Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten zeigen sich die Immobilienmärkte in Deutschlands Großstädten weiterhin robust. Laut einer aktuellen Analyse von eXp Germany sind die Werte für Häuser und Wohnungen im vergangenen Jahr in fast allen Metropolen gestiegen. Nur München und Berlin verzeichneten leichte Rückgänge – München bei Häusern, Berlin bei Wohnungen. Besonders dynamisch entwickelten sich dagegen Städte wie Düsseldorf, Stuttgart, Dortmund und Dresden.
eXp Germany analysierte die neuesten Branchendaten und untersuchte die vierteljährlichen und jährlichen Preisbewegungen in den führenden städtischen Märkten Deutschlands, um die Entwicklung der Werte von Häusern und Wohnungen unabhängig voneinander zu bewerten. Die Ergebnisse zeigen ein breit angelegtes Wachstum in den meisten Städten und unterstreichen die anhaltend starke Nachfrage der Käufer trotz allgemeiner wirtschaftlicher Gegenwinde.
Sinkende Hauspreise in München
Unter den deutschen Großstädten hat Düsseldorf eine der stärksten Entwicklungen bei Häusern verzeichnet, deren Werte im Jahresvergleich um 6,9 % und im Quartalsvergleich um 2,5 % gestiegen sind und einen Durchschnitt von 3.288 € pro Quadratmeter erreicht haben. Stuttgart folgt dicht dahinter mit einem Anstieg von 6,5 % im Jahresvergleich und 2 % im Quartalsvergleich auf durchschnittlich 4.167 € pro Quadratmeter, während Frankfurt ebenfalls solide Zuwächse von 6,2 % im Jahresvergleich und 0,7 % im Quartalsvergleich auf 3.621 € verzeichnete.
Dresden entwickelt sich mit einem Anstieg von 5,7 % im Jahresvergleich weiterhin gut, obwohl ein geringfügiger Rückgang von 0,5 % im Quartalsvergleich den Durchschnitt auf 3.150 € pro Quadratmeter gedrückt hat. Auch Berlin hat mit einem Anstieg von 5,2 % im Jahresvergleich und 1,4 % im Quartalsvergleich auf 3.933 € sein starkes Wachstum beibehalten.
Andernorts verzeichneten Dortmund (+3,6 %), Hamburg (+2,9 %) und Köln (+2,4 %) einen stetigen Anstieg im Jahresvergleich, während Hannover einen moderateren Anstieg von 1,5 % verzeichnete. Der einzige Rückgang im Jahresvergleich war in München zu verzeichnen, wo die Immobilienpreise im Jahresvergleich um 1,7 % und im Quartalsvergleich um 0,2 % auf 5.990 € pro Quadratmeter fielen – ein Zeichen für eine leichte Korrektur nach Jahren überdurchschnittlichen Wachstums.
Berlin hinkt hinterher
Der Wohnungsmarkt blieb besonders dynamisch, wobei Dortmund und Dresden die Spitze anführten. Dortmund verzeichnete mit 11,4 % den stärksten Anstieg im Jahresvergleich, wobei ein geringer Anstieg von 0,1 % im Quartalsvergleich die Preise auf 2.298 € pro Quadratmeter steigen ließ. Dresden folgte dicht dahinter mit einem Anstieg von 11,1 % im Jahresvergleich und 1 % im Quartalsvergleich auf 3.271 €.
Auch Hamburg und Düsseldorf entwickelten sich mit einem Anstieg von jeweils 8,1 % im Jahresvergleich stark. Hamburg liegt nun bei durchschnittlich 4.733 € pro Quadratmeter und Düsseldorf bei 3.511 €. München verzeichnete ein Wachstum von 7,7 % im Jahresvergleich und 1,2 % im Quartalsvergleich, wodurch der durchschnittliche Wert für Wohnungen auf 7.441 € stieg, während Frankfurt trotz eines Rückgangs von 0,4 % im Quartalsvergleich auf 4.182 € einen Anstieg von 6,1 % im Jahresvergleich verzeichnete.
Hannover (+5,5 %), Köln (+5,5 %) und Stuttgart (+3,8 %) verzeichneten ebenfalls ein solides jährliches Wachstum, während Berlin als einzige Stadt einen Rückgang verzeichnete: Die Wohnungspreise sanken im vergangenen Jahr um 1,2 %, trotz eines Anstiegs von 1,2 % im Quartalsvergleich auf 5.059 € pro Quadratmeter.
"Der deutsche Immobilienmarkt zeigt weiterhin eine bemerkenswerte Beständigkeit, wobei die überwiegende Mehrheit der Städte sowohl im Haus- als auch im Wohnungssektor ein Wachstum verzeichnet", kommentierte Lars Pfeiffer, Leiter von eXp Germany, die aktuellen Zahlen. "Die begrenzten Rückgänge in München und Berlin sind marginal und spiegeln lokale Anpassungen nach längeren Phasen rascher Wertsteigerungen wider. Insgesamt trägt die Stabilität des deutschen Wohnungsmarktes in Verbindung mit einer stetigen Nachfrage und einem disziplinierten Finanzierungsansatz dazu bei, das reale Wachstum aufrechtzuerhalten."
Zur Analyse:
Die aktuellee Daten zu den Immobilienpreisen stammen von DR Klein, und umfassen sowohl Häuser als auch Wohnungen. Die vierteljährlichen und jährlichen Veränderungen spiegeln den Durchschnittspreis pro Quadratmeter bis zum 2. Quartal 2025 wider. eXp Realty ist das größte unabhängige Immobilienunternehmen der Welt mit mehr als 87.000 Maklern.
