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Leipfinger-Bader: Recycling-Ziegel

Erster Innenwand-Vollziegel aus recyceltem Material

Ziegelwerke Leipfinger-Bader

Anschrift:
Ziegeleistraße 15
84172 Vatersdorf
Deutschland

Kontakt:

0 87 62 – 73 30

0 87 62 – 73 31 10

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Im Rahmen des Forschungsprojektes „Kaltziegel“ haben die Ziegelwerke Leipfinger-Bader eine völlig neue Generation von besonders nachhaltigen Mauerziegeln entwickelt. Bestehend aus recycelten Ziegelresten und mineralischen Bindemitteln wird der Vollziegel in einem speziellen Verfahren gepresst und anschließend an der Luft getrocknet. Der Ziegel muss nicht gebrannt werden und verfügt somit nur über einen geringen Energieeinsatz. Ziel der Forschung war es, einen Mauerziegel mit hoher Rohdichte und Druckfestigkeit zu entwickeln, der die Anforderungen tragender Innenwände erfüllt. Das ist dem Unternehmen nach eigenen Angaben gelungen. Für eine Serienfertigung des Vollziegels hofft das Familienunternehmen nun auf staatliche Investitionsförderung, die die hohen Anfangskosten zumindest teilweise auffangen soll.

Das Projekt zog Leipfinger-Bader gemeinsam mit dem Kooperationspartner Sievert Baustoffe – früher firmierend als quick-mix Gruppe - durch. Das gemeinsame Projekt wurde gefördert im Rahmen des „Bayerischen Programms – neue Werkstoffe“ des Bayerischen Wirtschaftsministeriums.

Der erste Schritt hin zum Recycling-Ziegel besteht in der Aufbereitung von Grundmaterialien. Die Basis bilden hier sortenreine Ziegelreste in besonders feinen Körnungsgrößen wie sie regelmäßig beim Schleifen von Planziegeln anfallen. Daneben können auch Fraktionen von recyceltem Ziegelbruch verwendet werden. Solche liefert etwa die einzigartige Recyclinganlage bei Leipfinger-Bader, die seit September 2020 am Standort Puttenhausen (Landkreis Kelheim) in Betrieb ist. Dieser Ziegelsand wird mit einer speziellen Bindemittel-Mischung versetzt, wobei hier ein ganzer Baukasten an Rezepturen entwickelt werden konnte. Die verschiedenen Materialkombinationen lassen sich langfristig auch für unterschiedliche Produkte zum Einsatz bringen.

Der zweite Schritt ist das innovative Pressverfahren. Dabei werden die Vollziegel-Rohlinge an der Luft bei Umgebungstemperatur getrocknet – ein Brennvorgang entfällt. Das Resultat ist ein Wandbaustoff, der eine besonders hohe Rohdichte aufweist, sowie über eine entsprechend hohe Druckfestigkeit verfügt. Dank seiner Masse erfüllt er nicht nur die statischen Voraussetzungen für tragende Innenwände, sondern auch deren spezielle Schallschutz­anforderungen. Wie herkömmliche Planziegel lässt er sich im Dünnbettverfahren verarbeiten. Unabhängige Prüfinstitute haben in bauphysikalischen Tests bereits die Tauglichkeit des kalt hergestellten Innenwand-Vollziegels im Hinblick auf statische Eigenschaften, Schallschutz, Frost- und Taufestigkeit bestätigt.

Damit nun aber eine eigene Produktionslinie für den Recyclingziegel zu schaffen, muss jedoch bei Leipfinger-Bade ein völlig neuer Betriebszweig entstehen. Neben den technischen Anlagen und Hallen werden große Lagerflächen für die Materialien benötigt. Zusätzlich ist der logistische Aufwand relativ hoch, da es große Mengen an Ziegelbruch zu bewegen gilt – eben dann, wenn zu recycelndes Material von den Baustellen zurück ins Werk befördert werden muss. Darüber hinaus bedarf es einer anspruchsvollen Qualitätskontrolle, denn nur hochwertiger Ziegelsand darf ins Endprodukt geraten. Ohne eine Investitionsförderung von staatlicher Seite ist diese Herausforderung nach Unternehmensangaben kaum zu stemmen.

Weitere Produkte des Herstellers Ziegelwerke Leipfinger-Bader:

Lehmorange: Lehmbauplatten
Lehmbauplatten von Lehmorange binden überschüssige Feuchtigkeit im Raum und regulieren die Zimmertemperatur auf natürliche Art und Weise. (Bild: Lehmorange)
Für ein behagliches und gesundes Raumklima
Der natürliche Baustoff Lehm erweist sich aufgrund seiner besonderen bauphysikalischen Eigenschaften und seiner hohen thermischen Masse seit Jahrtausenden als raumklimaförderndes Element. Das Unternehmen Lehmorange macht sich dies zunutze und bietet Lehmbauplatten für den nachhaltigen Innenausbau als Alternative zu herkömmlichen Bauplatten an. Sie sorgen ganzjährig für ein behagliches Raumklima und beugen Erkrankungen vor.

Weitere Produkte aus der Kategorie Wandbaustoffe / Mauerwerk:

Erhöhter Schallschutz durch Ziegel-Systembauteile
Ruhiges Wohnen 1
Ruhiges Wohnen
Auf einer ehemaligen Gewerbefläche im baden-württembergischen Weinsberg ist ein modernes Wohnquartier entstanden: Sieben Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 83 Wohnungen sowie sechs Reihenhäuser füllen nun eine bestehende Lücke im Stadtzentrum auf und schaffen qualitativen Wohnraum auf 7.600 m2 Fläche. Aus bautechnischen Gründen wurden alle 13 Gebäude in monolithischer Ziegelbauweise errichtet.
Jasto: Säulenstein
Der neue Jasto Säulenstein reduziert den Arbeits- und Zeitaufwand für Schalungsarbeiten deutlich. (Bild: Jasto Baustoffwerke)
Reduziert Schalungsarbeiten um bis zu 75%
Die Jasto Baustoffwerke haben einen innovativen Stein zur effizienten Ausführung von tragenden oder aussteifenden Pfeilern im Mauerwerk entwickelt. Der neue Jasto Säulenstein beschleunigt und vereinfacht hochwärmedämmende monolithische Bauweisen. Bisher werden erforderliche Verstärkungs- oder Aussteifungselemente im Mauerwerk mit einer Schalung in Ortbetonbauweise hergestellt. Dies ist ein aufwendiger Prozess, zudem hier zusätzlich eine außenliegende Dämmung angebracht werden muss. Diesen Arbeits- und Zeitaufwand verringert der Jasto Säulenstein deutlich. Die Schalungsarbeiten lassen sich um bis zu 75 % reduzieren.
Mit dem Isokorb Höhenunterschiede zwischen auskragenden Bauteilen und Geschossdecken überwinden
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Barrierefreier Übergang
Wärmebrücken sind häufig die Ursache für erhöhten Heizwärmeverlust, feuchte Wände und Schimmelpilzbildung. Besonders an auskragenden Bauteilen tritt die Problematik auf, da hier sowohl ein Materialwechsel in der Aussenwand als auch ein geometrischer Einfluss auftritt. Um konstruktive Wärmebrücken, z. B. bei Balkonauskragungen, Vordächern oder Brüstungen, zu vermeiden, kommt ein spezielles tragendes Wärmedämmelement zum Einsatz. So z. B. der Isokorb des Herstellers Schöck, welcher als Teil der Wärmedämmung Bauteile thermisch voneinander trennt und einen Teil der Statik bildet.
Kalksandstein als nachhaltiger Baustoff
Ökologisch bauen mit Mauerwerk
Ökologisch bauen mit Mauerwerk
Der rücksichtsvolle Umgang mit natürlichen Ressourcen ist nicht nur „in“, sondern auch von der Gesellschaft gefordert. Auch beim Bauen spielt die Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle. So gibt es weltweit anerkannte Zertifizierungsverfahren, die ein mehr oder weniger nachhaltiges Bauen und Nutzen von Gebäuden dokumentieren. Wesentlicher Aspekt dieser Zertifizierungen sind die verwendeten Baustoffe. Deren Ökobilanzen fließen in die Bewertung der Nachhaltigkeit von Gebäuden mit ein.
Bellenberg: Mauerziegel MZ60
In den MZ60 Mauerziegel sind Dämmpads aus natürlicher Mineralwolle integriert und sorgen für hohe Wärmedämmung. (Bild: Ziegelwerk Bellenberg/Gerd Schaller)
Erfüllt alle Effizienzhausstandards
Zur Neuregelung der Förderprogramme für Wohngebäude stellt das bayerisch-schwäbische Ziegelwerk Bellenberg einen neuen Mauerziegel für den Bau von Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäusern vor. Dank einer Reihe technischer Vorteile können mit dem MZ60 künftig alle Effizienzhaus-Standards erfüllt werden. Planer und Verarbeiter profitieren von der Wirtschaftlichkeit und Ausführungssicherheit. Bauherren erwartet neben einer zertifizierten Nachhaltigkeit bis zu 150.000 Euro Fördermittel.
James Hardie Europe: Fermacell-Gipsfaserplatten
Fermacell-Gipsfaser-Platten dürfen aufgrund ihrer spezifischen Materialeigenschaften als mittragende und aussteifende Beplankung von Wänden, als brandschutztechnische Bekleidung von Holzbauteilen sowie als aussteifende Komponente von Decken- und Dachscheiben verarbeitet werden.(Bild: James Hardie Deutschland GmbH)
Alternative zu Holzwerkstoffplatten
Die Preise im Holzwerkstoffmarkt steigen rasant, das Material ist knapp, es gibt Lieferprobleme. Für viele Holzbauunternehmen ist es in dieser Situation schwierig, ihre Fertigungstermine einzuhalten. Fermacell-Gipsfaser-Platten von James Hardie Europe sind eine Alternative für eine reibungslose und termingerechte Vorfertigung. Sie sind wie Holzwerkstoffplatten statisch voll einsetzbar, ermöglichen aber im Vergleich dazu deutlich schlankere Wandkonstruktionen. Beim Einsatz der Gipsfaser-Platte Vapor entfällt zudem das Aufbringen einer dampfbremsenden Schicht.
Jasto: Leichtbeton-Planstein Plan Quadro Lang
Der Jasto Plan Quadro Lang kann durch seine Länge als zeitsparendes Innen- und Außenwandmauerwerk eingesetzt werden. (Jasto Baustoffwerke)
Ersetzt vier Einzelsteine
Der neue Leichtbeton-Planstein Jasto Plan Quadro Lang ist speziell auf einen effektiven Baufortschritt im mehrgeschossigen Wohnungsbau zugeschnitten. Mit einer Länge von einem Meter ersetzt er vier Einzelsteine im Format 8 DF und verringert so Arbeitsschritte und Bauzeiten. Dabei kann er gleichermaßen als Innen- und Außenwandmauerwerk eingesetzt werden. Mit Hilfe einer speziell entwickelten Steinform wird der Leichtbeton-Planstein mit moderner Maschinentechnik produziert, er kommt auf eine exakte Größe von 99,7 x 24,0 x 24,9 cm (L x B x H) (32 DF). Im Unterschied zu herkömmlichen großformatigen Steinen setzt Jasto mit dem Quadro Lang auf eine Optimierung über die Steinlänge, anstatt die Höhe zu verändern. Wie für alle großformatigen Steine ist auch für den Quadro Lang der Einsatz von Versetzgeräten oder Minikränen erforderlich. Aufgrund der gewohnten Steinhöhe erlaubt er hierbei eine schnellere Verarbeitung und ein leichteres Handling. Viele Unternehmen sind heute schon dazu übergegangen, auch normalformatige Steine hoher Rohdichte mit maschineller Hilfe zu verbauen. Mit dem neuen Quadro Lang lässt sich dieser Arbeitsprozess nun ohne aufwendige Umstellungen nochmals beschleunigen.
Lehmorange: Lehmbauplatten
Lehmbauplatten von Lehmorange binden überschüssige Feuchtigkeit im Raum und regulieren die Zimmertemperatur auf natürliche Art und Weise. (Bild: Lehmorange)
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Juwö Poroton: Ziegelserie ThermoPlan RX
RX-Ziegel sorgen für sehr gute Wärmedämmung und werden klimaneutral produziert. (Bild: Jüwo Poroton)
Geringere Wandstärke sorgt für mehr Wohnfläche
Mit der neuen ThermoPlan RX-Ziegelserie will Juwö Poroton im monolithischen Massivbau für deutlich mehr Wohnfläche, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit sorgen. In der heutigen Praxis des Wohnbaus ist häufig ein funktionsgetrennter Wandaufbau anzutreffen. Auf 20 cm Stahlbeton oder Mauerwerk wird ein 16 cm starkes Wärmedämmverbundsystem aufgebracht, was neben einer geringeren Wohnfläche auch deutlich zu Lasten der Langlebigkeit und Nachhaltigkeit geht. Mit den neuen ThermoPlan RX-Ziegeln kann die gesamte Wandstärke um rund 20 % reduziert werden – in monolithischer Ziegelbauweise ohne zusätzliche Wärmedämmung auf der Außenwand.