Messe München GmbH
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Auf der IFAT Munich 2026 zeigt sich, wie stark Startups die Innovationskraft der Umwelttechnologiebranche prägen. In der Startup Area in Halle C4 präsentieren 50 internationale Jungunternehmen Lösungen für Wasserwirtschaft, Recycling und Kreislaufwirtschaft – von Echtzeit-Erkennung von Mikroplastik über KI-gestützte Sortiertechnik bis hin zur Umwandlung organischer Reststoffe in neue Wertstoffe.
Mit strengeren regulatorischen Vorgaben, etwa durch die Chemikalienverordnung REACH oder die Kommunalabwasserrichtlinie (KARL), wächst der Druck, Mikroplastik zuverlässig zu erfassen und zu vermeiden. Genau hier setzt das 2024 gegründete Start Up Zaitrus aus Bayreuth/Deutschland an: Ein sensorgestütztes Durchfluss-System identifiziert Kunststoffpartikel in Flüssigkeiten in Echtzeit – von Abwasser bis hin zu Getränken. Die Lösung identifiziert, kategorisiert, charakterisiert und quantifiziert die Stoffe frühzeitig – direkt an der Quelle. „Für kommunale Kläranlagen oder Lebensmittelhersteller bietet sich so ein effektiver Mechanismus zur Prävention und Qualitätssicherung, der vor Schäden schützen kann“, sagt Zaitrus-Geschäftsführer Till Zwede. Das Verfahren befindet sich in der Pilotphase. Auf der IFAT Munich möchte das Unternehmen neue Partner für weitere Pilotprojekte suchen. Ab dem Jahreswechsel 2026/27 soll es ein vollwertiges Monitoring as a Service geben.
Mit Bakterien gegen chemische Schadstoffe
Um Mikroplastik und andere Kontaminationen wie PFAS, Pestizide oder Arzneimittel abzubauen, nutzt das Unternehmen CellX Biosolutions hochleistungsfähige, bakterienbasierte Produkte. Dazu entwickelte es eine Technologie, die an belasteten Orten – wie Kläranlagen, Flüssen, Seen, Böden oder im Grundwasser von Industriestandorten – seltene Bakterien einfängt, die gezielt von bestimmten chemischen Schadstoffen angezogen werden. „Im Labor isoliert und kultiviert lassen sich daraus einzigartige Bakterienkonsortien herstellen, die chemische Verunreinigungen direkt in industriellen Prozessen – zum Beispiel in Abwasserbehandlungsanlagen – abbauen“, schildert Estelle Clerc. Nach den Worten der Geschäftsführerin des im Jahr 2024 an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich/Schweiz gegründeten Startups werden derzeit Partner für Labor- und Industriepilotprojekte gesucht. Das können zum Beispiel Chemieunternehmen, PFAS-Anwender oder Eigentümer kontaminierter Standorte sein. Mit diesen soll die Technologie unter Verwendung von realem kontaminiertem Wasser und Boden getestet und skaliert werden. „Unser längerfristiges Ziel ist, dass Anbieter von Abwasser- und Bodenaufbereitungstechnologien unsere bakteriellen Produkte kaufen und an den Standorten der Endnutzer einsetzen. Die vollständige Kommerzialisierung soll im Jahr 2028 beginnen”, so die Mitgründerin des Biotech-Unternehmens.
KI-gestützte Sensortechnologie findet Batterien und Gaskartuschen
Versteckte Lithiumbatterien sorgen in Abfallsortier- und Recyclinganlagen weltweit täglich für Brände – und das mit steigender Tendenz. Um diese und andere gefährliche Objekte wie Lachgas-Kartuschen im Abfallstrom sicher zu erkennen und auszuschleusen, entwickelte das norwegische Startup Litech AS eine KI-gestützte Sensortechnologie. Das kompakte und nachrüstbare System basiert auf der Magnetischen Induktionsspektroskopie (MIS). Es nutzt elektromagnetische Felder mit mehreren Frequenzen, um metallische Objekte anhand ihrer einzigartigen Signalsignaturen zu identifizieren. In Kombination mit künstlicher Intelligenz (KI) kann das Verfahren Lithiumbatterien und Druckgasbehälter von ungefährlichen Metallobjekten auf einem laufenden Förderband unterscheiden. Das funktioniert auch, wenn sich die Störstoffe in Plastiktüten befinden oder von anderen Abfällen verdeckt werden. „Wir haben die reine Pilotphase bereits hinter uns gelassen“, berichtet Synne Sauar, Geschäftsführerin des im Jahr 2021 in Oslo gegründeten Unternehmens. So ist nach ihren Angaben zum Beispiel ein Sensor der ersten Generation schon seit 2024 in einer kommunalen Abfallanlage der norwegischen Hauptstadt erfolgreich im Einsatz. „Auf der IFAT Munich sind wir sowohl offen für neue Pilotpartnerschaften als auch für kommerzielle Gespräche“, verdeutlicht Sauar. Hauptsächliche Zielgruppen sind die Betreiber von Sortier- und Recyclinganlagen, kommunale Entsorgungsunternehmen sowie OEMs und Systemintegratoren im Bereich Sortier- und Recyclingtechnik. Zu den aktuellen Schwerpunktmärkten gehören die nordeuropäischen Länder, die DACH-Region und Frankreich.
Intelligenter Greifer optimiert E-Schrott-Recycling
KI ist auch eine der beiden Kerntechnologien, die beim schwedischen Startup Enodo Robotics eingesetzt werden. Die andere ist ein zum Patent angemeldetes robotisches Greifsystem, das unterschiedlich geformte und strukturierte Objekte hoch flexibel erfassen kann. Zusammen bilden sie ein System, das in der Lage ist, die bisher meist manuelle Sortierung von Elektronikschrott und Nichteisenmetallen abzulösen. „Dieser Abfallstrom ist eine wertvolle Quelle kritischer Rohstoffe. Unsere KI- und Robotiklösungen helfen dabei, die Wertschöpfung aus diesen Materialien zu maximieren und den Personaleinsatz in oft gefährlichen Arbeitsumgebungen zu vermeiden“, sagt Klas Kronander, Mitgründer von Enodo Robotics. Über die reine Sortierung hinaus ermöglicht die mit Millionen von Bildern aus realen Recyclingprozessen trainierte KI-Visionsplattform zudem Materialflussanalysen, die Recyclingunternehmen in Echtzeit Einblicke in Zusammensetzung und Qualität ihrer Stoffströme geben. Das System ist als Nachrüstlösung für bestehende Recyclinglinien kommerziell verfügbar und wird auch schon bei Kunden unter Produktionsbedingungen eingesetzt.
Bioabfälle in Plattformchemikalie umwandeln
EveryCarbon, ein Biotech-Startup mit Sitz in Tübingen/Deutschland, nutzt organische Abfälle – zum Beispiel aus Haushalten, der Landwirtschaft oder der Lebensmittelindustrie – um zusammen mit Abwasser und genmodifizierten Bakterien 2,3-Butandiol – einen Ausgangsstoff für Hochleistungspolymere – herzustellen. „Unsere Vision ist eine Zero-Waste-Produktion, bei der Abfallstoffe zum Ausgangspunkt neuer Materialien werden“, erläutert Dr. Sebastian Beblawy, Geschäftsführer des 2024 aus der Technischen Universität Hamburg ausgegründeten Unternehmens. Aktuell betreibt EveryCarbon eine erste kleine Pilotanlage auf dem Gelände einer Kläranlage in der Nähe von Stuttgart. Dort fährt das Gründerteam seinen kontinuierlichen Fermentationsprozess unter realen Bedingungen hoch und validiert sein erstes Produkt, einen Hartschaum für strukturell und thermisch anspruchsvolle Bauanwendungen. „Die IFAT Munich ist für uns eine strategisch wichtige Plattform, weil sie genau den Schnittpunkt abbildet, an dem wir arbeiten: organischer Abfall-Kohlenstoff aus Haushalten, Industrie und Abwasser trifft auf industrielle Materialwirtschaft“, betont Beblawy und fährt fort: „Unsere Zielgruppen sind zum einen Bioenergiebetriebe, kommunale Ver- und Entsorgungsbetriebe sowie Kläranlagen, die organischen Kohlenstoff bislang unzureichend verwerten und nach neuen Wertschöpfungswegen streben. Zum anderen wollen wir mit Materialherstellern in Kontakt treten, die nach leistungsstarken Alternativen zu petrochemischen Materialsystemen suchen. Und schließlich freuen wir uns auf einen Austausch mit Technologieunternehmen, die Lösungen im Bereich Material- und Prozesstechnik anbieten.“
Die Beispiele zeigen: Innovation in der Umwelttechnologie entsteht zunehmend an den Schnittstellen von Digitalisierung, Biotechnologie und Kreislaufwirtschaft. Die IFAT Munich bringt diese Entwicklungen zusammen – und vernetzt Startups gezielt mit kommunalen Betrieben, Industrie und Technologieanbietern.
Weitere Informationen:
Seit 60 Jahren gehört die IFAT zu den wichtigsten globalen Plattformen für Umwelttechnik und nachhaltige Infrastruktur. Themen wie Digitalisierung, Recycling, Trinkwasserversorgung, Klimaresilienz und Kommunaltechnik stehen im Fokus der nächsten Ausgabe der Messe, die vom 4. bis 7. Mai 2026 in München stattfindet. Wenn sich am ersten Messetag die Türen öffnen, stehen über 3.200 Aussteller aus mehr als 60 Ländern bereit, um ihre Strategien und zukunftsweisenden Lösungen für Wasser, Recycling und Zirkularität vorzustellen.
Die bauma 2025, die vom 7. bis 13. April auf dem Gelände der Messe München stattfand, hat erneut und eindrucksvoll gezeigt, wozu die Branche auch in schwierigen, von globalen Herausforderungen geprägten Zeiten, fähig ist. Rund 600.000 Besuchern aus über 200 Ländern kamen in die bayerische Landeshauptstadt und trafen auf 3.601 Aussteller aus 57 Nationen. Im Mittelpunkt standen die Themen Klimaneutralität, alternative Antriebe, Digitalisierung und Ressourceneffizienz. Neben zahlreichen Neuheiten wurde auch der bauma Innovationspreis in fünf Kategorien vergeben.
In wenigen Tagen ist es wieder so weit – und glücklicherweise zur gewohnten und bewährten Jahreszeit: Vom 7. bis 13. April öffnet die Messe München ihre Tore für die nächste bauma. Die weltweit größte Messe für Baumaschinen, Baustoffmaschinen, Bergbaumaschinen, Baufahrzeuge und Baugeräte wird auch dieses Mal Hunderttausende Fachleute aus der Bauindustrie in ihren Bann ziehen. Auch wenn sich die Rahmenbedingungen im Vergleich zur letzten Veranstaltung im Jahr 2022 nicht wesentlich verbessert haben, herrscht Aufbruchsstimmung. Und wo, wenn nicht hier, bietet sich eine ideale Gelegenheit für einen gewinnbringenden Austausch mit Marktteilnehmern, Partnern und Anbietern?
In wenigen Tagen kehrt die Weltleitmesse für Architektur, Materialien und Systeme zu ihrem traditionellen Wintertermin zurück. Vom 13. bis 17. Januar 2025 wird die BAU in München erneut zum globalen Dreh- und Angelpunkt für Architekten, Ingenieure, Investoren, Händler und Handwerker. Im Mittelpunkt stehen wegweisende Lösungen und Produkte, die die Zukunft des Bauens prägen.
Seit 60 Jahren gehört die IFAT zu den wichtigsten globalen Plattformen für Umwelttechnik und nachhaltige Infrastruktur. Themen wie Digitalisierung, Recycling, Trinkwasserversorgung, Klimaresilienz und Kommunaltechnik stehen im Fokus der nächsten Ausgabe der Messe, die vom 4. bis 7. Mai 2026 in München stattfindet. Wenn sich am ersten Messetag die Türen öffnen, stehen über 3.200 Aussteller aus mehr als 60 Ländern bereit, um ihre Strategien und zukunftsweisenden Lösungen für Wasser, Recycling und Zirkularität vorzustellen.
Steigende technische Anforderungen, wachsende Dokumentationspflichten und ein zunehmender Fachkräftemangel stellen den Kanalbau vor große Herausforderungen. Um Qualität und Regelkonformität dauerhaft sicherzustellen, kommt der kontinuierlichen Weiterbildung eine zentrale Rolle zu. Die Gütegemeinschaft Kanalbau unterstützt ihre Mitgliedsunternehmen dabei mit einem breit angelegten Qualifizierungs- und Weiterbildungsangebot, das praxisnah an den aktuellen Anforderungen der Branche ausgerichtet ist.
Vom 19. bis 21. März 2026 trifft sich die Betonbohr- und -sägebranche (BBS) erneut im nordhessischen Willingen zur fünften BeBoSa-Fachausstellung. Mehr als 50 Hersteller und Anbieter aus acht Nationen präsentieren im Convention Center des Sauerland Stern Hotels ihre neuesten Maschinen, Werkzeuge und Technologien. Neben dem vielseitigen Messeprogramm bildet die Jahreshauptversammlung des Fachverbandes Betonbohren und -sägen Deutschland e.V. den Höhepunkt der dreitägigen Veranstaltung – ein zentraler Treffpunkt für Austausch, Praxis und Networking.
Qualität im Kanalbau basiert auf fundierter Planung, fachgerechter Ausschreibung und qualifizierter Bauüberwachung. Die Auftraggeber-Fachgespräche der Gütegemeinschaft Kanalbau bieten hierfür seit Jahren eine wichtige Plattform für Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch. Ingenieure, Planer und Auftraggeber erhalten praxisnahe Informationen zur gütegesicherten Bauausführung sowie aktuelle Einblicke in technische Regelwerke und Entwicklungen der Branche.
Die Holzbauquote in Deutschland steigt. Dabei findet Holz als Baustoff seinen Einsatzort zunehmend auch in größeren und mehrgeschossigen Bauprojekten. Um eine fachgerechte Planung sowie reibungslose Umsetzung – und damit Schadensfreiheit – zu erzielen, spielt die Qualitätssicherung eine wichtige Rolle. Mit Holzbaufachplanern und eigenen Sachverständigen, die sich speziell mit der Qualitätssicherung im Holz befassen, bietet Plansite integral design & engineering diese als Leistungsbereich an.
Künstliche Intelligenz verändert grundlegend, wie Marken im digitalen Raum wahrgenommen und gefunden werden. Die Agentur LINGNER.COM stellt ein neues, KI-basiertes B2B-Ranking am Beispiel der Baubranche vor. Das Ranking zeigt erstmals, wie relevant Bauunternehmen im Antwortraum großer Sprachmodelle (LLMs) wie ChatGPT, Google Gemini und Claude erscheinen – und was das für die Sichtbarkeit der Marken im digitalen Wettbewerb bedeutet. KI-basierte B2B-Rankings für weitere Branchen befinden sich in der Entwicklung.
Mit einem neuen ganzheitlichen Ansatz legt die Schöck Bauteile GmbH ihren Fokus auf schnelles, bauzeitenflexibles und wirtschaftliches Bauen und setzt damit neue Maßstäbe im Bauwesen: Unter der geschützten Marke „Telligent“ präsentiert der Bauteile-Spezialist ein intelligentes Prinzip, das wegweisende Produkte für vorgefertigte Bauteile sowie kunden- und objektspezifische Lösungen mit der jahrzehntelangen Erfahrung an hochwertigem Experten-Wissen kombiniert. Angesichts des steigenden Drucks im Kosten- und Zeitmanagement geht Schöck so mit neuen, effizienten Lösungen für das Bauwesen voran.
Erdbaumaschinen sind allgegenwärtig auf Baustellen – vom Kompaktbagger innerorts bis hin zu großen Muldenfahrzeugen auf Autobahnbaustellen. Doch jede Maschine arbeitet nur so gut und sicher, wie sie bedient wird. Der Resch-Verlag hat jetzt die Lernbroschüre „Der Erdbaumaschinenführer“ in überarbeiteter 9. Auflage herausgebracht, mit der das Bedienpersonal entsprechend qualifiziert werden kann.