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Die steinexpo 2026 steht trotz angespannter Rahmenbedingungen in der Rohstoff- und Baustoffindustrie vor einem vielversprechenden Start. Im bpz-Interview spricht der Messechef Dominik Rese über die aktuelle Stimmung der Branche, die Entwicklung der Ausstellerzahlen und die Erwartungen an die Besucherresonanz. Außerdem geht es um die besonderen Live-Demonstrationen im Steinbruch, neue Showkonzepte und die wichtigsten Technologietrends der Messe. Deutlich wird: Die steinexpo bleibt eine zentrale Plattform für Praxis, Austausch und Innovation.
bpz: Herr Rese, die steinexpo 2020 musste pandemiebedingt ausfallen, die Ausgabe 2023 setzte anschließend ein starkes Zeichen für die Branche. Nun stehen viele Unternehmen erneut vor wirtschaftlichen Unsicherheiten und zurückhaltenden Investitionsentscheidungen. Mit welchen Vorzeichen geht die steinexpo 2026 an den Start?
Rese: Der große Erfolg in 2023 hat nicht nur uns gefreut – alle Beteiligten haben sich nach der langen Durststrecke seit 2017 über dieses deutlich positive Zeichen gefreut. Es ist allerdings auch kein Geheimnis: Die Weltwirtschaftslage stellt nahezu alle Branchen vor starke Herausforderungen, wovon die Roh- und Baustoffindustrie sicher nicht ausgenommen ist. Die fehlenden Effekte des Sondervermögens im Infrastrukturbau, die volatilen Energiekosten und auch die schwierigen Genehmigungssituationen in den Betrieben sind durchaus eher negativ geprägt. Dennoch – und das freut mich persönlich ganz besonders – hat gerade die Roh- und Baustoffindustrie einen notwendigen Optimismus und die gewisse „Pack-an-Mentalität“. Mein Fazit also: Es könnte besser sein, aber die Branche versucht alles um voranzukommen!
bpz: Wie entwickelt sich die Nachfrage nach Ausstellungsflächen und welche Erwartungen haben Sie an die Besucherresonanz?
Rese: Wir konnten die steinexpo 2023 in der Ausstellerzahl und der belegten Fläche Ende Juni 2026 toppen – was sicherlich ein toller Zuspruch und ein Vertrauensbeweis der ausstellenden Unternehmen in die Plattform ist. Die Nachfrage selbst hatte sich im Vergleich zu den Vorveranstaltungen stark verändert: Die Keyplayer in den einzelnen Märkten sowie viele langjährige Aussteller haben sich bereits kurz nach dem Akquise-Start im Februar 2025 für die steinexpo entschieden. Viele andere Unternehmen haben die Entscheidung zur Teilnahme allerdings auch kurzfristiger getroffen. Das ist durch die fehlenden Planbarkeiten durchaus nachvollziehbar.
Besucherseitig konnten wir in 2023 mit 61.700 Gästen einen Rekord in der Geschichte der steinexpo erreichen – eine klasse Honorierung für den Aufwand und das Engagement, was die ausstellenden Unternehmen hier einbringen. Unsere Prognose für 2026 sieht eine ähnliche Besucherbeteiligung wie in 2023 vor. Den Sprung aus 2017 nach 2023 erwarten wir nicht. Das ist allerdings keinesfalls ein negatives Vorzeichen: Neben dem immer höher werdenden Arbeitsdruck auf die einzelnen Entscheider macht sich hier auch der demographische Wandel bemerkbar. Wichtiger ist vielmehr die Qualität der Fachbesucher als die reine Anzahl.
bpz: Ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal der steinexpo sind die Live-Demonstrationen im aktiven Steinbruch. Mit Formaten wie „QuarryVision“ hat die Messe zuletzt neue Akzente gesetzt. Welche Vorführungen, Sonderflächen oder neuen Showkonzepte dürfen die Besucher diesmal erwarten?
Rese: Absolut! Die Live-Demonstrationen sind das Kernstück der steinexpo. In 2026 konnten wir viele Aussteller gewinnen, die auf der eigenen Standfläche etwas demonstrieren: So sind an nahezu jeder Ecke des Messegeländes Maschinen und Anlagen hautnah zu erleben. Die Demonstration von Aufbereitungsanlagen befindet sich auf Demo B, die Baumaschinen auf Demo C.
Auf Demo A haben wir die Vorführungen in der Allgemein-Demo konzentriert: Besucher dürfen sich auf eine eindrucksvolle Choreografie von über 25 Großmaschinen freuen. Besonderer Fokus liegt dabei auf der markenübergreifenden und praxisnahen Kombination der verschiedenen Lade- und Transportfahrzeuge. Ergänzend sind in jedem Demolauf sogenannte Sondermaschinen vertreten – also jene, die weder laden noch transportieren. Sie alle stellen ihre besonderen Fähigkeiten und die Belastbarkeit in hartem Basaltgestein unter Beweis.
Im Bereich Quarry Vision haben wir uns in diesem Jahr für eine dezentrale Platzierung entschieden: Verteilt auf alle Demoflächen finden die Besucher verschiedene Systeme und Neuerungen zur Unterstützung von Fahrern und Bedienern der Maschinen und Anlagen sowie verschiedene weitere Innovationen. Die im Vorfeld ausgelobte Übersicht hierzu listet die entsprechenden Hot-Spots.
bpz: Wenn Sie auf die Gespräche mit Herstellern und Anwendern blicken: Welche Technologien, Maschinenkonzepte oder Anlagentrends werden die steinexpo 2026 Ihrer Einschätzung nach besonders prägen?
Rese: Wir merken sehr differenzierte Entwicklungen in verschiedenen Bereichen: Viele Produkte und Lösungen sind zwischenzeitlich entwicklungstechnisch auf einem so hohen Stand angekommen, dass die klassische Weiterentwicklung im Bereich von Kraftstoffeffizienz und Kostenreduzierung nicht mehr immer das Ziel ist. Vielmehr nehmen wir deutliche Innovationsbemühungen in den Bereichen Arbeitssicherheit, Fahrereffizienz und Konnektivität in Kombination mit Prozessbeschleunigung wahr. Daher werden meiner Einschätzung nach die Unterstützungssysteme für Fahrer sowie digitale Kommunikationssysteme in besonderem Rampenlicht stehen.
bpz: Digitalisierung, Automatisierung, alternative Antriebe und Kreislaufwirtschaft beschäftigen die Branche seit Jahren. Welche Themen haben aus Ihrer Sicht zuletzt besonders an Dynamik gewonnen und wie spiegelt sich das im Konzept der steinexpo wider?
Rese: Aus meiner Perspektive haben gerade die Themen Digitalisierung und Automatisierung ganz massiv in den vergangenen Jahren an Fahrt gewonnen. Durch den exponentiellen Entwicklungsfortschritt gerade in den digitalen Bereichen sind meines Erachtens hier deutliche Neuerungen zu erkennen. Gerade dort wird der fortschreitende Einsatz von KI noch stärker und schneller zu neuen Entwicklungen führen – wie wir auch im Bereich QuarryVision 2.6 sehen werden.
bpz: Die steinexpo ist weit mehr als eine klassische Fachmesse. Warum sollte ein Unternehmer aus den Bereichen Gewinnung, Aufbereitung oder Recycling den Termin fest im Kalender markieren?
Rese: Die steinexpo bietet den einzigartigen Mehrwert, die Maschinen und Anlagen direkt unter praxisnahen Bedingungen zu begutachten und im Test zu sehen. Hierdurch ergeben sich auch die Möglichkeiten, für den Anwendungsfall des Besuchers optimale Lösungen im direkten Vergleich der verschiedenen Anbieter zu sehen und konzentriert mit den Experten der jeweiligen Angebote in den direkten Austausch zu gehen. Wer sich von den Fachargumenten noch nicht überzeugen konnte, den wird die eindrucksvolle Kulisse in Europas größtem aktiven Basaltsteinbruch sicherlich ergänzend beeindrucken.
bpz: Sie verantworten die steinexpo erstmals nach dem Generationswechsel an der Spitze der Geoplan GmbH. Überwiegt Lampenfieber oder die Vorfreude?
Rese: Eine durchaus spannende Frage, allerdings tatsächlich ganz klar zu beantworten: Die Vorfreude! Die steinexpo ist als unser größtes Projekt in der Geoplan sicherlich von besonderem Aufwand, aber auch besonderer Verantwortung geprägt. Sie ist allerdings vor allem eines: Eine Team-Leistung. Ich darf diese einzigartige und absolut eindrucksvolle Veranstaltung mit erfahrenen Kolleginnen und Kollegen seit drei Jahren planen, organisieren und umsetzen – denn nach der steinexpo ist vor der steinexpo.
Weitere Informationen:
(Autor: Paul Deder)
Die steinexpo 2026 steht trotz angespannter Rahmenbedingungen in der Rohstoff- und Baustoffindustrie vor einem vielversprechenden Start. Im bpz-Interview spricht der Messechef Dominik Rese über die aktuelle Stimmung der Branche, die Entwicklung der Ausstellerzahlen und die Erwartungen an die Besucherresonanz. Außerdem geht es um die besonderen Live-Demonstrationen im Steinbruch, neue Showkonzepte und die wichtigsten Technologietrends der Messe. Deutlich wird: Die steinexpo bleibt eine zentrale Plattform für Praxis, Austausch und Innovation.
Boßeln verloren, fachlich gewonnen: Beim Journalisten-Stammtisch von Funke Kunststoffe gab es in Hamm-Uentrop jede Menge Innovationen zu entdecken. Im Fokus standen nachhaltige Kanalrohrsysteme, neue Montagekonzepte und digitale Werkzeuge für die Regenwasserbewirtschaftung. Deutlich wurde dabei, dass Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit im Tiefbau längst kein Widerspruch mehr sein müssen. Viele der vorgestellten Entwicklungen zielen darauf ab, den Arbeitsalltag auf der Baustelle spürbar zu erleichtern.
Vom 19. bis 21. Juni zeigte das Thermometer in Fornsbach bei Murrhardt mehr als 30 °C im Schatten – beste Voraussetzungen also für ein Festwochenende mit kühlen Getränken, guter Stimmung und gleich zwei Anlässen zum Feiern. Holp beging sein 25-jähriges Firmenjubiläum und weihte zugleich den neuen Firmensitz ein, der genügend Platz für die weitere Entwicklung des Maschinenbauers bieten soll. Den Auftakt machte am Freitag eine Veranstaltung mit Händlern, Geschäftspartnern und Vertretern der Fachpresse. Bei einer persönlichen Führung gewährte Geschäftsführer Günter Holp Einblicke hinter die Kulissen und nahm die Gäste mit auf eine Reise durch die Unternehmensgeschichte. Dabei wurde schnell klar: Der Weg des schwäbischen Tüftlers war alles andere als geradlinig – am Ende aber eine echte Erfolgsgeschichte.
Die Bodenverdichtung ist seit der Sesshaftwerdung des Menschen von zentraler Bedeutung. Bereits die alten Römer entwickelten sich zu Meistern des Straßenbaus und wussten, dass ein tragfähiger Untergrund entscheidend ist, damit Verkehrswege den hohen Belastungen durch Karren und marschierende Legionen standhalten. Der Straßenkörper wurde in mehreren Schichten aufgebaut, wobei jede Lage mit schweren Handrammen und steinernen Walzen verdichtet wurde. Im Jahr 2026 haben sich Materialien und Technologien in der Flächenbefestigung grundlegend weiterentwickelt. Unverändert geblieben ist jedoch die große Bedeutung der Verdichtung bei der Vorbereitung des Untergrunds für eine hohe Tragfähigkeit. An die Stelle der Handarbeit ist die motorisierte Verdichtung getreten, bei der Walzen und Walzenzüge für die Bearbeitung großer Flächen heute nahezu alternativlos sind.
Zwei Innovationstreiber bündeln ihre Kräfte: Kärcher und Stihl haben am 2. Juli in Winnenden ihre gemeinsame Akku-Allianz vorgestellt. Ziel der Partnerschaft: ein markenübergreifender, leistungsstarker und zukunftssicherer Akkustandard für professionelle Anwendungen. Herzstück bildet das von Stihl entwickelte ALLPRO-System, das künftig in Profi-Geräten beider Hersteller eingesetzt wird. Anwender profitieren von höherer Flexibilität, geringerer Komplexität und einer durchgängigen Energieplattform über unterschiedliche Einsatzbereiche hinweg.
Die GaLaBau 2026 findet vom 15. bis 18. September in Nürnberg statt und vereint rund 1.100 Aussteller auf 14 Hallen sowie Aktionsflächen im Freigelände – begleitet von einem vielfältigen Rahmenprogramm und neuen Formaten. Im Fokus von Europas führender Fachmesse für Garten- und Landschaftsbau stehen Vernetzung, praxisnahe Erlebnisse und frische Impulse für die grüne Branche. Mit Highlights wie dem Grün-Blauen Pfad, der E-Mobility Area und dem Landschaftsgärtner-Cup wird der Branchentreff in Nürnberg zum gesetzten Event für alle, die die Zukunft des grünen Sektors aktiv gestalten wollen.
Am 15. April öffnete Zeppelin seinen Standort in Garching für Pressevertreter, um im Rahmen des Medientags 2026 einen umfassenden Einblick in die Geschäftsentwicklung sowie die strategische Ausrichtung des Unternehmens zu geben. Neben der Vorstellung der Finanzergebnisse für das Jahr 2025 standen aktuelle Markttrends, technologische Entwicklungen und künftige Handlungsfelder im Fokus der Veranstaltung. Dabei wurde deutlich, wie das Unternehmen auf ein herausforderndes wirtschaftliches Umfeld reagiert und gleichzeitig die Weichen für weiteres Wachstum stellt. Im Mittelpunkt standen zudem konkrete Lösungen und Innovationen, mit denen Zeppelin den steigenden Anforderungen der Branche begegnen will.
Kobelco Construction Machinery Europe (KCME) hat seinen europäischen Hauptsitz neu aufgestellt – ein Schritt, der vor allem dem kontinuierlichen Wachstum des Unternehmens, dem Ausbau des Händlernetzwerks sowie steigenden Anforderungen an Service, Logistik und Schulung geschuldet ist. Im Rahmen eines Pressetages stellte Kobelco den neuen Komplex im niederländischen Lelystad offiziell vor und nutzte die Gelegenheit, um Einblicke in die strategische Entwicklung in Europa zu geben. Neben der Rolle des Standorts als zentrale Drehscheibe für Vertrieb, Service und Training standen dabei auch aktuelle Marktentwicklungen, technologische Innovationen sowie Produktneuheiten im Fokus.
Von einer Baukrise will Hyundai-Produktmanager Peter Sebold im Interview mit der bpz nichts wissen. Sein Unternehmen präsentierte denn auch vor internationalen Journalisten in der Europa-Zentrale im belgischen Tessenderlo gleich elf neue Baumaschinen, die 2026 auf den europäischen Markt kommen. Im Fokus stand vor allem die neue Generation von Kettenbaggern, die dank Elektrohydraulik mehr Möglichkeiten als bisher bieten. Sebold gewährte der bpz auch schon einen Blick ins Jahr 2027: Da will Hyundai Construction Equipment erstmals mit drei der – in Deutschland so beliebten – Kompakt-Radlader den Markt betreten.