Mittwoch, 10. Dezember 2025

Liebherr nimmt neues Hydraulikzylinder-Werk in Betrieb

Nach rund drei Jahren Bau- und Umzugsphase hat die Liebherr-Components Kirchdorf GmbH ihren neuen Standort für Hydraulikzylinder in Oberopfingen in Betrieb genommen. Drei moderne Hallenkomplexe und zwei Verwaltungsgebäude erweitern die bestehende Produktionsfläche um rund 46.000 m². Mit dem Abschluss des Projekts ist nun auch die mechanische Fertigung an den neuen Standort verlagert – ein zentraler Schritt, um Prozesse zu bündeln, Effizienz zu steigern und die Versorgung der Kunden langfristig zu sichern.

Drei Jahre nach dem Spatenstich im Dezember 2022 ist die Bau- und Umzugsphase des Komponentenwerks abgeschlossen. Besonders herausfordernd gestaltete sich dabei die Überführung der mechanischen Fertigung bei der gleichzeitig laufenden Produktion. Nach dem Umzug stehen insgesamt 33 Fertigungsmaschinen an ihrem neuen Platz. Darüber hinaus wurde in rund 20 neue Maschinen und Anlagen investiert.

Platz für Innovation und Optimierung 

Während die Entwicklungsmöglichkeiten am bisherigen Standort in Kirchdorf/Iller beschränkt waren, bieten die neu gewonnen Flächen die Möglichkeit, die Produktion und deren Prozesse zu verbessern, um sich optimal auf die Kundenbedürfnisse einzustellen. Sowohl die Modernisierung technischer Anlagen als auch die konsequente Ausrichtung der Produktionseinrichtung entlang des Wertschöpfungsprozesses bilden die Basis für eine effizientere Arbeitsweise und geringere Durchlaufzeiten. Zu den Highlights gehören beispielsweise das moderne und hochautomatisierte Sägezentrum sowie die zentrale Kühlschmierstoffversorgung für die zerspanenden Maschinen. „Wir freuen uns, dass wir nach rund sieben Jahren, in denen wir die Herausforderungen von zwei Standorten bewältigen mussten, nicht nur unsere ganze Belegschaft unter einem Dach haben, sondern auch die Gelegenheit nutzen können, uns für die Zukunft richtig aufzustellen“, betont Ulrich Hammerle, Geschäftsführer für Produktion und Technik des Komponentenwerks. 

Nachhaltigkeit im Fokus 

Ein Teil des Neubaukonzepts beinhaltet ein ganzheitliches Energiemanagementsystem. Dazu ist das Liebherr-Werk seit diesem Jahr nach DIN EN ISO50001 zertifiziert. Unter der Einhaltung des modernen und energieeffizienten Baustandards wurde eine Abwärme-Dämmung sowie eine Wärmepumpentechnik installiert, welche hauptsächlich durch die eigene PV-Anlage auf dem Dach mit Strom versorgt wird. Über die Anlage und die insgesamt 1.768 Solarpaneelen produziert das Unternehmen den größten Teil des Stroms selbst. Ein weiterer Schritt zur effizienten Energienutzung ist der Einsatz eines Wärmerückgewinnungssystems. Hier wird die Wärme, welche durch die Produktionsanlagen gewonnen wird, zur Klimatisierung der Produktionshallen genutzt. Über eine moderne Verdampfungsanlage gelingt es dem Unternehmen zudem, verbrauchtes Wasser wieder aufzubereiten, erneut zu nutzen und damit die Abwassermenge zu reduzieren. Durch solche effizienten Maßnahmen schont Liebherr die Umwelt und arbeitet kontinuierlich daran, den Energieverbrauch zu senken und die Effizienz in Energiebelangen zukunftssicher zu gestalten. 

Eröffnungsfeierlichkeiten zum Projektabschluss 

Im November 2025 wurde der Neubau durch die Familie Liebherr im Beisein des Bürgermeisters sowie des Ortsvorstehers von Oberopfingen eingeweiht. „Dieses Projekt wäre ohne das Engagement unserer Mitarbeitenden und einer gründlichen Projektorganisation nicht realisierbar gewesen. Dank dieser gemeinsamen Anstrengung verlief der Umzug rückblickend sehr gut“, fasst Thomas Sonntag, Geschäftsführer für Administration und Vertrieb in Oberopfingen, zusammen. „Unsere Kunden und Partner können wir nun bestmöglich versorgen und gleichzeitig unser Produktspektrum erweitern.“ Nach dem Umzug beschäftigt das Hydraulikunternehmen in Oberopfingen rund 550 Mitarbeiter und setzt mit dem Neubau ein starkes Zeichen für die Region und die Zukunft der Komponenten.

Weitere Informationen: 

www.liebherr.com/components

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