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Auftragseingang im Mai 2018: + 4,6 % zum Vormonat

Der saison-, arbeitstäglich- und preisbereinigte Auftragseingang im Bauhauptgewerbe war nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Mai 2018 um 4,6 % höher als im Vormonat. Im Dreimonatsvergleich fiel das Volumen der saison-, arbeitstäglich- und preisbereinigten Auftragseingänge von März 2018 bis Mai 2018 gegenüber dem Zeitraum von Dezember 2017 bis Februar 2018 dagegen um 11,0 %. Diese rückläufige Entwicklung ist in den außergewöhnlich hohen Auftragseingängen im Dezember 2017 und Februar 2018 begründet.

Im Vorjahresvergleich war der arbeitstäglich- und preisbereinigte Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im Mai 2018 um 8,6 % höher. In den ersten fünf Monaten im Jahr 2018 stieg der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe um 3,3 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe in Betrieben von Unternehmen mit 20 und mehr tätigen Personen lagen im Mai 2018 nominal mit 7,0 Mrd. Euro um 10,0 % höher als im Mai des Vorjahres. Damit ist der höchste jemals gemessene Wert an Aufträgen in einem Mai erreicht worden. Im Vergleich zu den ersten fünf Monaten 2017 stiegen die Auftragseingänge in den ersten fünf Monaten 2018 nominal um 7,5 %.

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Baustelle des Monats: Wohnprojekt 55 Frames

Wie bunte Schubladen

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Dank tragender Wärmedämmelemente konnte bei einem Kölner Wohnprojekt die gestalterische Idee mit weit auskragenden Balkonen realisiert werden

Stadträumliche Qualität statt triste Zweckbauten: Nachdem ein Areal mitten in der Kölner Innenstadt den Eigentümer gewechselt hat, begann seine architektonische Aufwertung. Das ehemalige Zollkriminalamt, das über 50 Jahre ungenutzt brachlag, musste weichen und es entstand ein hochwertiger Wohnraum mit der Abgeschlossenheit eines kleinen Stadtquartiers. Die spannungsvoll gegliederte Fassade repräsentiert das architektonische Konzept. Akzentuiert durch gerahmte Balkone – sogenannte „Frames“ aus Sichtbeton – die durch Wandscheiben mit Hilfe des Schöck Isokorb Typ WXT gehalten werden.

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Doosan: Radlader DL280-5

Spezialist für die Abfall- und Recyclingbranche

Der neue Radlader DL280-5 wurde von Doosan speziell für die Abfall- und Recycling-Branche sowie für allgemeine industrielle Anwendungen entwickelt. (Bild: Doosan)

Doosan hat jetzt den neuen Radlader DL280-5 auf den Markt gebracht, der speziell für die Abfall- und Recycling-Branche sowie für allgemeine industrielle Anwendungen entwickelt wurde. Der DL280-5 stellt die neueste Entwicklung des aus zwölf Modellen bestehenden Hochleistungssortiments an Doosan-Radladern mit Gewichtsklassen von 12 bis 35 t dar. Der DL280-5 liefert hohe Leistung und Produktivität bei hervorragender Ausbrechkraft, Kipplast und erhöhter Ausgangsleistung. Der vordere Hubarm wird durch ein geschlossenes Zentralhydrauliksystem und einer Axialkolbenpumpe mit einer Leistung von 210l/min angetrieben. Dieses System bietet eine maximale Hydraulikleistung, ohne einen Kapazitätsüberschuss zu produzieren. Dadurch sind Kraftstoffeinsparungen, eine Verlängerung der Lebensdauer und die Zuverlässigkeit lebenswichtiger Komponenten möglich.

Der DL280-5 besitzt eine Z-Kinematik mit einfachem Hubkolbensystem für Hochleistungsanwendungen. 145 kN Ausbrechkraft wird mit einem über den gesamten Bewegungsbereich konstanten Schaufelwinkel kombiniert. Die Schaufelwinkel sind darüber hinaus in der Fahrposition und am Boden optimiert.

Der Hubarm ist mit einem (oftmals als „hydraulische Schwingungsdämpfung“ bezeichnetem) Lastisolierungssystem (LIS) ausgestattet. Dieses Standard-Leistungsmerkmal sorgt für eine erhebliche Verbesserung des Fahr- und Maschinenbedienerkomforts des Radladers, da eine sanfte Fahrt über unebenes Gelände sowie reduzierte Zykluszeiten und dadurch eine verbesserte Fahrzeugstabilität in der Bewegung ermöglicht wird. Dies sorgt für höhere Produktivität und bessere Kraftstoffeffizienz bei der Ausführung von Lade- und Transportanwendungen. Die Geschwindigkeit der automatischen Aktivierung des LIS-Systems kann vom Fahrer vollständig angepasst werden.

Der DL280-5 wird durch den vielfach bewährten 5,9 l Doosan Motor vom Typ DL06 angetrieben, dessen Drehmoment, Leistung und Robustheit hoch sind und der in diesem sowie in anderen Modellen des Doosan-Sortiments zum Einsatz kommt. Mit gekühlter Abgasrückführung (AGR), verbesserter Turbo-Ladetechnik und selektiver katalytischer Reduktionstechnologie (SCR) ohne den Bedarf eines Dieselpartikelfilters (DPF) – ein besonders für die Abfall- und Recycling-Branche interessantes Leistungsmerkmal – erfüllt der DL06-Motor die geltenden Abgasvorschriften der Stufe IV/Tier 4.

Die Motorleistung wird über drei unterschiedliche Arbeitsmodi verwaltet: ECO, Normal und Power für bestmögliches Drehmoment und optimale Leistung zur Bewältigung selbst härtester Arbeitsbedingungen bei gleichzeitig wirtschaftlichstem Kraftstoffverbrauch. Standardmäßig sorgt eine automatische Motorabschaltung für eine Reduzierung der Motorleerlaufzeit und vermeidet somit übermäßigen Kraftstoffverbrauch und Verschwendung von Betriebszeit. Die Bediener können die Zeitsteuerung dieser Funktion einfach über den LCD-Bildschirm in der Kabine einstellen.

Ein wartungsfreier Luft-Vorfilter sorgt für die automatische Entfernung von Rückständen und trennt mehr als 99 % der Partikel mit 20 µm und mehr, wodurch die Lebensdauer des Luftfilters erheblich verlängert wird. Der Kühlraum ist mit einem hydraulischen Lüfter mit Laufrichtungswechsel ausgestattet, der für außerordentlich effiziente Kühlung in einem variablen Geschwindigkeitsbereich von 530 bis 1.800 U/min sorgt. Die Leistungsregelung ist automatisch auf einen geringeren Kraftstoffverbrauch und kürzere Aufwärmphasen angepasst. Der Fahrer kann auch hier Standardintervalle für den Laufrichtungswechsel des Lüfters einfach über den LCD-Bildschirm in der Kabine einstellen.

Das Getriebe besteht aus einem Drehmomentwandler, der mit einem automatischen Lastschaltgetriebe verbunden ist und hohe Leistung bei größtmöglicher Traktionskraft bietet. Das Übersetzungsverhältnis der Gänge wurde optimiert. Sanfte und ruckfreie Schaltvorgänge sorgen für hohen Fahrerkomfort.

Der DL280-5 setzt Reifen vom Typ 20.5 R25 ein, deren Antrieb durch verstärkte Achsen erzeugt wird, was eine hohe Belastbarkeit sicherstellt. Sperrdifferenziale an der Vorder- und Hinterachse sorgen automatisch für maximale Traktionskraft und problemloses Fahren auf weichem und schlammigem Untergrund, ohne dass eine manuelle Differenzialsperre erforderlich ist. Sie reduzieren auch das Durchdrehen und übermäßigen Verschleiß der Reifen. Eine ebenfalls verfügbare hydraulische Differenzialsperre kann automatisch aktiviert werden, bevor ein Reifen durchdreht.

Modernstes Bedienerumfeld

Die Arbeitsumgebung entspricht dem neuesten Stand der Technik und bietet einen modernen und ansprechenden Arbeitsraum mit reichlich Kopffreiheit; die vollständige Sitzbeweglichkeit ermöglicht viel Beinfreiheit. Ein äußerst bequemer Grammer-Sitz mit vertikaler und horizontaler Aufhängung, Heizung und vollständiger Einstellbarkeit gehört zur Serienausrüstung. Die Materialien im Inneren der Kabine wurden sorgfältig aufgrund ihrer hohen Qualität und einfacher Reinigungseigenschaften ausgewählt. Zusätzlich sind die persönlichen Gegenstände des Fahrers dank mehrerer Aufbewahrungsboxen in der Kabine schnell griffbereit. Die Kabinenluft wird zur Gewährleistung einer gesunden Arbeitsumgebung doppelt gefiltert, um Partikel von mehr als zwei Mikrometer Größe zu beseitigen. Die Kabine erfüllt ebenfalls die ROPS/FOPS-Anforderungen - ein breiter Notausgang (auf der rechten Seite) ermöglicht bei Bedarf in Notsituationen ein schnelles und einfaches Verlassen der Kabine.

Gemeinsam mit den fünf größeren Doosan-Radladern – den Modellen DL300-5, DL350-5, DL420-5, DL450-5 und DL550-5 – bietet der DL280-5 eine breite Palette an Leistungsmerkmalen in den Bereichen Sicherheit und Ergonomie, die jetzt als Standardausrüstung verfügbar sind. Einige der neuen Leistungsmerkmale richten sich auf eine erhöhte Sicherheit und bessere Sicht in und um die Fahrerkabine. So wurde zum Beispiel um das Kabinendach herum ein neuer Handlauf mit drei Haltepunkten installiert, sodass sich Personen sicherer um die Kabine herum bewegen können, z. B. zum Reinigen der Fenster bzw. Ausführen anderer Aufgaben.

Darüber hinaus wurden zudem auf der Kabinenfrontseite ein neuer großer Tritt und eine große Zugangsplattform installiert, und durch eine geänderte Kabelführung ließ sich die Hupe unter den Fahrscheinwerfern neu positionieren. Zusammen sorgen diese Modifikationen für ein Höchstmaß an Sicherheit und Zuverlässigkeit und ermöglichen bei täglichen Wartungsarbeiten sehr sichere und schnellere Bewegungen in und um die Kabine (ohne Behinderungen). All diese Leistungsmerkmale sind wichtig für Arbeiten in der Abfall-und Recycling-Branche und in allgemeinen industriellen Anwendungen.

Neue Joystick-Steuerung

In der Kabine gibt es eine neue ergonomische Joystick-Steuerung mit einem progressiven Rändelrad für die Zusatzhydraulikleitung (3.Ventil), die häufig zum Betreiben von in der Abfall- und Recycling-Branche eingesetzten Hochkippschaufeln und Greifern dient. Durch das progressive Rändelrad sind keine zusätzlichen Hebel erforderlich, sodass Sie die einfachste Kombination aus Bewegungen zum Ansteuern des 3. Ventils erhalten. Die VNR-Steuerung wurde auf die Joystick-Rückseite verlegt und ist jetzt ein viel bequemerer und intuitiverer Kippschalter mit drei Stellungen.

Von besonderem Interesse für Abfall- und Recycling-Arbeiten ist, dass der Maschinenführer den Vorteil zusätzlicher konvexer Spiegel am seitlichen Spiegelrahmen nutzen kann. Der durch die konvexen Spiegel gewährleistete breitere Sichtwinkel und die zusätzliche Sicht an der Maschinenaußenseite sorgen für sicheres Rangieren des Radladers vor Ort und im Hof.

Der Radlader DL280-5 verfügt auch über einen neuen abschließbaren Stahldeckel für den Getriebeöl-Einfüllstutzen; dessen Form wurde modifiziert, sodass er mit einem Schloss gesperrt werden kann. Bei verschlossenem Getriebeöl-Einfüllstutzen kann das Getriebeöl nicht mit anderen Ölsorten bzw. Flüssigkeiten, Staub und anderen aus dem Abfallumschlag resultierenden Stoffen verunreinigt werden. Das bietet auch eine zusätzliche Sicherheitsgewährleistung für den Kunden.

Eine Heckkamera sorgt für klare Sicht auf den Bereich hinter der Maschine und damit für zusätzliche Sicherheit. Das Vollfarbdisplay in der Kabine zeigt dem Maschinenführer, was die Kamera sieht. Die Rundumsicht ermöglicht Sicht auf sich von hinten nähernde Fahrzeuge oder Personen am Boden. Darüber hinaus ermöglichen Anzeigen auf dem Bildschirm eine gute Einschätzung von Entfernungen.

Der DL280-5 wird in Serienausrüstung mit dem Telematiksystem DoosanConnect geliefert, sodass Kunden die Maschine unbesorgt fernlokalisieren und die Betriebs- und Produktionsparameter der Maschine fernsichern und -überwachen können.

Technische Kurzübersicht für den DL280-5

              Maximale Leistung        128 kW (174 PS)

         Max. Drehmoment      804 Nm bei 1400 U/min

         Getriebe         Drehmomentwandler mit Lastschaltstufen

         Maximale Fahrgeschwindigkeit  38 km/h

         Hydrauliksystem         Lastabhängig

         Hydraulikfluss  210 l/min

         Kinematik       Z-Kinematik

         Anbaugerätekupplung  Bolzenbefestigung oder Einhakvorrichtung 

         Ausbrechkraft   145 kN

         Höhe am Schaufelbolzen       3975 mm

         Außenwenderadius, Schaufelkante      6085 mm

         Radstand        3010 mm

         Bereifung        20.5 R25

         Gesamthöhe    3350 mm

         Schaufelvolumen        2,8 bis 5,0 m3

         Statische Kipplast        11760 kg

         Betriebsgewicht         16595 kg

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Kommentar

Rosinenpickerei

Rosinenpickerei

Seit nunmehr acht Jahren boomt die Baubranche, sodass investitionsfreudige Städte und Gemeinden zunehmend auf das Problem stoßen, keine Baufirmen und Handwerksbetriebe für öffentliche Aufträge finden zu können. Die einst geschätzte Erlösquelle ist bei vielen Baubetrieben zur unliebsamen Aufgabe geworden. Aktuelle Auswertungen von Building Radar – einer Suchmaschine für Bauprojekte – bestätigen diese Entwicklung: So konnten 25,9 % der öffentlichen Bauausschreibungen seit dem Jahr 2014 nicht vergeben werden und mussten dadurch zurückgezogen werden. Die Misere der Öffentlichen Hand trifft auf das Luxusproblem der Bauausführenden, sich nur auf die leckeren Stückchen des Auftragskuchens stürzen zu können: Viele Firmen können sich heute gewissermaßen aussuchen, wo sie ihr Geld verdienen und derzeit sind die Gewinnmargen bei privatwirtschaftlichen Bauvorhaben einfach höher.

Mensch, waren das düstere Zeiten! Schon wenige Jahre nach den Freudentänzen auf der Mauer begann im wiedervereinigten Deutschland eine Baurezession, die ein ganzes Jahrzehnt andauern sollte. Die lange Talfahrt der Branche hat Opfer gefordert: mit Konzernen wie Philipp Holzmann oder Walter Bau gingen bedeutende Schwergewichte komplett unter. Weitere Bauriesen wie Hochtief sind dank laxem Schutz vor Übernahmen heute mehrheitlich in ausländischen Händen. Andere wiederum mussten sich neu aufstellen, um in die Rentabilitätsspur zurückzufinden. So hat sich Bilfinger Berger als die einstige Nummer drei der größten deutschen Flagschiffe von seinem Bau- und Immobiliengeschäft getrennt und ist dadurch zum reinen Dienstleister für die Industrie verkommen. Ein deutsches Bauunternehmen von Rang und Namen gibt es auf der europäischen Bühne seit dem Höhepunkt der Pleitewelle nicht mehr.

Heute ist die hiesige Baubranche praktisch nur noch von Mittelständlern und kleinen Firmen besetzt, und auch sie haben einen langen Leidensweg hinter sich. Auf ein überlebensfähiges Maß geschrumpft, unterboten sich die Baufirmen bei Ausschreibungen gegenseitig, um Aufträge an Land zu ziehen. Billigtrupps aus Osteuropa, die nicht an Tarifverträge gebunden sind und den gesetzlichen Mindestlohn  nicht beachten müssen, verschärfen den Konkurrenzkampf am Bau zusätzlich. Auch wenn letztere heute immer noch die Rahmenbedingungen auf innerdeutschen Baustellen verwässern, treten gerade in den Ballungsräumen Schwierigkeiten einer ganz anderer Art auf. Seit nunmehr acht Jahren boomt die einst angeschlagene Branche, sodass investitionsfreudige Städte und Gemeinden zunehmend auf das Problem stoßen, keine Baufirmen und Handwerksbetriebe für öffentliche Aufträge finden zu können. Die von der Branche einst geschätzte Erlösquelle ist bei vielen Baubetrieben zur unliebsamen Aufgabe geworden.

Aktuelle Auswertungen von Building Radar – einer Suchmaschine für Bauprojekte – bestätigen diese Entwicklung: So konnten 25,9 % der öffentlichen Bauausschreibungen seit dem Jahr 2014 nicht vergeben werden und mussten dadurch zurückgezogen werden. Die Gründe dafür sind vielfältig. Bei vielen Bauunternehmen sind die Auftragsbücher voll und die Kapazitätsgrenzen erreicht. Die Misere der Öffentlichen Hand trifft auf das Luxusproblem der Bauausführenden, sich nur auf die leckeren Stückchen des Auftragskuchens stürzen zu können: Viele Firmen können sich heute gewissermaßen aussuchen, wo sie ihr Geld verdienen und derzeit sind die Gewinnmargen bei privatwirtschaftlichen Bauvorhaben einfach höher. Den Baubetrieben ist dabei kein Vorwurf zu machen – das nennt man Marktwirtschaft. Zudem fehlt es vorne und hinten an Personal, um auch die weniger attraktiven öffentlichen Bauvorhaben mittragen zu können. Die Bauwirtschaft ist vom Fachkräftemangel betroffen und hier rächen sich die Fehler der Vergangenheit. Wenn man einem systematischen, über zwei Jahrzehnte andauernden Kapazitätsabbau nichts entgegensetzen kann, dann darf man sich über das momentane Personaldilemma nicht wundern. Mitte der 90er Jahre hatte das Bauhauptgewerbe noch über 1,4 Mio. Beschäftigte. Danach ging es nur noch bergab, bis 2009 mit etwas über 700.000 Beschäftigten die Talsohle erreicht wurde. Erst mit dem Bauboom der letzten 8 Jahre drehte sich das Bild, sodass die Branche heute über 800.000 Arbeitnehmer in ihren Reihen zählt.

Mit der Bürokratie steht ein weiterer Bremsklotz im Weg: Gerade kleinere Unternehmen schrecken vor der Komplexität der Auftragsvergabe zurück. Es muss sich also einiges ändern, damit öffentliche Anfragen nicht im Sande verlaufen. Eine Lockerung des Vergaberechts wie zu Zeiten der Finanzkrise, frühzeitiges Ausschreiben der Projekte weit vor der Bausaison, die Berücksichtigung von aktuell üblichen langen Wartezeiten und eine auf realistischen Marktzahlen begründete Kalkulation der Projekte sind Möglichkeiten, Bauauschreibungen nicht ins Leere laufen zu lassen.

Autor: Paul Deder

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Kärcher: Neue Mittelklasse-Hochdruckreiniger

Zwei Varianten für vielfältige Anwendungen

Kärcher bringt eine neue Generation an Kaltwasser-Hochdruckreinigern der Mittelklasse auf den Markt. Als mobiles Standardgerät (beispielsweise der HD 8/18) sind die neuen Hochdruckreiniger für vielfältige Anwendungen geeignet.(Bild: Kärcher)

Kärcher hat eine neue Generation an Kaltwasser-Hochdruckreinigern der Mittelklasse auf den Markt gebracht. Die modular aufgebauten Geräte sind durch den Einsatz hochwertiger Materialien besonders robust und langlebig. Um den Bedürfnissen und Besonderheiten verschiedener Zielgruppen zu entsprechen, sind die neuen Hochdruckreiniger zunächst in zwei Varianten verfügbar. Als mobiles Standardgerät sind die neuen Hochdruckreiniger für vielfältige Anwendungen geeignet. Dank ausziehbarem Schubbügel und leichtgängigen Rädern ist der Transport komfortabel. Das Zubehör kann platzsparend am Gerät angebracht werden. Eine Schlauchtrommel ist einfach nachrüstbar. Das Stationärgerät eignet sich beispielsweise für Anwendungen im Automobil-Bereich. Diese Hochdruckreiniger sind für die Wandbefestigung ausgelegt und für eine einfache Montage vorbereitet.

In beiden Varianten schützen ein großer Filter am Wasserzulauf und das automatische Druckentlastungssystem die Pumpenkomponenten. Nach dem Schließen der Pistole wird der Druck im Inneren gesenkt. Das erhöht die Lebensdauer, senkt die Reparatur- und Wartungskosten und verringert die aufzubringenden Abzugskräfte an der Hochdruckpistole.

Das mobile Standardgerät ist mit der EASY!Force-Pistole ausgestattet. Das wesentliche Merkmal dieses ergonomischen Zubehörs ist der Abzug, der mit dem Handballen in den Griff geschoben wird. Dadurch erübrigt sich nach dem Auslösen praktisch jegliche Haltearbeit: Der Rückstoß des Wasserstrahls drückt den Abzug von selbst in die Hand. Die bisher nötige, dauerhafte Anspannung von Hand- und Fingermuskulatur entfällt. Bei der Konstruktion der Hochdruckreiniger wurde viel Wert auf einen einfachen Service gelegt. Die Pumpe ist dafür erreichbar, ohne dass die Hülle geöffnet werden muss. Je nach Anwendung und Arbeitsumfeld lassen sich die Geräte in stehender oder liegender Position nutzen. Die neuen Kaltwasser-Hochdruckreiniger der Mittelklasse werden in Leistungsklassen mit einer Fördermenge von 560 bis 800 l/h und einem Arbeitsdruck von 140 bis 180 bar angeboten.

 

HD 6/15 M

HD 8/18-4 M St

Anschlussleistung

230 V / 1 ~ / 50 Hz

400 V / 3 ~ / 50 Hz

Spannung/Stromart

3,1 kW

4,6 kW

max. Temperatur Zulauf

60° C

60° C

Arbeitsdruck

150 bar / 15 MPa

30 - 180 bar /
 3 - 18 MPa

max. Druck

200 bar / 20 MPa

200 bar / 20 MPa

Fördermenge

560 l/h

400 – 800 l/h

Gewicht
 (ohne Zubehör)

30 kg

32 kg

Abmessungen
 (L x B x H)

400 x 456 x 960 mm

302 x 290 x 560 mm

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Jasto: 36,5er Schalungsstein

Breitere Steine für höher belastbare Wände

Die Jasto Beton-Schalungssteine gibt es in den Farben grau und anthrazit. Der neue 36,5er ergänzt die bisherigen Formate 17,5 cm, 25 cm und 30 cm. (Bild: Jasto)

Die Beton-Schalungssteine von Jasto sind ab sofort auch in einer Mauerbreite von 36,5 cm erhältlich. Mit der gestiegenen Breite wachsen die statische Belastbarkeit der Steine und die erreichbare Mauerhöhe.Beton-Schalungssteine haben sich in den letzten Jahren zum Allrounder im Garten- und Landschaftsbau entwickelt und gehören zu den stark nachgefragten Produkten in der Jasto Gartenwelt. Sie werden bevorzugt zum schnellen und kostengünstigen Aufbau von soliden Sicht- und Schallschutzwänden eingesetzt. Auch als Stützwände und im Schwimmbadbau finden sie Verwendung. Schalungssteine sind zudem Spezialisten für schwer zugängliche Objekte. Die Steine lassen sich ohne Kran transportieren und problemlos aufbauen. Mit der neuen Wandstärke bietet Jasto auch bei schwierigen örtlichen Verhältnissen eine statisch verlässliche Alternative gegenüber einer Ortbetonlösung.

Der neue Schalungsstein kann durch das größere Format nun mit einem Betonkern befüllt werden, der eine Breite von 29 cm erreicht. Diese Breite lässt größere Bewehrungsquerschnitte zu und eröffnet damit die Möglichkeit, höher belastbare Wände zu realisieren. Je nach örtlichen Verhältnissen können mit der Wandstärke von 36,5 cm bei hinterfüllten Wänden Höhen von bis zu 3,00 m ohne Verkehrslast und bis zu 2,30 m mit Verkehrslast ausgeführt werden. Bei freistehenden Wänden können sogar Höhen bis 3,80 m verwirklicht werden. Bei allen Höhenangaben ist zu beachten, dass für die Umsetzung statische Einzelnachweise erforderlich sind.

Jasto Beton-Schalungssteine gibt es in den Mauerbreiten 17,5 cm, 25 cm, 30 cm und 36,5 cm, jeweils in den Farben grau und anthrazit. Für alle Varianten liefert Jasto die entsprechenden End-, Halb- und Pfeilersteine sowie passende Abdeckplatten.

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Vergessene Maschinen

Vorreiter der Vielseitigkeit

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Der englische Skiploader, ein abgewandelter Kleindumper, rollte dem heutigen Trend zu handlichen und wendigen Multifunktionsmaschinen um ein paar Jahrzehnte voraus.

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Über die bpz

Für die bpz ist die Praxis der Bauunternehmer relevant. Deshalb bietet sie Bauunternehmern im Hoch-, Tief-, Straßen- und GaLa-Bau sowie Baumaschinenhändlern wichtige Impulse von Experten, Anbietern und Kollegen, Praxiserfahrungen sowie Entscheidungshilfen für ihren Geschäftserfolg. Als Generalist berichtet die bpz ganzheitlich über effizientes Baustellenmanagement, den wirtschaftlichen Einsatz von Baumaschinen, -fahrzeugen und -geräten sowie die Potenziale moderner Baustoffe. Dieser ausgewogene Themenmix deckt die komplette berufliche Praxis von Entscheidern am Bau ab. Die Berichterstattung der bpz konzentriert sich auf das Wesentliche und trägt damit dem Informationsbedürfnis und den begrenzten zeitlichen Ressourcen der Zielgruppe gleichermaßen Rechnung. bpz hat das Ohr am Puls der Branche – exklusive Baustellenreportagen, Einsatzberichte, Systemvergleichsberichte, Trend- und Produktberichte sowie Interviews bieten Impulse zu den aktuellen Themen, beantworten Fragen und zeigen Lösungen auf.