In der zweiten Verhandlungsrunde in Nürnberg konnte am 18. Juni 2025 zwischen den Arbeitgebern im Garten- und Landschaftsbau und der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) ein über 24 Monate laufender Tarifabschluss erzielt werden. Ab dem 1. Juli 2025 steigen die Löhne und Gehälter um 3,2 % und zum 1. Juli 2026 um weitere 3,3 %.
Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen steigen in zwei Stufen ab Juli 2025. Das Ergebnis der Verhandlungen sorgt für Planungssicherheit in der Branche und zeigt, dass die Sozialpartnerschaft im GaLaBau noch gut funktioniert.
Für den Ecklohn (Lohngruppe 4.2a) bedeutet der Tarifabschluss die folgende Entwicklung:
- bisher: 19,61 Euro/Stunde
- ab 1. Juli 2025: plus 63 Cent ⇒ 20,24 Euro/Stunde
- ab 1. Juli 2026: plus 67 Cent ⇒ 20,91 Euro/Stunde
Die Ausbildungsvergütungen steigen ebenfalls kräftig an und werden in zwei Stufen angehoben – prozentual entsprechend den Löhnen und auf volle Euro aufgerundet.
- ab 1. Juli 2025: 1.100 Euro im ersten Jahr / 1.220 Euro im zweiten Jahr / 1.340 Euro im dritten Jahr
- ab 1. Juli 2026: 1.140 Euro im ersten Jahr / 1.270 Euro im zweiten jahr / 1.390 Euro im dritten Jahr
Für die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) ist dieser Abschluss ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung für die Arbeit draußen im Grünen, bei Wind und Wetter. Der Verhandlungsführer der Arbeitgeber Uwe Keller-Tersch bewertet den Abschluss wie folgt: „Der Spagat zwischen der Anerkennung der Leistungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der bei vielen Betrieben eingetrübten Ertragslage war schwierig. Aber wir haben nach zähem Ringen einen tragfähigen Kompromiss gefunden, der den Betrieben für die nächsten zwei Jahre Planungssicherheit bietet.“ Er ergänzt: „Die konzentrierten und konstruktiven Verhandlungen haben wieder einmal gezeigt, dass die Sozialpartnerschaft im GaLaBau sehr gut funktioniert.
