Donnerstag, 31. Juli 2025

Haushaltsentwurf 2026 stärkt Bau- und Wohnpolitik

Mit dem heutigen Kabinettsbeschluss zum Haushaltsentwurf 2026 und der Finanzplanung bis 2029 stärkt die Bundesregierung gezielt das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB). Der Etat steigt auf 7,6 Mrd. Euro – mit einem Gesamtfinanzvolumen von 12,8 Mrd. Euro für Ausgaben und Verpflichtungsermächtigungen. Im Fokus: sozialer Wohnungsbau, klimafreundlicher Neubau, Städtebauförderung und lebenswerte Quartiere.

Verena Hubertz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, betonte, dass künftig mehr gebaut, günstiger gebaut und besser zusammengelebt werden solle – „weil jedes Zuhause zählt“. Unter diesem Leitmotiv nehme ihr Ministerium jetzt und in Zukunft mehr Geld in die Hand. Die soziale Wohnraumförderung bleibe dabei die tragende Säule des Haushalts und werde weiter ausgebaut.

"2026 sind stolze 4 Mrd. Euro dafür gesichert", so die Ministerin. "Bis 2029 werden die Bundesmittel sogar auf 5,5 Mrd. Euro anwachsen. Die Förderung wird durch die Länder noch einmal in vergleichbarer Größenordnung aufgestockt."

Um das Zusammenleben zu verbessern, solle auch die Städtebauförderung wachsen: 2026 werde sie auf 1 Mrd. Euro erhöht. Damit würden nachhaltige Wohn- und Lebensräume gefördert – etwa durch den Bau von Spielplätzen, die Sanierung denkmalgeschützter Gebäude oder neue Mobilitätskonzepte. Ziel sei es, Perspektiven zu bauen und nicht nur Wohnungen.

Auch im Jahr 2026 bleibe der Haushalt des Bundesbauministeriums laut Hubertz einer der zentralen Investitionshaushalte der Bundesregierung: "Mit unseren Programmen und noch weiteren Bausteinen schaffen wir es, dass die Bagger wieder rollen in Deutschland. Damit entstehen bezahlbarer Wohnraum und lebenswerte Quartiere.“ 

Die wichtigsten Investitionen des BMWSB auf einen Blick:  

  • Der soziale Wohnungsbau wird wie geplant schrittweise erhöht. Für 2026 sind Programmmittel von 4 Mrd. Euro vorgesehen, für 2027 5 Mrd. Euro und für 2028 und 2029 jeweils 5,5 Mrd. Euro. Darin enthalten ist auch eine Verdopplung der Mittel für das Programm Junges Wohnen. 
  • Die Programmmittel für die Neubauprogramme "Klimafreundlicher Neubau" (1,1 Mrd. Euro), "Klimafreundlicher Neubau im Niedrigpreissegment" (650 Mio. Euro) und "Wohneigentumsförderung für Familien" (250 Mio. Euro) sollen im neuen Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität ausgebracht werden. 
  • Ebenfalls im neuen Sondervermögen vorgesehen sind Programmmittel für die Sanierungsprogramme „Jung kauft Alt“ (350 Mio. Euro) und "Gewerbe zu Wohnen" (2026 mit 360 Mio. Euro). Hinweis: Die im neuen "Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität" ausgebrachten Programme sollen perspektivisch zu zwei Themenbereichen "Neubau" und "Sanierung" zusammengeführt werden. 
  • Die Städtebauförderung wird 2026 planmäßig erhöht: Entsprechend dem Koalitionsvertrag ist eine schrittweise Verdopplung der Bundesmittel vorgesehen, beginnend mit einer Anhebung der Programmmittel in 2026 auf 1 Mrd. Euro, in 2027 auf 1,2 Mrd. Euro, in 2028 auf 1,4 Mrd. Euro und in 2029 auf 1,58 Mrd. Euro. Das schafft Planungssicherheit für lebendige Quartiere und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt. 
  • Um Kommunen auch bei ihrer energetischen Modernisierung zu unterstützen, soll das Programm Energetische Stadtsanierung im Klima- und Transformationsfonds mit Programmmittel in Höhe von 75 Mio. Euro fortgeführt werden. 
  • Ebenfalls im Klima- und Transformationsfonds ist für die Programme Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur (SJK) und Urbane Räume die Finanzierung aller bereits durch den Haushaltsausschuss beschlossenen Projekte gesichert. Zusätzliche Programmmittel von 160 Mio. Euro sind für die Förderung innovativer Sport- und Bewegungsräume im Einzelplan 25 des BMWSB vorgesehen. 
  • Die Gründung des Bundesforschungszentrums für klimaneutrales und ressourceneffizientes Bauen wurde noch in der letzten Legislatur beschlossen. Die Mittel für die Gründung sind gesichert. Für 2026 sind 15 Mio. Euro vorgesehen. 

Weitere Artikel:

07. Mai 2026
Kübler
Kübler: 70 Jahre Arbeitskleidung für Industrie und Handwerk
Kübler
Zum 70-jährigen Bestehen richtet Kübler den Blick auf die eigene Entwicklung ebenso wie auf aktuelle Anforderungen im Markt für Arbeits- und Schutzbekleidung. Das Familienunternehmen aus Plüderhausen hat sich über Jahrzehnte hinweg als verlässlicher Anbieter für Industrie, Handwerk und Dienstleistungsbranchen etabliert. Die Position im Markt basiert nicht nur auf technischer Kompetenz in der Produktentwicklung, sondern auch auf einem kontinuierlichen Austausch mit Fachhandel und Anwendern, durch den sich veränderte Anforderungen frühzeitig in konkrete Lösungen übersetzen lassen.
07. Mai 2026
Hansa-Flex
Hansa-Flex: Logistik wird eigenständig
Hansa-Flex
Die Logistik gewinnt bei Hansa-Flex weiter an strategischer Bedeutung: Vor dem Hintergrund eines globalen Niederlassungsnetzwerks in 43 Ländern wird der Bereich künftig eigenständig organisiert. Ziel ist es, den steigenden Anforderungen an Liefergeschwindigkeit, Transparenz und Effizienz in einem international agierenden Service- und Produktionsnetzwerk noch besser gerecht zu werden.
07. Mai 2026
BIP
Bruttoinlandsprodukt im Vorjahresvergleich gestiegen
BIP
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland ist im 1. Quartal 2026 gegenüber dem 4. Quartal 2025 – preis-, saison- und kalenderbereinigt – um 0,3 % gestiegen, nachdem es bereits zum Jahresende 2025 zugenommen hatte (revidiert +0,2 % im 4. Quartal 2025 zum Vorquartal; bisher: +0,3 %). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren sowohl die privaten als auch die staatlichen Konsumausgaben im 1. Quartal 2026 höher als im Vorquartal. Auch die Exporte nahmen den vorläufigen Erkenntnissen nach zu.
02. Mai 2026
BIG
BIG stärkt Interessenvertretung mit Beitritt zum bbi e.V.
BIG
Die Bauaufzugbranche hat sich mit der BIG Bauaufzug Interessen Gemeinschaft bereits eine gemeinsame Plattform geschaffen, um ihre Anliegen gebündelt zu vertreten. Mit dem Beitritt zum bbi e.V. erhält die Interessenvertretung nun eine neue organisatorische Basis, um den fachlichen Austausch zu stärken, gemeinsame Positionen weiterzuentwickeln und die Branche zukunftsorientiert aufzustellen.
01. Mai 2026
Volcano
Volcano: Neues Joint Venture für Puzzolane gestartet
Volcano
Die Heidelberg Materials Mineralik DE GmbH und die Aktiengesellschaft für Steinindustrie (Steinag) haben unter dem Namen Volcano GmbH & Co. KG eine neue Gesellschaft mit Fokus auf die Gewinnung, Aufbereitung und den Vertrieb natürlicher puzzolanischer Rohstoffe gegründet. Ziel des Joint Ventures ist es, puzzolanische Rohstoffe wie Tuff und Phonolith insbesondere für die Zementherstellung verfügbar zu machen und damit einen Beitrag zur Weiterentwicklung von klinkerreduzierten Zementen zu leisten. Heidelberg Materials Mineralik und die Steinag halten jeweils 50 % der Anteile an der neuen Gesellschaft.
04. Mai 2026
Strabag
Strabag trotzt dem Gegenwind
Strabag
Trotz eines schwierigen Marktumfelds mit späten Haushaltsbeschlüssen, verzögerten Ausschreibungen und einem schwachen Straßenbaugeschäft zieht die Strabag AG für 2025 eine positive Bilanz. Gestützt auf starke Aufträge im Bereich Stromtrassen und Bahnbau konnte die deutsche Marktführerin im Verkehrswegebau ihre Bauleistung leicht steigern und den Auftragsbestand weiter ausbauen.
05. Mai 2026
Drees & Sommer
Drees & Sommer knackt die Milliardenmarke
Drees & Sommer
Trotz eines von Unsicherheit, Investitionszurückhaltung und geopolitischen Spannungen geprägten Marktumfelds hat Drees & Sommer SE im Geschäftsjahr 2025 erstmals die Umsatzmarke von einer Milliarde Euro überschritten. Mit einem operativen Ergebnis von 117,5 Mio. Euro setzt das auf Bau, Immobilien und Infrastruktur spezialisierte Beratungsunternehmen seinen Wachstumskurs fort und bestätigt seine strategische Ausrichtung auf Zukunftsfelder wie Infrastruktur, Industrie und internationale Märkte.
29. April 2026
Palfinger
Palfinger startet stark ins Geschäftsjahr 2026
Palfinger
Die Palfinger AG ist solide in das Geschäftsjahr 2026 gestartet und erzielte im ersten Quartal eines der besten Ergebnisse ihrer Unternehmensgeschichte. In einem von geopolitischen Spannungen und uneinheitlichen Marktentwicklungen geprägten Umfeld erweist sich die globale Aufstellung des Unternehmens als stabilisierender Faktor.
28. April 2026
MTS
MTS Schrode setzt auf nächste Generation in der Führung
MTS
Die MTS Schrode AG stellt die Weichen für die Zukunft: Mit dem Eintritt der nächsten Generation in die Unternehmensleitung setzt das Familienunternehmen konsequent auf Kontinuität und Weiterentwicklung. Seit April 2026 verstärken Lukas Schrode im Vorstand sowie Niklas Schrode in der Geschäftsführung zentrale Bereiche – mit klarem Fokus auf Digitalisierung, operative Stärke und nachhaltiges Wachstum.