei der Walzen und Walzenzüge für die Bearbeitung großer Flächen heute nahezu alternativlos sind.  

bpz Highlights
Stihl 1
Neuer Standard für Profis
Stihl und Kärcher starten mit dem ALLPRO-System markenübergreifende Akku-Allianz
Stihl 1

Zwei Innovationstreiber bündeln ihre Kräfte: Kärcher und Stihl haben am 2. Juli in Winnenden ihre gemeinsame Akku-Allianz vorgestellt. Ziel der Partnerschaft:  ein markenübergreifender, leistungsstarker und zukunftssicherer Akkustandard für professionelle Anwendungen. Herzstück bildet das von Stihl entwickelte ALLPRO-System, das künftig in Profi-Geräten beider Hersteller eingesetzt wird. Anwender profitieren von höherer Flexibilität, geringerer Komplexität und einer durchgängigen Energieplattform über unterschiedliche Einsatzbereiche hinweg.

bpz Highlights
Galabau
Impulse für die grüne Branche
GaLaBau 2026 startet mit neuen Formaten in Nürnberg
Galabau

Die GaLaBau 2026 findet vom 15. bis 18. September in Nürnberg statt und vereint rund 1.100 Aussteller auf 14 Hallen sowie Aktionsflächen im Freigelände – begleitet von einem vielfältigen Rahmenprogramm und neuen Formaten. Im Fokus von Europas führender Fachmesse für Garten- und Landschaftsbau stehen Vernetzung, praxisnahe Erlebnisse und frische Impulse für die grüne Branche. Mit Highlights wie dem Grün-Blauen Pfad, der E-Mobility Area und dem Landschaftsgärtner-Cup wird der Branchentreff in Nürnberg zum gesetzten Event für alle, die die Zukunft des grünen Sektors aktiv gestalten wollen.

bpz Highlights
Steinexpo 1
Steinexpo als Taktgeber der Branche
Messechef Dominik Rese im bpz-Interview
Steinexpo 1

Die steinexpo 2026 steht trotz angespannter Rahmenbedingungen in der Rohstoff- und Baustoffindustrie vor einem vielversprechenden Start. Im bpz-Interview spricht der Messechef Dominik Rese über die aktuelle Stimmung der Branche, die Entwicklung der Ausstellerzahlen und die Erwartungen an die Besucherresonanz. Außerdem geht es um die besonderen Live-Demonstrationen im Steinbruch, neue Showkonzepte und die wichtigsten Technologietrends der Messe. Deutlich wird: Die steinexpo bleibt eine zentrale Plattform für Praxis, Austausch und Innovation.

bpz Highlights
Zeppelin 1
Marktposition gestärkt, Zukunftsfelder ausgebaut
Zeppelin will mit Technik und Strategie weiter wachsen
Zeppelin 1

Am 15. April öffnete Zeppelin seinen Standort in Garching für Pressevertreter, um im Rahmen des Medientags 2026 einen umfassenden Einblick in die Geschäftsentwicklung sowie die strategische Ausrichtung des Unternehmens zu geben. Neben der Vorstellung der Finanzergebnisse für das Jahr 2025 standen aktuelle Markttrends, technologische Entwicklungen und künftige Handlungsfelder im Fokus der Veranstaltung. Dabei wurde deutlich, wie das Unternehmen auf ein herausforderndes wirtschaftliches Umfeld reagiert und gleichzeitig die Weichen für weiteres Wachstum stellt. Im Mittelpunkt standen zudem konkrete Lösungen und Innovationen, mit denen Zeppelin den steigenden Anforderungen der Branche begegnen will.

bpz Highlights
Kobelco 1
Von Lelystad aus in die Zukunft
Kobelco baut Europa-Strategie mit neuer Zentrale aus
Kobelco 1

Kobelco Construction Machinery Europe (KCME) hat seinen europäischen Hauptsitz neu aufgestellt – ein Schritt, der vor allem dem kontinuierlichen Wachstum des Unternehmens, dem Ausbau des Händlernetzwerks sowie steigenden Anforderungen an Service, Logistik und Schulung geschuldet ist. Im Rahmen eines Pressetages stellte Kobelco den neuen Komplex im niederländischen Lelystad offiziell vor und nutzte die Gelegenheit, um Einblicke in die strategische Entwicklung in Europa zu geben. Neben der Rolle des Standorts als zentrale Drehscheibe für Vertrieb, Service und Training standen dabei auch aktuelle Marktentwicklungen, technologische Innovationen sowie Produktneuheiten im Fokus.

bpz Highlights
Hyundai 1
Quantensprung dank Elektrohydraulik
Hyundai bringt 2026 elf neue Maschinen auf den Markt
Hyundai 1

Von einer Baukrise will Hyundai-Produktmanager Peter Sebold im Interview mit der bpz nichts wissen. Sein Unternehmen präsentierte denn auch vor internationalen Journalisten in der Europa-Zentrale im belgischen Tessenderlo gleich elf neue Baumaschinen, die 2026 auf den europäischen Markt kommen. Im Fokus stand vor allem die neue Generation von Kettenbaggern, die dank Elektrohydraulik mehr Möglichkeiten als bisher bieten. Sebold gewährte der bpz auch schon einen Blick ins Jahr 2027: Da will Hyundai Construction Equipment erstmals mit drei der – in Deutschland so beliebten – Kompakt-Radlader den Markt betreten.