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Skid-Steer-Lader und kompakte Lader auf Gummiraupen bieten eine außerordentliche Aufgabenvielfalt

Kraftvolle Winzlinge

Komatsu Europe GmbH

Anschrift:
Hanomagstraße 9
30449 Hannover
Deutschland

In den USA, dem Heimatland dieser Gerätegattung, sind die antriebsgelenkten Kompaktlader, auch Skid-Steer-Lader genannt, seit über 60 Jahren eine beliebte Systemmaschine. Durch die schier unendlich breite Palette von Anbauausrüstungen können sowohl die Kompaktlader mit Radlaufwerk als auch ihre Brüder auf Gummiraupen für Bauarbeiten aller Art eingesetzt werden. An deutschen Grenzen endete jedoch der Siegeszug dieser Allrounder – ihre Vorzüge und spezifischen Einsatzmerkmale werden hierzulande scheinbar nicht gebührend berücksichtigt. Dabei können die wendigen Kraftpakete gerade auf engen Baustellen andere Baumaschinen komplett ersetzen.

Einer der Gründe, wieso sich die Laderzwerge auf heimischen Baustellen selbst ein halbes Jahrhundert nach ihrer Premiere noch nicht durchgesetzt haben, ist die große Konkurrenz an knick- und allradgelenkten Kleinladern im Land. Noch in den 1960er- und 1970er-Jahren setzte sich in Deutschland die Knicklenkung bei kleineren Radladern durch, sodass zahlreiche Hersteller sehr früh entsprechende Modelle in ihr Sortiment aufgenommen haben und seitdem stetig weiterentwickeln.

Dabei haben die Kompaktlader durchaus Vorteile gegenüber anderen Kleinladern. Weil ihre Räder starr montiert sind, erfolgen die Richtungswechsel durch die sogenannte Panzerlenkung: Die seitlichen Radpaareoder Raupenbänder rotieren gegenläufig und sorgen für eine enorme Wendigkeit der Maschinen. Dadurch wird eine Drehung um 360° auf der Stelle möglich. Besonders auf engen Baustellen, wie man sie in den Innenstädten oder stadtnahen Wohnsiedlungen vorfindet, kann die hohe Manövrierfähigkeit der Kompaktlader den Unterschied ausmachen. Wo die Radlader mit Knicklenkung aufgrund des größeren Platzbedarfs an die Grenzen ihrer Möglichkeiten kommen, können die Skid-Steer- und Raupenlader die Bauarbeiter maschinell unterstützten.

Produktiv in der Enge

Beim Drehen auf der Stelle ähneln die Kompaktlader mehr Mini- oder Kurzheckbaggern als kleinen Radladern, sind aber bedeutend schneller unterwegs und können bei manchen Einsätzen im GaLaBau, bei Entkernungen, oder im Stollenbau sämtliche Baumaschinen überflüssig machen. Ohne zeitraubende Rangierfahrten arbeiten die Allrounder auf engstem Raum und beladen anschließend Kleindumper, Transporter, Anhänger und Lkw. Besonders Kompaktlader, die mit einem Raupenlaufwerk ausgestattet sind, können auf Baustellen mit wenig Lagerplatz als Schlüsselgerät eingesetzt werden. Konstruktionsbedingt sind sie in der Lage, Aushub und Füllmaterial steil aufzuhalden, weil sie selbst extreme Hänge mühelos erklimmen. So können die Unternehmer den einen oder anderen Minibagger getrost auf dem Betriebshof stehen lassen.

Auch wenn sie sich auf den ersten Blick ähnlich sind, lassen sich Unterschiede zwischen den beräderten Skid-Steer-Ladern und Raupenladern herausstellen. Auf Gummiketten unterwegs, sinken Letztere bei der Arbeit auf weichen und bindigen Böden nicht so tief ein und arbeiten bodenschonender auf empfindlichen Flächen wie Rasen oder Planum, wenn sie nicht gerade auf der Stelle drehen müssen. Dank ihrer langer Raupen sind sie zudem standfester und können daher größere Lasten transportieren. Punkten können die Raupenlader auch mit höheren Vortriebskräften, weil sie sich über eine große Kontaktfläche mit dem Untergrund verzahnen. Durch die bessere Traktion lassen sie sich effizienter als andere Ladervarianten z. B. mit einer Grabenfräse einsetzen, mit einem Anbau-Planierschild beim Nivellieren oder als Geräteträger für den Winterdienst.

Multifunktional einsetzbar

Die Kompaktlader sollten keineswegs nur auf die Arbeit mit der Schaufel reduziert werden, vielmehr sind sie als geländegängige Geräteträger konzipiert. Schnellwechsler in Verbindung mit unzähligen Anbauwerkzeugen machen schnelle Ausrüstungswechsel und eine hohe Auslastung der Maschinen möglich. Mit einer Kehrmaschine oder einem Hochdruckreiniger ausgestattet, lassen sie sich z. B. als Reinigungsgerät nutzen. Für die Einsätze im Erdbau verwandeln sie sich nach der Ankopplung eines Anbaubaggers oder -dumpers kurzerhand in komplett andere Maschinen. Mit einem Anbaugrader wird der Lader zu einem Hochleistungsplanierer umfunktioniert, während die Vibrationswalze den Raupenlader zum idealen Gerät für Beton- und Grabenverdichtung macht. Auch im Straßenbau lassen sich die Lader einsetzten – dafür gibt es entsprechende Straßenfertiger-Anbaugeräte. Und nach dem Anbau eines Betonmischers lässt sich das Material viel schneller als mit eigenständigem Mischer und Schubkarre mischen, transportieren und ablassen. Zu guter Letzt können sie als mobile hydraulische Antriebsstationen und Stromversorgungsquellen zweckentfremdet werden – z. B. als Häcksler oder Betonpume.

Vorteilhafte Bauweise

Neben ihrer Vielseitigkeit als ganzjährig nutzbarer Geräteträger punkten die Kompaktlader auch in der B-Note. So z. B. beim Thema Transport: Durch ihre kompakten Abmessungen benötigen sie weniger Platz als klassische Radlader und begnügen sich bei der Anlieferung zum Einsatzort auch mit einem kleineren Anhänger. Oder sie fahren als Beipack auf dem Tieflader mit, der eine größere Maschine auf die Baustelle bringt.

Durch ihre robuste und relativ einfache Bauweise mit zwei starren, ungefederten Achslinien sowie zwei oder vier Hydromotoren, sind die Skid-Steer-Lader zudem in der Regel günstiger in der Anschaffung als Knicklenker. Die Konstruktion ist nicht so komplex wie bei anderen Ladern, sodass auch die Instandsetzung weniger Aufwand mit sich bringt. Problematischer ist allerdings der mühsame Einstieg über die Ladeschwinge, weil sich die Tür bei den meisten Modellen aufgrund der seitlich angeordneten Hubarme an der Maschinenvorderseite befindet. Gerade wenn der Lader während des Arbeitstages immer wieder für wenige Minuten in Betrieb genommen wird, kann die Kletterpartie des Fahrers zur lästigen Angelegenheit werden. Bequemer geht das bei Modellen mit einem Monoarm-Konzept, auf das z. B. der Hersteller JCB setzt. Dadurch gewinnt der Fahrer nicht nur Sicherheit beim Ein- und Ausstieg, sondern hat auch eine bessere Rundumsicht auf die Arbeitsbereiche. Ganz ohne Kabine geht das jedoch auch: bei Mini-Kompaktladern nimmt der Fahrer stehend auf dem Bedienerpodest Platz und hat dadurch eine ungestörte 360°-Rundumsicht. Außerdem ist er innerhalb von Sekunden „betriebsbereit“.

Die Kompaktlader sind nicht perfekt, verdienen jedoch angesichts ihrer Stärken deutlich mehr Anerkennung auf heimischen Baustellen. Die Technik ist mehr als ausgereift, die Anzahl der passenden Anbaulösungen wächst stetig und das maschinelle Angebot in Deutschland ist vielfältig. Einige Modelle der Skid-Steer- und Raupenlader unterschiedlicher Größen stellen wir auf den folgenden Seiten vor.

JCB: Neue Stufe-V-Baureihe

JCB bringt 2021 eine Reihe von Kompaktladern und Kompaktraupenladern auf den Markt, die die EU-Abgasnorm Stufe V erfüllen und Verbesserungen sowohl für den Bediener als auch für die Übersicht bieten. Die Modellbezeichnung der Kompaktraupenlader trägt den Zusatz „T“. Die Betriebsgewichte bei den Kompaktladern bewegen sich zwischen 2,9 und 3,9 t. Die Kompaktraupenlader sind aufgrund der Ketten schwerer und haben je nach Modell ein Betriebsgewicht zwischen 3,6 und 5,0 t.

Die Modelle 155, 215 und 215T sind mit den 1,9- und 2,5-Liter-Motoren von JCB by Kohler mit 42 kW (PS) bzw. 55 kW (PS) ausgestattet. Die neuen Modelle werden mit Dieselpartikelfilter (DPF) ausgestattet und erfüllen somit die Emissionswerte gemäß EU-Stufe V.
Die Modelle 270 und 270T, sowie die Teleskid-Modelle 3TS-8W und 3TS-8T werden nun mit dem neuesten 3,0-Liter-Diesel-MAX-Motor von JCB ausgestattet. Mit einer Leistung von 55 kW (74 PS) und einem laut JCB klassenbesten Drehmoment von 440 Nm bietet der Stufe-V-konforme Vierzylinder-Motor ein um 10 % höheres Drehmoment und eine Kraftstoff- und CO2-Einsparung von 5 % im Vergleich zum Vorgängermodell. Aufgrund verbesserter Technik können die Service- und Wartungskosten bei den neuen Modellen zusätzlich um 30% gesenkt werden.
Mit dem Stufe-V-Update wurden nicht nur die Motoren, sondern auch die Kabine überarbeitet. Die Kabine wird hohen ergonomischen Anforderungen gerecht und bietet einfache Bedienung, bessere Sicht dank der um 30% vergrößerten Glasflächen und eine flexiblere Sitzeinstellung.
Ein Alleinstellungsmerkmal der JCB-Kompaktlader und Kompaktraupenlader ist der einseitige Ladearm rechts neben der Kabine. Im Vergleich zu Kompaktladern mit Doppelarm bietet diese Konstruktion einen bequemen Einstieg in die Kabine, da der Bediener nicht vorne über das Anbaugerät in die Kabine klettern muss. Zusätzlich ist die Rundumsicht dank des 270°-Sichtfeldes deutlich besser. 

Case: Kompaktlader der B-Serie

Case hat 2020 mit der B-Serie eine neue Kompakt- und Raupenkompaktlader-Generation auf den Markt gebracht. Die neun Kompaktradlader-Modelle sind mit radialer oder vertikaler Hubgeometrie und in zahlreichen Leistungs- und Größenklassen verfügbar. Der Rahmen und die Konstruktion wurden beibehalten, doch alle wesentlichen Systeme wurden mit dem Ziel einer Leistungssteigerung neu konzipiert. Diese Systeme wurden vollständig in neue Steuer- und Bedienschnittstellen integriert.
Die B-Serie verfügt über ein neu gestaltetes Instrumentenbrett, einschließlich neuer rechts- und linksseitiger Bedienungselemente bei allen Modellen, kombiniert mit einfacher Zündung, Starttaste, einfacher Gaspedalsteuerung und intuitiver Schaltbedienung für alle zentralen Maschinenfunktionen. Der Fahrer kann bei der Auswahl seiner Maschine auch zwischen mechanischen und elektrohydraulischen Steuerelementen wählen. 

Das neue 8-Zoll-LCD-Multifunktionsdisplay fungiert als Steuerungszentrale der Maschine. Als Novum für die Branche verfügen die Maschinen über eine Rückfahrkamera, die in einer geteilten Bildschirmanzeige auch die Maschinendaten darstellt. Die Kamera kann sowohl im Vorwärts- als auch im Rückwärtsgang eingesetzt werden. Außerdem bietet die B-Serie dem Fahrer ein umfassendes Paket an neuen Komfort-Funktionen:
· Neue elektrohydraulische Steuerfunktionen: Der Maschinenführer kann das Ansprechverhalten der Maschine an leichte, normale oder anspruchsvolle Einsatzbedingungen anpassen oder die Absenk-, Hub- und Fahrgeschwindigkeit sowie die Steuerung des Ladearms und des Antriebs unabhängig voneinander einstellen. · Neue „Schleichgang“-Funktion · Neue Bedienprofile: Bediener können spezifische Einstellprofile speichern und abrufen, um sie an individuelle Präferenzen oder Einsatzbedingungen anzupassen.

Zeppelin: Kompaktlader der Serie D3

Fünf neue Cat-Kompaktlader mit 2,7 bis 4,5 t Einsatzgewicht hat Zeppelin seit März 2020 auf den deutschen Markt gebracht. Sie wurden in puncto Qualität, Komfort und Performance weiterentwickelt. Deutliche Verbesserungen wurden bei der Bedienung und Standsicherheit erzielt. Dem Fahrer bieten die neuen Maschinen eine geräumigere ROPS/ FOPS-Kabine mit verbreitertem Einstieg, großer Beinfreiheit durch mehr Platz zwischen den Joystickkonsolen, Komfortsitz, Seitenschiebefenster und optimaler Rundumsicht auch durch die serienmäßige Rückfahrkamera. Zwei vorgesteuerte und damit sehr präzise Joysticks steuern Fahr- und Arbeitshydraulik, alle Bedienelemente sind ergonomisch optimal angeordnet. Das gesamte Cockpit orientiert sich am Cat-Standard. Optional ist eine geschlossene Vollkabine verfügbar.

Besonderes Augenmerk bei der Entwicklung wurde auf die leichte Erreichbarkeit aller Wartungspunkte und die langen Wartungsintervalle gelegt. Alle Typen sind optional mit High-Flow-Hydraulik (HF) für den Einsatz leistungsstarker Anbaugeräte lieferbar. Der 272D3 kommt als XE-Ausführung mit noch mehr Literleistung und höherem Arbeitsdruck sogar im Vergleich zu den HF-Maschinen.

Die Modelle 242D3, 262D3 und 272D3 XE bieten mit der Vertikalhubkinematik mehr Reichweite und damit Vorteile z. B. beim Beladen von Lkws. 236D3, 242D3 und 262D3 und 272D3 XE sind mit CAT-Stufe-V-Motor ausgerüstet. Lediglich der Cat 226 D3 ist noch nicht in dieser Version verfügbar. Mit der Anbaugeräte-Erkennung und der automatischen Einstellung der jeweils optimalen Hydraulikwerte zeichnen sich die neuen D3-Maschinen durch hohe Effizienz in Einsätzen mit oft wechselnden Anbaugeräten aus.

Bobcat: Kompaktradlader

Bobcat verfügt über ein breites Sortiment von 13 Kompaktradladern, inkl. einer großen Auswahl an Original-Anbaugeräten. Bobcats Kompaktlader zeichnen sich durch das problemlose Navigieren bei engen Platzverhältnissen auf Baustellen, bei Durchfahrten oder in Gebäuden aus. Mit ihrem starren Chassis bieten sie Allrad-Antrieb über zwei unabhängige, variabel ansteuerbare Fahrpumpen. Dadurch kann die Maschine gegenläufig gelenkt und quasi „auf dem Teller“ gedreht werden. Dank dieser Wendigkeit kann mehr Arbeit in weniger Zeit verrichtet werden.

Die Kompaktlader sind auf einfache und zügige Bedienung ausgelegt: So lassen sich z. B. Anbaugeräte schnell wechseln und je nach Terrain einsetzen. Um die max. Schubkraft zu erreichen, sind die Maschinen sorgfältig ausbalanciert. Außerdem kennzeichnet sie eine hohe Grableistung, welche besonders bei Arbeiten unter Gebäuden wichtig ist, wo kompakte, bewegliche und nicht zuletzt starke Lader gefragt sind. Zu den gefragtesten Modellen gehören der S100 und der S450.

Der S100 hat mit einer Kipplast von über 900 kg die richtige Größe und genug Hubkraft zum Arbeiten auf kleinem Raum. Er stellt eine widerstandsfähige Lösung für alle Industriearbeiten dar und ist für tägliche Arbeiten sehr komfortabel. Des Weiteren zeichnet er sich durch große Ausbrechkraft, hohe Nutzlast, kurze Taktzeiten und große Wendigkeit aus.
Der Kompaktlader S450 mit einer Kipplast von 1.308 kg ist breit aufgestellt und dadurch besonders leistungsstark. Dank des engen Wendekreises ist er ideal für große Einsätze auf kleinstem Raum. In der Neuausführung ist der S450 mit dem speziell entwickelten Stage-V-konformen Motor mit höherem Drehmoment ausgestattet. Seine radialen Hubarme bieten eine größere max. Reichweite für Arbeiten in mittleren Arbeitshöhen wie z. B. dem Ausschütten über Mauern sowie Verfüll- und Entladearbeiten.

Manitou: Gehl-Kompaktradlader

Die zur französischen Manitou-Gruppe gehörige Marke Gehl verfügt ebenfalls über ein breites Angebot: Bei den elf verschiedenen antriebsgelenkten Kompaktradladern kann man zwischen zwei Optionen wählen, der Radialhub- und der Vertikalhub-Konstruktion. Die Maschinen mit Radialhub sind am besten geeignet, wenn der Großteil der Arbeit unterhalb der Augenhöhe ausgeführt wird. Sie bieten eine bessere Leistung beim Aushub, Planieren und Graben im Erdreich. Aufgrund des Radialhubwegs ist die maximale Reichweite in der Mitte der Hubhöhe größer. 

Die Maschinen mit Vertikalhub sind ideal zum Heben und Auskippen auf größere Höhen. Sie haben eine größere Reichweite bei voller Hubhöhe. Da die Last näher an der Maschine bleibt, sind die Hubkapazitäten höher als bei Modellen mit Radialhub.

Besonders vielseitig sind die Gehl-Kompaktlader der mittleren Größe mit den Modellen R135, R150 und R165. Diese Radialhubmaschinen bieten Nutzlasten von 612 bis 748 kg und Hubhöhen von 2.784 bis 3.023 mm und sind mit 34,5- bis 52- kW-Yanmar-Motoren ausgestattet. Durch die serienmäßige Proportionalsteuerung der Zusatzhydraulik kann der Fahrer die Drehzahl der Anbaugeräte mit der stufenlos verstellbaren Durchflusssteuerung anpassen. Die serienmäßige Hilfsarretierung (bei vollem Durchfluss) ermöglicht es dem Fahrer, den Hydraulikdurchfluss auf Dauerbetrieb einzustellen.

Der R165 bietet optional eine High-Flow-Zusatzhydraulik mit Durchflussraten bis zu 94,6 l/min (25 gpm). Die Schnellkupplungen für die Zusatzhydraulik, die den Anschluss unter Druck ermöglichen, befinden sich in Reichweite an der Vorderseite des linken Hubarms. Zuschaltbar ist bei allen drei Modellen eine Schaufelnivellierung. Mit dieser Option wird die Schaufel während des Hub-/Absenkzyklus gerade gehalten. Sie kann mit einem Schalter in der Kabine ein- und ausgeschaltet werden. Ein farbiges Display zeigt den aktuellen Kraftstoffverbrauch, die Motordrehzahl, Betriebsstunden, Fehlercodes des Motors, Warnleuchten und vieles mehr an.

Tobroco-Giant: Skidsteer-Lader

Der niederländische Baumaschinenproduzent Tobroco-Giant hat drei Skid-Steer-Lader im Angebot: die Modelle Giant SK 202 G, Giant SK 212 G und Giant SK 252 G mit Einsatzgewichten von 750 bis 810 kg. Der kleinste ist mit einem 15,5-kW-Honda-Motor ausgestattet, die beiden größeren mit Kubota-Motoren (15 bzw. 17,5 kW). Alle Modelle verfügen über eine Hubhöhe von 2.100 mm, eine Kipplast von 434 kg und eine Länge von 1.371 mm (ohne Schaufel). Die Maschinen heben nicht nur Sand, Beton oder Zementsäcke auf der Baustelle, sondern sind auch in vielen anderen Branchen im Einsatz. Im GaLaBau transportieren sie Erde, Pflanzen oder Pflastersteine. In Recycling-Betrieben halten sie unter Transportbändern Ordnung.

Durch ihre kompakten Maße können sie Orte erreichen, an die keine anderen maschinellen Helfer gelangen können. So werden die Skidsteers in Kommunen zu einer Hilfe im Unterhalt von engen Plätzen und schmalen Wegen. Mit Hilfe von Anbaugeräten wie Wildkrautbürste, Kehrbürste oder Schneeschild ersetzen sie gleich mehrere andere Maschinen. Der kleinste Giant ist insbesondere auch in der Bau- und Abbruchwirtschaft von Nutzen, nicht nur durch die Beseitigung und den Transport zahlreicher Lasten auf den Baustellen, sondern auch im Abbruch durch den Gebrauch eines Hydraulikhammers. Aufgrund seines geringen Gewichts ist es möglich, den Skidsteer-Lader im Innenabbruch auch an schwer zugänglichen Orten mit geringer Tragfähigkeit einzusetzen. Große Radmotoren sorgen für immer ausreichende Traktion, gute Fahreigenschaften und auch für längere Wartungsintervalle. Die große Hydraulikpumpe ist auf hohe Leistung ausgelegt. Das Bedienerpodest kann ganz einfach eingeklappt werden. Abhängig von der Art des Einsatzes kann aus einer großen Anzahl an verschiedenen Reifentypen gewählt werden, die leicht vor Ort gewechselt werden können. 

Zahlreiche Optionen wie ein hydraulisches Schnellwechselsystem oder eine weiche Bremse stehen für die drei Modelle zur Verfügung. Um mit hydraulisch angetriebenen Anbaugeräten arbeiten zu können, können die Maschinen mit einer Zahnrad-Doppelpumpe ausgestattet werden, sodass zahlreiche doppeltwirkende Funktionen möglich sind.

Komatsu: Kompaktradlader SK820-5

Komatsu hat vier Kompaktlader mit Nutzlasten von 500 bis 900 kg im Programm. Der größte von ihnen ist das Modell SK820-5 mit einer Motorleistung von 36,2 kW bei 2.600 U/min. Dieser antriebsgeladene Kompaktlader hat ein Betriebsgewicht von 3.080 kg und bietet eine Nutzlast von 900 kg. Dank seiner umfangreichen Standardausrüstung zeichnet sich der Kompaktlader in jeder Einsatzart durch hohe Effizienz aus. So verfügt er z. B. über eine automatische Parallelführung für den Palettengabeleinsatz. Gaspedal und Antrieb mit 2 Fahrstufen erhöhen die Einsatzproduktivität zusätzlich. Dank der PPC-Servosteuerung ist der SK820-5 intuitiv und ergonomisch zu bedienen: Die Produktivität wird gesteigert, Ermüdungserscheinungen beim Fahrer werden minimiert. Über den rechten Joystick werden die Arbeitsfunktionen gesteuert, über den linken die Fahr- und Lenkfunktionen. Mit dem System zur Antriebskontrolle (APC) steht dem Fahrer stets die max. Motorleistung zur Verfügung; gleichzeitig wird Leistungsverlust und Überlastung vorgebeugt. Zunächst wird die Arbeitsausrüstung versorgt, darüber hinaus verfügbare Leistung dann an den Fahrantrieb weitergeleitet. Auch unter harten Einsatzbedingungen wird so das „Abwürgen“ des Motors effektiv verhindert.

Einen weiteren Vorteil stellt die geräumige Fahrerkabine des SK820-5 dar. Der breite Einstieg sowie der großzügige Innenraum und der einstellbare Fahrersitz sorgen für maximalen Komfort bei der Arbeit. Die gute Rundumsicht und die einfache, ergonomische Bedienung erhöhen die Sicherheit. Zur Steigerung des Bedienerkomforts kann der SK820-5 optional mit Fronttür, Seitenscheiben und Heizung oder Klimaanlage ausgestattet werden. Die LCD- und Analog-Anzeigen zur Kontrolle aller Maschinenfunktionen sind in den Sicherheitsbügel integriert. So sind alle wichtigen Anzeigen wie Kraftstoffstand, Kühlwassertemperatur, Luftfilter, Motoröldruck etc. stets im Blickfeld des Fahrers.

Sampierana: Eurocomach Kompaktlader

Samperiana hat sich im Laufe der Jahre von einem Spezialhersteller von Raupenfahrwerken zu einem Anbieter von kompakten Baumaschinen unter der Marke Euromach entwickelt. In den frühen 2000er Jahren entwickelte das Unternehmen erste Raupenkompaktlader. Aktuell hat Samperiana zwei Rad- und zwei Raupenkompaktlader im Angebot. Die kleineren Modelle 17SK (auf Rädern mit 3.600 kg Einsatzgewicht) und 18 TL (Raupe mit 4.300 kg Einsatzgewicht), ausgestattet mit einem STAGE-V-Kubota-Turbo-Aggregat von 67,1 PS, bieten Hublasten (bei 50 % der Kipplast) von 980 kg beim 17SK und 1.640 kg beim 18TL. Die Topmodelle 19SK auf Rädern mit seinem Betriebsgewicht von 4.350 kg, sowie die Raupe 20TL mit 5.470 kg, teilen sich einen 73 PS starken STAGE-V-Yanmar-Turbo-Motor und verfügen über Nutzlasten von 1.450 kg (19SK) und 2.572 kg (20TL).

Alle aktuellen Modelle entsprechen laut Samperiana den hohen europäischen Leistungs- und Komfortansprüchen: EU-Emissionsstufe V, kraftvolle Turbomotoren mit Partikelfilter, vertikaler Hubarm mit serienmäßiger Schwimmstellung und Parallelstellung bei Aufwärtsbewegung, eine geräumige, abgefederte, abgetrennte und klappbare Kabine sowie ein FAN-DRIVE-Kühlsystem mit manueller und automatischer Umkehrung. Außerdem verfügen die Maschinen über Hochflusshydraulik, Multifunktions-Joystick und moderne Displays, die eine einfache Überwachung des Fahrzeugstatus und die Auswahl der Nutzungskonfigurationen über einfache und intuitive Befehle erlauben. Dank eines speziellen Kabinen- und Armdesigns bieten die Euro-comach-Kompaktlader eine gute Sicht auf das Arbeitsfeld. Die serienmäßigen Rückspiegel und die optionale Rückfahrkamera ermöglichen darüber hinaus eine 360°- Rundumsicht.

Die Einsatzgebiete der Kompaktlader sind vielfältig, von der Erdbewegung, über den Straßen-, GaLa- und Sportplatzbau bis zum Landschaftsmanagement oder zur Forstwirtschaft.

Sherpa: Lader der Z-Serie

Der niederländische Hersteller Sherpa ist ein Spezialist für Kompaktradlader. Er führt derzeit zehn verschiedene Modelle, die spezifisch für unterschiedliche Anwendungsbereiche entwickelt wurden bzw. über unterschiedliche Antriebsarten verfügen, darunter auch Elektrolader.
2021/22 bringt das Unternehmen mit der Z-Serie eine neue Ladergeneration auf den Markt. Den Anfang macht im November das Modell Z10 mit Elektromotor. Beim Z10 setzt Sherpa neueste technische Entwicklungen um. Der Fokus bei der Entwicklung lag auf Technik, Benutzerfreundlichkeit, Ergonomie und Design. Wie sein Vorgängermodell Sherpa 100 hat der Z10 eine Breite von nur 76 cm. So kommt er durch jede Türöffnung und kann auf engstem Raum manövrieren.

Die Z-Serie wird modular aufgebaut sein. Die Maschinen können nach individuellen Bedürfnissen zusammengestellt werden. So hat man die Wahl zwischen verschiedenen Radmotoren, Bleisäure oder Lithium Batterie sowie ein oder zwei Geschwindigkeiten. Nach dem Z10 werden im Jahr 2022 ein 24-Volt-Modell, drei Benzinmodelle und zwei Dieselmodelle rauskommen. Detaillierte Informationen zur neuen Z-Serie gibt Sherpa im November bekannt.

Vermeer: Raupen-Kompaktlader S450TX und S925TX

Die Vermeer Deutschland GmbH ist seit 2002 als Vertragshändler des US-Herstellers Vermeer Corporation tätig. Das Unternehmen bietet eine Palette unterschiedlicher Maschinen für die Bau- und die Agrarwirtschaft, darunter zwei antriebsgelenkte Raupenkompaktlader. Für die Modelle S450TX und den S925TX stehen über 70 Anbaugeräte zur Verfügung. Mit einem geringen Bodendruck von nur 0,2-0,4 bar ist mit beiden Maschinen ein schonender Einsatz auf den unterschiedlichsten Oberflächen sichergestellt. Eine rutschfeste Standplattform gibt dem Fahrer sicheren Halt. Die angebrachten Stoßschutz-Polsterungen in Oberschenkel- und Hüfthöhe sorgen für weiteren Bedienerkomfort, selbst in unbewegtem Gelände. Alle Modelle lassen sich intuitiv und benutzerfreundlich über die Joysticks inkl. einer Einhand-Fahrwerkssteuerung bedienen.

Der S450TX ist kompakt, wendig und verlässlich. Er ist er mit einem Kubota D902 18,2 kW (25 PS) Dieselmotor ausgestattet und verfügt bei einem Eigengewicht von 1.043 kg über eine Kipplast von 649 kg. Mit einem Hydrauliksystemfluss von 47,3 l/min und einem Systemdruck von 203,4 bar lässt sich jedes Anbaugerät kraftvoll bewegen.

Den Vermeer S925TX gibt es in zwei Ausführungen. Wie auch der S450TX ist er mit einem Kubota D902 Motor ausgestattet. Optional wird ein leistungsstarker Kubota WG1605 Benzinmotor mit 29,8 kW (40 PS) angeboten. Mit einem Eigengewicht von nur 1.549 kg verfügt der S925TX über eine Kipplast von 1.198 kg und kommt mit seiner Abladehöhe von 214,6 cm hoch hinaus. Beide Modelle sind serienmäßig mit einem Dual-Hydrauliksystem ausgestattet. Der Dieselmotor verfügt über die hydraulische Leistung des S450TX. Der Benziner bietet einen Hydrauliksystemfluss von 58,7 l/ min und einen Hydrauliksystemdruck von 209,9 bar.

(Autoren: Paul Deder und Kai Moll)

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Case: Kompaktradlader 321F
Das längere Hubgerüst des neuen 321F XR bietet eine noch bessere Ausschütthöhe und Reichweite. (Bild: Case Construction Equipment)
Neue XR-Version bietet größere Reichweite
Case bietet sein Modell 321F – den leistungsstärksten Vertreter seiner Kompaktradladerfamilie – jetzt auch in einer speziellen XR-Version an. Die Eckdaten der neuen Modellvariante sind im Vergleich zur eingeführten Standardversion nahezu unverändert. So beträgt die Leistung weiterhin 74 PS bei einer Ausbrechkraft von 62 kN und die geringe Kabinenhöhe bleibt unverändert bei 2,68 m. Die Ausschütthöhe und Reichweite sind dagegen erheblich besser. Damit ist der 321F mit seiner feinfühligen Hydraulik als flinke und leistungsstarke Lademaschine prädestiniert für unterschiedlichste Einsätze auf Betriebshöfen im Recycling, GaLaBau oder im landwirtschaftlichen Umfeld.
Hyundai: Midi-Bagger HX85A
Der Kompaktbagger HX85A der Acht- bis Neun-Tonnen-Klasse ist mit einem zweiteiligen Ausleger ausgestattet und somit für Arbeiten im urbanen Bereich prädestiniert. (Bild: Hyundai)
Leistungsstark für den urbanen Bereich
Als Erweiterung seiner Produktpalette im Midibagger-Bereich hat Hyundai jetzt die neue HX85A Konzeptmaschine auf den europäischen Markt gebracht. Dieser Kompaktbagger der Acht- bis Neun-Tonnen-Klasse ist mit einem zweiteiligen Ausleger ausgestattet und somit für Arbeiten im urbanen Bereich prädestiniert. Das Design der Heckhaube des HX85A trägt zur Verbesserung der Stabilität der Maschine bei und optimiert gleichzeitig die Sicht nach hinten. Der Kabineninnenraum ist übersichtlich gestaltet und mit der neuesten, intuitiven Technologie ausgestattet, die dem Fahrer am Einsatzort volle Kontrolle über seine Maschine ermöglicht. Die fortschrittliche Technologie entlastet den Bediener und verringert so während eines langen Arbeitstages die Ermüdung. Komfort und Zweckmäßigkeit für den Bediener werden auch durch die ergonomische Innenraumgestaltung und die ausgezeichnete Rundumsicht gewährleistet.
Kramer: Kompakte Radlader, Teleskopradlader und Teleskoplader
Der maßgefertigte Humbaur-Anhänger des Radladers 5050, der eine perfekte Ladungssituation mit Schnellkupplungsaufnahme ermöglicht, sorgt für einen unkomplizierten Transport und volle Flexibilität der Maschine im Garten- und Landschaftsbau. (Bild: Kramer-Werke)
Für jeden Einsatz die passende Maschine
Kramer verfügt über ein Portfolio von Rad-, Teleskopradladern und Teleskopladern, die im Garten- und Landschaftsbau ihre volle Bandbreite ausschöpfen. Der ungeteilte Fahrzeugrahmen, die Standsicherheit und die Wendigkeit der Maschinen bringen zahlreiche Vorteile mit sich, weswegen sie als vielseitige Begleiter zum Einsatz kommen. Die Rad-, Teleskopradlader und Teleskoplader von Kramer bringen ihre Stärken der Allradlenkung und des ungeteilten Rahmens in den oftmals schwierigen Einsatzgebieten richtig zur Geltung. Mit bis zu 2-x-400-Lenkeinschlag kommen sie um jede Kurve und sind damit besonders wendig. Zudem verfügen sie über eine hohe Standsicherheit durch den ungeteilten Rahmen. Selbst in Kurvenfahrt und in unebenem Gelände bleiben die Fahrzeuge stabil und können die gleiche Last transportieren, wie in Geradeausfahrt. Außerdem sind die Kramer Maschinen extrem kompakt gebaut und können somit sehr einfach transportiert werden, gleichzeitig aber auch schmale Wege problemlos passieren.
Schäffer: Kompaktradlader 2445 S
Trotz ihrer kompakten Ausmaße ist der Kompaktradlader 2445 S dank einer Kipplast von bis zu 1,9 t in der Lage, ganze Pflastersteinpaletten sicher zu verfahren. (Bild: Schäffer Maschinenfabrik)
Mehr Schubkraft bei geringerem Dieselverbrauch
Der 2445 gehört zu den erfolgreichsten Maschinen im Schäffer-Baumaschinenprogramm. Mit dem 2445 S stellt der westfälische Laderspezialist nun das Nachfolgemodell vor, das alle Anforderungen der Abgasstufe V erfüllt. Darüber hinaus verfügt der neue Lader über einen stärkeren Motor, der in Kombination mit einen elektronisch geregelten Fahrantrieb für mehr Schubkraft sorgt und eine deutliche Effizienzsteigerung verspricht.