Wolff & Müller blickt auf 90 Jahre Unternehmensgeschichte zurück und hat sich in dieser Zeit zu einer breit aufgestellten Baugruppe entwickelt. Das Familienunternehmen vereint heute die Geschäftsfelder Bauen, Baustoffe und Dienstleistungen und erzielte 2025 eine Jahresleistung von über einer Milliarde Euro. Kontinuität in der Führung über drei Generationen sowie der Fokus auf Stabilität und Unabhängigkeit prägen die Entwicklung bis heute. Mit Investitionen in Digitalisierung, Nachhaltigkeit und neue Baukonzepte stellt die Gruppe zugleich die Weichen für weiteres Wachstum.
„Jede Unternehmergeneration hat Wolff & Müller auf ihre Weise geprägt und weiterentwickelt. Immer ging es aber darum, das Unternehmen stabil und unabhängig an die nächste Generation weiterzugeben. Diese langfristige Perspektive bestimmt unsere Entscheidungen auch heute. Wir verdanken diesen Weg unseren Mitarbeitenden, Kunden und Partnern“, sagt Dr. Albert Dürr, geschäftsführender Gesellschafter des Familienunternehmens.
Drei Generationen
Die Geschichte von Wolff & Müller beginnt 1936 in Stuttgart: Der Diplomingenieur Karl Wolff übernimmt ein Baugeschäft, kurz darauf steigt der Baumeister Gottlob Müller ein. Das Unternehmen wächst rasch, baut unter anderem für Daimler-Benz und Bosch. Nach dem Krieg ist Wolff & Müller am Wiederaufbau der stark beschädigten Stadt Stuttgart beteiligt. 1948 scheidet Karl Wolff aus dem Unternehmen aus, der Doppelname bleibt jedoch erhalten. In den folgenden Jahren baut das Unternehmen eigene Kapazitäten für Baustoffe und Vorprodukte auf, unter anderem mit Holzwerken, Kiesgewinnungswerken und einem Betonfertigteilwerk. In den Wirtschaftswunderjahren erweitert es sein Leistungsspektrum um Tief- und Straßenbau, Wohnungsbau, Fertighäuser und Altbaumodernisierung.
1977 übernimmt Wolfgang Dürr, Jurist und Kaufmann sowie Schwiegersohn von Gottlob Müller, die Geschäftsführung. Er baut Wolff & Müller zu einer breit aufgestellten Baugruppe aus, stärkt das schlüsselfertige Bauen, etabliert Partnerschaftsmodelle mit der öffentlichen Hand und erweitert die Aktivitäten um Immobilienservices, Spezialtiefbau, Quarzsande und Beteiligungen.
Seit 2005 führt Dr. Albert Dürr, der Enkel von Gottlob Müller, die Gruppe in dritter Generation. Unter seiner Verantwortung wird die Gruppe unter dem Dach einer Holding neu geordnet. Vor allem Digitalisierung und Nachhaltigkeit prägen die Weiterentwicklung. Building Information Management (BIM) und Lean-Construction-Methoden zur Prozessoptimierung sind bei Wolff & Müller heute Standard. Auch serielle Bauweisen gewinnen an Bedeutung: „Bauelemente und Module lassen sich standardisieren, im Werk vorfertigen und dann vor Ort montieren – ein Beispiel für die Industrialisierung des Bauens“, erklärt Dr. Dürr.
Wirtschaftliches Handeln und gesellschaftliche Verantwortung gehören für Wolff & Müller zusammen – diese Haltung ist als „Gottlob-Müller-Prinzip“ im Unternehmen verankert. Die Wolfgang Dürr Stiftung unterstützt Projekte, die die Lebensqualität von Menschen verbessern, den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und die Natur schützen. Aktuelle Auszeichnungen unterstreichen die Entwicklung des Familienunternehmens: 2026 erhielt es den Deutschen Baupreis in der Kategorie „Bauunternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitenden“ und wurde zum sechsten Mal in Folge mit dem „Best Managed Companies“-Award geehrt.
Strategie 2030: Ausblick in die Zukunft
Mit der Strategie 2030 hat Wolff & Müller die Weichen gestellt, um weiter zu wachsen und zusätzliche Fachkräfte zu gewinnen. „Wir investieren gezielt in Bausegmente, die Antworten auf die großen Megatrends unserer Zeit geben – etwa Dekarbonisierung, Digitalisierung und Gesundheit“, sagt Dr. Dürr. Dazu zählen Infrastrukturen für die Energie- und Verkehrswende, das serielle Bauen und das Bauen im Bestand. Auch nach 90 Jahren bleibt der Anspruch von Wolff & Müller, mit den eigenen Leistungen dazu beizutragen, dass es Menschen besser geht.
Im Online-Magazin erzählt Wolff & Müller Geschichten aus neun Jahrzehnten – etwa darüber, wie sich die Arbeit auf Baustellen verändert hat, und über den Weg von der Fertighaus-Pionierarbeit zur modernen Vorfertigung. Eine Timeline mit den wichtigsten Meilensteinen gibt es hier.
