Hamm AG
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Hammstraße 1
95643 Tirschenreuth
Deutschland
Die Deponie Steinmühle befindet sich in einem ehemaligen Basalt-Steinbruch. Da Basalt von Natur aus mitunter asbesthaltig ist, bot sich dieser Ort an als Lagerstätte für asbesthaltigen Bauschutt und andere mineralische Abfälle der Deponieklasse 1. Seit 2020 werden hier belastete mineralische Abfälle mit einem Hamm Walzenzug vom Typ H 25i VC verdichtet. Eine Investition, die sich aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten als richtig erweist: So kann dort mehr Material deponiert werden als ursprünglich geplant.
Seit über 30 Jahren wird hier verpackter, asbesthaltiger Abfall deponiert. Ebenso wird verpresste Glaswolle eingelagert – staubdicht umhüllt und zu Quadern geformt. Diese Pakete werden in bis zu 2 m hohen Schichten eingebaut. Überdeckt wird jede Schicht mit unbelastetem Bauschuttmaterial, Ziegelbruch, Betonresten und mit Asche aus der Müllverbrennung. Verdichtet werden die Lagen mit einem Brecher-Walzenzug H 25i VC, der zum Schutz der Maschinenbediener mit einer Schutzbelüftung ausgestattet ist.
Hohlraumfrei verdichten
Der Brecher-Walzenzug bricht und verdichtet anstehendes Material in einem Arbeitsgang. „Die hier angelieferten Abfälle lassen sich mit der Kombination aus Gewichtskraft und Vibration sehr gut verdichten. Dabei entsteht eine breite Korngrößenvarianz“, erzählt Peter Förster, Leiter der Reststoffdeponie. „Wir wollen möglichst hohlraumarm verdichten, denn Deponieraum wird immer wertvoller. Für diese Aufgabe ist das VC-Konzept aus unserer Sicht die effizienteste Lösung.“ Durch die Verdichtung der Abfälle mit der H 25i VC kann mehr Material in der Deponie untergebracht werden als ursprünglich geplant. „Vorher hatten wir einen Müllverdichter ohne Vibration im Einsatz. Mit dem VC-Walzenzug erzielen wir nun in der Deponie eine Einbaudichte von 1,3 t/m3. Damit können wir die Deponie länger nutzen, was letztlich die Rentabilität steigert“, so Förster. Wichtig war für das Team auch der Verdichtungsprozess: „Mit wenigen Überfahrten können wir eine optimale Verzahnung der gebrochenen Materialien herstellen. Dabei ist die Vibration ein großer Vorteil. Allein mit statischer Verdichtung erreichen wir den gewünschten Verdichtungsgrad nicht.“
Für das Einlagern der Abfälle hat sich in der Deponie ein effizienter Prozess etabliert: Über jede Lage des belasteten Materials wird Bauschutt zusammen mit anderen entsprechend klassifizierten Abfällen in einer etwa 30 cm hohen Lage verteilt. Für das Brechen und Verdichten mit dem VC-Walzenzug sind zwei Mitarbeiter zuständig. Beide bedienen den VC-Walzenzug abwechselnd mit anderen Geräten.
Robuste Ausführung
Da die Maschinenkomponenten beim Brechen von Gestein weit mehr beansprucht werden als beim üblichen Verdichten, hat Hamm die VC-Walzenzüge als Heavy Duty-Geräte konzipiert. So sind u. a. das 3-Punkt-Pendelknickgelenk, der Unterboden, der Vorderrahmen und die Bandagenaufhängung mit Antrieb im Vergleich zu normalen Walzenzügen verstärkt. Ergänzend fahren alle VC-Walzenzüge auf robusten EM-Reifen und die Fahrer profitieren vom Sitz mit hoher Rückenlehne. Standardmäßig ist der VC-Walzenzug außerdem mit der Maschinensteuerung Hammtronic und dem Verdichtungsmesser HCM (Hamm Compaction Meter) ausgerüstet. Trotz der verstärkten Ausführung ist der Kraftstoffbedarf gering: In der Deponie Steinmühle sind es ca. 20 l/h.
Die Entscheidung für den VC-Walzenzug von Hamm fiel mit Blick auf die nächsten Jahrzehnte, denn „mit dem zu erwartenden Aufkommen an Abfällen der DK 1 wird die Deponie für die nächsten 30 bis 40 Jahre betrieben“, erklärt Förster. In dieser Zeit werden sich die zu deponierenden Abfälle wandeln. Das Gros des aktuell bei Sanierungen entstehenden, asbesthaltigen Bauschutts wird irgendwann ausgebaut sein. Andererseits wird Straßenaufbruch in Form von teerhaltigen Asphaltschollen anfallen. Dieses Material zählt auch zu den mineralischen Abfällen der DK 1 und lässt sich mit dem VC-Walzenzug ebenfalls gut zerkleinern.
Gerade weil der Walzenzug eine Anschaffung für die nächsten Jahrzehnte ist, legte das Team Wert auf einen geringen Verschleiß und einfache Instandhaltung. So findet Walzenfahrer Robert Schaumberger: „Der Meißelwechsel ist total einfach.“. Das gilt auch für die Wartung. „Auch unter diesen Gesichtspunkten erwies sich der VC-Walzenzug von Hamm als robuste und wirtschaftliche Lösung für unsere Deponie“, sagt Peter Förster.
bpz meint: In den letzten zehn Jahren hat sich die Zahl der Deponien in Deutschland fast halbiert. Währenddessen brummt die Baukonjunktur, sodass die ansteigende Menge an Bau- und Abbruchabfall auf immer knapper werdenden Deponieraum trifft. Clevere Verdichtungskonzepte und leistungsfähige Technik ermöglichen eine effiziente Ausnutzung der Flächen und eine längere Nutzung der Deponien.
Verdichtungsspezialist Hamm hat ein neues Modell in der Reihe der schemelgelenkten Tandemwalzen vorgestellt: die HX 70e VV-S. Das Modell mit zwei Vibrationsbandagen ist vollständig elektrisch angetrieben. Neben der HX 70e VV-S wird mit der HX 70e VO-S auch eine Variante mit Oszillationsbandage angeboten. Als laufendes Technologie-Projekt werden die beiden Tandemwalzen zunächst bei innerstädtischen Baustellen in Europa zum Einsatz kommen.
Walzenhersteller Hamm erweitert die Serie HC um den 13 t schweren Walzenzug HC 130i C VA, der mit Smart Compact eine automatische Verdichtung auf Zielwert ermöglicht. Das neue Modell ergänzt die bereits eingeführten, 20 und 25 t schweren Modelle HC 200i C VA und HC 250i C VA.
Hamm hat eine neue Generation schemelgelenkter Tandemwalzen auf den Markt gebracht: die Serie HX. Sie ersetzt die Vorgängerserie DV+ und zeichnet sich durch intuitive Bedienung mit Easy Drive, hohe Leistungsdaten, viele Komfort-Merkmale sowie einem nachhaltigen Betrieb aus. Dazu trägt auch der neue digitale Verdichtungsassistent „Smart Compact“ bei. Zudem hat Hamm in der Serie HX viele Detailverbesserungen, neue Optionen und Schnittstellen realisiert. Alle Modelle sind in den Ländern mit EU Stage V verfügbar.
Hamm hat auf der US-Messe Conexpo/CON-AGG einige neue Walzenmodelle präsentiert, so etwa die knickgelenkte Gummiradwalze HP 100i. Das Basisgewicht der Walze beträgt 13,228 6 t und kann durch unterschiedliche Ballastkits auf bis zu 10 t erhöht werden. Mit fünf Rädern auf der Vorderachse und vier Rädern auf der Hinterachse verfügt die neue Gummiradwalze über eine Arbeitsbreite von 1.725 mm. Aus der großzügigen Überlappung der Reifenspuren ergibt sich eine homogene Verdichtung. Dabei sorgt das Drei-Punkt-Pendel-Knickgelenk für eine hohe Wendigkeit. Die Walze eignet sich ideal für Anwendungen wie Chipseal und die Asphaltverdichtung auf kleineren Baustellen. Eine Wasserberieselung und unterschiedliche Abstreifer können auf Wunsch integriert werden. Die Geschwindigkeit kann sicher und bequem direkt am Fahrhebel eingestellt werden. Durch eine kluge Geschwindigkeitssteuerung in Abhängigkeit vom Lenkwinkel kann die Walze trotz der sehr hohen Endgeschwindigkeit stets sicher durch Kurven manövriert werden.
Unter "Smart Compaction" bündelt Hamm verschiedene aktuelle Lösungen zur Messung, Dokumentation und Analyse von Verdichtungsprozessen. Zusätzlich zur App "Smart Doc" stellt Hamm mit "Smart Compact" einen zweiten Verdichtungsassistenten vor. Darüber hinaus bietet der Walzenhersteller bereits jetzt mit einer PDS-Schnittstelle (Proximity Detection System) die Möglichkeit, Systeme zur Vermeidung von Kollisionen einzubinden.
Hamm kommt nicht mit leeren Händen nach München – der Walzenhersteller hat zahlreiche Innovationen angekündigt. Das Spektrum der Neuheiten reicht von Walzenzügen und schemelgelenkten Tandemwalzen über elektrifizierte Tandemwalzen und Optionen für Asphalt- und Erdbau bis hin zum digitalen Verdichtungsassistenten Smart Compact.
Hamm wird auf der bauma zahlreiche Premieren sowie innovative Weiterentwicklungen präsentieren. Das Spektrum der Neuheiten reicht von Walzenzügen und schemelgelenkten Tandemwalzen über elektrifizierte Tandemwalzen und Optionen für Asphalt- und Erdbau bis hin zum digitalen Verdichtungsassistenten Smart Compact.
Auf der Intermat 2018 in Paris präsentierte Hamm die neue Tandemwalze HD+ 90i PH mit Power Hybrid-Antrieb. Dabei kombiniert der Walzenspezialist einen klassischen Verbrennungsmotor mit einem hydraulischen Speicher: Das Dieselaggregat stellt die Grundlast bereit, während der hydraulische Speicher die Spitzenlasten abdeckt.
Der Baumaschinenhändler Schlüter hat der Relo Wertstoffaufbereitung GmbH aus Meschede einen WA380-8E0-Komatsu-Radlader geliefert, der genau auf die Anforderungen des Unternehmens zugeschnitten ist. Relo ist auf die Sortierung und Aufbereitung von Abfällen sowie die Herstellung von gütegesicherten Ersatzbrennstoffen spezialisiert. In der Anlage werden Haus- und Sperrmüll, Gewerbeabfälle sowie Sortierreste und Mischkunststoffe verarbeitet. Rund 25 Mitarbeiter stellen im Drei-Schicht-Betrieb an fünf Tagen in der Woche einen kontinuierlichen und zuverlässigen Anlagenbetrieb sicher. Um die hohen Anforderungen im täglichen Anlagenbetrieb weiterhin zuverlässig zu bewältigen, setzt Relo auf den neuen Radlader WA380-8E0 HL, da die vorherige Maschine auf Grund eines Brandschadens kurzfristig ersetzt werden musste.
Der neue Hyundai-Raupenbagger HX800AL wurde standardmäßig speziell für große Bau- und Infrastrukturarbeiten entwickelt, etwa große Abbruchprojekte. Das 80-Tonnen-Modell ist aber auch in einer Bergbau- und Steinbruchkonfiguration lieferbar. Mit Hochdruck-Einspritzdüsen, einem Twin-Scroll-Wastegate-Turbolader und elektronischer Steuerung leistet er kraftvolle 539,1 PS (402 kW) bei nur 2.100 U/min. Die vielseitige Maschine kann mit verschiedenen Leistungs- und Arbeitsmodi an unterschiedliche Arbeitsbedingungen angepasst werden.
Der Takeuchi-Abbruchbagger TB 2150 CV ist kompakt und mit 85 kW leistungsstark und sauber, weil bei Abgasstufe EU V ein Diesel-Oxidationskatalysator, ein Diesel-Partikelfilter und die SCR-Nachbehandlung mit AdBlue zum Einsatz kommen. Das Laufwerk des bei der Wilhelm Schäfer GmbH erhältlichen Modells ist nur 3.795 mm lang, die Maschine 2.960 mm hoch und 2.490 mm breit. Es ist sehr beweglich und in der Bewegung außerordentlich präzise. Die maximale Grabtiefe liegt mit Verstellausleger bei 5.720 mm und die maximale Abstechhöhe bei 9.925 mm. Der Oberwagen kann sich 11,2 Mal pro Minute drehen.
Develon hat die neue Materialumschlagmaschine DX270WMH-7 mit Radantrieb auf den Markt gebracht. Das Herzstück der DX270WMH-7 ist Develons wassergekühlter Sechs-Zylinder-Turbodieselmotor DL06V der neuesten Generation, der eine Leistung (SAE J1995) von 141 kW bei 1.900 U/min liefert. Unterwagen, Löffelstiel und Ausleger wurden ebenso überarbeitet wie die Hubkabine und das Gegengewicht. Damit zeichnet sich die DX270WMH-7 laut Develon für anspruchsvollste Aufgaben in einer Vielzahl von Anwendungen bei Materialsortierung und -umschlag aus. Dies umfasst den Umschlag von Altmetall und anderen festen Abfällen sowie entsprechende Anwendungen in den Branchen Recycling, Abbruch und Holzwirtschaft.
Mesda Deutschland und Hako Bau haben eine neue Maschinenkombination für das Recycling von Baustoffen präsentiert. Mit der Lösung, bestehend aus der Mesda Grobstücksiebmaschine S8H und dem Leichtstoffabscheider Hako WS 1400 reagieren die Unternehmen auf die gestiegenen Qualitätsanforderungen der Ersatzbaustoffverordnung (EBV). Sie ermöglicht es Aufbereitungsbetrieben, verunreinigten Bauschutt prozesssicher in gütegesicherte Recyclingbaustoffe zu verwandeln.
Mit MCube CAM bringt REMA TIP TOP eine wegweisende Innovation für die Fördergurtüberwachung auf den Markt. Die neue Lösung ermöglicht eine einfache, automatisierte und KI-gestützte Videoanalyse der Tragseite des Fördergurtes direkt über ein Smartphone und setzt damit die konsequente Innovationsstrategie des Unternehmens fort. MCube CAM steigert die Effizienz und Betriebssicherheit erheblich und liefert Ergebnisse, die weit über herkömmliche Sichtprüfungen hinausgehen, in kürzester Zeit.
Der teilweise Einsturz der Carolabrücke in Dresden im September 2024 machte klar, dass die Reste der Brücke schnellstmöglich und kontrolliert abgerissen werden mussten. Die Arbeiten riefen ein wahres Kraftpaket auf den Plan: den 117 t schweren Longfront-Abbruchbagger SENNEBOGEN 870E Demolition.
Mit der erfolgreichen Sprengung und dem anschließenden Rückbau der Zeller Brücke im Odenwald wurde im Sommer 2025 ein bedeutendes Infrastrukturprojekt umgesetzt. Die Christof Brand GmbH übernahm dabei die Gesamtkoordination und setzte konsequent auf moderne Maschinentechnik von Liebherr. Im Zusammenspiel mit der Liebherr-Mietpartner GmbH sowie der Liebherr Baumaschinen Vertriebs- und Service GmbH kam eine leistungsstarke Flotte von Erdbewegungsmaschinen zum Einsatz, die für Effizienz, Sicherheit und Termintreue auf der Baustelle sorgte.
Bis 2027 soll am Hanauer Hauptbahnhof eine neue Brücke über die Bahngleise entstehen. Dafür musste die 120 m lange Vorgängerbrücke weichen. Die besondere Herausforderung: Da sie über aktive Bahnstrecken führte, war der Rückbau nur während einer vollständigen Sperrung möglich. Erschwerend kam der begrenzte Platz für den Großkran und die gesamte Baustellenlogistik hinzu. Das Abbruch-Team der Max Wild GmbH meisterte diese Aufgabe erfolgreich.