HD Hyundai Construction Equipment Europe
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Von einer Baukrise will Hyundai-Produktmanager Peter Sebold im Interview mit der bpz nichts wissen. Sein Unternehmen präsentierte denn auch vor internationalen Journalisten in der Europa-Zentrale im belgischen Tessenderlo gleich elf neue Baumaschinen, die 2026 auf den europäischen Markt kommen. Im Fokus stand vor allem die neue Generation von Kettenbaggern, die dank Elektrohydraulik mehr Möglichkeiten als bisher bieten. Sebold gewährte der bpz auch schon einen Blick ins Jahr 2027: Da will Hyundai Construction Equipment erstmals mit drei der – in Deutschland so beliebten – Kompakt-Radlader den Markt betreten.
bpz: Herr Sebold, Hyundai hat in den vergangenen Jahren trotz Baukrise kontinuierlich neue und technologisch verbesserte Baumaschinen auf den Markt gebracht. Auch für 2026 stehen Neuheiten an. Was ist geplant?
Sebold: Ja, wir lassen uns von Konjunkturkrisen nicht beirren und bringen laufend neue Maschinen auf dem Markt. Dabei diversifizieren wir unsere Produktreihen immer weiter. Wir haben im letzten Jahr zwei Kettenbagger der neuen Generation hinzubekommen, einen Umschlagbagger und eine Planierraupe. 2026 wollen wir elf neue Maschinen auf den Markt bringen, sowohl kleine als auch große, darunter vier neue Kettenbagger, einen Mikrobagger, einen Umschlagbagger, zwei Kompaktlader, einen Kompakt-Raupenlader und einen knickgelenkten Muldenkipper, die wir alle heute vorstellen.
bpz: Besonders ins Rampenlicht stellen Sie die neuen Next-Generation-Kettenbagger, die technologisch stark aufgerüstet wurden.
Sebold: 2025 haben wir den HX360 und den HX400 mit vielen neuen Technologien auf den Markt gebracht, einen 36- und einen 40-Tonner. Nun bauen wir das Angebot mit dem HX230, dem HX260, dem HX260N und dem HX300 in die tiefere Gewichtsklasse aus. In den nächsten Jahren werden wir die komplette Kettenbagger-Baureihe sukzessive durch Next-Generation-Modelle austauschen. Der große Quantensprung, den wir mit diesen Maschinen machen, liegt in der elektrohydraulischen Steuerung. Wir haben in der Kabine keine Hydraulik mehr. Die Joysticks sind elektrisch gesteuert. Die Elektrohydraulik eröffnet uns vor allem die Möglichkeit, viele neue Funktionen zu implementieren, die bisher nur sehr teuer über externe Anbieter abgebildet werden konnten. Das kommt jetzt alles ab Werk.
Wir bieten bspw. nun ab Werk eine 2D-Maschinensteuerung mit der Möglichkeit eines Upgrades auf 3D durch externe Anbieter an. Damit kommen dann serienmäßig eine ganze Menge von smarten Funktionen, wie etwa eine Waage, die für schnelleres und präziseres Beladen sorgt. Wir bieten serienmäßig einen Grade Assist, ein Assistenzsystem zum Nivellieren, mit dem die Schaufel immer parallel zum Untergrund bleibt. Es gibt einen Lift Assist, eine Art sensorunterstützte Überlastwarneinrichtung, die dem Fahrer permanent optisch anzeigt, wo er sich mit schwer beladenem Ausleger sicher und stabil bewegen kann. Und mit der E-Boundary-Funktion kann der Fahrer Bewegungstiefe, -höhe und -weite begrenzen. Das erhöht die Sicherheit und Produktivität, z. B. im Gleisbau, wenn man Oberleitungen mitberücksichtigen muss oder beim Graben für die Verlegung von Rohren.
bpz: Was haben Sie hinsichtlich der Sicherheit verbessert?
Sebold: Wir haben ein Upgrade unseres Kamera-Monitoring-Systems durchgeführt. Das „Smart Around-View Monitor System“ besteht aus sechs Kameras, statt wie bisher aus vier, und bietet eine KI-basierte Personenerkennung. Die Next-Generation-Bagger können zudem mit KI-gestützter Radar-Objekterkennung ausgestattet werden. Das ist vor allem bei Arbeiten in der Nacht, bei Regen oder Nebel nützlich, wenn Ihnen die Kameras nichts bringen. Die drei Radare decken einen weiten Sicherheitsbereich von 180° ab. Die Systeme erkennen Personen zielsicherer und reduzieren so die vielen Warnmeldungen, die den Fahrer irritieren. Wenn sich eine Person dem Gefahrenbereich der Maschine nähert, werden die Bewegungen langsamer bis hin zum automatischen Stopp.
bpz: Die ersten beiden Next-Generation-Kettenbagger sind bereits seit etwa einem Jahr auf dem Markt. Wie ist denn das Feedback der Nutzer?
Sebold: Die elektrohydraulischen Joysticks kommen aufgrund ihres Ansprechverhaltens sehr gut bei den Fahrern an. Das liegt daran, dass sich jeder Fahrer sein Ansprechverhalten individuell einstellen kann. Er kann sich alle möglichen Funktionen auf die verschiedenen Knöpfe auf dem Joystick legen und die Einstellungen im System speichern. Dafür gibt es einen digitalen Schlüssel, auf dem bis zu fünf Fahrerprofile abgespeichert werden können. Wenn sich ein Fahrer einloggt, hat er sofort seine Einstellungen, egal wer vorher den Bagger bedient hat. Darüber hinaus kommt auch der bessere Kabinenkomfort mit mehr Platz gut bei den Fahrern an, außerdem der Premiumsitz, der nicht nur beheizbar, sondern auch kühlbar ist.
bpz: Mit den beiden Kompaktladern HS80V und HS120V sowie dem Kompakt-Raupenlader HT100V betreten Sie ein für Sie neues Marktsegment. Warum haben Sie sich für Kompaktlader anstatt der besonders in Deutschland gängigeren Kompakt-Radlader entschieden?
Sebold: Der Bereich der Kompaktlader ist nicht ganz neu für uns. Wir hatten schon mal welche in Europa bis zur Einführung der Abgasnorm EU-Stufe V. Der Grund ist schlicht die Nachfrage aus bestimmten Märkten. Das ist vor allem Italien, ganz Südeuropa und auch Osteuropa.
bpz: Macht es im Rahmen Ihrer Diversifizierungsstrategie nicht Sinn, in Zukunft in den Kompakt-Radlader-Markt einzusteigen?
Sebold: Die Antwort ist „ja“ und nicht erst in ferner Zukunft. Wir planen tatsächlich, bereits Anfang nächsten Jahres mit kompakten Radladern auf den Markt zu kommen. Es werden drei Modelle sein mit 80, 100 und 120 PS, also die in diesem Bereich gängigen Maschinengrößen. Damit reagieren wir auf die Anforderungen unserer Handelspartner, die sich dies von uns gewünscht haben, gerade in Deutschland.
bpz: Welche der neuen Maschinen würden Sie noch hervorheben wollen?
Sebold: Auf jeden Fall den 52-Tonnen-Abbruchbagger HX520A HRD, den wir in Zusammenarbeit mit einem Partner, dem niederländischen Abbruchspezialisten STC, entwickelt haben. Der High-Reach-Bagger hat eine Arbeitshöhe von 27 m und eine Reichweite von 16 m. Die Maschine verfügt über ein hydraulisch verstellbares Fahrwerk, eine um 30° kippbare Kabine, die dem Fahrer eine genauere Sicht auf den Arbeitsbereich ermöglicht, sowie einen Lastmomentbegrenzer als Sicherheitsfunktion und optional ein Staubbindesystem mit Düsen an der Frontausrüstung. Dank eines modularen Schnellwechselsystems für den Ausleger kann der Bagger mit einem Verstellausleger für Erdarbeiten, einem geraden Abbruchausleger oder als Abbruchmaschine mit extrem großer Reichweite eingesetzt werden.
Am anderen Ende des Spektrums haben wir mit dem HX10AZ einen neuen Ein-Tonnen-Mikrobagger ins Portfolio aufgenommen. Im Unterschied zum Vorgängermodell ist dieser hydraulisch vorgesteuert, was bei den Fahrern sehr gut ankommt. Neu ist auch, dass alle Zylinder am Ausleger und Stiel oben montiert und die Hydraulikschläuche innen verlegt und damit besser geschützt sind. Die Maschine hat einen klappbaren ROPS-Überrollbügel. Dadurch kann sie durch schmale Einfahrten oder Standardtüren fahren, um im Innenbereich Abbruch zu machen oder im Garten hinter dem Haus zu arbeiten.
bpz: Neben den neuen Modellen hat Hyundai auch angekündigt, die Kunden im After-Sales-Geschäft besser zu bedienen. Was haben Sie da vor?
Sebold: Den After-Sales-Markt zu verstärken, ist eine unserer Kernstrategien. Dazu haben wir u. a. das „ProCare-Programm“ für Wartungsverträge entwickelt, das es in zwei Stufen – MainCare und FullCare – gibt. Das beinhaltet eine verlängerte Gewährleistung und ein Abonnement auf Austauschfilter mit bis zu vier Jahre festgeschriebenem Festpreis und automatischer Lieferung durch den Händler, wenn ein Austausch fällig ist. Außerdem kann man nach 1.000 Betriebsstunden einer Maschine eine Ölprobe machen lassen für die frühzeitige Erkennung von Problemen, was die Lebensdauer von Komponenten verlängern kann.
Wir haben darüber hinaus jetzt ein Uptime Center, das den Händlern helfen soll, Schäden an den Maschinen ihrer Kunden zu vermeiden, bevor sie entstehen. Dazu nutzen wir die Daten, die wir von Maschinen über das Telematik-System HiMate erhalten. Wir informieren die Händler, wenn wir feststellen, dass in – sagen wir – 200 Stunden ein Verschleißteil ausgetauscht werden muss. Der Händler erhält zudem Anleitung, welche Ersatzteile er benötigt und was genau zu tun ist. Das erspart ihm Fahrten zur Baustelle, um das Problem erst einmal zu diagnostizieren, und ermöglicht ihm, für den Kunden proaktiv Ausfallzeiten zu verhindern.
bpz: Sie haben 2025 die beiden Gesellschaften der Marken Hyundai und Develon unter dem Dach der HD Construction Equipment fusioniert. Beide Marken bleiben aber mit einem ähnlichen Produktportfolio und parallelen Handelsstrukturen bestehen. Wird es in Zukunft weitere Integrationsschritte geben?
Sebold: Mit der Fusion haben wir einen Status Quo erreicht, den wir beibehalten wollen. Wir bleiben also bei der Zwei-Marken-Strategie. Jede Marke behält ihr eigenes Vertriebsnetz. Das heißt nicht, dass Hyundai und Develon nicht zusammenarbeiten. Das gilt vor allem für den Bereich der Produktentwicklung, vielleicht künftig auch im After-Sales-Bereich. Die neuen Kettenbagger wurden gemeinsam entwickelt, laufen auf derselben Plattform, haben denselben Motor und dieselbe Hydraulik. Dennoch besitzen die Maschinen jeweils ihre eigene DNA. So sind die Kabinen komplett unterschiedlich und auch die jeweiligen Einstellungen unterscheiden sich.
bpz: Herr Sebold, vielen Dank für das Gespräch.
Weitere Informationen:
Von einer Baukrise will Hyundai-Produktmanager Peter Sebold im Interview mit der bpz nichts wissen. Sein Unternehmen präsentierte denn auch vor internationalen Journalisten in der Europa-Zentrale im belgischen Tessenderlo gleich elf neue Baumaschinen, die 2026 auf den europäischen Markt kommen. Im Fokus stand vor allem die neue Generation von Kettenbaggern, die dank Elektrohydraulik mehr Möglichkeiten als bisher bieten. Sebold gewährte der bpz auch schon einen Blick ins Jahr 2027: Da will Hyundai Construction Equipment erstmals mit drei der – in Deutschland so beliebten – Kompakt-Radlader den Markt betreten.
Der neue Hyundai-Raupenbagger HX800AL wurde standardmäßig speziell für große Bau- und Infrastrukturarbeiten entwickelt, etwa große Abbruchprojekte. Das 80-Tonnen-Modell ist aber auch in einer Bergbau- und Steinbruchkonfiguration lieferbar. Mit Hochdruck-Einspritzdüsen, einem Twin-Scroll-Wastegate-Turbolader und elektronischer Steuerung leistet er kraftvolle 539,1 PS (402 kW) bei nur 2.100 U/min. Die vielseitige Maschine kann mit verschiedenen Leistungs- und Arbeitsmodi an unterschiedliche Arbeitsbedingungen angepasst werden.
Die beiden knickgelenkten Hyundai-Dumper HA30A/HA45A bieten im Gelände große Vorteile, denn sie verfügen als einzige in ihrer Klasse über ein besonderes Fahrwerk mit oszillierenden Hinterachsen (Tandem-Fahrwerk). Der HA30A bietet einen Muldeninhalt von 16,8 m3, der mit Heckklappe auf 17,8 m3 steigt. Der größere HA45A bietet einen Muldeninhalt von 24,4 m3 (mit Heckklappe 26,0 m3). Eine Scherenheckklappe, Muldenheizung und extra Verschleißplatten zum Transport von abrasivem Material sind optional erhältlich.
In rasantem Tempo hat HD Hyundai seit rund zwei Jahren einen Bagger der neuen A-Serie nach dem anderen auf den Markt gebracht. Den letzten Lückenschluss zum Komplettangebot bei Mobilbaggern hat das – Anfang des Jahres von vormals Hyundai Construction Equipment in HD Hyundai unbenannte – Unternehmen jetzt mit dem Zehn-Tonnen-Modell HW100A bewerkstelligt. Dieses wurde im Mai zusammen mit zwei neuen Midi-Baggern in der Europazentrale im belgischen Tessenderlo erstmals den Journalisten präsentiert. Zudem hat Hyundai in den letzten Monaten einige neue Maßnahmen ergriffen, um seine Kunden besser und schneller zu bedienen, wie die bpz am Rande der Veranstaltung im Gespräch mit Sales & Marketing Director Hubertus Münster erfuhr.
Nach der Übernahme von Doosan Infracore im vergangenen Jahr betreibt Hyundai nun zwei Baumaschinenunternehmen nebeneinander, die sich in ihrem Produktangebot teilweise überschneiden. Dong-Youn Sohn ist als CEO der Zwischenholding Hyundai Genuine zuständig für die Ausrichtung beider Unternehmen. Im Interview mit der bpz erläutert er die Hyundai-Strategie in Sachen emissionsfreie Baumaschinen und erklärt, wie die Unternehmen gegeneinander abgegrenzt und wo Synergien erschlossen werden sollen.
Hyundai CE ergänzt seine Reihe schwerer Bau- und Erdbaumaschinen um zwei knickgelenkte Muldenkipper. Die Dumper HA30A und HA45A mit Nennnutzlasten von 28 bzw. 41 t passen optimal zu Hyun- dai‘s größeren Raupenbaggern und Radladern. Beide Maschinen sind auf die Marktsegmente der 30 und 45-Tonnen-Klassen ausgerichtet und nach dem Konzept eines permanenten Sechsradantriebs gebaut. Für eine gute Traktion in schwierigem Gelände verfügen sie über Sperrdifferentiale vorn und hinten sowie ein Längsdifferential, das sich manuell sperren lässt.
Hyundai Construction Equipment bringt im beliebten 13- bis 15-Tonnen-Segment drei EU-Stufe-V-konforme Raupenbagger der A-Serie auf den Markt. Der HX130A LCR mit verringertem Überhang, der konventionelle HX140A L und der HX145A LCR mit reduziertem Überhang werden von den neuesten Cummins-Dieselmotoren angetrieben und verfügen über eine verbesserte Hydrauliksteuerung, die eine höhere Produktivität und längere Betriebszeiten ermöglicht.
Die im Herbst 2021 von Hyundai Construction Equipment Europe angekündigte neue A-Serie von Mobilbagger ist seit Februar bei den Vertragshändlern verfügbar. Die vier Maschinen mit Betriebsgewichten von 14-23 t verfügen über schadstoffarme Cummins-Dieselmotoren der EU-Stufe V mit einem kombinierten Nachbehandlungssystem, das keine Abgasrückführung (AGR) erfordert und den Kunden eine höhere Produktivität bei geringeren Emissionen bietet.
Als Erweiterung seiner Produktpalette im Midibagger-Bereich hat Hyundai jetzt die neue HX85A Konzeptmaschine auf den europäischen Markt gebracht. Dieser Kompaktbagger der Acht- bis Neun-Tonnen-Klasse ist mit einem zweiteiligen Ausleger ausgestattet und somit für Arbeiten im urbanen Bereich prädestiniert. Das Design der Heckhaube des HX85A trägt zur Verbesserung der Stabilität der Maschine bei und optimiert gleichzeitig die Sicht nach hinten. Der Kabineninnenraum ist übersichtlich gestaltet und mit der neuesten, intuitiven Technologie ausgestattet, die dem Fahrer am Einsatzort volle Kontrolle über seine Maschine ermöglicht. Die fortschrittliche Technologie entlastet den Bediener und verringert so während eines langen Arbeitstages die Ermüdung. Komfort und Zweckmäßigkeit für den Bediener werden auch durch die ergonomische Innenraumgestaltung und die ausgezeichnete Rundumsicht gewährleistet.
Hyundai Construction Equipment Europe (HCEE) hat den neuen HX220AL auf den Markt gebracht - eine der ersten Hyundai-Maschinen der neuen A-Serie, die Stufe V erfüllen. Mit der neuen Stufe-V-Motorplattform, einer neuen Hydraulikflussregelung, verbesserten Bedienelementen mit 2D-/3D-Maschinenführung, neuen Sicherheitsmerkmalen und verbesserter Verfügbarkeit und Produktivität soll der 22-Tonnen-Raupenbagger potenzielle Käufer beindrucken. Hyundai will mit dem Modell der Nachfrage der modernen Gesellschaft nach intelligenten und sauberen Maschinen gerecht werden, die aber dennoch robust und produktiv sind.
Hyundai Construction Equipment stellt auf der Bauma 2019 15 Produkte vor, von denen sechs Europa-Premiere haben. Die neue 1-Tonnen-Maschine HX10 A und 8,5-Tonnen-HX85A-CR-Maschine sind die lang erwarteten Ergänzungen zum Sortiment der Kompaktbagger. Die Reihe umfasst außerdem die Veröffentlichung der neuesten Modelle der Bagger und Radlader der Stage-V-Reihe: den HX85A CR, HX220A L, HX300A L und HL960A. Der neue Bagger HX900 L, der speziell für die Anforderungen der europäischen Bau- und Steinbruchindustrie entwickelt wurde, ersetzt den R800LC-9. Diese 90-Tonnen-Maschine wurde mit marktführenden Technologien entwickelt, um eine außergewöhnliche Produktivität zu erbringen. Der HX900 L ist die zweitgrößte Hyundai-Maschine des Sortiments nach dem gewaltigen 120-Tonnen- Bagger R1200-9.
Mit der HX-Serie führt Hyundai Construction Equipment Europe (HCEE) eine neu konzipierte Serie moderner ergonomischer und leistungsstarker Hydraulikbagger ein. Der Stufe IV Motor sowie ein neues Design überzeugen ebenso wie umfangreiche Neu- und Weiterentwicklungen bei Komponenten und Bedienung. Das kapazitive Touchscreen-Display wurde von 7 auf 8 Zoll vergrößert. Hier hat der Fahrer die Möglichkeit, zahlreiche Parameter in übersichtlichen und intuitiv geführten Menüpunkten einzustellen. Zwei Ansichten und drei Modi sind abrufbar. Neben Anzeigen und Schaltern lassen sich viele Einstellungen sehr einfach mit einblendbaren Schiebereglern bequem einstellen und mit minimalem Aufwand anpassen. Zusätzlich befinden sich 18 konventionelle Tasten unter dem Display zum Aktivieren von Zentralschmierung, Standgas, Arbeitsscheinwerfern etc. Das reaktionsschnelle Display ist blendfrei, vibrationsarm und es lässt sich in Neigung und Drehrichtung frei einstellen. Zusätzlich lassen sich Informationen vom Smartphone per Wifi Direkt auf das Display übertragen.
Der 120-t-Bagger wird von einem 567 kW starken Dieselmotor mit Turbolader (Hubraum 23 l) angetrieben und ist für schwere Erdarbeiten, stationäre Grabarbeiten sowie Abbrucharbeiten mit großer Reichweite konzipiert. Die Standardausrüstung umfasst Doppelsteg-Bodenplatten mit einer Breitenabmessung von 710, 800 und 900 mm. Das moderne CAPO-System (CAPO – computergestützte Leistungsoptimierung) sorgt für optimale Leistung des Motors und der beiden Hydraulikpumpen. Die verschiedenen Leistungsbetriebsarten dienen ganz bestimmten Arbeitslasten. Zudem weist das System eine automatische Drehzahlverringerung und eine Leistungsstufe auf.
Hyundai hat unlängst noch ein weiteres neues Modell in das Radladerprogramm des Unternehmens aufgenommen – den HL965. Diese neue Maschine ist mit zuverlässigen und bewährten Komponenten und Systemen von führenden OEMs präzise ausgelegt. Die robuste und zuverlässige Konstruktion sorgt für längere Einsatzzeiten, geringere Betriebskosten und mehr Produktivität. Die Baumaschinen von Hyundai sind aus Stahl höchster Güte gefertigt. Strenge Zyklusprüfungen, Wärmeprüfungen, Schwingungsprüfungen sowie Stoßbelastungsprüfungen werden im Rahmen des Konstruktions- und Fertigungsprozesses aller neuen Modelle durchgeführt, sodass optimale Haltbarkeit und Zuverlässigkeit gewährleistet sind. Der neue HL965 verfügt über ein Betriebsgewicht von 20.100 kg. Die neue Maschine bezieht ihre Leistung von dem elektronisch gesteuerten Abgasnorm Stage IV-Cummins QSL9-Dieselmotor mit einer Bruttoleistung von 200 kW (272 PS) bei 2.100 U/min.
Kernaggregat des 22-Tonnen-Baggers HX 220L ist der luftgekühlte, turboaufgeladene 4-Takt-Dieselmotor Cummins QSB6.7. Der Motor liefert 136 kW (182,6 PS) und erfüllt die Abgasnorm Stufe IV. Laut Hyundai haben die Maschinen der HX-Reihe einen gegenüber der 9A-Serie um 90 % reduzierten NOX-Ausstoß. Hyundai entschied sich dazu für eine kombinierte und bewährte Lösung aus AGR und SCR.
Die Besonderheit des Hyundai-Mobilbaggers R140W-9A ist der verbaute Cummins-Dieselmotor QSB6.7 mit wartungsfreiem Katalysator anstelle eines Dieselpartikelfilters (DPF). Mit Verstellausleger, der besonders in Deutschland stark nachgefragten Variante, und Schild-/Pratzenabstützung wiegt die Maschine einsatzfertig 15.100 kg und wechselt seinen Einsatzort mit bis zu 39 km/h.
Kobelco Construction Machinery Europe (KCME) hat seinen europäischen Hauptsitz neu aufgestellt – ein Schritt, der vor allem dem kontinuierlichen Wachstum des Unternehmens, dem Ausbau des Händlernetzwerks sowie steigenden Anforderungen an Service, Logistik und Schulung geschuldet ist. Im Rahmen eines Pressetages stellte Kobelco den neuen Komplex im niederländischen Lelystad offiziell vor und nutzte die Gelegenheit, um Einblicke in die strategische Entwicklung in Europa zu geben. Neben der Rolle des Standorts als zentrale Drehscheibe für Vertrieb, Service und Training standen dabei auch aktuelle Marktentwicklungen, technologische Innovationen sowie Produktneuheiten im Fokus.
Komatsu setzt bei seinen Hydraulikbaggern und Radladern verstärkt auf Automatisierung und digitale Assistenzsysteme, um die Arbeit auf der Baustelle einfacher und produktiver zu machen. Insbesondere mit dem neuen Kettenbagger PC220LCi-12 und seiner weiterentwickelten Maschinensteuerung iMC 3.0 lassen sich Arbeitsvorgänge stark automatisieren. Auf einem Pressetag am deutschen Produktionsstandort Hannover demonstrierte das japanische Unternehmen seine Fortschritte.
Praxis statt Prospekt: Mit den PRO DAYS hat die Robert Aebi GmbH ein Veranstaltungsformat etabliert, das Baumaschinentechnik dorthin bringt, wo sie ihren Mehrwert entfaltet – in den realen Einsatz. Mitte April lud das Unternehmen erneut auf das Areal der Kieswerke Ebenhöh ein und bot Kunden, Partnern und Interessierten die Möglichkeit, aktuelle Maschinen, Technologien und Services unter echten Baustellenbedingungen zu erleben und zu testen. Im Gespräch erläutert Geschäftsführer Armin Süß, welche Idee hinter dem Konzept steht, welche Highlights die Besucher erwarten und wie sich Markt, Technologien und die Rolle des Handels derzeit verändern.
Auf der bauma 2025 in München hat Develon mit zahlreichen Maschinen und fünf Live-Vorführungen pro Tag einem breiten Publikum gezeigt, wie die Zukunft des Bauwesens aussehen könnte. Ein Jahr später, vom 13. bis 16. April, konnten fast 900 Kunden, Händler und Vertreter der Fachmedien Develons breites Maschinenportfolio und die fortschrittlichen Technologien erneut in Aktion erleben – diesmal jedoch praxisnah im tschechischen Steinbruch Háje bei Prag. 25 Maschinen brachte der koreanische Baumaschinenhersteller nach Tschechien, darunter auch die neuen intelligenten Raupenbagger der Serie 9.
Kompakt, handgeführt und auf den ersten Blick unscheinbar – Stampfer und Rüttelplatten zählen dennoch zu den unverzichtbaren Baugeräten auf nahezu jeder Baustelle. Sie sorgen für die notwendige Verdichtung des Untergrunds und schaffen damit die Grundlage für dauerhaft tragfähige, ebene und schadensfreie Flächen. Ob im Pflasterbau, bei Asphaltarbeiten oder im Kanal- und Tiefbau: Ohne präzise Verdichtung drohen Setzungen, Risse und kostenintensive Nacharbeiten. Moderne Verdichtungstechnik verbindet heute bewährte Mechanik mit intelligenter Messtechnik und alternativen Antriebskonzepten.
Robust, sichtbar und zunehmend nachhaltig: Arbeitskleidung auf der Baustelle muss heute weit mehr leisten als nur Schutz vor Wind und Wetter. Sie soll extremen Belastungen standhalten, hohe Sicherheitsstandards erfüllen, ergonomisch sitzen und zugleich den wachsenden Anforderungen an Nachhaltigkeit gerecht werden. Welche Lösungen moderne Workwear für Hoch-, Tief- und Straßenbau bietet, welche Rolle Normen und Komfort spielen und warum Arbeitskleidung auch im Wettbewerb um Fachkräfte an Bedeutung gewinnt, darüber spricht bpz mit Andreas Bühner, Sales Director DACH beim Arbeitskleidungsspezialisten Fristads.
Es gibt sicher unangenehmere Dinge, dachte ich mir, als bei Schneematsch und Temperaturen um den Gefrierpunkt in Stuttgart für einige Tage nach Rom zu reisen – eine Stadt, die zu dieser Jahreszeit bereits mit angenehmen Temperaturen und reichlich Sonne lockt. Einen weiteren guten Grund für den Ortswechsel lieferte die jährlich stattfindende Konferenz „World of Solutions“, die sich in den vergangenen Jahren zu einer festen Größe entwickelt hat. Dort präsentierte Milwaukee Händlern und Anwendern seine neuesten Entwicklungen aus dem Geräte- und Zubehörprogramm – allerdings nicht im klassischen Messeformat, sondern praxisnah zum Anfassen und Ausprobieren. Eine Vielzahl an Innovationen auf einmal, wie man sie selbst auf großen Fachmessen kaum vermittelt bekommt.
Zum 54. Mal hat der Verband der Baubranche, Umwelt- und Maschinentechnik e.V. (VDBUM) zu seinem Großseminar eingeladen – und erneut Maßstäbe gesetzt: Mit rund 1.200 Teilnehmern verzeichnete die Veranstaltung, die vom 10. bis 13. Februar im Sauerland Stern Hotel in Willingen stattfand, einen neuen Rekord. Das große Interesse der Bauindustrie kommt nicht von ungefähr – und das trotz herausfordernder geopolitischer Rahmenbedingungen und konjunktureller Unsicherheiten. Im Gegenteil: Die Branche gewinnt spürbar an Bedeutung. Der Investitionsbedarf in die Infrastruktur ist enorm, die Bundeswehr etabliert sich zunehmend als bedeutender Bauherr, und die öffentlichen Ausgaben für Klimaneutralität, Bildungsinfrastruktur, Verkehr und Digitalisierung nehmen weiter Fahrt auf.