zum Newsletter anmelden
 

Großradlader-Generation XPower

Hohe Umschlagleistung, wenig Durst

Liebherr-Werk Bischofshofen GmbH

Anschrift:
Dr.-Hans-Liebherr-Straße 4
5500 Bischofshofen
Österreich

Anders als in vielen anderen Ländern rund um den Globus ist die Investitionsbereitschaft der deutschen Bauunternehmer ungebrochen. Unabhängig davon werden die Forderungen nach einer Reduzierung des Treibstoffverbrauchs immer lauter. Die von Kunden geforderte Steigerung der Produktivität treibt die Baumaschinenhersteller dazu, neue Technologien zu entwickeln, die effizienteres Arbeiten ohne Leistungsverlust ermöglichen. Mit Hochdruck hat Liebherr in den letzten Jahren daran gearbeitet, ein hydrostatisch-mechanisch leistungsverzweigtes Getriebe für Arbeitsmaschinen zu entwickeln. Nun stellte der Baumaschinenhersteller im Rahmen der diesjährigen Pressefahrt seine neue Großradladerserie XPower vor, deren Antriebskonzept den hydrostatischen und den mechanischen Antrieb vereint.

Radlader werden vielfältig eingesetzt. Sie arbeiten im Load-and-Carry-Betrieb und legen weite Strecken zurück oder aber sie fahren bei kurzen Ladespielen nur wenige Meter. Das neue Antriebskonzept aus dem Hause Liebherr vereint den für das kurze Ladespiel effektiven hydrostatischen Antrieb mit dem für lange Distanzen und Bergfahrten besser geeigneten mechanischen Antrieb. Die Ingenieure von Liebherr sind überzeugt, dass der leistungsverzweigte Fahrantrieb in einem Radlader bei sämtlichen Anforderungen für hohe Effizienz und Treibstoffeinsparungen sorgt.

Für die Kombination der beiden Antriebsarten ist das leistungsverzweigte Getriebe verantwortlich, welches das Mischverhältnis der beiden Antriebspfade stufenlos  und ohne Zugkraftunterbrechung anpasst. So wird das Zusammenspiel der zwei Antriebsarten automatisch und einsatzbezogen assimiliert. Eine Schlüsselrolle spielt dabei das von Liebherr entwickelte System Liebherr-Power-Efficiency (LPE), welches alle Powermanagementprozesse in der Maschine regelt. „Die wichtigsten Komponenten wie Dieselmotor, leistungsverzweigtes Getriebe und Arbeitshydraulik werden von dem intelligenten System proaktiv und in Echtzeit optimal aufeinander abgestimmt. Das erzeugt bei der XPower-Generation den hohen Wirkungsgrad“, betont Martin Gschwend, Geschäftsführer des Werks in Bischofshofen.

Hohe Einsatzsicherheit 

Bei der Entwicklungsarbeit stand neben der Treibstoffeffizienz auch die Robustheit der Maschinen im Vordergrund. Das hat Liebherr auch zum größten Teil selbst in der Hand, kommt doch eine Vielzahl der Komponenten aus der eigenen Produktion. So wurden beispielsweise die Achsen stärker entwickelt als beim Vorgängermodell und auch weitere wichtige Kernkomponenten wie Hydraulikzylinder oder Hubgerüst wurden robuster ausgeführt. Größere Bolzendurchmesser beim Hubgerüst und ein optimiertes Hebelverhältnis verlängern die Lebensdauer. Die überarbeitete Z-Kinematik sorgt im Vergleich zur Vorgängergeneration um bis zu 20 % höhere Ausbrechkräfte. Auch die vom Liebherr-Kompetenzzentrum für Dieselmotoren entwickelte SCR-Technologie zur Emissionsreduktion verfolgt die Leitlinie der Robustheit bei der Produktentwicklung: Durch den Verzicht auf Dieselpartikelfilter und Abgasrückführung müssen viele Komponenten nicht mehr verbaut werden. Das System wird schlanker und einfacher, spart Wartungsaufwand ein und reduziert das Ausfallrisiko.

Auf der Suche nach Optimierung 

Liebherr-Kunden können bei den neuen XPower-Radladern (L 550, L 556, L 566 und L 580) preisneutral zwischen Z-Kinematik und Industriekinematik wählen. Kunden, die ihren Radlader konventionell einsetzen wollen – wie etwa in der Gewinnung – greifen zur Z-Kinematik. Bei Einsätzen mit schweren Ausrüstungen empfiehlt sich dagegen die Industriekinematik.  Sie bietet ein hohes Drehmoment in den oberen Hubgerüstpositionen und ermöglicht es, die Last über den gesamten Hubbereich ohne nachsteuern zu bewegen. Optimierungspotenzial hat der Hersteller auch am Schaufeldesign entdeckt, sodass die neuen Schaufeln nun besser in das Material eindringen und ein schnelleres Befüllen ermöglichen. Bei der XPower-Generation können je nach Typ von 0,2 bis 0,5 m³ größere Standardschaufeln verwendet werden. Ihr Standardvolumen bewegt sich zwischen 3,2 m³ und 6,0 m³. Unterstützt wird die Ladekapazität auch von der Einbaulage der Komponenten. Liebherr verbaut schwere Komponenten, etwa den Motor, ganz hinten im Heck. Dadurch verlagert sich der Schwerpunkt hinter die Hinterachse des Radladers, sodass auf zusätzlichen Ballast verzichtet werden kann. Diese ideale Gewichtsverteilung führt zu hohen Kipplasten und zu mehr Umschlagsleistung pro Betriebsstunde.

Ausgiebig getestet 

Um eine hohe Produktqualität im Kundeneinsatz zu gewährleisten, durchliefen die Großradlader eine umfassende Testphase  von ca. 65.000 Betriebsstunden. Aufgrund der Vielseitigkeit der Maschinen war es dabei wichtig, dass die Leistungsfähigkeit der Radlader unter verschiedensten Einsatzbedingungen geprüft wird. Die Prototypen wurden z. B. bei Sägewerken, Recyclingunternehmen, in Steinbrüchen und einer Kompostieranlage eingesetzt. Die neuen Maschinen sind für Länder, in denen die Abgasstufe IV / Tier 4f gilt, entwickelt. Die Einführung der XPower-Radlader in Europa ist zur Bauma 2016 geplant.

Autor: Paul Deder

Weitere Produkte des Herstellers Liebherr-Werk Bischofshofen GmbH:

Liebherr: Stereolader L507 und L509
Die neuen Liebherr-Stereolader L507 und L509 arbeiten häufig im Garten- und Landschaftsbau. (Bild: Liebherr)
Allrounder für Galabau, Kommunalbetrieb und Baustelle
Auf der Intermat 2018 feierten die neuen Liebherr-Stereolader L507 und L509 ihre Weltpremiere. Damit ist die neueste Baureihe der Liebherr-Stereolader komplett: Sie umfasst insgesamt vier Modelle mit Einsatzgewichten von 5,5 bis 9,2 t. Bei den Liebherr-Stereoladern steht die über 20 Jahre bewährte Stereolenkung im Mittelpunkt. Dieses Liebherr-eigene Lenksystem bietet einen deutlich geringeren Wendekreis im Vergleich zu anderen knickgelenkten Radladern. Die neuen Modelle L507 und L509 warten zudem mit einer großzügigen Fahrerkabine und intuitiver Bedienung auf. Mit vielen nützlichen Neuerungen, wie der optimierten Z-Kinematik, erleichtern sie das Arbeiten auf der Baustelle.
Liebherr Stereolader L 514 und L 518
Mit seiner hohen Wendigkeit überzeugt der neue L 514 Stereo als vielseitiger Helfer auf sämtlichen Baustellen.
Allrounder mit Kraft und Wendigkeit
Seit über zwei Jahrzehnten sind die Liebherr-Stereolader bekannt als zuverlässige und wendige Allrounder. Für diese Qualitäten stehen auch die beiden neuen Stereolader L 514 und L 518. Mit zahlreichen Neuerungen, wie der neuen Z-Einheitskinematik oder der großzügigen Fahrerkabine, bieten die beiden Modelle Betreibern einen echten Mehrwert. Robuste Komponenten und die innovative Diagonalkühlung sorgen für ein hohes Maß an Zuverlässigkeit. Die bewährte Stereolenkung ermöglicht vor allem bei beengten Platzverhältnissen eine hohe Produktivität.
Liebherr Ramm- und Bohrgeräte
liebherr-lrb355-piling-drilling-rig.jpg
Spezialmaschinen mit hoher Kraftstoffeffizienz
Liebherr bietet eine optionale Motor-Stopp-Automatik an, mit der sich das Spezialtiefbaugerät bei längeren Arbeitspausen automatisch abschaltet.
XPower-Radlader von Liebherr
liebherr-rehandling.jpg
Verbindung von zwei Antriebsarten
Die XPower-Großradlader der Abgasstufe IV/Tier 4f von Liebherr verfügt über einen serienmäßig verbauten leistungsverzweigten Fahrantrieb.

Weitere Produkte aus der Kategorie Große Erdbaumaschinen:

Komatsu: 13-Tonnen-Bagger PC138E-11
Komatsu arbeitet daran, einen Markt für elektrische Baumaschinen aufzubauen. Den ersten Schritt dazu macht das neue Modell PC138E-11. (Bild: Komatsu)
Elektromodelle für den Mietmarkt
Komatsu hat den 13-Tonnen-Elektrobagger PC138E-11 mit Lithium-Ionen-Batterie als Mietmaschine in Japan eingeführt. Danach soll die Maschine auch auf den europäischen Markt kommen. Komatsu arbeitet daran, einen Markt für elektrische Baumaschinen aufzubauen.
Neue Kurzheckbagger-Modelle der Kobelco SR-Serie
11 2023 Kobelco 1
Schlanke Leistungsträger
Kurzheckbagger sind ideal für Arbeiten in Städten und Wohngebieten und erfreuen sich aufgrund der ständig steigenden Anforderungen im Straßenbau und bei der Instandhaltung von Versorgungseinrichtungen immer größerer Beliebtheit. Mit den SK230SRLC-7 und SK270SR(N)LC-7 stellt Kobelco jetzt zwei überarbeitete Modelle seiner umfangreichen SR-Serie vor. Beide Maschinen übernehmen das Performance-X-Design-Konzept des Herstellers und bieten hohe Leistung und Produktivität, eine präzise Steuerung sowie hohe Stabilität und Hubkraft auf engem Raum.
Volvos erster mittelgroßer Elektrobagger bietet nachhaltigen, emissionsfreien Betrieb
9 23 Volvo 1
Gelber Riese mit der weißen Weste
Mittelgroße batterieelektrische Bagger sind in der Baubranche noch echte Mangelware. Eine Ausnahme bildet der Volvo EC230 – dieser im Jahr 2021 in China erstmals vorgestellte 23-Tonnen-Elektrobagger hat sein Potenzial bereits in einer Reihe von Anwendungen unter Beweis gestellt. Nun ist die Maschine für ausgewählte Kunden in Deutschland und weitere Märkte in Europa erhältlich.
Develon: Raupenbagger DX140LC-7K
Der D34-Motor des DX140LC-7K sorgt in Verbindung mit dem hydraulischen Hauptventil und SPC3 Smart-Power-Control-Technologie für eine höhere Kraftstoffersparnis. (Bild: Develon)
Komfort, Sicherheit und Wartung verbessert
Develon, vormals Doosan Construction Equipment, hat den neuen 14,6-t-Raupenbagger DX140LC-7K auf den Markt gebracht, der das Modell DX140LC-7 des Unternehmens ersetzt. Während Leistung und Arbeitsbereich mit denen des DX140LC-7 identisch sind, bietet die neue Maschine neben vielen Verbesserungen, die die Sicherheit und den Komfort sowohl für den Bediener als auch für die Arbeit vor Ort erhöhen, ein verbessertes Bedienererlebnis, insbesondere im Hinblick auf die Wartung.
Atlas Weyhausen: Radlader Weycor AR 480
Der mit Panzerglas und -platten speziell gegen Explosionen gesicherte Radlader Weycor AR 480 beim Einsatz am Sanierungsgebiet Dethlinger Teich. (Bild: Atlas Weyhausen)
Schussfest durch Spezialausrüstung
Ein ganz spezieller – schussfester - Weycor-Radlader ist derzeit bei der Bergung von über 100.000 Giftgasgranaten aus dem 2. Weltkrieg im Einsatz. Im 63 m breiten und etwa 12 m tiefen Dethlinger Teich, einer ehemaligen Kieselgur-Grube in der Lüneburger Heide, wurden von 1942 bis 1952 mit chemischen Kampfstoffen gefüllte Granaten und Bomben entsorgt. 1952 wurde die Grube mit Erdreich und Bauschutt verfüllt. Jetzt wird das Gelände saniert. Der Weycor AR 480 arbeitet dabei in der Ver- und Entsorgung der Sanierungsstelle.
Sie sind zügig unterwegs und lassen sich vielseitig nutzen – die Mobilbagger sind hierzulande sehr beliebt
6 2023 1
Mobile Baustellenflitzer
Beim Einsatz von Baumaschinen auf der Baustelle gilt es, unproduktive Zeiten so gut es geht zu eliminieren. Bauunternehmen sind daher gefordert, bei der Wahl des passenden Baustellenequipments u. a. auf Leistungsfähigkeit, Einsatzflexibilität und Kosteneffizienz der Maschinentechnik zu achten. Die richtige Antwort auf den Termindruck auf Baustellen kann daher die Entscheidung für einen Radbagger sein, der dank seiner hohen Mobilität zahlreiche Arbeiten schneller als andere Baumaschinen erledigen und den Baustellenwechsel ohne Transportunterstützung in Eigenregie bewältigen kann. Dieses Plus an Bewegungsfreiheit ist der Grund, wieso sich die Mobilbagger als dynamische Baustellenallrounder einer steigenden Nachfrage erfreuen.
Volvo: Kettenbagger EC230 Electric
Mit einer Power Unit ist der neue Volvo-Elektrobagger EC230 von der öffentlichen Stromversorgung unabhängig. (Bild: Volvo CE)
Erstes mittelgroßes Elektromodell
Nach den Vorstellungen in China im Jahr 2021, Norwegen 2022 sowie diversen Modellprojekten ist der erste mittelgroße elektrische Kettenbagger von Volvo CE nun für ausgewählte Kunden in Deutschland und weiteren Märkte in Europa erhältlich. Der 23-Tonnen-Elektrobagger EC230 bietet die gleiche Leistung wie ein vergleichbares Diesel-Modell, ist dabei allerdings emissionsfrei, geräusch- und vibrationsarm. Laut Volvo berichten erste Anwender außerdem davon, dass der EC230 Electric nicht nur eine ähnliche Grabkraft wie das Dieselpendant Volvo EC220E erreicht, sondern dies auch mit einer schnelleren Zykluszeit und deutlich weniger Lärm kombiniert.
Komatsu: Bagger mit Wasserstoff-Brennstoffzelle
Die Konzeptmaschine eines mittelgroßen Hydraulikbaggers mit Wasserstoff-Brennstoffzelle. (Bild: Komatsu)
Konzeptmaschine für mittelgroßes Modell
Komatsu hat einen mittelgroßen Konzept-Hydraulikbagger entwickelt, der eine Wasserstoff-Brennstoffzelle und von Komatsu entwickelte, zentrale Komponenten vereint, um CO2-Neutralität auf Baustellen zu erreichen. Mit dem Start einer Machbarkeitsstudie im Mai 2023 beschleunigt Komatsu sein Vorhaben der kommerziellen Herstellung von mittelgroßen und großen Baumaschinen mit Wasserstoff-Brennstoffzellen in naher Zukunft.
Wacker Neuson: Präsentation auf der Tiefbau Live
Ein intelligentes Attachment Management, ein durchdachtes Human-Machine-Interface und die Vorbereitung für diverse Assistenzsysteme und Schnittstellen sind einige der digitalen Features des neuen Mobilbaggers EW100. (Bild: Wacker Neuson)
Digitale und emissionsfreie Produktneuheiten
Wacker Neuson hat auf der Messe Tiefbau Live im April in Karlsruhe seine neuesten digitalen und elektrifizierten Lösungen präsentiert. Ein Highlight war dabei der neue Mobilbagger EW100, der durch neue digitale Assistenzsysteme seinen Bediener bestmöglich unterstützt. Bei der Entwicklung der Maschine stand die Baustelle 4.0 im Fokus. Ein intelligentes Attachment Management, ein durchdachtes Human-Machine-Interface und die Vorbereitung für diverse Assistenzsysteme und Schnittstellen sind einige der Features. Beim Anbaugerätewechsel über das Zehn-Zoll-Display unterstützt die Maschine den Bediener. So passt sie beispielsweise automatisch die Maschinendynamik an das angebaute Werkzeug an. Außerdem können durch die leistungsstarke Fahrhydraulik und die hohe Grundarbeitsleistung mit der Maschine auch Aufgaben erledigt werden, für die sonst ein 14-Tonnen-Bagger eingesetzt werden müsste.