Messe-Dossier

bauma 2019

bauma 2019 (angezeigt bis Montag, 20. Mai 2019 12:00:00)

Vom 8. bis zum 14. April 2019 öffnet die bauma in München zum 32. Mal ihre Tore. Eine Veranstaltung der Superlative, denn die zu erwartende Besucherzahl könnte locker eine Großstadt füllen – rund 600.000 Gäste aus über 200 Ländern werden in der bayerischen Landeshauptstadt erwartet. Auf einem riesigen 605.000 m² großen Areal werden 3.400 Aussteller Neues und Bewährtes aus der Welt der Baumaschinen, Baugeräte, Baustelleneinrichtung und Nutzfahrzeuge präsentieren. In unserer Special informieren wir schon jetzt über Messeneuheiten und bewährte Produkte der Aussteller, die in München dem Fachpublikum gezeigt werden.

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MaGaZiN

Atlas Copco schließt 2018 weltweit mit Rekorden ab

Atlas Copco
Der schwedische Industriekonzern Atlas Copco hat seinen Umsatz 2018 um 11 % auf weltweit 95,4 Mrd. Schwedische Kronen (SEK) gesteigert, das sind umgerechnet 9 Mrd. Euro. Die Auftragseingänge summierten sich auf 97 Mrd. SEK - ein Plus von 8 % gegenüber dem Vorjahr (2017: 90 Mrd. SEK). Der Betriebsgewinn stieg von 18,7 auf 21,2 Mrd. SEK (+ 13 %), der Gewinn vor Steuern legte um 18 % auf 20,8 Mrd. SEK zu. Damit betrug die Gewinnmarge 21,9 % vom Erlös.

Atlas Copco fertigt und vertreibt Kompressoren, Druckluft- und Vakuumtechnik, Ausrüstungen für die Energietechnik sowie Industriewerkzeuge und Montagesysteme. Zum Jahresende 2018 beschäftigte der Konzern in den fortgeführten Geschäftsbereichen weltweit knapp 37.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, etwa 2.200 mehr als Ende 2017. In Deutschland waren für Atlas Copco Ende 2018 unter dem Dach zweier Holdings 3.290 Menschen tätig, darunter etwa 120 Auszubildende.

Gaskompressoren boomen, großes Service-Wachstum in Europa

Herausragend lief es 2018 im größten Konzernbereich Kompressortechnik. Der Bereich schloss mit einem Rekordumsatz von 44 Mrd. SEK ab (+ 13 % gegenüber 2017). Die erhaltenen Aufträge stiegen um 12 % auf 45,6 Mrd. SEK. Sehr hoch war die Nachfrage nach Gas- und Prozesskompressoren; auch das Geschäft mit klassischen Industriekompressoren entwickelte sich in vielen Regionen weltweit überproportional. Beim Service verzeichnet Atlas Copco nachhaltiges Wachstum, mit der stärksten Entwicklung in Europa. Die Einführung einer neuen Generation öleingespritzter Schraubenkompressoren im vierten Quartal, die laut Hersteller sehr kompakt sowie deutlich energieeffizienter sind als vergleichbare Maschinen auf dem Markt, soll das Geschäft 2019 weiter ankurbeln.

In der Vakuumtechnik erlöste Atlas Copco 22 Mrd. SEK, nach 19,5 Mrd. SEK im Vorjahr. Die Nachfrage nach Vakuumpumpen schwächte sich zuletzt aber ab. Vor allem die Halbleiterindustrie und Hersteller von Flachbildschirmen hielten sich mit Investitionen zurück, etwa in Südkorea, Nordamerika und Europa. Dadurch lagen die Auftragseingänge aufs Jahr gesehen um etwa 2 % unter dem Vorjahr (21,5 Mrd. SEK nach 21,9 Mrd. SEK 2017).

Automobilindustrie schiebt Investitionen auf

Mit Industriewerkzeugen und Montagelösungen, wie Schraubsystemen, Klebe- und Dosier- oder Stanzniettechnik, erlöste Atlas Copco 2018 knapp 18 Mrd. SEK. Das waren rund 9 % mehr als 2017. Die Nachfrage aus der allgemeinen Industrie legte weltweit in allen Regionen zu und wurde speziell von Aufträgen aus dem Offroadbereich, der Luftfahrt- und Elektronikindustrie getrieben. Dagegen setzte Atlas Copco mit der Automobilindustrie etwa gleich viel um wie im Vorjahr. Dabei war die Entwicklung rund um den Globus unterschiedlich: Die Automobilhersteller (OEM) rüsteten ihre Werke in Asien und Nordamerika deutlich auf, hielten sich in Europa und Südamerika aber gegenüber dem Vorjahr zurück. Viele OEMs hätten geplante Investitionen aufgeschoben, stellte Atlas Copco fest.

Fahrbare Kompressoren und Stromerzeuger im Vermietgeschäft gefragt

Atlas Copcos Umsatz mit Ausrüstungen für die Energieerzeugung erholte sich 2018 weiter. Der vor einem Jahr neu strukturierte Konzernbereich Energietechnik ("Power Technique") setzte in den fortgeführten Geschäften 12 Mrd. SEK um und damit 7 % mehr als 2017. Dieser Konzernbereich bietet fahrbare Kompressoren, Stromerzeuger, Lichtmasten, Pumpen sowie handgeführte Abbruchwerkzeuge an. Vor allem das Vermietgeschäft boomte. Schwerpunkte des Wachstums waren die USA und Südamerika, während sich Europa flacher entwickelte und in Asien Rückgänge zu verzeichnen waren. Die Auftragseingänge legten weltweit jedoch zweistellig zu auf 12,5 Mrd. SEK (+ 11 %). Der Konzernbereich brachte 2018 einen neuen, fahrbaren Kompressor für das Vermietgeschäft auf den Markt. Der Kompressor arbeitet sehr effizient und senkt mit seinem emissionsarmen Motor den Ausstoß von Stickoxiden und Feinstaub auf nahe null.

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Baustelle des Monats: Das Victoria & Albert Museum

Der Küstenlandschaft nachempfunden

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Inspiriert von den Klippen aus Sedimentgestein entstand im schottischen Dundee ein Ableger des Victoria & Albert Museum

Seit der Jahrtausendwende wird in der schottischen Stadt Dundee die auf dreißig Jahre und 1,14 Mrd. Euro angelegte Erneuerung der Uferzone vollzogen. Im Mittelpunkt der Stadtteilerneuerung steht zweifelsohne der im Sommer 2018 abgeschlossene Bau des neuen V & A Museum of Design. Bei der Formgebung und Oberflächengestaltung dieses außergewöhnlichen Bauwerks ließ sich der weltberühmte japanische Architekt Kengo Kuma von zerklüfteten Klippen entlang der nordöstlichen Küste Schottlands inspirieren. Der gewagte Bau vereint komplexe Betonarchitektur mit viel Glas und einer Betonfassade. Der Schalungshersteller Peri unterstützte das ausführende Bauunternehmen mit Rat und Tat.

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TomTom Telematics: Flottenmanagement-Lösung WEBFLEET

Neues Tool TachoShare erlaubt Tachodaten-Fernauslese

Die Flottenmanagement-Lösung WEBFLEET wurde um das neue Remote Download- und Archivierungsmodul TachoShare erweitert, mit dem sich Tachographendaten von Fahrzeugen per Fernauslese herunterladen lassen. (Bild: TomTom Telematics)

TomTom Telematics hat seine Flottenmanagement-Lösung WEBFLEET für den Transportsektor erweitert. Mit dem neuen Remote Download- und Archivierungsmodul TachoShare lassen sich Tachographendaten von Fahrzeugen per Fernauslese herunterladen. Nutzern ist es darüber hinaus möglich, Daten direkt mit ihrer Analysesoftware auszutauschen.

TachoShare wurde entwickelt, um Transportunternehmen dabei zu unterstützen, einige der häufigsten Probleme bei der Verwaltung von Tachographendaten zu vermeiden. Bei traditionellen manuellen Downloads mussten sich die Lastwagen für den Datenaustausch bisher in einer entsprechend ausgestatteten Örtlichkeit befinden. Das kostete Zeit, die für den produktiven Einsatz fehlte. Mit TachoShare ist das nicht mehr notwendig. Das erhöht die Produktivität und verringert den Verwaltungsaufwand. Gleichzeitig hat der Nutzer damit ein Werkzeug zur Hand, das es ihm ermöglicht, alle rechtlichen Vorschriften einzuhalten.

TachoShare kann vom Benutzer nach Belieben in vorhandene Analysesoftware für Tachgraphendaten integriert werden. Es lässt sich einfach in die bestehende IT-Umgebung eines Unternehmens integrieren. Auf diese Weise trägt das Tool dazu bei, den Zeitaufwand für administrative Aufgaben zu reduzieren, Flottenmanager in die Lage versetzen, intelligentere und schnellere Entscheidungen zu treffen und die Produktivität auf einem hohen Niveau halten. TachoShare bietet dem Nutzer eine effizientere Möglichkeit, die Vorschriften einzuhalten und erlaubt einen schnelleren Zugriff auf wichtige Fahrer- und Fahrzeugdaten.

TomTom Telematics hat sein Portfolio an Telematik-Produkten zudem um das neue Flottenmanagementgerät TomTom LINK 710 erweitert. Der TomTom LINK 710 ermöglicht WEBFLEET den Zugriff auf fahrzeugspezifische Informationen, während er gleichzeitig mit Sensoren und Ein- und Ausgabe-Schnittstellen im Fahrzeug verbunden bleibt. Dies ermöglicht eine reibungslose, übergreifende Integration einer Vielzahl von Funktionalitäten und Anwendungen, die die Personal- und Ressourcenplanung verbessern können.

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Kommentar

Kommt jetzt der Knall?

Kommt jetzt der Knall?

Seit beinah einer Dekade haben Verkaufsmakler, Finanzvermittler und Banken wieder gut lachen: die Investition in „Betongold“ ist dank der Nullzinspolitik der EZB heute so attraktiv wie selten zuvor. Die Zinsen für Immobilienkredite befinden sich auf einem historisch niedrigen Niveau und sorgen damit für einen blühenden Handel. Aber es gibt einen Hacken: mit dem Anstieg der Nachfrage sind auch die Kaufpreise massiv in die Höhe geschnellt. Eine Entwicklung, die sowohl den Kreditinstituten als auch den frischgebackener Eigenheimbesitzern die Feierstimmung ordentlich verderben kann.

Seit beinah einer Dekade haben Verkaufsmakler, Finanzvermittler und Banken wieder gut lachen: die Investition in „Betongold“ ist dank der Nullzinspolitik der EZB heute so attraktiv wie selten zuvor. Die Zinsen für Immobilienkredite befinden sich auf einem historisch niedrigen Niveau und sorgen damit für einen blühenden Handel. Aber es gibt einen Hacken: mit dem Anstieg der Nachfrage sind auch die Kaufpreise massiv in die Höhe geschnellt. Eine Entwicklung, die sowohl den Kreditinstituten als auch den frischgebackener Eigenheimbesitzern die Feierstimmung ordentlich verderben kann.

Nach Jahrelanger Hauspreis-Rally mehren sich nämlich die Stimmen, dass am Immobilienmarkt gerade eine gewaltige Blase entsteht. Gerade in den großen deutschen Städten halten Experten Preiskorrekturen der Immobilien von bis zu 30 % für möglich. Dabei neigt man doch zu glauben, dass zehn Jahre nach dem großen Crash Versäumnisse bei der Bankenregulierung ausgeschlossen sein sollten. Die Hausaufgaben wurden doch sicher gemacht, um einer erneuten Geldvernichtung in Billionenhöhe zuvor zu kommen?

Das Dauergrinsen der Boom-Profiteure darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die Finanzkrise immer noch auf die Weltwirtschaft auswirkt. Da ist zum einen die hohe Staatsverschuldung in vielen, auch europäischen Ländern oder auch das billige Geld der Zentralbanken, die im Moment bei Immobilien und bei der Börse landen statt in der realen Wirtschaft. Weil das Eigenheim heute für viele die einzig sinnvolle Geldanlage und Rentenabsicherung zu sein scheint, steigen die Preise vielerorts quasi im Wochentakt. Surreal anmutende Quadratmeter-Preise von bis zu 8.000 Euro sind in den Metropolen keine Seltenheit. Das betrifft nicht nur Neubauten – fehlendes Bauland, deutliche Steigerungen der Bodenrichtwerte und eine unersättliche Nachfrage machen auch Bestandsimmobilien zu begehrten Kaufobjekten, sodass viele Eigentümer und Investoren heute locker das Doppelte des vor zehn Jahren bezahlten Marktpreises verlangen können.

Wer kaufen will, für den wird das Unmögliche möglich gemacht. Auf die lange Zeit geltende Regel, 20 % der Kaufsumme möge der Käufer selbst aufzubringen, bestehen die Banken nicht mehr. Angesichts der exorbitanten Preise scheint diese Hürde für viele Immobilienanwärter zu einer unüberwindbaren Hürde zu werden. Bei einer sogenannten 110-%-Finanzierung packen die Banken heute sogar noch die Kaufnebenkosten in den Geldkoffer ein, sodass auch Kunden mit leerem Portemonnaie durchgewunken werden. Ein durchaus riskantes Geschäft für die Geldgeber, denn für die aus der Gesamtsumme bezahlten Grunderwerbsteuer, Maklergebühr und Co. gibt es für sie keinen materiellen Gegenwert mehr. Böses Erwachen kommt womöglich dann, wenn für den Eigenheimbesitzer die Anschlussfinanzierung ansteht. Steigt der Zins nur um einen Prozentpunkt – was angesichts der heutigen Werte keine bloße Spekulation ist – dann droht dem Häuslebauer, der seinen Traum „mit Gewalt“ erfüllt hat, die Privat-Insolvenz. Sinken die Immobilienpreise mit steigenden Zinsen und haben die Banken zu viele faulen Kredite in ihren Büchern, dann können auch sie ins Wanken geraten und mit ihnen die gesamte Wirtschaft. Der Rest ist Geschichte.

Spekulative Überbewertungen, Banken, die bei der Kreditvergabe nicht nur ein Auge zudrücken und Zinsen, die sich eigentlich nur noch in eine Richtung entwickeln können: ein gefährlicher Mix der „Zutaten“, um die Blase zum platzen zu bringen. Und die europäischen Finanzaufseher? Da bleiben die Alarmglocken still. Es bleibt nur zu hoffen, dass die Tiefenentspannung nicht eines Tagen in eine Schockstarre übergeht. Man kann den gleichen Fehler nämlich nicht zweimal machen, denn beim zweiten Mal ist es eine bewusste Entscheidung...

Autor: Paul Deder

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Peri: Gerüstbaukasten PERI UP

Eine Lösung für Standard- und Sondergerüstbau

Der konstruktive Aufbau des modularen Gerüstbaukastens PERI UP erlaubt durch seine Verbindungstechnik und Bauteilkombinierbarkeit alle für den Gerüstbau typischen Ausführungen und Verwendungen. Und das mit einer geometrischen Aufbauflexibilität, die den Vergleich mit einem Rohr-Kupplungsgerüst nicht scheuen muss.(Bild: Peri GmbH)

Standard- und Sondergerüstbau: Zwischen diesen beiden Polen muss sich heute das „Handwerkszeug“ im anspruchsvollen Gerüstbau bewegen, bewähren und rechnen können. Bisher war dieser Anspruch vom Einsatz zweier unterschiedlicher Systemgerüste abhängig. Einfache bis leicht anspruchsvolle Baukörper zählen hauptsächlich zur Aufgabe von Rahmengerüsten; komplexe und außergewöhnliche Geometrien sind dagegen die Domäne der Modulgerüste. Diese herkömmliche Grenzziehung wird mit dem PERI UP Gerüstbaukasten überwunden. Mit diesem Gerüstsystem sind die unterschiedlichen Vorzüge von Rahmen- und Modulgerüst zu einem modularen Systembaukasten vereint worden.

Im Pflichtenheft für die Entwicklung dieses Baukastensystems stand ein konstruktives Ziel besonders weit vorne – die größtmögliche Reduktion der Bauteilmenge ohne Einbußen bei der Anwendungsvielfalt. Im Ergebnis zählt der PERI UP Gerüstbaukasten tatsächlich weniger als 500 Bauteile. Um diese Kompaktheit zu erreichen, war ein völlig anderes Rahmen- und Anschlusskonzept nötig. Das vertikale Rahmenbauteil ist nicht mehr allseitig geschlossen, sondern an seinen Enden aufgelöst und besteht aus zwei unterschiedlichen langen Vertikalstielen, die mit einem Horizontalriegel festverbunden sind. Dieses offene, asymmetrische Bauteil – Easy-Rahmen EVF 67 genannt – ist zudem in seiner Funktion um zwei PERI Rosett-Knoten erweitert worden. Da jetzt alle PERI UP Vertikalbauteile (der Easy-Rahmen wie die Flex-Vertikalstiele) nicht nur das gleiche Anschlusselement, sondern auch ein identisches Höhenraster haben, sind sie untereinander kompatibel. Das betrifft sowohl den horizontalen Flächenaufbau des Gerüstes als auch seinen vertikalen Höhenaufbau. Selbst hier kann das Rahmenbauteil im Wechsel mit den Vertikalstielen und den zugehörigen Horizontalriegeln verbaut werden. Ein weiterer Schlüssel für diese geringe Bauteilmenge des PERI UP Gerüstsystems liegt in der Funktionsvielfalt der Basisbauteile und Anschlusselemente. So ergeben sich aus der Kombination von Vertikalstiel und Horizontalriegeln im Knotenbereich bis zu zwölf Anschlussmöglichkeiten. Selbst in der Sicherheitstechnik erreicht das PERI UP Gerüstsystem eine Bauteilreduktion. So ermöglicht zum Beispiel die Bauform des Easy-Rahmen die vorlaufende Geländermontage und die selbsttätige Verriegelungsmechanik Locking Deck sichert die Beläge unmittelbar nach dem Einheben. Beides wird erreicht, ohne das zusätzliche Bauteile auf- und später wieder abgebaut werden müssen.

Kleine Basisgrößen sind flexibler

Während sich heute bei Gerüstsystemen die kleinste Belagslänge meist zwischen 68 und 74 cm bewegt, geht auch hier der PERI UP Gerüstbaukasten einen eigenständigen Weg. Mit dem Basismodul 25 cm orientiert sich das PERI Maßsystem an der Logik der DIN 4172 „Maßordnung im Hochbau“ bzw. an der neueren DIN 18000 „Modulordnung im Bauwesen“. So beträgt das kleinste Flächenmaß der PERI UP Beläge in der Breite 25 cm und in der Länge 50 cm. Durch diese Kompaktheit wird im horizontalen Aufbau eine Formgenauigkeit bei komplexen Grundrissen oder freistehenden Bauteilen erreicht, die selbst den Vergleich mit einem Rohr-Kupplungsgerüst nicht zu scheuen braucht. So kann zum Beispiel die Kleinstfläche von einem Quadratmeter mit der Belaggröße 25 x 50 cm durch den vierfachen Wechsel der Verlegerichtung vollständig geschlossen werden. Durch diese Aufbauflexibilität der Beläge wird das Einrüsten von stark verwinkelten, vor- und rückspringenden oder gekrümmten Bauteilen in der Planung und Ausführung stark vereinfacht.

Offener Zugang zum Ingenieurbau

Selbst im Bereich der Schwerlastkonstruktionen eröffnet PERI UP dem Gerüstbauer durch den VARIOKIT Ingenieurbaukasten weitreichende Optionen. Dieses ebenfalls modular angelegte Baukastensystem basiert auf einer bald 50-jährigen Expertise von PERI in der Entwicklung von Schalungssystemen und Traggerüsten im internationalen Hochhaus- und Ingenieurbau. Beide PERI Systeme verfolgen in ihren Bauteilmengen das gleiche Ziel: Wenige Standardbauteile, die in allen Arten eines Bauprojekts einen hohen Anteil an der Gesamtkonstruktion haben. Da der VARIOKIT Ingenieurbaukasten ein Verstellraster von 12,5 cm hat und das PERI UP Gerüstsystem ein Aufbauraster von 25 und 50 cm, können sie im kombinierten Aufbau nahezu uneingeschränkt an jede Bauwerksgeometrie oder geforderte Lastableitung angepasst werden.

Die Gleichteilquote zählt

Die Wirtschaftlichkeit eines Baukastensystems hängt vom Anteil der Basisbauteile pro Ausführungsart ab. In diesem Zusammenhang kann der PERI UP Gerüstbaukasten seine technischen Stärken besonders gut ausspielen. Bei ihm bleibt der Anteil der Basisbauteile über alle Einsatz- und Anwendungsarten hinweg konstant hoch. Weshalb bei PERI UP sich auch die Arbeitsabläufe zwischen Standard- und Sonderanwendungen kaum unterscheiden. Innerhalb der bisher dargestellten Aufbau- und Anpassungsmöglichkeiten von PERI UP kann jedes Gerüstbauunternehmen für sich selbst gut überprüfen, wie ein Gerüstbaukasten mit weniger als 500 Bauteilen im Vergleich zu seinem heutigen Gerüstbestand zu bewerten ist. Denn die Gleichteilquote eines Gerüstsystems – also die Verwendung gleicher Bauteile für unterschiedliche Anwendungen – wirkt sich auf alle Phasen im Gerüstbau aus: als Investitionsgröße und Bauteilauslastung, in der Planung- und Arbeitsvorbereitung, in der Lager-, Transport- und Baustellenlogistik oder in den Montageabläufen.

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quick-mix: Wärmedämm-Verbundsystem System Natura

Ökologische Holzfaserdämmung für Massivhäuser

Das neue Wärmedämm-Verbundsystem Natura Wall mit Holzfaser-Dämmung ist eine ökologische Alternative zu Hartschaum-Dämmplatten. (Bild: quick-mix)

Mit dem neuen System Natura hat die quick-mix Gruppe (Osnabrück) erstmals ein Wärmedämm-Verbundsystem mit Holzfaserdämmung für Massivhäuser im Programm. Die Neuheit verfügt über eine niedrige Wärmeleitfähigkeit von 0,039 Wm/K und ein besonders handliches Format der Dämmplatten von 400 x 800 mm. Neben der klassischen Variante gibt es das System auch als System Natura HYDROCON. Hier werden die Holzfaserplatten des Systempartners Steico in das biozidfreie Fassadensystem HYDROCON von quick-mix integriert, das Fassaden vor Algen- und Pilzbefall schützt.

Quick-mix komplettiert mit System Natura sein WDV-Sortiment und bietet dort neben Dämmplatten aus Mineralwolle, EPS und Polyurethan-Hartschaum nun erstmals auch Holzfaserdämmung an. Darüber hinaus erweitert quick-mix damit auch ihr Programm an ökologischen Baustoffen. Das neue System eignet sich sehr gut für die Dämmung von massiven Baukörpern aus Ziegeln oder auch Kalksandstein. Das System ist nicht nur im Neubau, sondern vor allem auch in der Sanierung interessant. Es ist eine ökologische Alternative zu konventionellen Dämmplatten aus Hartschaum.

Zentraler Bestandteil von System Natura ist die Holzfaser-Dämmplatten vom Typ Protect L dry von Steico, die in Dämmstoffdicken von 100 bis 200 mm erhältlich sind. Um den Fachhandwerkern wie Stuckateuren oder Malern die Handhabung auf der Baustelle zu erleichtern, bietet quick-mix die im Trockenverfahren hergestellten Dämmplatten nicht im herkömmlichen Raster von 400 x 1.200 mm an, sondern im handlicheren Format von 400 x 800 mm. Die Dämmplatten können im System Natura mit den klassischen mineralischen Edelputzen der Marken quick-mix und Schwenk Putztechnik belegt werden wie zum Beispiel Schwenk Variostar, dem Scheibenputz oder auch dem Münchner Rauputz.

Die Holzfaser-Dämmplatten sind nicht nur besonders stabil, sie unterstützen zudem auf natürliche Weise den Schutz vor Algen und Moosen. Die vergleichsweise hohe Rohdichte sorgt für eine höhere Wärmespeicherfähigkeit. Die Holzfaserplatten nehmen also die Tageswärme auf und kühlen nachts nur langsam aus. Auf dieses Weise wird die Kondensation von Luftfeuchtigkeit auf der Fassadenoberfläche deutlich reduziert, denn die Oberfläche bleibt im Vergleich zu konventionellen WDV-Systemen deutlich trockener. Insofern wirkt System Natura bereits im klassischen Systemaufbau effektiv dem Algen- und Pilzbefall entgegen.

Zusätzlich verstärkt wird dieser hemmende Effekt beim System Natura HYDROCON. Hier werden die Dämmplatten mit dem HYDROCON-Putz- und Farbsystem von quick-mix kombiniert. Dieses besteht ebenfalls aus rein mineralischen Edelputzen und der IR-aktiven Silikat-Fassadenfarbe HC 425. HYDROCON gilt als besonders effektives Schutzschild für hochwärmegedämmte Fassaden, das System schützt biozidfrei vor Algen- und Pilzbefall. Im Gegensatz zu Fassadensystemen, in denen Biozide eingesetzt werden, wirkt HYDROCON nicht toxisch-chemisch, sondern rein physikalisch. Es setzt dabei auf die Kombination aus kontrolliertem Feuchtemanagement im Putzsystem (HydroControl-Effekt) und einer schnelleren Rücktrocknung an der Fassadenoberfläche, die durch eine Steigerung der Oberflächentemperatur um bis zu zehn Grad Celsius bei Sonneneinstrahlung erzielt wird (HydroDry-Effekt). Sowohl das HYDROCON-System als auch die Protect L dry Dämmplatte verfügen über das Baubiologie-Prüfsiegel des Instituts für Baubiologie Rosenheim.

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Vergessene Maschinen

Die rasende Raupe

Die Vickers-Planierraupe - Mit ungewöhnlichen Ideen wollten englische Konstrukteure in den 1950ern neue Maßstäbe bei Planierraupen setzen

Ausgeklügelte Federung, Gummiringe an den Umlenk- und Laufrollen, geschmierte Kettenbuchsen, bessere Fahrersicht – bewunderswert, was für schlaue Gedanken sich die Konstrukteure damals machten!

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Über die bpz

Für die bpz ist die Praxis der Bauunternehmer relevant. Deshalb bietet sie Bauunternehmern im Hoch-, Tief-, Straßen- und GaLa-Bau sowie Baumaschinenhändlern wichtige Impulse von Experten, Anbietern und Kollegen, Praxiserfahrungen sowie Entscheidungshilfen für ihren Geschäftserfolg. Als Generalist berichtet die bpz ganzheitlich über effizientes Baustellenmanagement, den wirtschaftlichen Einsatz von Baumaschinen, -fahrzeugen und -geräten sowie die Potenziale moderner Baustoffe. Dieser ausgewogene Themenmix deckt die komplette berufliche Praxis von Entscheidern am Bau ab. Die Berichterstattung der bpz konzentriert sich auf das Wesentliche und trägt damit dem Informationsbedürfnis und den begrenzten zeitlichen Ressourcen der Zielgruppe gleichermaßen Rechnung. bpz hat das Ohr am Puls der Branche – exklusive Baustellenreportagen, Einsatzberichte, Systemvergleichsberichte, Trend- und Produktberichte sowie Interviews bieten Impulse zu den aktuellen Themen, beantworten Fragen und zeigen Lösungen auf.