Terra Infrastructure GmbH
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Deutschland
Hafenanlagen gewinnen als Umschlagplatz für Güter jedweder Art immer mehr an Bedeutung. Material wird entladen und umgeschlagen und einer weiteren Verarbeitung zugeführt. Um den sicheren Betrieb insbesondere von größeren Schiffen mit deutlich höheren Tonnagen und immer leistungsstärkeren Kranen weiterhin sicher zu stellen, werden die Hafenanlagen sukzessive technisch aufgerüstet. Unter anderem müssen viele Ufereinfassungen schrittweise den erhöhten Belastungen angepasst werden – so etwa in Form einer Ertüchtigung mittels Stahlspundwänden. Für deren sichere Rückverankerung bietet die thyssenkrupp Infrastructure mit dem thyssenkrupp Bohrverpresspfahl ein Mikropfahlsystem an, dass sich durch hohe innere Tragfähigkeiten und Tragreserven sowie große Robustheit und geringe Verformungen auszeichnet.
Je nach Länge der Mikropfähle können Zugkräfte von bis zu 4.139 kN und Drucklasten bis 4.242 kN aufgenommen und in den Baugrund abgeleitet werden – unabhängig davon, ob ein bindiger oder nicht bindiger Boden vorliegt. Damit ist der thyssenkrupp Bohrverpresspfahl das einzige Mikropfahlsystem auf dem Markt, welches für Belastungen größer 2.500 kN zugelassen ist. 2019 hat das System, zu dessen weiteren Einsatzbereichen Gründungspfähle, Rückverankerung im Spezialtiefbau sowie Rückverankerung im Wasserstraßenausbau zählen, die DIBt-Zulassung mit der Nummer Z-34.14-243 erhalten.
Der thyssenkrupp Bohrverpresspfahl ist ein Mikropfahlsystem nach DIN EN 14199, das thyssenkrupp Infrastructure in Zusammenarbeit mit Spezialtiefbauunternehmen und der ASF Anker GmbH als zug-/druck- und wechselbelastbaren Pfahl entwickelt hat. Auslöser für diese Entwicklung war eine Anfrage vom Duisburger Hafen. Für die Verankerung von Spundwänden wollte man hier keine herkömmlichen Spannglieder mehr verwenden, da diese nicht über die gewünschte Langlebigkeit verfügten. Auch gerammte Ankersysteme sollten aufgrund von Erschütterungen und Lärmemissionen nicht mehr eingesetzt werden. Bei beiden Anforderungen konnte der thyssenkrupp Bohrverpresspfahl punkten: In einem ersten Schritt wird eine verrohrte Bohrung erschütterungsarm erstellt, in die das Stahltragglied eingesetzt wird. Anschließend wird das Bohrloch mit flüssigem Zementleim verpresst und dabei die Verrohrung aus dem Baugrund gezogen. Diese Kombination sorgt dafür, dass der Rundstahl durch das alkalische Milieu des Zementsteins vor Korrosion geschützt wird. Ein zusätzlicher Korrosionsschutz über die gesamte Pfahllänge ist somit nicht erforderlich.
Dauerhaftigkeit
In puncto Dauerhaftigkeit kann der thyssenkrupp Bohrverpresspfahl mit noch einer weiteren Besonderheit aufwarten: Für das luftseitige Ende wurde ein spezieller dauerhafter Korrosionsschutz entwickelt, der individuell aus Rohrstutzen, Kalottenplatten und -muttern für den jeweiligen Anwendungsfall hergestellt wird. Den Abschluss bildet eine Schutzkappe, die mit einer plastischen Korrosionsschutzmasse gefüllt wird. Bei der bauaufsichtlichen Zulassung durch das DIBt wurde diese Stahlübergangskonstruktion und der Abschluss mit der Schutzkappe des thyssenkrupp Bohrverpresspfahls mit in die Betrachtungen aufgenommen und die Dauerhaftigkeit mit einer Lebensdauer größer 100 Jahre bestätigt. Eine Längenbegrenzung für das Pfahlsystem gibt es in der DIBt Zulassung nicht. Derzeit werden von thyssenkrupp Stahltragglieder mit einer Länge von 34 m hergestellt. Sind größere Längen der Mikropfähle erforderlich, können zwei oder mehr Tragglieder miteinander verschweißt werden. So können Zugkräfte von bis zu 4.139 kN und Drucklasten bis 4.242 kN aufgenommen und in den Baugrund abgeleitet werden unabhängig davon, ob ein bindiger oder nicht-bindiger Boden vorliegt. Damit ist der thyssenkrupp Bohrverpresspfahl das einzige Mikropfahlsystem auf dem Markt, welches für Belastungen größer 2.500 kN zugelassen ist.
Mikropfähle werden heute zunehmend bei Wasserbau- und Hafenprojekten als Zugelemente für die Rückverankerung von Spundwänden eingesetzt. Im Bohrverfahren hergestellte Mikropfähle lösen gerade in diesem Bereich immer mehr die gerammten Pfahlsysteme ab, da ihre Erstellung lärm- und erschütterungsarm erfolgt
Terra Infrastructure GmbH hat auf der Bau- und Handwerksfachmesse OstBau im Juni in Bernau Produkte aus den Bereichen Maschinentechnik, Grabenverbau und Ankertechnik vorgestellt. Im Mittelpunkt stand dabei unter anderem eine Müller Seitengriff-Baggeranbauvibrationsramme MS-6. Im Gegensatz zu herkömmlichen Vibrationsrammen, die von oben auf das Profil aufgesetzt werden müssen, greift die MS-6 das Bauteil von der Seite. Dadurch eignet sie sich besonders für Arbeiten bei geringer Bauhöhe, enge Baustellen, sowie innerstädtische Baustellen mit wenig Platz.
Auf der NordBau 2024 hat die Terra Infrastructure GmbH aus seinem breitgefächerten Portfolio Lösungen für Verbau, Infrastruktur- und Ingenieurbau präsentiert. Neben effektiv und wirtschaftlich einsetzbaren Produkten aus der Maschinentechnik der Eigenmarke Müller standen leichte Verbausysteme von E+S und Krings sowie eine Mischmaschine des langjährigen Partners Bauer im Mittelpunkt des Messeauftritts.
Mit einer neuen Baureihe der Eigenmarke Müller Ramm- und Ziehtechnik hat die Terra Infrastructure GmbH ihr Produktportfolio im Bereich der Maschinentechnik ausgebaut. Auf Grundlage der bewährten Baureihe MS-HFB SG wurden die variablen Seitengriff-Baggeranbauvibrationsrammen der MS-HFBV SGX-Serie entwickelt und um einen resonanzfreien An- und Auslauf erweitert. Gleichzeitig wurden die konstruktiven Gegebenheiten geschaffen, um mit der derzeit noch in der Prototyp-Phase befindlichen MS-U 72 SGX eine weitere Spannvorrichtung zum Greifen von Bohlen, Trägern und Rohren zu montieren. Rammarbeiten können damit auch in schwingungssensiblem Bauraum präzise, schnell und eigenständig durch den Baggerführer ausgeführt werden. Möglich wird das durch die gezielt ansteuerbaren beweglichen Elemente und die Option, Rammgut seitlich greifen und liegend aufnehmen zu können.
Der Verkauf und die Vermietung von Spundwandprofilen, Stahlträgern, Hochwasserschutzsystemen sowie Ankertechnik und Mikropfahltechnik zählen bei der Terra Infrastructure GmbH zu den zentralen Bestandteilen der Sparte Profiltechnik. Das Unternehmen verfügt über ein breites Produktportfolio, welches von einem umfassenden Dienstleistungspaket aus Beratung, technischem Support, Logistik und Leasing ergänzt wird. Für den deutschen Markt hat das Unternehmen 2023 Kunststoffspundwände in ihr Produktportfolio aufgenommen.
Mit der Errichtung eines Verteiler- bzw. Abzweigbauwerks sowie einer Wärmeübergabestation hat das Dresdener Universitätsklinikum Carl Gustav Carus in den Ausbau seiner Leitungsinfrastruktur investiert. Diese umfasst begehbare Versorgungskanäle, in denen wichtige Rohrleitungen und Kabel verlaufen. Zur Sicherung der knapp 9 m tiefen, 10 m breiten und etwa 30 m langen Baugrube hat die ausführende Baucom Bautzen GmbH den E+S Linearverbau der Terra Infrastructure GmbH eingesetzt.
Terra Infrastructure hat die Vibrationsmaschinen der HFB-Serie überarbeitet. Die Baggeranbaugeräte der Eigenmarke Müller, die z. B. zum Einbringen von Spundwandprofilen, Rohren und Trägern bzw. für Ramm- und Zieharbeiten eingesetzt werden, können nun leichter auf Kundenanforderungen abgestimmt werden. Neben einer leistungsstarken Basisvariante verfügt nun jedes Modell der Baureihe über vielfältiges Zubehör, welches dem Anwender eine einfache Individualisierung ermöglicht.
Seit 2002 wird die A26 als Verbindung zwischen der zukünftigen A20 in Niedersachsen bis nach Hamburg Stillhorn (A1) gebaut. Dabei ist die Trasse der neuen Bundesautobahn gekennzeichnet durch ihre besondere Lage zwischen dem Natur- und Vogelschutzgebiet „Moorgürtel“ und dem bekannten Obstanbaugebiet „Altes Land“. Die schwierigen geologischen und hydrogeologischen Bodenverhältnisse machen aufwendige Stabilisierungsarbeiten notwendig, bevor die neue Fahrbahn gebaut werden kann. Hierfür wurden seitens DEGES die sogenannten Geotextile Encased Columns (GEC) in Kombination mit Vertikaldrains und einer Auflastschüttung vorgesehen.
Bei dem randgestützten krings Rahmenverbau (RVL) von thyssenkrupp Infrastructure handelt es sich um eine Neuentwicklung, die auf dem krings KVL-Leichtverbau basiert. Das System dient als Ergänzung zum Großflächenstahlverbau, um querende Leitungen und tiefsitzende Hausanschlussleitungen leicht und einfach zu verbauen. Er kann sowohl als krings Leichtverbaubox oder als Rahmenverbau bzw. Dielenkammerelement genutzt werden, wobei insbesondere die an den Verbauplatten angebrachten ausklappbaren Rahmenbalken für flexible und rationelle Arbeitsabläufe sorgen.
Beim Rückbau von Verbauplatten hat die thyssenkrupp Infrastructure GmbH, ein Unternehmen der Business Area Materials Services, ein neues Ziehgerät entwickelt. Das innovative Baggeranbaugerät erleichtert das Anschlagen von Ketten erheblich und ermöglicht einen leichten Rückbau des Linearverbaus – auch bei klebenden und bindigen Bodenverhältnissen. Ausschlaggebend für den leichten Rückbau ist ein hydraulischer Antrieb, durch den die Ketten auf Knopfdruck ausgefahren und punktgenau über den Verbauplatten in Position gebracht werden können. Der Mitarbeiter vor Ort muss somit die Ketten nicht mehr händisch in Position bringen.
Zwei Jahre nach der letzten Aktualisierung ist die 11. Auflage des „Ratgebers Regenwasser“ von Mall erschienen. Fachbuchautor und Regenwasser-Experte Klaus W. König hat auch diesmal wieder zwölf aktuell diskutierte Fachthemen der Siedlungswasserwirtschaft für einen zeitgemäßen Umgang mit Regenwasser zusammengetragen.
Auf der IFAT 2026 präsentiert Mall neben seinen Lösungen für Regenwasser, Abwasser und den Umgang mit wasser-gefährdenden Flüssigkeiten erstmals auch Produkte für den Einsatz im Trinkwasserbereich. Dazu gehört der Mengenmessschacht VodaCheck zur präzisen Durchflussmessung, den Mall erstmals auf seinem Messestand zeigt. Im Produktbereich Regenwasser liegt der Schwerpunkt auf neuen und gemäß den Anforderungen der aktuellen DWA-Arbeitsblätter A 138 und A 102 weiterentwickelten Lösungen zur Behandlung und Versickerung, wie z.B. der Kombinationsanlage ViaPro zur Behandlung vor einer Versickerung.
Zur IFAT 2026 erweitert ACO sein Stormclean‑Portfolio um eine neue Systemlösung für die Linienentwässerung. ACO DRAIN Stormclean ist in Kombination mit den ACO DRAIN Rinnensystemen Multiline oder PowerDrain ein lineares Regenwasserbehandlungssystem mit Filterkasten für eine Anschlussfläche von 100 bis 400 m². Eine integrierte Vorbehandlung schützt die nachgelagerte Substratfilterstufe und sorgt für lange Wartungsintervalle. Das mehrstufige System hält abfiltrierbare Stoffe (AFS63), Schwermetalle, Mikroplastik und weitere typische Verkehrsflächenbelastungen sicher zurück.
Auf der IFAT präsentiert Rehau als Systemanbieter zukunftssichere Lösungen für Wassermanagement, Kanaltechnik sowie Geothermie und Nahwärme. Zu den Highlights zählen die cloudbasierte Planungssoftware RAUSIKKO NEO, die modulare Speicherlösung RAUSIKKO Box MX und das nachhaltige Abwassersystem nevoPP mit erweiterten Dimensionen bis DN 800. Ergänzt werden diese durch innovative Reinigungslösungen, 3D-Druck-Schächte und TÜV-zertifizierte Erdwärmesonden sowie neue Nahwärmerohre mit flexibler CLIP-FLEX-Muffe.
Im Zentrum des Auftritts von Fränkische auf der IFAT 2026 stehen Lösungen für das Regenwassermanagement in der klimaresilienten Stadt. Im Mittelpunkt stehen dabei Systeme zur Regenwasserbewirtschaftung von der vorgelagerten Behandlung belasteter Regenabflüsse bis zur Rückhaltung und Ableitung des Niederschlagswassers, der nutzungsorientierten Speicherung und der kontrollierten Versickerung. Diese Lösungen unterstützen neben einer umweltschonenden Entwässerung versiegelter Flächen insbesondere die Realisierung blau-grüner Infrastrukturen. Damit schaffen sie die grundlegenden Voraussetzungen für die sichere Bewältigung von klimawandelbedingten Extremwettersituationen wie Starkregen oder langanhaltenden Hitze- und Trockenperioden. Zudem ermöglichen sie einen optimalen Umgang mit der wertvollen Ressource Wasser.
Kann verfügt über eine ganze Produktpalette an klimafreundlichen Pflastersteinen, die den CO2 einsparen. Das Herzstück ist der neuartige Pflasterstein ProKlima Zero. Er reduziert 100 % CO2 gegenüber einem herkömmlich hergestellten Betonpflaster. Dies gelingt durch den Einsatz eines innovativen CO2-speichernden Rohstoffs. Die Kompensation des CO2 findet beim ProKlima Zero nicht extern statt, sondern im Stein selbst. Basis für diese Technologie ist der natürliche Kohlenstoffkreislauf. Bei diesem Prozess bewegen sich die Kohlenstoffatome frei zwischen der Atmosphäre, dem Land, den Ozeanen sowie den lebenden Organismen. Wälder, Moore und Ozeane nehmen das CO2 aus der Atmosphäre auf und stellen es den Pflanzen zur Photosynthese und zum Wachstum zur Verfügung. Die Pflanzen speichern den Kohlenstoff. Erst durch das Absterben oder Verbrennen wird er wieder freigesetzt.
Auf ihrem Messestand zeigt die Funke Kunststoffe GmbH, wie Infrastruktur heute funktioniert: vernetzt, durchdacht, praxisnah und systemorientiert. Im Fokus stehen innovative Lösungen aus den Bereichen Regenwasserbewirtschaftung, Hausanschlüsse, Rohrverbindungen, Schachtabstürze und Bodenbefestigung. Stellvertretend zu nennen sind der Funke VPS Turbo, mit dem sich Hausanschlüsse nachträglich herstellen lassen, sowie der UrbanClean Filter, der ein breites Spektrum an Schadstoffen aus dem urbanen Raum zurückhält.
Im Ansbacher Stadtteil Meinhardswinden ersetzte die Abwasserentsorgung Ansbach AöR ein in die Jahre gekommenes Kanalnetz durch ein modernes, modifiziertes Mischsystem. Besondere Herausforderungen stellten dabei die beengten Platzverhältnisse im Straßenraum sowie die geringe Distanz zwischen Misch- und Fremdwasserkanal dar. Um beide Leitungen trotz enger Baugräben dauerhaft und betriebssicher zu führen, kamen kompakte Rohr- und Schachtlösungen aus Kunststoff zum Einsatz.
Fehlerhafte seitliche Anschlüsse sind die Ursache für viele Schäden in der unterirdischen Infrastruktur, etwa für einragende Rohrleitungen, Wurzeleinwuchs und undichte Verbindungen durch falsche oder gar fehlende Formteile. Die Folgen sind oft weitreichend und teuer: Rohre verstopfen, Schmutzwasser, das aus dem Kanalnetz austritt, verunreinigt das Grundwasser und Kläranlagen müssen größere Wassermengen bewältigen. Um seitliche Anschlüsse fehlerfrei, aber dennoch mit wenig Aufwand bewerkstelligen zu können, hat Fernco das Anschlusselement FA-UNI 150 entwickelt: Es verbindet Rohre aller Art auf einfache Weise und damit zu geringen Montagekosten mit Hauptrohren aus Steinzeug oder Beton.