Freitag, 1. Februar 2019

Webshops am Bau werden deutlich zulegen

Online-Shopping am Bau? Was im privaten Bereich schon seit langem Gang und Gäbe ist, dürfte in naher Zukunft auch vermehrt seine Anhänger unter den Bauprofis finden. Aktuelle Studienergebnisse zeigen, dass der Anteil von in Webshops gekauften Profimaterialien bis zum Jahr 2021 zunehmen wird – zumindest gehen die Bauakteure davon aus. Allerdings gibt es zwischen den einzelnen Gewerken unterschiedliche Einschätzungen, wie hoch dieser Anteil in 2021 sein könnte.

So erwarten beispielsweise die Maler, dass nur rund zehn Prozent des eigenen jährlichen Materialeinkaufs über Webshops abgewickelt werden dürften. Dagegen gehen vor allem die SHK-Installateure davon aus, dass sie bis 2021 mehr Einkäufe in Webshops realisieren werden. Auch Bauunternehmen, Trockenbauer und Dachdecker haben zu diesem Thema genaue Vorstellungen. 

In einer breit angelegten Studie zum Online-Einkaufsverhalten in der Baubrache hat BauInfoConsult insgesamt 501 Bauakteure unter anderem danach befragt, wie viel Prozent ihres alljährlichen Einkaufsvolumens sie im Jahr 2021 wohl durch Webshop-Bestellungen abwickeln werden. Dabei zeigt sich, dass gerade SHK-Installateure künftig wohl verstärkt auf Webshops setzten, um ihre Lager mit Materialien zu füllen. Demnach sollte in 2021 ein Viertel des Materialbedarfs durch Bestellungen in Webshops realisiert werden.

Bei den Bauunternehmern und im Dachhandwerk wird der 2021er Materialeinkaufsanteil, der über Webshop-Internetbestellungen zustande kommt, immerhin noch im Schnitt bei 13 % bzw. 12 % liegen. Betrachtet man die zukünftigen Materialager bei den Malern und Trockenbauern, so werden gerade mal 9 % des Einkaufsvolumens durch Webshop-Orders bereitgestellt – zumindest schätzen dies die Ausbauspezialisten selber so ein.  

Allerdings gibt es auch zahlreiche Befragte, die auch in 3 Jahren nicht beabsichtigen Online-Einkaufskanäle zu nutzen. So gibt es besonders bei den Malern, Trockenbauern und Dachdeckern viele Interviewte (über 44 %), die davon ausgehen, dass der durch Webshop-Bestellungen gedeckte Materialbedarf in 2021 bei null Prozent liegt – sprich: Sie weigern sich auch in den kommenden Jahren Profimaterialien in Webshops einzukaufen. Somit wird gerade für diese Gewerke die traditionell starke Bindung zum Fachhandel in diesem Punkt deutlich. Allerdings zeigt sich dadurch auch, wie viel ungenütztes (Verkaufs-)Potenzial noch brachliegt. Wenn sich dieser spezielle Online-Vertriebskanal noch stärker in der Branche verankern soll, müssen gerade die Produzenten und Händler versuchen den Skeptikern die Vorteile von Webshop-Einkäufen schmackhaft zu machen.   

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