Dienstag, 22. November 2016

IG BAU: Drohung mit Entlassungen ist unredlich

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) warnt davor, die Folgen der Öko-Verordnung zu Baustyropor für das Dachdeckerhandwerk zu dramatisieren. „Die Drohung mit Massenentlassungen ist übertrieben und unredlich. Solche Aussagen helfen in der Sache nicht und verunsichern die Beschäftigten in Dachdeckerbetrieben. Derzeit ist die Auftragslage in der Branche so gut, wie lange nicht. Vielfach müssen Kunden lange auf einen Termin für ihr Dach warten. Fachkräfte sind begehrt. Es gibt deshalb keinen Grund, die Sorge vor Entlassungen zu streuen“, sagte der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Dietmar Schäfers. „Wir beobachten zwar, dass es teilweise bei der Entsorgung von Baustyropor zu Engpässen kommt. Gleichzeitig sehen wir aber auch, dass viele Bundesländer bereits pragmatische Lösungen umsetzen.“

Laut einem Bericht der Bild-Zeitung vom 22.11.2016 drohen wegen eines Entsorgungsengpasses von Styropor Massenentlassungen von Dachdeckern. Hintergrund ist eine Öko-Richtlinie, nach der Baustyropor und anderes schädliches Material seit Oktober dieses Jahres als Sondermüll entsorgt werden muss. Entsorgerfirmen hatten sich zum Teil geweigert, die Abfälle zu transportieren oder dafür hohe Preise verlangt. Zur Umgehung der Engpässe haben aber inzwischen viele Bundesländer eine Regelung getroffen. Nach dieser können die Handwerksbetriebe die kritischen Materialien übergangsweise selbst zu den Müllverbrennungsanlagen bringen.

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