Crafthunt GmbH
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Vor drei Jahren gegründet, hat sich BauGPT in kurzer Zeit zur führenden Plattform für die Fachkräftevermittlung im europäischen Bauhandwerk entwickelt. Bereits mehr als 50.000 Handwerker wurden erfolgreich an über 1.000 Unternehmen vermittelt – Tendenz weiter steigend. Mit einer Kombination aus Künstlicher Intelligenz, Automatisierung und praxisnahen Lösungen trifft BauGPT den Nerv einer Branche, die angesichts von Fachkräftemangel und Generationenwechsel stark unter Druck steht. Im Interview spricht Mitgründerin Anna Hocker über die Entstehungsgeschichte, den praktischen Einsatz von KI auf Baustellen und darüber, warum die Bauwirtschaft dem digitalen Wandel offener begegnet, als viele vermuten.
bpz: Frau Hocker, wie ist die Idee zu BauGPT entstanden?
Hocker: Die Idee entstand, als der Bruder vom BauGPT-Mitgründer Jonas Stamm ein Bauunternehmen in einer Nachfolgesituation übernahm. Seine erste Aufgabe war es, die absehbaren Renteneintritte zu ersetzen – was sich als überraschend schwierig herausstellte. Jonas kam damals frisch von seinem Informatik-Studium in Stanford zurück und wollte seinen Bruder mit technischem Know-how unterstützen. So entwickelte er eine Lösung, um gezielt Fachkräfte im Ausland anzusprechen. Erstmals war es möglich, offene Stellen in Ländern wie Polen direkt an die richtigen Zielgruppen auszuspielen, ausländische Lebensläufe und Zertifikate automatisiert auszulesen, zu prüfen und zu übersetzen. Diese technologische Basis prägt uns bis heute.
bpz: Was macht BauGPT heute besonders – und welchen Mehrwert bringt die Plattform ihren Nutzern?
Hocker: Wir setzen Automatisierungen und Künstliche Intelligenz (KI) in nahezu allen Bereichen ein – sowohl für die Rekrutierung im Ausland als auch in Deutschland. Dazu gehören die Übersetzung von Bewerbungen aus über 20 Sprachen, die automatische Bilderkennung in Lebensläufen oder die KI-gestützte Optimierung der Online-Vermarktung offener Stellen. Somit ist die KI fester Bestandteil unseres Recruiting-Produkts. Sie erleichtert die Übersetzung, Prüfung und Sortierung von Bewerbungen und sorgt dafür, dass offene Stellen im In- und Ausland optimal vermarktet werden.
bpz: Die Baubranche und ihre Akteure gelten als Digitalisierungs-Muffel. Wie erleben Sie die Reaktion auf Ihre digitalen Lösungen in der Praxis?
Hocker: Unsere Erfahrung ist das Gegenteil: Die Resonanz ist überwältigend. Gerade weil die Bauwirtschaft lange als Nachzügler galt, ist die Offenheit für Lösungen wie BauGPT heute besonders groß. Viele Unternehmen überspringen ganze Technologiestufen – sie wechseln nicht erst von lokalen Servern in die Cloud, sondern steigen direkt auf eine KI-Lösung wie BauGPT um, die sofort im Alltag nutzbar ist.
bpz: Also keine Vorbehalte gegenüber dem Einsatz von KI, sondern eine weitgehende Akzeptanz der neuen Technologie?
Hocker: Der Schlüssel liegt in der Einfachheit: Mit natürlicher Spracheingabe lassen sich komplexe Regelwerke oder Leistungsverzeichnisse so abfragen, dass es jeder versteht – vom Bauleiter bis zum Baggerfahrer. Ein Beispiel: Ein Baggerfahrer in NRW kann sich in Sekunden erklären lassen, wie tief er eine Baugrube ausheben darf, ab wann Sicherungsmaßnahmen erforderlich sind oder wie der Grundwasserstand berücksichtigt werden muss. KI wird so nicht zum Ersatz für Maschinensteuerung, sondern zum praktischen Ratgeber auf der Baustelle – ohne Schulung und ohne IT-Kenntnisse.
BauGPT gibt es seit über zwei Jahren als kostenlose Version „für die Hosentasche“. In diesem Jahr haben wir erstmals die Unternehmensversion BauGPT Pro auf der bauma Messe in München vorgestellt. Die Nachfrage war enorm – ein klares Signal, dass die Branche keineswegs digitalisierungsfeindlich ist, solange die Lösung greifbar, verständlich und direkt einsetzbar ist.
bpz: Was sind aktuell die größten Probleme, die Bauunternehmen bei der Fachkräftesuche haben – und wie hilft BauGPT dabei?
Hocker: Der Fachkräftemangel in der europäischen Bauwirtschaft ist so gravierend, dass er selbst durch internationale Rekrutierung nicht vollständig aufgefangen werden kann. In den kommenden fünf Jahren geht rund ein Drittel der erfahrensten Fachkräfte in Rente – mit ihnen droht wertvolles Praxiswissen verloren zu gehen. Gleichzeitig müssen die verbleibenden Teams produktiver und effizienter arbeiten. Genau hier setzen wir an: BauGPT bringt Unternehmen direkt mit den passenden Fachkräften zusammen. Und BauGPT sorgt dafür, dass Wissen bewahrt, Abläufe digitalisiert und Prozesse automatisiert werden – praxisnah, leicht zugänglich und speziell auf die Bedürfnisse der Bauwirtschaft zugeschnitten.
bpz: Wie funktioniert der Bewerbungs- /Rekrutierungsprozess über BauGPT?
Hocker: Wir drehen den klassischen Bewerbungsprozess um: Nicht Bauleiter oder Handwerker schreiben mühsam Lebensläufe und bewerben sich bei dutzenden Firmen – vielmehr gehen die Unternehmen aktiv auf passende Fachkräfte zu. Fachkräfte aus Bau, SHK und Elektro legen in wenigen Minuten ein Profil an, auch ohne Lebenslauf. Darin hinterlegen sie Qualifikationen, Berufserfahrung, Zertifikate, Projekterfahrungen, Wunschstandort oder Gehaltsvorstellungen.
Dieses Profil ist für geprüfte Unternehmen sichtbar, die gezielt nach neuen Mitarbeitern suchen. Unternehmen wiederum präsentieren sich mit eigenen Employer-Branding-Seiten: Sie zeigen Projekte, Teams, Benefits und Karrierechancen. Offene Stellen werden transparent mit allen relevanten Informationen dargestellt – so sehen Fachkräfte sofort, ob die Stelle wirklich passt.
Ein KI-basierter Algorithmus stellt passende Matches zwischen Bewerbern und Unternehmen her. Anschließend prüft unser Expertenteam die vorgeschlagenen Profile sorgfältig: Nur Fachkräfte, die den Anforderungen der Stelle und des Arbeitgebers entsprechen, werden weiterempfohlen. So kombinieren wir die Geschwindigkeit des Algorithmus mit der Verlässlichkeit menschlicher Vorqualifizierung. Personalverantwortliche erhalten dadurch keine unpassenden Bewerbungen mehr, sondern treten direkt mit passenden, geprüften Kandidaten in den Austausch.
bpz: Welche Trends sehen Sie in der Fachkräftegewinnung im Bauhandwerk?
Hocker: Zum einen beschleunigte Bewerbungsprozesse: Handwerker und Bauleiter schreiben immer seltener klassische Bewerbungen. Sie erwarten, dass Unternehmen sie direkt und unkompliziert ansprechen – oder dass sie sich mit dem Smartphone in Minuten bewerben können. Lange Prozesse und Bürokratie sind ein Ausschlusskriterium. Gleichzeitig steht die Arbeitgeberattraktivität stärker im Mittelpunkt als früher: Fachkräfte vergleichen nicht nur Gehalt und Projekte, sondern auch Arbeitsklima, Sicherheit, Weiterbildung und Familienfreundlichkeit. Wer Einblicke gibt und sich als attraktiver Arbeitgeber präsentiert, gewinnt. Wer unsichtbar bleibt, wird übersehen. Gerade kleinere Unternehmen können hier gegenüber großen Konzernen punkten.
Ein weiterer Trend ist die internationale Rekrutierung – aber nur als Ergänzung: Immer mehr Unternehmen schauen ins Ausland. Doch ohne moderne Prozesse und attraktive Bedingungen vor Ort reicht das nicht aus. Zudem prägen der Generationenwechsel und der Wissenstransfer die Branche: In den kommenden fünf Jahren geht ein Drittel der erfahrensten Fachkräfte in Rente. Nachwuchsgewinnung ist entscheidend – ebenso aber das Sichern von Wissen und die Steigerung der Produktivität in den Teams. Digitale Werkzeuge wie BauGPT, die Fachwissen in einfacher Sprache verfügbar machen, können hier wertvolle Unterstützung leisten.
bpz: Frau Hocker, ich danke Ihnen für Ihre Ausführungen.
Weitere Informationen:
baugpt.com
Crafthunt, Europas größte Plattform für Baustellen-Jobs mit mehr als 30.000 Bauleitern und Projektleitern, hat auf der ExpoReal eine speziell entwickelte Künstliche Intelligenz namens BauGPT präsentiert. Die KI wurde gezielt auf technische Standards, Bauinformationen und Bauverordnungen trainiert, um Bauleiter und Projektleiter bei ihrer Arbeit zu unterstützen.
Das Berliner Softwareunternehmen Cathago bringt mit „CATHAGO 3.0“ die leistungsstärkste und nutzerorientierteste Version seiner cloudbasierten Plattform auf den Markt. Neben der bewährten Funktionalität rund um die Digitalisierung von Einkaufsprozessen einschließlich eines integrierten Baustellen-Shops mit hinterlegten Rahmenverträgen und Produktkatalogen erweitert CATHAGO 3.0 das Anwendungsspektrum um Features wie den digitalen Lieferschein und eine automatisierte Rechnungsprüfung.
Ab sofort ist die Version 7 der Zusatzanwendung zu MWM-Libero DIG-CAD 7 und das Aufmaß-Modul 5.0 beim Bonner Softwarehaus MWM Software & Beratung GmbH erhältlich. Mit dieser Zusatzwendung ermittelt der Anwender schnell und einfach Mengen aus Plänen und Bildern für eine grafische Bauabrechnung. Das Aufmaß-aus-Plänen-Tool erstellt daraus automatisch einen Aufmaßplan und eine prüfbare Mengenermittlung inklusive der Dokumentation der Einzelwerte. Die 64-Bit Anpassung ermöglicht nun die Verarbeitung größerer Pläne sowie die bis zur 10-fachen Optimierung der Geschwindigkeit für das Laden und Speichern von Zeichnungsdateien. Darüber hinaus sind weiter zahlreiche Neuerungen und sowie viele Optimierungen im Handling enthalten.
Am 26. und 27. November 2025 präsentierte Hilti auf der BIM World 2025 in München, wie digitale Innovationen die Produktivität und Effizienz in der Bauindustrie vorantreiben. Als verlässlicher Partner für digitale Lösungen zeigt Hilti, wie Unternehmen mit modernen Softwarelösungen und Building Information Modeling ihr gesamtes Potenzial ausschöpfen können.
Effiziente Baustellenlogistik sorgt durch gezielte Steuerung von Materialflüssen, Transportwegen, Lagerflächen sowie Personal- und Maschineneinsatz für einen reibungslosen Bauablauf – und ist damit ein zentraler Erfolgsfaktor. Wer sie frühzeitig plant, minimiert Verzögerungen, senkt Kosten und erhöht die Sicherheit. Digitale Technologien bieten dabei wertvolle Unterstützung.
Nevaris feiert im September 2025 sein zehnjähriges Bestehen – und mit dabei ist 123erfasst. Das Unternehmen für mobile Baustellenlösungen gehört seit 2018 zur Nevaris-Familie und trägt seither maßgeblich dazu bei, Bauprozesse durchgängiger und digitaler zu gestalten. Mit der App von 123erfasst lassen sich sämtliche Projektdaten direkt auf der Baustelle erfassen und nahtlos in die Bürosoftware integrieren.
Im Rahmen eines „Digitalen Technologietags“ am Unternehmenssitz in Erwitte präsentierte die dxbau solutions GmbH live ihre innovativen Lösungen in Praxisvorführungen.
Um seine Leistungsfähigkeit unmittelbar erlebbar zu machen, lud dxbau solutions zum Digitalen Technologietag am Standort Erwitte ein. Auf mehreren Demostationsflächen zeigten Experten den rund 150 Besuchern anschaulich, wie digitale Technologien Bauprozesse effizienter und wirtschaftlicher machen. Präsentiert wurde das digitale Zusammenspiel zwischen Maschinensteuerungen, Bauvermessung, Massendaten und Softwarelösungen.
Die IB&T Software GmbH hat das EU-weite, offene Ausschreibungsverfahren zur Einführung einer BIM-fähigen Fachsoftware für die Straßenplanung des Landes Rheinland-Pfalz gewonnen. Mit seiner Softwarelösung card_1 überzeugte das Unternehmen den Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz (LBM) und erhielt im September 2025 den Zuschlag.
Autonome Baumaschinen, Assistenzsysteme und Remote-Steuerungen – die Digitalisierung auf der Baustelle schreitet voran. Doch je intelligenter die Technik, desto höher sind die Anforderungen an eine stabile, schnelle und ausfallsichere Internetverbindung. Genau hier setzt ConnectingCase an: Mit individuell konfigurierbaren Kommunikationslösungen sorgt das Unternehmen für die nötige Konnektivität auf Baustellen jeder Größe – selbst in abgelegenen Regionen. So wird aus innovativer Technik ein zuverlässiger Arbeitsalltag.