Kobelco Construction Machinery Europe B.V. (KCME)
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Niederlande
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Kobelco Construction Machinery Europe (KCME) hat seinen europäischen Hauptsitz neu aufgestellt – ein Schritt, der vor allem dem kontinuierlichen Wachstum des Unternehmens, dem Ausbau des Händlernetzwerks sowie steigenden Anforderungen an Service, Logistik und Schulung geschuldet ist. Im Rahmen eines Pressetages stellte Kobelco den neuen Komplex im niederländischen Lelystad offiziell vor und nutzte die Gelegenheit, um Einblicke in die strategische Entwicklung in Europa zu geben. Neben der Rolle des Standorts als zentrale Drehscheibe für Vertrieb, Service und Training standen dabei auch aktuelle Marktentwicklungen, technologische Innovationen sowie Produktneuheiten im Fokus.
Kobelco Construction Machinery ist ein zentraler Bestandteil der Kobe Steel Group – eines seit über 120 Jahren bestehenden japanischen Industriekonzerns, der eine führende Rolle in der Stahlproduktion und im Maschinenbau einnimmt und zudem als Betreiber von Kraftwerken bekannt ist. Bereits 1930 brachte Kobe Steel die erste Baumaschine Japans auf den Markt, knapp fünf Jahrzehnte später wurde „Kobelco“ als internationale Marke im Baumaschinensektor etabliert. Heute steuert das Baumaschinengeschäft rund 15,5 % zum Gesamtumsatz von Kobe Steel bei – das waren etwa 15,8 Mrd. Euro im Jahr 2024.
Kobelco Construction Machinery Europe (KCME), 2013 in den Niederlanden gegründet, verantwortet den Vertrieb und Service von Baggern und Kranen in ganz Europa – und das mit wachsendem Erfolg: Das Vertriebsnetz umfasst inzwischen mehr als 70 Händler.
Neuer Ort der Begegnung
Der bisherige Hauptsitz im niederländischen Almere stieß angesichts des kontinuierlichen Wachstums zunehmend an seine Kapazitätsgrenzen. Ein neuer, auf weiteres Wachstum ausgelegter Standort wurde daher unumgänglich. Zehn Jahre nach der Rückkehr nach Europa fiel schließlich der Startschuss für das Bauprojekt im nahegelegenen Lelystad.
Auf einem rund 30.000 m² großen Grundstück entstand dort innerhalb von nur zwei Jahren ein moderner, aus drei Hauptgebäuden bestehender Komplex mit einer Gesamtfläche von 17.500 m². Neben Büroflächen, Besprechungsräumen und einer Mitarbeiterkantine umfasst der Standort ein Technikzentrum, eine Werkstatt sowie einen Ausstellungsbereich. Ergänzt wird das Ensemble durch ein 12.000 m² großes Zentrallager, in dem Zubehör- und Ersatzteile für Kobelco-Bagger und -Krane bevorratet werden.
Am 28. Januar 2026 wurde der neue europäische Kobelco-Hauptsitz offiziell eröffnet. Takemichi Hirakawa, der Anfang 2026 planmäßig die Geschäftsführung der Kobelco-Vertriebsorganisation in Europa von seinem Vorgänger Makoto Kato übernommen hat, zeigt sich sichtlich stolz auf den neuen Standort und die damit verbundenen Möglichkeiten – etwa im Bereich Serviceunterstützung, technische Schulungen für Händler oder Produktpräsentationen für Kunden. „Unsere Kunden und Händler können unsere Maschinen hier direkt erleben und unsere Technologien noch besser kennenlernen“, betont der neue Europa-Chef. „Ich hoffe, dass möglichst viele unserer Partner diesen Standort aktiv nutzen, um Kobelco noch intensiver zu entdecken.“
Marktentwicklung in Europa
Hanns Renz, Business Director D-A-CH bei KCME, kommt im Rahmen seiner Präsentation auf die Entwicklung von Kobelco in „seiner“ Region zu sprechen. Die Aufgabe, die Marke im deutschsprachigen Raum zu etablieren, war dabei alles andere als trivial – nicht zuletzt, weil Europa aufgrund unterschiedlicher Sprachen, Mentalitäten und technischer Anforderungen als einer der anspruchsvollsten Märkte weltweit gilt.
Dennoch fanden die Kobelco-Bagger schnell Anklang bei den Kunden. Die anfangs aufgrund vermeintlicher Traglastdefizite belächelten Kurzheckbagger – ein Konzept, bei dem Kobelco als Vorreiter gilt – erwiesen sich insbesondere auf beengten Kanal- und Tiefbaustellen als leistungsfähig und produktiv. „Hier konnten wir punkten und relativ schnell Marktanteile gewinnen“, so Renz. „In gewisser Weise haben wir den Markt sogar mitgeprägt. Heute bietet praktisch jeder Hersteller ein solches Maschinenkonzept an – es ist aus dem Baualltag nicht mehr wegzudenken.“
2017 folgte die Einführung der Longfront-Abbruchbagger, die ebenfalls rasch auf eine hohe Nachfrage stießen. Dieses Segment gewinnt für Kobelco zunehmend an Bedeutung. Zwar zählen Straßenbau, Tief- und Kanalbau sowie die Vermietung weiterhin zu den wichtigsten Einsatzbereichen im Vertrieb von Kettenbaggern über 12 t. Abbruch und Recycling ist bei Baggern jedoch ein Wachstumsmarkt und inzwischen rund doppelt so stark wie das Segment Gewinnung und Bergbau.
Über die Entwicklung des Vertriebsnetzes in Deutschland äußert sich Renz positiv: In der vergangenen Dekade konnte Kobelco die Zahl seiner Händler von drei auf inzwischen acht ausbauen. Diese verfügen jeweils über mehrere Niederlassungen in ihren Regionen, wodurch die Marktabdeckung kontinuierlich verbessert wurde. Parallel dazu wurde auch das Produktportfolio deutlich erweitert. Während Kobelco zu Beginn mit acht Kurzheck- und drei konventionellen Modellen in den Markt startete, umfasst das aktuelle Baggersortiment heute 34 Modelle von 1 bis 140 t. Diese sind in zahlreichen Varianten erhältlich, etwa mit Verstellausleger oder Monoblockausleger sowie unterschiedlichen Fahrwerkskonfigurationen.
Stetiger Optimierungsprozess
Verkaufsargument Nummer eins in Gesprächen mit Händlern und Kunden ist für Renz Kobelcos Qualität „Made in Japan“. „Wir bauen langlebige und zuverlässige Maschinen – eine japanische Qualität, wie man sie auch von Toyota kennt, das bekanntlich für seine nahezu ‚unverwüstlichen‘ Fahrzeuge steht“, erklärt Renz.
Dem pflichtet auch Xenia Kolijn, General Manager Brand Marketing & Communication bei KCME, bei: „Japanische Ingenieurskunst ist von einem hohen Perfektionsanspruch geprägt – man gibt sich nie mit dem Status quo zufrieden. Stattdessen wird kontinuierlich daran gearbeitet, Produkte weiter zu verbessern. Dieser Ansatz wird in Japan als ‚Kaizen‘ bezeichnet. Am Ende sind es oft die vielen kleinen Optimierungen, die den entscheidenden Unterschied im Wettbewerb ausmachen.“
Genau diese Philosophie soll maßgeblich zur Langlebigkeit der Kobelco-Maschinen beitragen. „In Österreich waren bspw. noch Maschinen im Einsatz, die vor der Allianz zwischen CNH und Kobelco auf den Markt kamen. Diese hatten bereits über 20.000 Betriebsstunden absolviert – und liefen immer noch zuverlässig“, bemerkt Renz. Darüber hinaus gelten Kobelco-Maschinen als besonders kraftstoffeffizient: „Wir haben früh im Hybridbereich geforscht und die gewonnenen Erkenntnisse sowie Technologien konsequent in unsere Serienmaschinen integriert.“
Wie sich diese Qualität im Markt niederschlägt, zeigt ein weiteres Mal der Blick nach Österreich: Dort ist Kobelco im Segment der größeren Bagger inzwischen auf den zweiten Platz bei den Marktanteilen vorgerückt. „Österreich ist stark von Gebirgsregionen geprägt. Im Falle eines Maschinenausfalls kann es entsprechend aufwendig und zeitintensiv sein, eine Baustelle zu erreichen“, erklärt Renz. „Zuverlässigkeit und Robustheit sind daher entscheidende Faktoren – und genau hier überzeugen unsere Maschinen.“
Auch europaweit entwickelt sich Kobelco positiv und nähert sich im Minibagger-Segment einem Marktanteil von 4 % (3,7 % im Jahr 2024). Im Midi- und Heavy-Bereich ab 6 t wurde im selben Jahr mit 9,4 % sogar beinahe die zweistellige Marke erreicht. Großes Potenzial sieht Renz im Mietgeschäft, das einen erheblichen Anteil am Gesamtmarkt ausmacht. „Allerdings entscheidet im Vermietsegment häufig in erster Linie der Preis. Premiumprodukte haben es hier naturgemäß schwerer“, gesteht der Vertriebsprofi. Zudem sei der Anteil an gekauften Maschinen mit konventionellem Heck nach wie vor hoch, auch wenn Kurzheckvarianten zunehmend an Bedeutung gewinnen. Im Mini- und Midi-Segment setzt Kobelco jedoch von Beginn an konsequent auf Kurzheckmaschinen.
Fernsteuerung für Baustellen
Makoto Kato, der nach seiner Stabübergabe nun Director Solution Business Development Division bei Kobelco wurde, stellt im weiteren Verlauf der Veranstaltung eine Innovation vor, die bereits auf der bauma für große Aufmerksamkeit gesorgt hat: das Fernsteuerungssystem K-DIVE. Damit lassen sich Bagger über ein spezielles Cockpit und hochauflösende Displays in Echtzeit aus der Distanz steuern. Sowohl klassische Aushubarbeiten als auch Einsätze mit Hydraulikhämmern, Scheren, Pulverisierern oder Greifern können so zentral ausgeführt werden – ganz ohne Anwesenheit auf der Baustelle. „Der Bediener kann mehrere Maschinen an unterschiedlichen Standorten steuern“, erklärt Kato. „Nicht gleichzeitig, aber nacheinander: Sobald eine Maschine in den Leerlauf geht, wechselt der Bediener einfach zur nächsten.“ Damit trotz der räumlichen Distanz ein möglichst realistisches Arbeitsgefühl entsteht, überträgt das reaktive Cockpit Bewegungen, Neigungen, Vibrationen und Geräusche der Maschine direkt auf den Bediener. Die Verbindung zwischen Cockpit und Baustelle kann über Starlink, Glasfaser-Standleitungen oder WLAN hergestellt werden.
„Unser Fernsteuerungssystem kann dem Mangel an qualifizierten Bedienern entgegenwirken“, betont Kato. „Gerade in Japan ist es sehr schwierig, ausreichend Fachkräfte zu finden.“ Dort hat Kobelco daher bereits mehr als 40 dieser Systeme erfolgreich im Einsatz. Das Ergebnis: Inzwischen übernehmen auch Frauen sowie ehemalige Büroangestellte Aufgaben als Maschinenbediener – ohne physisch auf der Baustelle präsent sein zu müssen. Darüber hinaus eignet sich das System besonders für Einsätze in gefährlichen Umgebungen, etwa in Sperrzonen, Katastrophengebieten oder bei Abbrucharbeiten. Die Markteinführung in Europa ist laut Kato für Ende 2027 geplant.
Neues aus der Baggerwelt
Wesley Elverding, Product Marketing Manager, stellt abschließend einige Highlights aus dem Sortiment des Baggerspezialisten vor. Dazu zählt u. a. der Kurzheck-Kettenbagger SK165SRLC-7, der mit einem speziellen Schutzpaket ausgestattet ist und für anspruchsvolle Einsatzbedingungen – etwa im Abbruch oder in der Forstwirtschaft – konzipiert wurde. Die Maschine verfügt über ein verstärktes Fahrwerk mit einer Bodenfreiheit von 580 mm (ohne Planierschild), das Steigungen von bis zu 35° meistern kann. Mit einer Nennzugkraft von über 195 kN bietet sie zudem deutlich mehr Leistung als ihr Vorgänger, der SK140SRL-7.
Darüber hinaus hat Kobelco 2025 gerade Ausleger („Straight Boom“) für konventionelle Kettenbagger in das OEM-Programm aufgenommen. Diese Maschinen bieten im Vergleich zum Standard-Monoausleger eine um bis zu 25 % größere Arbeitshöhe. In Kombination mit spezifischer Abbruchausrüstung – etwa Schutzgittern, schwereren Gegengewichten oder zusätzlichen Kettenführungen ab Werk – eignen sie sich besonders für sichere und effiziente Rückbauarbeiten in mittleren Höhen.
Die von Kobelco angekündigte Modelloffensive im Abbruchsegment umfasst zudem neue Demolition-Bagger, die auf bewährten Basismaschinen aufbauen. Durch den schnellen Wechsel der Auslegerkonfiguration nach dem Kobelco-NEXT-Konzept lassen sich diese Maschinen besonders flexibel einsetzen und an unterschiedliche Einsatzanforderungen anpassen. Ein aktueller Neuzugang in der Demolition-Serie ist der rund 80 t schwere SK650DLC-11, der Werkzeuge mit bis zu 3.700 kg Gewicht aufnehmen kann.
Weitere Informationen:
www.kobelco-europe.com
(Autor: Paul Deder)
Kobelco Construction Machinery Europe (KCME) hat seinen europäischen Hauptsitz neu aufgestellt – ein Schritt, der vor allem dem kontinuierlichen Wachstum des Unternehmens, dem Ausbau des Händlernetzwerks sowie steigenden Anforderungen an Service, Logistik und Schulung geschuldet ist. Im Rahmen eines Pressetages stellte Kobelco den neuen Komplex im niederländischen Lelystad offiziell vor und nutzte die Gelegenheit, um Einblicke in die strategische Entwicklung in Europa zu geben. Neben der Rolle des Standorts als zentrale Drehscheibe für Vertrieb, Service und Training standen dabei auch aktuelle Marktentwicklungen, technologische Innovationen sowie Produktneuheiten im Fokus.
Der Kettenbagger-Spezialist Kobelco präsentiert sich auf der bauma mit über 20 Maschinen aller Größenklassen und aufwendig gestalteten Sonderschauen zu den Themen Nachhaltigkeit, Sicherheit und Innovation. Beim Line-Up der Exponate aus seinem Programm an Kettenbaggern setzt Kobelco auf großen Praxisbezug: Mit anwendungsgerechten Arbeitsausrüstungen und insbesondere mit einer Vielzahl von Anbaugeräten unterstreicht Kobelco die große Flexibilität seiner Baggertechnik.
Auf der diesjährigen GaLaBau zeigt Kobelco zahlreiche Modelle aus seinem Kompaktbagger-Programm. Insgesamt acht Exponate zwischen 1,0 und knapp 10,0 t Betriebsgewicht präsentiert der Kettenbagger-Spezialist an seinem Stand 7A-514 (Halle 7A) gemeinsam mit seinem süddeutschen Händler EMB Baumaschinen. Mit einer Vielzahl leistungsfähiger Anbaugeräte schlägt das japanische Unternehmen auch Brücken in weitere Anwendungsgebiete seiner Kompaktmodelle.
Auf der IFAT stellt der japanische Kettenbaggerspezialist Kobel- co seine Lösungen für die Rohstoffgewinnung aus Schrott und Altmetall sowie den selektiven Rückbau von Gebäudestrukturen in den Mittelpunkt seines Messeauftritts. Präsentiert werden drei Trägergeräte mit einem Gewicht zwischen 3.400 kg und 37.500 kg, wovon zwei in Zusammenarbeit mit dem Anbaugeräte-Hersteller Mantovanibenne und seinem vielseitigen Programm an Abbruch- und Schrottscheren, Pulverisierern sowie Abbruch- und Sortiergreifern vorgestellt werden.
Vor mehr als 70 Jahren gegründet, hat sich die Moosleitner-Gruppe zu einem mittelständischen Unternehmen mit über 200 Mitarbeitern entwickelt. Das in Saaldorf-Surheim ansässige Familienunternehmen ist heute vielseitig aufgestellt und spezialisiert auf sämtliche Erdbau- und Abbrucharbeiten. Es verfügt über mehrere Kieswerkgruben und Betonwerke und betreibt eigenständig oder in Partnerschaft Recycling- und Deponie-Standorte. Aufgrund dieser breiten Aufstellung ist bei der Maschinentechnik eine hohe Verfügbarkeit und Vielseitigkeit erforderlich. Seit vielen Jahren vertraut das Familienunternehmen dabei auf Kettenbagger von Kobelco.
Kurzheckbagger sind ideal für Arbeiten in Städten und Wohngebieten und erfreuen sich aufgrund der ständig steigenden Anforderungen im Straßenbau und bei der Instandhaltung von Versorgungseinrichtungen immer größerer Beliebtheit. Mit den SK230SRLC-7 und SK270SR(N)LC-7 stellt Kobelco jetzt zwei überarbeitete Modelle seiner umfangreichen SR-Serie vor. Beide Maschinen übernehmen das Performance-X-Design-Konzept des Herstellers und bieten hohe Leistung und Produktivität, eine präzise Steuerung sowie hohe Stabilität und Hubkraft auf engem Raum.
Mit zahlreichen Exponaten präsentierte Kobelco seine aktuellen Minibagger auf der zurückliegenden Demopark. Einer der Höhepunkte war die Deutschland-Premiere der neuen Modelle SK34SR-7 und SK39SR-7 in der Klasse von 3,5 bis 4,0 t Betriebsgewicht, die für einen effizienten Grab- und Anbaugeräteeinsatz optimiert wurden.
Mit den neuen Minibaggern Kobelco SK34SR-7 und SK39SR-7 präsentiert Kobelco in der Klasse von 3,5 bis 4,0 t Betriebsgewicht die Nachfolger seiner Baureihen SK30SR-6E und SK35SR-6E. Sie zeichnen sich durch stärkere Motoren, eine leistungsfähigeren Arbeits- und Fahrhydraulik und insbesondere durch einen deutlich gesteigertem Bedienkomfort aus. Dank spezifisch verstärkter Aufnahmen und Hydraulikzylindern an Auslegern und den jeweils zwei verfügbaren Stielen (SK34SR: 1,32/1,62 m; SK39SR: 1,37/1,67 m) setzen beide Modelle ihre durch hubraumstärkere Motoren gesteigerte Motorleistung (18,9 kW) unmittelbar in höhere Grab- und Reißkräfte um.
Die bauma in München war für Kobelco ein voller Erfolg: der Zuspruch für die insgesamt 25 auf dem Stand präsentierten Modelle war an allen Messetagen groß, die neuen Maschinen wurden vom Fachpublikum aus aller Welt positiv aufgenommen und auch die Messe als Plattform zum Austausch wurde ihrer Rolle gerecht. Im Rahmen eines Pressegesprächs am knapp 4.000 m2 großen Kobelco-Messestand konnte die bpz-Redaktion in Erfahrung bringen, wie der japanische Baumaschinenhersteller die Krise meistert und wie gut er für die Herausforderungen der nächsten Jahre aufgestellt ist. Makoto Kato, Geschäftsführer von Kobelco Construction Machinery Europe (KCME) und Kobelco-Vertriebsleiter D-A-CH Hanns Markus Renz standen Rede und Antwort.
Die neue Generation des Abbruchbaggers SK550DLC- 11 bringt frischen Wind für die Branche: Das neue Modell des japanischen Baumaschinenherstellers Kobelco bietet im Vergleich zum Vorgänger SK550DLC-10 eine höhere Motorleistung und überzeugt mit einer noch zuverlässigeren Auslegung bei weiter gesteigertem Bedienkomfort.
Als Marktführer für Abbruchmaschinen in Japan hat Kobelco eine jahrzehntelange Erfahrung im Bau von Kettenbaggern, die den spezifischen Herausforderungen im Rückbau mit gleichermaßen robusten wie leistungsfähigen Maschinenkonzepten begegnen. Das will das Unternehmen auch mit der neuen Generation des Kobelco SK550DLC-11 unter Beweis stellen, die jetzt am europäischen Markt eingeführt wird. Laut Kobelco Construction Machinery Europe B.V. bietet das neue Modell im Vergleich zum Vorgänger eine höhere Motorleistung und überzeugt mit einer noch zuverlässigeren Auslegung bei weiter gesteigertem Bedienkomfort.
Der neue Minibagger Kobelco SK19 kombiniert eine kompakte Bauform mit einem leistungsstarken Motor für effizienten Betrieb, gute Standfestigkeit mit idealer Gewichtsverteilung und einer durchdachten, komfortablen Kabine. Damit ist er insbesondere für kleine und enge Baustellen geeignet, wie etwa in Wohngebieten oder in verkehrsreichen Zonen. Das Modell löst den bisherigen SK18-1E ab und liefert mit größerem Motor, einem neuen Hydrauliksystem und der neu konzipierten Arbeitsausrüstung eine deutlich höhere Leistung.
30 Jahre ist es her, dass Ludwig Ellinger als erster deutscher Händler die Vertretung des Kettenbagger-Herstellers Kobelco für Bayern übernahm. Längst ist aus dem einstigen Garagenbetrieb ein erfolgreiches Unternehmen mit 70 Mitarbeitern, eigenen Niederlassungen und insgesamt 21 Servicestationen geworden, welches neben den japanischen Trägermaschinen auch Anbaulösungen für den Rückbau, Tief- und Straßenbau im Sortiment führt. Am EMB-Hauptsitz in Neukirchen bei Passau zeigte der Firmengründer den Vertretern der Fachpresse neben dem erst 2020 eröffneten „EMB-Forum“ einen breiten Querschnitt des aktuellen Kobelco-Programms.
Kobelco hat seinem Minibagger SK17SR-3E ein Update mit verschiedenen neuen Funktionen und wichtigen Designverbesserungen verpasst. So wurde die Arbeitsumgebung durch einen Deluxe-Sitz von Grammer verbessert, mehr Komfort für den Fahrer zu schaffen. Außerdem wurden Handgelenkstützen anstelle von Armlehnen integriert, um die Ermüdung des Fahrers weiter zu verringern. Alle Schalter in der Kabine sind hinterleuchtet, und am Ausleger sind standardmäßig LED-Arbeitsscheinwerfer angebracht, um für eine bessere Sicht zu sorgen.
Mehr Leistung bei geringeren Betriebskosten verspricht der Baumaschinenhersteller Kobelco zur Einführung seines 50-Tonnen-Baggers des Typs SK500LC-10. Verbesserungen an den Modellen der nunmehr 10. Generation seien vor allem an der Maschinenkonfiguration, einschließlich der Kabine mit ROPS und FOPS der Stufe II, an der Hammer-Greifer-Scherenverrohrung, der Rohrbruchsicherungen mit Überlastwarneinrichtung, der Leitung für hydraulische Schnellwechsler sowie der serienmäßig luftgefederten Sitze mit Sitzheizung vorgenommen worden, wie es heißt.
Von einer Baukrise will Hyundai-Produktmanager Peter Sebold im Interview mit der bpz nichts wissen. Sein Unternehmen präsentierte denn auch vor internationalen Journalisten in der Europa-Zentrale im belgischen Tessenderlo gleich elf neue Baumaschinen, die 2026 auf den europäischen Markt kommen. Im Fokus stand vor allem die neue Generation von Kettenbaggern, die dank Elektrohydraulik mehr Möglichkeiten als bisher bieten. Sebold gewährte der bpz auch schon einen Blick ins Jahr 2027: Da will Hyundai Construction Equipment erstmals mit drei der – in Deutschland so beliebten – Kompakt-Radlader den Markt betreten.
Komatsu setzt bei seinen Hydraulikbaggern und Radladern verstärkt auf Automatisierung und digitale Assistenzsysteme, um die Arbeit auf der Baustelle einfacher und produktiver zu machen. Insbesondere mit dem neuen Kettenbagger PC220LCi-12 und seiner weiterentwickelten Maschinensteuerung iMC 3.0 lassen sich Arbeitsvorgänge stark automatisieren. Auf einem Pressetag am deutschen Produktionsstandort Hannover demonstrierte das japanische Unternehmen seine Fortschritte.
Praxis statt Prospekt: Mit den PRO DAYS hat die Robert Aebi GmbH ein Veranstaltungsformat etabliert, das Baumaschinentechnik dorthin bringt, wo sie ihren Mehrwert entfaltet – in den realen Einsatz. Mitte April lud das Unternehmen erneut auf das Areal der Kieswerke Ebenhöh ein und bot Kunden, Partnern und Interessierten die Möglichkeit, aktuelle Maschinen, Technologien und Services unter echten Baustellenbedingungen zu erleben und zu testen. Im Gespräch erläutert Geschäftsführer Armin Süß, welche Idee hinter dem Konzept steht, welche Highlights die Besucher erwarten und wie sich Markt, Technologien und die Rolle des Handels derzeit verändern.
Auf der bauma 2025 in München hat Develon mit zahlreichen Maschinen und fünf Live-Vorführungen pro Tag einem breiten Publikum gezeigt, wie die Zukunft des Bauwesens aussehen könnte. Ein Jahr später, vom 13. bis 16. April, konnten fast 900 Kunden, Händler und Vertreter der Fachmedien Develons breites Maschinenportfolio und die fortschrittlichen Technologien erneut in Aktion erleben – diesmal jedoch praxisnah im tschechischen Steinbruch Háje bei Prag. 25 Maschinen brachte der koreanische Baumaschinenhersteller nach Tschechien, darunter auch die neuen intelligenten Raupenbagger der Serie 9.
Kompakt, handgeführt und auf den ersten Blick unscheinbar – Stampfer und Rüttelplatten zählen dennoch zu den unverzichtbaren Baugeräten auf nahezu jeder Baustelle. Sie sorgen für die notwendige Verdichtung des Untergrunds und schaffen damit die Grundlage für dauerhaft tragfähige, ebene und schadensfreie Flächen. Ob im Pflasterbau, bei Asphaltarbeiten oder im Kanal- und Tiefbau: Ohne präzise Verdichtung drohen Setzungen, Risse und kostenintensive Nacharbeiten. Moderne Verdichtungstechnik verbindet heute bewährte Mechanik mit intelligenter Messtechnik und alternativen Antriebskonzepten.
Robust, sichtbar und zunehmend nachhaltig: Arbeitskleidung auf der Baustelle muss heute weit mehr leisten als nur Schutz vor Wind und Wetter. Sie soll extremen Belastungen standhalten, hohe Sicherheitsstandards erfüllen, ergonomisch sitzen und zugleich den wachsenden Anforderungen an Nachhaltigkeit gerecht werden. Welche Lösungen moderne Workwear für Hoch-, Tief- und Straßenbau bietet, welche Rolle Normen und Komfort spielen und warum Arbeitskleidung auch im Wettbewerb um Fachkräfte an Bedeutung gewinnt, darüber spricht bpz mit Andreas Bühner, Sales Director DACH beim Arbeitskleidungsspezialisten Fristads.
Es gibt sicher unangenehmere Dinge, dachte ich mir, als bei Schneematsch und Temperaturen um den Gefrierpunkt in Stuttgart für einige Tage nach Rom zu reisen – eine Stadt, die zu dieser Jahreszeit bereits mit angenehmen Temperaturen und reichlich Sonne lockt. Einen weiteren guten Grund für den Ortswechsel lieferte die jährlich stattfindende Konferenz „World of Solutions“, die sich in den vergangenen Jahren zu einer festen Größe entwickelt hat. Dort präsentierte Milwaukee Händlern und Anwendern seine neuesten Entwicklungen aus dem Geräte- und Zubehörprogramm – allerdings nicht im klassischen Messeformat, sondern praxisnah zum Anfassen und Ausprobieren. Eine Vielzahl an Innovationen auf einmal, wie man sie selbst auf großen Fachmessen kaum vermittelt bekommt.
Zum 54. Mal hat der Verband der Baubranche, Umwelt- und Maschinentechnik e.V. (VDBUM) zu seinem Großseminar eingeladen – und erneut Maßstäbe gesetzt: Mit rund 1.200 Teilnehmern verzeichnete die Veranstaltung, die vom 10. bis 13. Februar im Sauerland Stern Hotel in Willingen stattfand, einen neuen Rekord. Das große Interesse der Bauindustrie kommt nicht von ungefähr – und das trotz herausfordernder geopolitischer Rahmenbedingungen und konjunktureller Unsicherheiten. Im Gegenteil: Die Branche gewinnt spürbar an Bedeutung. Der Investitionsbedarf in die Infrastruktur ist enorm, die Bundeswehr etabliert sich zunehmend als bedeutender Bauherr, und die öffentlichen Ausgaben für Klimaneutralität, Bildungsinfrastruktur, Verkehr und Digitalisierung nehmen weiter Fahrt auf.