Der Baukonzern Porr ist mit starkem Rückenwind ins Jahr 2026 gestartet. Nach vorläufigen Zahlen für 2025 konnte das Unternehmen sowohl bei Produktionsleistung als auch bei Auftragseingängen und Auftragsbestand deutlich zulegen und zugleich ein deutlich verbessertes Betriebsergebnis erzielen. Mit einer Produktionsleistung auf Rekordniveau und einem Auftragspolster, der klar über einer Jahresleistung liegt, sieht sich Porr gut für die weitere Entwicklung in einem weiterhin anspruchsvollen Marktumfeld aufgestellt.
Porr-CEO Karl-Heinz Strauss sagt: „Wir haben eine durchgehend starke Leistung erbracht – und das in einem geopolitisch nicht einfachen Umfeld und angesichts einer sich nur langsam erholenden Baukonjunktur.” Dabei konnte die Porr mit innovativen Lösungen und der Flexibilität, die ihre breite Leistungspalette bietet, auf wechselnde Marktanforderungen reagieren. „So haben wir nicht nur spannende Projekte realisiert und unsere Geschäftsfelder, etwa im Gesundheitsbau, erweitert. Wir haben auch mit unserer Aktie einen Höhenflug hingelegt und damit den Aufstieg in den Austrian Trading Index (ATX) geschafft”, freut sich Strauss.
Die Produktionsleistung steigerte sich auf EUR 6.818 Mio. und liegt damit auf einem Rekord-Niveau. Dabei kommen 98,4 % der Leistung aus den sieben Heimmärkten der Porr - Österreich, Deutschland, Schweiz, Polen, Tschechien, Slowakei und Rumänien. Größter Heimmarkt ist weiterhin Österreich.
Der Auftragsbestand der Porr stieg per 31. Dezember um 11,7 % auf EUR 9.539 Mio. und liegt damit weiterhin deutlich über einer Jahresleistung. Großprojekte aus dem Segment Infrastruktur International sowie aus Rumänien, Polen und Tschechien tragen maßgeblich dazu bei. Die Auftragseingänge erhöhten sich ebenso um 14,1 % auf EUR 7.813 Mio. Ausschlaggebend für dieses Wachstum ist vor allem der Tiefbau- und Infrastrukturbereich.
Entwicklung hält 2026 an
Aufgrund weiterer Effizienzsteigerungen erhöhte sich im Geschäftsjahr 2025 das Betriebsergebnis (EBIT) auf satte EUR 197 Mio., was einem Zuwachs von +24 % entspricht. Wesentlicher Faktor für die Ergebnissteigerung war die starke Performance in den Heimmärkten Österreich, Polen und Rumänien. Daraus resultiert eine EBIT-Marge von 3,1 %.
Auf Basis des weiterhin hohen Auftragsbestands sowie der erwarteten Marktentwicklung geht der Vorstand von einer positiven Leistungs-, Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Jahr 2026 aus. Unverändert bleibt das langfristige Ziel einer EBIT-Marge von 3,5 % bis 4,0 % bis 2030.
Die finalen Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 werden im Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht 2025 am 26. März 2026 veröffentlicht.
Die Einschätzung des weiteren Geschäftsverlaufs orientiere sich lt. Porr an den aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie an den Chancen und Risiken in den jeweiligen Märkten. Das Unternehmen hat in den letzten zwei Jahren seine operative Tätigkeit in Katar weitgehend reduziert. Diese beschränkt sich im Wesentlichen auf administrative Restabwicklung. Porr geht also davon aus, dass der aktuelle Konflikt im Nahen Osten darauf keinen wesentlichen Einfluss hat. Eine Verschärfung geopolitischer Spannungen, neue Handelshemmnisse oder eine erneute Volatilität an den Finanzmärkten könnten jedoch negative Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung und die Geschäftstätigkeit der Porr Gruppe haben.
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