Olaf Demuth ist neuer Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie: Die Mitgliederversammlung wählte den 63-jährigen Hamburger Diplom-Bauingenieur und Vorstand der Zech Group SE am 7. Mai einstimmig an die Spitze der Branchenvertretung. In seiner neuen Funktion repräsentiert Demuth eine der zentralen Schlüsselindustrien Deutschlands, die vor tiefgreifenden wirtschaftlichen und strukturellen Veränderungen steht.
„Ich freue mich auf die neue Aufgabe, gleichzeitig verspüre ich großen Respekt. Denn die Branche steht vor großen Herausforderungen, wirtschaftlich wie strukturell", sagt Demuth. "Die Transformation ist bereits im vollen Gange und wir müssen zusehen, dass wir alle Marktakteure mitnehmen. In den kommenden Jahren setze ich mich dafür ein, die sehr fragmentierte Branche enger zusammen zu führen und das Thema des mittelständischen Unternehmertums zu stärken. Die großen gesellschaftlichen Aufgaben wuppen wir nur gemeinsam – im Schulterschluss von großen Konzernen bis hin zu den kleineren Unternehmen. Meine feste Überzeugung: Fortschritt gelingt nur mit einer Industriepolitik, die die gesamte Breite der Branche im Blick hat und alle Akteure einbindet.“
Gleich am ersten Tag seiner Präsidentschaft trifft Olaf Demuth heute beim „Tag der Bauindustrie“ auf Vizekanzler Lars Klingbeil, Bundesbauministerin Verena Hubertz, Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder sowie auf Dr. Karsten Wildberger, Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung. Außerdem stellt er sich den vielen teilnehmenden Verbänden und Unternehmen aus ganz Deutschland vor.
Sein Amtsvorgänger Peter Hübner hat das Amt nach der Hälfte seiner dritten Amtszeit niedergelegt, um einen geordneten und vertrauensvollen Übergangs- und Nachfolgeprozess in die Wege zu leiten. Insgesamt hat er dem Verband als Präsident zehn Jahre vorgestanden.
Berufsweg
Unmittelbar nach Abschluss seines Bauingenieur-Studiums an der Fachhochschule Hamburg trat Demuth 1988 in die Hamburger Niederlassung der Strabag Hoch- und Ingenieurbau AG ein. Er trug mit verschiedenen Führungspositionen in Hamburg und Berlin – stets mit steigender Verantwortung – zum Unternehmenserfolg bei. Seit dem im Jahr 2006 erfolgten Erwerb der Strabag Hoch- und Ingenieurbau-Aktivitäten durch die Ed. Züblin AG hatte er die technische Leitung der Direktion Nord in Hamburg inne. Im März 2013 wurde Demuth zum weiteren Mitglied des Vorstands der Ed. Züblin AG ernannt. Seit 2017 verantwortet der frisch gewählte Präsident als Vorstand der Zech Group SE die Führung des Geschäftsbereichs Building, zu der die Sparten Bau, Ingenieurbau, International & Consulting, Technik, Systeme und Umwelt gehören.
Ehrenamtlich engagiert sich Olaf Demuth schon seit 19 Jahren als Vorstand des Bauindustrieverbandes Hamburg Schleswig-Holstein, seit zehn Jahren als dessen Vorsitzender. Dem Präsidium des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie gehört er seit 2018 an.
