Mittwoch, 15. September 2021

Handwerkscamp: Zukunft am Bau gestalten

Der Wandel am Bau ist nicht mehr aufzuhalten, immer mehr Unternehmensbereiche passen sich der digitalen Realität an. Doch es geht nicht nur um die fortschreitende Digitalisierung: Die Veränderungen der Branche sind vielfältig, sodass sich den Bauakteuren die Frage stellt, wie man den neuen Herausforderungen des Baualltags am besten begegnet. Auf dem Handwerkscamp, dem Barcamp für Fachleute aus dem Bauhandwerk, werden daher zum vierten Mal auf Augenhöhe Erfahrungen ausgetauscht, Wissen geteilt und Themen erörtert.

Die Bauwirtschaft steht vor den größten Veränderungen der letzten Jahre. Es wird erwartet, dass sich in den nächsten fünf Jahren die Abläufe, Baustoffe, Geschäftsmodelle und Hilfsmittel stärker wandeln werden als in den letzten fünfzig Jahren. Die Digitalisierung trägt einen entscheidenden Anteil daran und wird durch die Corona-Pandemie noch verstärkt. In der Krise hat die Gesellschaft immer stärker gelernt, mit digitalen Tools zu arbeiten. Videokonferenzen und Online-Buchungen sind mittlerweile an der Tagesordnung. Und auch, wenn die Baubranche aktuell noch mangels schlechter technischer Ausstattung in den Ämtern ausgebremst wird. Sobald die staatlichen Stellen technologisch nachziehen, wird es kein Zurück mehr geben.

Gleichzeitig wandelt sich die Bedeutung, der Einfluss und der Aufgabenbereich der Fachkräfte teilweise existenziell. Wie genau wirkt sich die modulare Vorfertigung auf die Handwerkerinnen und Handwerker aus? Welchen Effekt hat ein Aufweichen der traditionellen zwei- oder dreistufigen Vertriebswege? Wie werden sich die Arbeitsplätze und die zu verrichtenden Tätigkeiten verändern? Welche Chancen bieten Innovationen und wie können diese optimal genutzt werden?

Treff der Trendsetter

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom Handwerkscamp haben sich bereits über Jahre mit diesen Themen beschäftigt und wollen die Zukunft aktiv mitgestalten. So treffen sich am 18. und 19. September zum vierten Mal die digitalen Vor- und Weiterdenker der Baubranche, um über aktuelle und kommende Themen zu diskutieren, sich über die Veränderungen auszutauschen und das gesammelte Wissen zu teilen. Im Gegensatz zu einer Konferenz stehen die Themen vor der Veranstaltung noch nicht fest. Quasi als Influencer bringen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Themen erst mit und interessieren sich dabei auch ganz besonders für die Meinung der anderen.

Das Handwerkscamp wird in diesem Jahr erneut unter der Schirmherrschaft der SHK Innung in Berlin veranstaltet und von der Initiative #LustaufHandwerk sowie von LexOffice, OpenOffice und diversen anderen Sponsoren unterstützt. Anmeldungen sind auch noch kurzfristig möglich.

Weitere Artikel:

50. VDBUM-Seminar als Branchentreff

50. VDBUM Großseminar
Unter dem Motto „50 Jahre – Fundament für die Zukunft“ treffen sich die führenden Köpfe der Branche vom 25. bis 28. Januar 2022 zum Wissensaustausch im Kongresszentrum Sauerland Stern Hotel in Willingen. Der Verband der Baubranche, Umwelt- und Maschinentechnik e.V. feiert sein 50-jähriges Bestehen mit 50 Partnern und 1.200 Fachbesuchern. Interessenten können sich über die VDBUM-Website anmelden – auch Tagesgäste sind herzlich willkommen.

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Die Preise steigen weiter

„Der Preisanstieg bei Baumaterialien setzt sich weiter fort. Insbesondere der Preis für Bauholz legte weiter zu, dieser ist im September 2021 binnen Monatsfrist um 8,4 % gestiegen. Er liegt damit mittlerweile um 137 % über dem Niveau des Vorjahres“, kommentierte der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Tim-Oliver Müller, die vom Statistischen Bundesamt heute veröffentlichen Erzeugerpreisindizes für gewerbliche Produkte in Deutschland.

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Einigung im Bauhauptgewerbe

Einigung im Tarifstreit
Die Tarifpartner im Bauhauptgewerbe mit seinen rund 890.000 Beschäftigten haben sich am heutigen frühen Freitagmorgen nach fünf Verhandlungs- und zwei Schlichtungsrunden geeinigt: Danach bekommen die Beschäftigten am Bau im Westen für die Monate Juli bis Oktober 2021 eine Corona-Prämie in Höhe von 500 Euro, im Tarifgebiet-Ost sind dies 220 Euro. Zum 1. November 2021 werden die Einkommen im Westen um 2 %, im Osten um 3 % angehoben. Am 1. April 2022 gibt es eine weitere Erhöhung um 2,2 % (Ost: 2,8 %) und am 1. April 2023 um weitere 2 % (Ost: 2,7 %).

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Maschinenbau erholt sich von der Krise

Von Januar bis August des laufenden Jahres liegt der Branchenumsatz von Baumaschinen aus deutscher Produktion preisbereinigt um 14 % über dem Vorjahreszeitraum. Setzt sich dieser Trend bis zum Jahresende fort, erreicht die Branche fast das Niveau von 2019. Die Branche hat sich vom Schock des Pandemiejahres erholt. Sorgen machen den Baumaschinenherstellern die Zulieferer, die bestimmte Bauteile wie Halbleiter nicht ausliefern können.

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Corona: Bauakteure zeigen sich gelassen

Während der Sommermonate hat sich die Coronalage in Deutschland weitgehend entspannt. Doch mit dem Beginn der Herbstsaison fürchten viele Experten, dass die derzeit vorherrschende, aggressivere Delta-Variante schon in wenigen Wochen zwangsläufig zu einer erneuten Verschärfung der Coronaregeln führen wird. Zwar rechnen die wenigsten mit einem erneuten Lockdown wie im vorigen Herbst – doch womöglich stehen weitere Einschränkungen bevor, die viele Unternehmen hart treffen könnten. Die Baubranche nimmt dieses Szenario erstaunlich gelassen.

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Projektvolumen bei Neubauten steigt

Projektvolumen
Der Anteil der Hochbauprojekte im Neubau (Anzahl der Gebäude) mit einem Projektvolumen (veranschlagte Baukosten) von über 500.000 Euro am Gesamtmarkt ist zwischen 2002 und 2020 von 7,1 % auf 19,6 % gestiegen. Das heißt: Von den 137.250 Hochbauprojekten des Jahres 2020 - von denen 112.930 auf Wohngebäude entfielen - wurden knapp 26.900 Projekte mit einem Volumen von über einer halben Million Euro fertiggestellt (2002: 14.120 von 198.000 Projekten).

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Kein Ende im Bau-Tarifkonflikt

Die Schlichtung für das Bauhauptgewerbe mit seinen 890.000 Beschäftigten wurde am späten Donnerstagabend in Berlin unterbrochen. Das teilte die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mit. Die Gespräche sollen am kommenden Mittwoch voraussichtlich in Berlin fortgesetzt werden. Der IG BAU-Bundesvorsitzende, Robert Feiger, sprach von „den schwierigsten Verhandlungen im Baugewerbe seit Jahren“. Als Schlichter vermittelt der Präsident des Bundessozialgerichts, Rainer Schlegel, zwischen den Tarifparteien.

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JCB entwickelt H2-betriebene Baumaschinen

JCB entwickelt H2-Baumaschinen
JCB will bereits Ende 2022 die ersten mit Wasserstoff betriebenen Bagger, Baggerlader und Teleskoplader vorstellen, die die Kunden dann auch bestellen können. Das gab Frank Zander, Geschäftsführer JCB Deutschland, auf den „Waste & Recycling Days“ seines Unternehmens in Frechen bekannt. „Bis Mitte 2023 wollen wir dann die ersten Maschinen ausliefern“, sagte Zander im Gespräch mit der bpz. JCB sehe sich damit als Vorreiter in der Wasserstofftechnologie.

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Hilti Gruppe mit starker Erholung

Die Hilti Gruppe hat per Ende August 2021 den Umsatz um 13 % auf CHF 3872 Mio. gesteigert. Das Betriebsergebnis und der Reingewinn lagen mit CHF 613 Mio. (+38%) und CHF 466 Mio. (+48%) ebenfalls deutlich über dem Vorjahreszeitraum. "Im Zuge der weltweit positiven Baukonjunktur konnten wir unsere Erholung vom Einbruch im letzten Jahr fortsetzen. Damit erzielen wir auch gegenüber dem Vorkrisenniveau von 2019 ein Wachstum von rund 5 % in Lokalwährungen", erklärt CEO Christoph Loos zum Zwischenergebnis.

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