Mittwoch, 29. Oktober 2025

40 Jahre Takeuchi in Deutschland

Als 1985 die ersten Takeuchi-Minibagger auf deutschen Baustellen auftauchten, sorgten sie zunächst für Verwunderung – zu klein, zu ungewohnt, zu anders. Doch schnell zeigte sich ihr enormes Potenzial: weniger körperliche Arbeit, mehr Effizienz, höhere Präzision. Mit der Übernahme des Generalvertriebs durch die Wilhelm Schäfer GmbH in Heppenheim begann eine Erfolgsgeschichte, die die Bauwirtschaft nachhaltig veränderte. Heute, 40 Jahre später, stehen Takeuchi und Schäfer gemeinsam für Innovation, Qualität und Partnerschaft – von den ersten hydraulischen Minibaggern bis zu modernen Elektro- und Kompaktmaschinen, die weltweit im Einsatz sind.

1985 startete die Wilhelm Schäfer GmbH als Generalimporteur den Vertrieb von Takeuchi in Deutschland. Zunächst lag der Fokus auf hydraulisch betriebenen Minibaggern. Bernd-Jochen Schöninger, heute Geschäftsführer der Jakob Noe Nachfolger GmbH in Stuttgart, erinnert sich: „Als wir damals die ersten Minibagger vorstellten, wurden wir belächelt. Was man mit diesem Spielzeug anfangen sollte, wurde gefragt. Aber schon bald erkannte man die Möglichkeiten, die Minibagger boten, und schon zwei Jahre später zeigten sich die Takeuchi Minibagger als der Renner.“

Schritt für Schritt Vertrauen aufgebaut

Der Erfolg der Wilhelm Schäfer GmbH begann 1985 am damaligen Standort in Heppenheim. Zunächst galt es, Fachhändler vom Nutzen der kleinen Maschinen zu überzeugen. Gegenseitiges Vertrauen und Verlässlichkeit bildeten von Beginn an die Grundlage der Zusammenarbeit. Auf dieser Basis gelang es, ein Netzwerk zuverlässiger und qualifizierter Händler im gesamten Vertriebsgebiet aufzubauen – ein Prinzip, das bis heute gilt und vom Generalimporteur seit 40 Jahren konsequent vorgelebt wird.

Seit den Anfangsjahren dabei ist Peter Tegtmeier, Geschäftsführer der Ertl + Tegtmeier GmbH in Bergkirchen: „Unsere Kunden sagen durchgängig, dass sie mit den Takeuchi Baumaschinen und uns als Händler die wenigsten Probleme in ihrem Maschinenpark haben. Dabei hilft sehr, dass uns der Generalimporteur, die Wilhelm Schäfer GmbH, immer zuverlässig unterstützt“, bilanziert er die vergangenen Jahrzehnte und die Gegenwart. 

Mechanisierung der Baustelle vorangetrieben

Takeuchi hat mit zahlreichen Entwicklungen im Bereich der Mini- und Kompaktbagger sowie bei Laderaupen die Arbeit auf Baustellen nachhaltig verändert. Schwere körperliche Tätigkeiten konnten zunehmend durch Maschinen ersetzt werden. Zu den wichtigen Meilensteinen zählen der TB 1000 – der erste hydraulische Takeuchi-Minibagger mit 360° drehbarem Oberwagen – sowie die Laderaupe TL 10, mit der 1986 die Mechanisierung des Materialtransports auf Baustellen begann. 1994 folgte der erste 7-Tonnen-Mobilbagger TB 070 W, ein Jahr später der erste „Nullheckbagger“, bei dem das Heck seitlich nicht über die Ketten hinausragte. 2024 wurde schließlich der erste Elektrobagger vorgestellt.

Immer wieder brachte Takeuchi technische Neuerungen auf den Markt, etwa die Laufwerkserweiterung oder die elektronische Vorsteuerung. Viele dieser Entwicklungen setzten Maßstäbe und beeinflussten die gesamte Branche.

Wilhelm Lämmermann, Geschäftsführer der Gebr. Mayer GmbH + Co. KG in Fürth, beschreibt: „Damals wie heute liefert Takeuchi sehr gute Maschinenqualität. Da stimmt das Zusammenspiel aller Komponenten. Mit gut abgestimmten Maschinen und feinfühliger Steuerung lässt es sich besonders wirtschaftlich arbeiten. Ein Takeuchi kann ohne Probleme 12.000 Stunden arbeiten.“

Produktportfolio erweitert

Auch der Generalimporteur blickt auf eine kontinuierliche und erfolgreiche Entwicklung zurück. Vielfältige technische Ausstattungsvarianten für Bagger und Laderaupen wurden im Laufe der Jahre entwickelt und standardisiert. Das Unternehmen wuchs stetig und verlegte seinen Sitz von Heppenheim zunächst nach Mannheim. 2014 übernahm die Verhoeven Gruppe die Wilhelm Schäfer GmbH. Ende 2020 zog das Unternehmen auf ein neu errichtetes, deutlich größeres Firmengelände in Heppenheim zurück. Das Produktportfolio wurde um Toku-Hydraulikhämmer erweitert, während die Betreuung der Handelspartner in Vertrieb und Service – ein zentrales Element seit der Gründung – weiter ausgebaut wurde.

1985 startete die Wilhelm Schäfer GmbH mit zehn Mitarbeitenden, heute sind es über hundert. Eine ähnlich positive Entwicklung beschreibt Katrin Schmittinger, Geschäftsführerin der Baumaschinen Schmittinger GmbH in Köngen: „Wir haben mit der Firma Wilhelm Schäfer schon vor 1985 zusammengearbeitet. 1985 integrierten wir dann die ersten Takeuchi Minibagger in unseren Mietpark und unser Verkaufsprogramm. Die durchdachte Konstruktion und die praxisnahen Details (schon damals gab es serienmäßig eine Hammerleitung) trafen exakt unseren schwäbischen Qualitätsanspruch. Bis heute, 40 Jahre später, konnten wir über 1.000 Takeuchi Baumaschinen verkaufen und haben aktuell 260 Takeuchi Bagger und Lader im Mietpark.“

Weitere Informationen: 

www.wschaefer.de

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