VDBUM Verband der Baubranche, Umwelt- und Maschinentechnik e. V.
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Zum 54. Mal hat der Verband der Baubranche, Umwelt- und Maschinentechnik e.V. (VDBUM) zu seinem Großseminar eingeladen – und erneut Maßstäbe gesetzt: Mit rund 1.200 Teilnehmern verzeichnete die Veranstaltung, die vom 10. bis 13. Februar im Sauerland Stern Hotel in Willingen stattfand, einen neuen Rekord. Das große Interesse der Bauindustrie kommt nicht von ungefähr – und das trotz herausfordernder geopolitischer Rahmenbedingungen und konjunktureller Unsicherheiten. Im Gegenteil: Die Branche gewinnt spürbar an Bedeutung. Der Investitionsbedarf in die Infrastruktur ist enorm, die Bundeswehr etabliert sich zunehmend als bedeutender Bauherr, und die öffentlichen Ausgaben für Klimaneutralität, Bildungsinfrastruktur, Verkehr und Digitalisierung nehmen weiter Fahrt auf.
Entsprechend gilt es für die Unternehmen, bei Trends, Verfahren und innovativen Lösungen am Ball zu bleiben. Dafür bot das VDBUM-Großseminar die passende Plattform: Über 100 Aussteller präsentierten in den Räumen des Kongresshotels sowie auf den Außenflächen ihre Produkte und standen für den fachlichen Austausch bereit. Den inhaltlichen Kern bildeten etwa 50 Vorträge zu aktuellen Schlüsselthemen der Branche – von Brückenbau und Baustoffrecycling über temperaturabgesenkten Asphalt und 3D-Betondruck bis hin zu Telematik und KI auf der Baustelle.
Beim Lounge-Talk im Rahmen der Abendgala gaben Vertreter der Schwerpunktpartner Hochtief, Kiesel und Wirtgen Einblicke in ihre Vortragsthemen – und machten deutlich, wie entscheidend die Verfügbarkeit von Echtzeitdaten inzwischen ist. Hochtief-CFO Jörg Laue betonte: „Die schnelle Verfügbarkeit und Auswertung von Daten ist der Schlüssel – für effizientere Prozesse im Projekt und letztlich für die Zukunftsfähigkeit unserer Unternehmen.“ Wie groß der Handlungsdruck ist, verdeutlichte Laue anhand eines Praxisbeispiels: Nach einem Arbeitsunfall auf einer Datacenter-Baustelle in Australien verlangte ein Kunde bereits am nächsten Tag von einer polnischen Niederlassung des Unternehmens konkrete Erkenntnisse und Maßnahmen. „So schnell waren wir noch nicht – unser Team in Polen wusste zu diesem Zeitpunkt nichts davon“, so Laue. Der Vorfall zeige, wie wichtig es sei, dass alle Projektbeteiligten zeitnah auf relevante Daten zugreifen können, um Prozesse kontinuierlich zu verbessern.
Sein Fazit fiel entsprechend klar aus: „Wenn wir nicht schnell genug sind, werden wir nicht mehr als Partner wahrgenommen.“ Gerade internationale Auftraggeber stellten höchste Anforderungen an Termintreue, Qualität und Sicherheit.
Ausbau der Lebensadern
Ein zentrales Highlight der Veranstaltung war die Podiumsdiskussion, die traditionell am zweiten Seminartag den Auftakt zur Vortragsreihe bildet. Unter dem Leitthema „Brücken bauen – Zukunft gestalten“ diskutierten Oberst i. G. Stefan Gruhn (Kompetenzzentrum Baumanagement Düsseldorf der Bundeswehr), Michael Gutzeit (Director HVDC Projects bei TransnetBW), Prof. Dr. Christian Lippold (Leiter Planung, Bau & Innovation bei Die Autobahn GmbH des Bundes), Dieter Schnittjer (VDBUM-Vorstandsmitglied) sowie Jörg Laue.
Moderatorin Alexandra von Lingen lenkte den Fokus gleich zu Beginn auf ein Thema, das Politik, Gesellschaft und Bauindustrie gleichermaßen bewegt: die Energiewende. Für die Branche ist sie längst mehr als ein politisches Ziel – sie ist ein zentraler Treiber für Aufträge und Investitionen auf Jahre hinaus. Ein Schlüsselprojekt in diesem Kontext ist SuedLink, das als Rückgrat der künftigen Stromversorgung gilt.
Für TransnetBW-Bereichsleiter Michael Gutzeit ist die im Bau befindliche Gleichstromtrasse ein „entscheidender Baustein für das Gelingen der Energiewende“. Ursprünglich sollte das Projekt bereits 2022 fertiggestellt sein, aktuell wird das Jahr 2028 angepeilt. Die Frage nach einer weiteren Verzögerung im Stil klassischer deutscher Großprojekte lag damit nahe. Gutzeit relativierte: „SuedLink war zunächst als Freileitung geplant und wurde später auf Erdkabel umgestellt. Das bedeutete, große Teile der Planung neu aufzusetzen.“ Vor allem die langwierigen Planungs- und Genehmigungsprozesse hätten das Projekt ausgebremst. „Allein die Genehmigungsphase hat sich über 12 Jahre gezogen – ursprünglich waren dafür einmal zwölf Monate vorgesehen“, so Gutzeit. Dies zeige deutlich, wie herausfordernd es in Deutschland sei, große Infrastrukturvorhaben zügig zur Baureife zu bringen. Trotzdem überwiegt inzwischen der Optimismus: „Wir sind mittlerweile in allen Baulosen im Bau und verfügen über das notwendige Baurecht“, betonte Gutzeit.
Bauprogramm auf die Straße bringen
Dass Deutschland durchaus schneller und entschlossener handeln kann, zeigt ein Blick auf die zweite zentrale Lebensader des Landes – das Autobahnnetz. Mit der Gründung der Autobahn GmbH des Bundes wurden zum 1. Januar 2021 schrittweise sämtliche Aufgaben – von Planung und Bau über Finanzierung bis hin zum Betrieb – von den Ländern in Bundesverantwortung überführt. Prof. Dr. Christian Lippold, Leiter des Geschäftsbereichs Planung, Bau und Innovation, zeigt sich mit dem bisher Erreichten entsprechend zufrieden: „Wir haben in kürzester Zeit – und unter den Bedingungen der Corona-Pandemie – aus 16 Auftragsverwaltungen ein schlagkräftiges Unternehmen geformt und arbeitsfähig gemacht. Bereits im ersten Jahr konnten wir ein Bauvolumen von rund 5 Mrd. Euro realisieren.“
Dieses Volumen sei in den Folgejahren kontinuierlich gesteigert worden. Gleichzeitig wachse jedoch auch das Aufgabenspektrum deutlich. Neben der Sicherstellung der Verfügbarkeit des bestehenden Netzes rücken weitere Herausforderungen in den Fokus: „Wir müssen uns intensiv um die Brücken und ihre Schnittstellen kümmern, ebenso um die Rastanlagen“, so Lippold. „Gleichzeitig kommen neue Themen hinzu – von Schnellladeinfrastruktur bis zu erneuerbaren Energien. Auch hier stehen wir als Bundesunternehmen in der Verantwortung und bauen entsprechende Kompetenzen gezielt auf.“
Bundeswehr als Auftraggeber
Als Nächster ergriff Oberst i. G. Stefan Gruhn vom Kompetenzzentrum Baumanagement Düsseldorf das Wort, eines von sieben entsprechenden Zentren der Bundeswehr. Für die Branche ist er ein wichtiger Ansprechpartner: Seit der ausgerufenen Zeitenwende und dem damit verbundenen Sondervermögen entwickelt sich die Bundeswehr zu einem bedeutenden Auftraggeber. Denn für die angestrebte Verteidigungsfähigkeit benötigt Deutschland nicht nur moderne Ausrüstung, sondern auch eine leistungsfähige militärische Infrastruktur. Entsprechend klar formulierte Gruhn die Erwartungen an die Bauwirtschaft: „Wir brauchen eine zeit- und bedarfsgerechte Umsetzung unserer Projekte.“ Dabei gehe es nicht allein um Geschwindigkeit: „Qualität ist ebenso entscheidend – wir können uns keine Ausführung mit späterem Nachbesserungsbedarf leisten.“
Ein oft unterschätzter, aber zentraler Punkt sei zudem die Dokumentation: „Die Betriebsdokumentation für die technische Gebäudeausstattung muss rechtzeitig vorliegen, damit wir die Liegenschaften überhaupt übernehmen können.“ Gruhn räumte ein, dass es sich dabei um eine eher ungeliebte Aufgabe handele, appellierte jedoch an die Unternehmen, die Baudokumentation parallel zum Baufortschritt zu erstellen. Gleichzeitig mahnte er, auch das Thema Sicherheit ernst zu nehmen – insbesondere im Umgang mit sensiblen Bauunterlagen.
Aus Sicht eines potenziellen Auftragnehmers ordnete Jörg Laue die Forderungen ein. Grundsätzlich sei eine Beschleunigung von Bauprozessen möglich, betonte er, verwies jedoch auf die Komplexität der Abläufe: „Wir müssen immer den gesamten Bauprozess betrachten – mit vielen beteiligten Akteuren.“ Entscheidend seien daher geeignete Rahmenbedingungen: „Wir brauchen intelligente Vertragsmodelle, die das Miteinander auf der Baustelle regeln. Gemeinsame Datenmodelle und eine partnerschaftliche Zusammenarbeit sind dabei zentral.“ Im internationalen Vergleich habe Deutschland insbesondere bei der transparenten Kommunikation noch Aufholbedarf.
Moderatorin Alexandra von Lingen zog daraus ein prägnantes Zwischenfazit: Die Auftraggeber formulieren klare Erwartungen, die Bauunternehmen stehen in der Umsetzungspflicht – und die Technik soll die notwendige Beschleunigung ermöglichen. Damit richtet sich der Blick auf die Branche selbst.
Dieter Schnittjer, VDBUM-Vorstandsmitglied, machte die Rolle des Verbands deutlich: „Wir unterstützen dabei, die passende Maschinentechnik für konkrete Anwendungen zu identifizieren und qualifizieren die Mitarbeiter in den Unternehmen entsprechend.“ Ziel sei es letztlich, die Effizienz auf den Baustellen zu steigern – ein zentraler Hebel dafür sei die konsequente Digitalisierung der Prozesse.
Von Einzelkämpfern zum Orchester
An dieser Stelle brachte Moderatorin Alexandra von Lingen das Thema Building Information Modeling (BIM) in die Runde – als gemeinsames, durchgängiges Datenmodell statt isolierter Einzelpläne. Für Prof. Lippold markierte die Einführung von BIM einen tiefgreifenden Wandel: „Das ist kein kleiner Schritt, sondern eher der Sprung vom analogen Arbeiten mit Stift und Papier hin zu einer vollständig digitalen Arbeitswelt.“ Entsprechend handele es sich um einen langfristigen Transformationsprozess, der allen Beteiligten viel abverlange. „Wir wollen hier eine führende Rolle einnehmen und treiben die Einführung von BIM im Unternehmen konsequent voran.“ Dabei arbeite man eng mit der DEGES zusammen, die über umfangreiche Erfahrung in diesem Bereich verfügt. Um die neuen Planungsmethoden nachhaltig zu verankern, wurden zudem ein zentrales BIM-Team sowie entsprechende Leitstellen in den Niederlassungen aufgebaut.
Bei TransnetBW ist man nach eigenen Angaben bereits einen Schritt weiter. „Ein Projekt in der Größenordnung von SuedLink ist ohne durchgängige Digitalisierung nicht realisierbar – wir arbeiten vollständig digital“, erklärte Gutzeit. Das betreffe sämtliche Phasen – von der Planung über Abrechnung, Vertragsmanagement und Reporting bis hin zur Dokumentation, den Materialflüssen und der Steuerung der mittlerweile rund 500 km langen Baustelle. „Trotzdem sind wir noch nicht am Ziel“, so Gutzeit. Auch auf Auftragnehmerseite sieht er die Branche gut aufgestellt. Ein entscheidender Faktor sei die bewusste Auswahl der Partner: „Wir entscheiden uns nicht für den günstigsten Anbieter, sondern für den besten.“ Gesucht seien Unternehmen, die eigene Ideen einbringen und gemeinsam Lösungen entwickeln. „Bei Projekten dieser Komplexität funktioniert es nur, wenn wir Probleme partnerschaftlich angehen.“ Einige Unternehmen übernähmen dabei bereits eine Vorreiterrolle und trieben Innovationen aktiv voran. Entscheidend sei eine Zusammenarbeit „auf Augenhöhe“ zwischen Auftraggebern und Ausführenden.
Auch Hochtief ist beim Thema BIM weit fortgeschritten und bündelt entsprechende Kompetenzen in einer spezialisierten Konzerneinheit. CFO Jörg Laue sieht Deutschland insgesamt auf einem guten Weg: „Ob Planung, Ausführung oder Auftraggeberseite – bei der Digitalisierung kommen wir voran.“ Gleichzeitig betonte er die Bedeutung einer offenen Fehlerkultur: „Wenn wir gemeinsam an einem Projektziel arbeiten wollen, brauchen wir mehr Transparenz – und die Bereitschaft, Fehler zuzulassen.“ Gerade im Zusammenspiel über gemeinsame Datenmodelle hinweg sei dies ein entscheidender Faktor für mehr Effizienz und Geschwindigkeit.
Bei der Bundeswehr steht die Einführung von BIM dagegen noch am Anfang. „Die strategische Bedeutung ist erkannt, und es gibt einen Masterplan“, erklärte Oberst Gruhn. Gleichzeitig befinde man sich – ebenso wie viele Landesverwaltungen – noch in einer frühen Phase der Umsetzung. Sein Ziel sei jedoch klar: „In meinem Verantwortungsbereich werden wir BIM konsequent vorantreiben.“
Nahtloser Datenaustausch
Wie sich Maschinen sinnvoll in den BIM-Prozess integrieren lassen, erläuterte erneut VDBUM-Geschäftsführer Schnittjer. Dabei stellte er zunächst klar: „BIM ist kein Produkt, das man einfach kaufen und installieren kann – es ist eine Methode, auf die sich alle Beteiligten einlassen müssen.“
Ein zentraler Baustein sei die Einbindung vernetzter Maschinentechnik in die digitalen Prozesse. „Dafür brauchen wir jedoch absolute Datenzuverlässigkeit“, betonte Schnittjer. In der Praxis sei das allerdings alles andere als selbstverständlich – insbesondere aufgrund heterogener Mischflotten und oft inkompatibler Schnittstellen. Als Lösungsansatz verwies er auf den sogenannten SiteRouter, eine herstellerunabhängige Datendrehscheibe für die digitale Baustelle. Diese vernetzt Maschinen, Sensoren und Software zu einem durchgängigen Ökosystem – unabhängig vom jeweiligen Hersteller. „So lassen sich Telemetrie-, Positions- und Prozessdaten automatisiert übertragen und die Datenqualität für Dokumentation und Auswertung deutlich verbessern.“
Michael Gutzeit unterstrich diesen Punkt aus Auftraggebersicht: „Keine IT-Lösung der Welt kann schlechte Eingangsdaten kompensieren.“ Eine der größten Herausforderungen in der digitalen Projektsteuerung bestehe daher darin, alle Beteiligten zur konsequenten und korrekten Dateneingabe zu bewegen. „Sonst gilt am Ende: Shit in, shit out.“
VDBUM-Förderpreis
Dass es der Branche nicht an Ideen und innovativen Lösungen mangelt, zeigte sich nicht nur in der Podiumsdiskussion und auf der begleitenden Ausstellung. Auch die vor Ort präsentierten Einreichungen zur 13. Auflage des VDBUM-Förderpreises verdeutlichten das hohe Innovationspotenzial. Aus einer Rekordzahl von 53 Bewerbungen setzten sich Dynapac, Abaut und die Bauhaus-Universität Weimar durch und wurden im Rahmen des Großseminars ausgezeichnet.
In der Kategorie „Entwicklungen aus der Industrie“ gewann Dynapac mit dem Elektro-Großfertiger SD25 80C e. Herzstück der Maschine ist eine Elektrifizierung der zweiten Generation mit einem Gesamtwirkungsgrad von über 65 %. In Praxistests wurde eine Einbauleistung des Fertigers von bis zu 900 t pro Akkuladung nachgewiesen. Je nach Einsatzbedingungen soll das Batteriesystem eine Betriebsdauer von acht bis zehn Stunden ermöglichen.
In der Kategorie „Innovationen aus der Praxis“ kürten die Seminarteilnehmer per eVoting die „nächste Generation der Telematik“ der Abaut GmbH zum Sieger. Die entwickelte Technologie kombiniert KI mit Maschinenumfelderkennung und ermöglicht es, Ursachen für hohe Stillstandzeiten und erhöhten Kraftstoffverbrauch bei mobilen Maschinen auf Baustellen und in Rohstoffbetrieben zu identifizieren.
Die Kategorie „Projekte aus Universitäten und Hochschulen“ entschied Claudia Föllmer von der Bauhaus-Universität Weimar mit ihrer Masterarbeit „Road2Go: GST digital“ für sich. Darin analysiert sie systematisch die Schwachstellen des zentralen deutschen Genehmigungssystems VEMAGS – einschließlich föderaler Unterschiede – und entwickelt darauf aufbauend eine praxisorientierte Digitalisierungsroadmap.
bpz meint: Das VDBUM-Großseminar zeigt eine Branche im Wandel: weg vom reinen Ausführer, hin zum vernetzten, datengetriebenen Partner für zentrale Infrastrukturaufgaben. Der steigende Investitionsbedarf trifft auf wachsende Anforderungen an Tempo, Qualität und Transparenz. Entscheidend dafür sind durchgängige Digitalisierung, verlässliche Daten und neue Formen der Zusammenarbeit. Klar ist: Die Zukunft des Bauens entsteht im Zusammenspiel aller Beteiligten – partnerschaftlich, vernetzt und effizient.
Weitere Informationen:
(Autor: Paul Deder)
Zum 54. Mal hat der Verband der Baubranche, Umwelt- und Maschinentechnik e.V. (VDBUM) zu seinem Großseminar eingeladen – und erneut Maßstäbe gesetzt: Mit rund 1.200 Teilnehmern verzeichnete die Veranstaltung, die vom 10. bis 13. Februar im Sauerland Stern Hotel in Willingen stattfand, einen neuen Rekord. Das große Interesse der Bauindustrie kommt nicht von ungefähr – und das trotz herausfordernder geopolitischer Rahmenbedingungen und konjunktureller Unsicherheiten. Im Gegenteil: Die Branche gewinnt spürbar an Bedeutung. Der Investitionsbedarf in die Infrastruktur ist enorm, die Bundeswehr etabliert sich zunehmend als bedeutender Bauherr, und die öffentlichen Ausgaben für Klimaneutralität, Bildungsinfrastruktur, Verkehr und Digitalisierung nehmen weiter Fahrt auf.
Kompakt, handgeführt und auf den ersten Blick unscheinbar – Stampfer und Rüttelplatten zählen dennoch zu den unverzichtbaren Baugeräten auf nahezu jeder Baustelle. Sie sorgen für die notwendige Verdichtung des Untergrunds und schaffen damit die Grundlage für dauerhaft tragfähige, ebene und schadensfreie Flächen. Ob im Pflasterbau, bei Asphaltarbeiten oder im Kanal- und Tiefbau: Ohne präzise Verdichtung drohen Setzungen, Risse und kostenintensive Nacharbeiten. Moderne Verdichtungstechnik verbindet heute bewährte Mechanik mit intelligenter Messtechnik und alternativen Antriebskonzepten.
Robust, sichtbar und zunehmend nachhaltig: Arbeitskleidung auf der Baustelle muss heute weit mehr leisten als nur Schutz vor Wind und Wetter. Sie soll extremen Belastungen standhalten, hohe Sicherheitsstandards erfüllen, ergonomisch sitzen und zugleich den wachsenden Anforderungen an Nachhaltigkeit gerecht werden. Welche Lösungen moderne Workwear für Hoch-, Tief- und Straßenbau bietet, welche Rolle Normen und Komfort spielen und warum Arbeitskleidung auch im Wettbewerb um Fachkräfte an Bedeutung gewinnt, darüber spricht bpz mit Andreas Bühner, Sales Director DACH beim Arbeitskleidungsspezialisten Fristads.
Es gibt sicher unangenehmere Dinge, dachte ich mir, als bei Schneematsch und Temperaturen um den Gefrierpunkt in Stuttgart für einige Tage nach Rom zu reisen – eine Stadt, die zu dieser Jahreszeit bereits mit angenehmen Temperaturen und reichlich Sonne lockt. Einen weiteren guten Grund für den Ortswechsel lieferte die jährlich stattfindende Konferenz „World of Solutions“, die sich in den vergangenen Jahren zu einer festen Größe entwickelt hat. Dort präsentierte Milwaukee Händlern und Anwendern seine neuesten Entwicklungen aus dem Geräte- und Zubehörprogramm – allerdings nicht im klassischen Messeformat, sondern praxisnah zum Anfassen und Ausprobieren. Eine Vielzahl an Innovationen auf einmal, wie man sie selbst auf großen Fachmessen kaum vermittelt bekommt.
Seit 55 Jahren steht Atlas Weyhausen für Radladertechnik mit Charakter – geprägt von unternehmerischem Mut, technischem Know-how und dem festen Willen zur Eigenständigkeit. Was als Familienunternehmen begann, hat sich über Jahrzehnte zu einem international anerkannten Spezialisten entwickelt. Zum Jubiläum blickt Geschäftsführer Marc Bockelmann nicht nur auf einen langen und erfolgreichen Weg zurück, sondern richtet den Blick entschlossen nach vorn. Im Gespräch mit bpz spricht er über prägende Meilensteine der Unternehmensgeschichte, den Anspruch, Technologietreiber zu bleiben, und darüber, wie ein Mittelständler auch künftig eine aktive Rolle im internationalen Wettbewerb spielen will.
Für deutsche Bauprofis steht dieses Unternehmen wie kaum ein anderes als Synonym und als einer der zentralen Pioniere des modernen Gerüstbaus: Das unmittelbar nach Kriegsende im baden-württembergischen Eibensbach gegründete Unternehmen Wilhelm Layher revolutionierte 1965 mit dem Blitz Gerüst als Steckrahmen-Systemgerüst die Branche. Neun Jahre später setzte Layher mit der Entwicklung des Allround Gerüstes als Modulsystem für komplexe Konstruktionen ein weiteres Ausrufezeichen. Auch 60 Jahre später zählt das Unternehmen weiterhin zu den Innovationstreibern der Branche – inzwischen ebenso im Bereich des digitalen Bauens. Bei einem Besuch in der Unternehmenszentrale haben wir uns die aktuellen digitalen Angebote von Layher genauer angeschaut.
Sie sind weithin sichtbar und gelten als Symbol für Fortschritt: Wo obendrehende Turmdrehkrane in den Himmel ragen, entstehen große Bauprojekte – von Brücken und Industrieanlagen bis hin zu umfangreichen Gebäudekomplexen inmitten urbaner Zentren. Derzeit jedoch hinterlässt die rückläufige Bauproduktion in Deutschland und Europa deutliche Spuren: Die Aktivität auf den Baustellen nimmt ab, und entsprechend verzeichnen Kranhersteller sinkende Umsatzzahlen. Trotz dieser kurzfristigen Dämpfer bleibt der Markt für Turmdrehkrane ein Zukunftsfeld. Urbanisierung, wachsende Infrastrukturbedarfe und steigende Investitionen in moderne Bauvorhaben sorgen mittel- und langfristig für stabile Nachfrage. Sobald die Baukonjunktur wieder anzieht, sind Turmdrehkrane für zahlreiche Projekte unverzichtbar – nicht zuletzt aufgrund der kontinuierlichen Innovationsarbeit der weltweit führenden Hersteller.
Mit Hilti Unboxed 2025 hat der liechtensteinische Werkzeughersteller ausgewählten Pressevertretern und Social-Media-Creators einen exklusiven Einblick in die deutsche Hauptverwaltung in Kaufering gewährt. Dort, wo sich die zentrale Entwicklungsgesellschaft sowie ein Produktionsstandort befinden, präsentierte Hilti über mehrere Tage hinweg neue Produkte, die auf der Nuron-Technologie basieren und nun sukzessive in den Markt eingeführt werden. An themenspezifisch aufgebauten Stationen konnten Meinungsbildner und Influencer aus aller Welt die Neuheiten selbst ausprobieren und auf Herz und Nieren testen. Unser Fazit: Hilti hat den Puls der Branche genau im Blick – und zeigt sich gut gerüstet für die digitale Zukunft.
Mit dem passenden Anbaugerät wird aus jedem Bagger ein vielseitiger Alleskönner. Statt nur zu graben, kann er heben, schneiden, fräsen, verdichten oder sogar bohren – und das in unterschiedlichsten Einsatzbereichen vom Erd- und Leitungsbau bis hin zu Abbruch und Recycling. Die Vielfalt an Werkzeugen wächst stetig – ebenso wie das Bewusstsein der Anwender, dass in einem Bagger weit mehr Potenzial steckt, als man auf den ersten Blick vermutet. Die Hersteller haben diese Entwicklung längst erkannt und bieten heute eine nahezu grenzenlose Auswahl an hydraulischen und mechanischen Anbaugeräten, die sich flexibel je nach Maschinengröße und Aufgabe kombinieren lassen. Der Grundgedanke dahinter ist klar: Ein Bagger, der mehrere Arbeitsschritte übernehmen kann, spart nicht nur Maschinen und Personal, sondern auch wertvolle Zeit und Logistikaufwand auf der Baustelle.