ANDREAS STIHL AG & Co. KG
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Deutschland
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Corona-Pandemie, Klimawandel, Steigende Energiekosten, Kaufkraftverlust und der Krieg in der Ukraine – auch bei erfolgsverwöhnten Platzhirschen hat die seit 2020 herrschende Krisen-Überdosis Spuren hinterlassen. Besonders anspruchsvoll für die Industrie war das vergangene Jahr – so auch beim schwäbischen Maschinenbauunternehmen Stihl. Wieso der Motorsägen-Weltmarktführer trotz eingetrübter Geschäftsentwicklung zuversichtlich in die Zukunft blickt, erklärte uns Andreas Epple, der seit Anfang 2023 Geschäftsführer der deutschen Stihl-Vertriebszentrale mit Sitz in Dieburg ist. Im bpz-Interview sprachen wir mit dem Marketing- und Vertriebsexperten u. a. über vergangene und zukünftige Herausforderungen auf dem deutschen Markt, die Potenziale im Akku-Segment sowie die Zukunftsfähigkeit von Benzin-Produkten.
bpz: Deutschland verzeichnete 2022 ein beeindruckendes Absatzwachstum und einen Umsatz von über 500 Mio. Euro für Stihl. Wie beurteilen Sie die Erfolgsaussichten für das Jahr 2023 bei der Vertriebszentrale in Dieburg?
Epple: Stihl Dieburg verzeichnet seit Jahren ein kontinuierliches und gesundes Wachstum. Die Jahre nach Beginn der Pandemie waren jedoch besonders außergewöhnlich, da wir sowohl zweistellige Zuwächse im Absatz als auch im Umsatz verzeichneten. Niemand von uns hat erwartet, dass sich diese Entwicklung endlos fortsetzt. Wir waren uns vielmehr bewusst, dass eine Konsolidierung bevorsteht. Diese erleben wir nun seit 2023. Aufgrund der hohen Inflation und Entscheidungen des Gesetzgebers, insbesondere im Zusammenhang mit dem Heizungsgesetz, denken Verbraucherinnen und Verbraucher mehr darüber nach, wie sie ihr Geld ausgeben. Die Kaufzurückhaltung ist auch bei uns zu spüren, daher wird es wohl schwierig sein, den Umsatzrekord des Vorjahres in 2023 zu erreichen.
bpz: Das Wetter, von dem der Umsatz im Gartengeräte-Segment direkt abhängt, hat ebenfalls Einfluss auf Ihre Geschäfte genommen.
Epple:Das ist richtig. Die Vegetationssaison begann später als üblich, da es noch bis in den April hinein frostige Tage gab. Zudem gab es im Sommer sechs Wochen lang keinen Regen, was unser Rasenmäher-Geschäft belastet hat. Im August war die Situation jedoch umgekehrt: Während unsere Saison normalerweise zu dieser Zeit vorbei ist, sorgte das günstige Wetter dafür, dass die Absatzzahlen anzogen. Der saisonale Verlauf verändert sich nachhaltig, und das müssen wir für die Zukunft berücksichtigen.
bpz: In den Jahren 2021 und 2022 waren Liefereinschränkungen weit verbreitet, von denen auch Stihl nicht verschont blieb. Hat sich die Situation inzwischen entspannt?
Epple: Die Lieferschwierigkeiten resultierten größtenteils aus der enormen Nachfrage während der Pandemie. Die Investitionsbereitschaft der Endverbraucher in den Garten stieg damals, da sie aufgrund von Corona kaum Möglichkeiten hatten, Geld auszugeben, und viel Zeit zu Hause verbrachten. Diesem Nachfrageanstieg konnten wir nicht vollständig gerecht werden, obwohl wir stets lieferfähig waren und über das Jahr hinweg mehr auslieferten als in den Jahren zuvor. In der Folge änderte der Handel sein Einkaufsverhalten und orderte vorsorglich. Später normalisierte sich die Nachfragesituation jedoch wieder, und wir starteten das Jahr 2023 mit hohen Lagerbeständen im Handel. Die Lieferketten haben sich heute wieder komplett normalisiert, und die Warenverfügbarkeit entspricht dem Niveau der Jahre vor der Pandemie.
bpz: Trotz der Herausforderungen hat Stihl daran gearbeitet, Lieferengpässe zu reduzie- ren. Neben der Qualifizierung zusätzlicher Lieferanten wurde verstärkt in die Erweiterung der Produktionskapazitäten investiert. Haben Sie hierbei Erfolg erzielt?
Epple: Während der Pandemie haben wir weltweit über 400 Mio. Euro investiert, um langfristige Lösungen für Lieferkettenprobleme zu schaffen. Dazu gehörte die Übernahme des sächsischen Gartengeräte-Anbieters Mogatec und des US-amerikanischen Schalldämpferherstellers Cosmos, um unsere Entwicklungs- und Fertigungskompetenzen auszubauen. Als Reaktion auf den Wegfall ukrainischer Produktionsstätten für Kabelbäume haben wir unsere eigene Produktion auf den Philippinen hochgefahren und so die Fertigungstiefe erhöht. Darüber hinaus werden wir ab 2025 am Standort Waiblingen EC-Motoren selbst produzieren. All diese Maßnahmen sorgen für mehr Stabilität und Flexibilität in der Produktion in der Zukunft. Nicht zu vergessen ist die Erweiterung unserer Lagerkapazitäten – das 2021 eingeweihte Hochregallager in Dieburg ist heute zu über 90 % gefüllt.
bpz: Die Frühjahrsumfrage 2023 unter den GaLaBau-Betrieben deutet darauf hin, dass der Auftragsbestand zwar hoch ist, aber gleichzeitig auch eine gewisse Skepsis hinsichtlich der Branchenaussichten besteht. Wie sieht Stihl die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland angesichts der möglichen Auswirkungen der Wohnungsbaukrise?
Epple: Während der Pandemie haben wir festgestellt, dass die Zielgruppe der privaten Anwenderinnen und Anwender stärker gewachsen ist als die der Profis. Der Profi-Bereich ist für uns daher weniger anfällig für Schwankungen, und wir erwarten eine weiterhin stabile Entwicklung des Geschäfts sowohl bei den Kommunen als auch bei den GaLaBau-Betrieben. Die Akku-Technologie, zusammen mit Fortschritten in der Ladeinfrastruktur und Lagerung, wird auch im Profi-Bereich immer leistungsfähiger und interessanter. Das sichert langfristig die Nachfrage und eröffnet Wachstumschancen.
bpz: Sowohl im Consumer- als auch im pro- fessionellen Bereich zeigt sich ein Rückgang im Benzinsegment zugunsten der Akku-Sparte. Wie sieht diese Entwicklung bei Stihl aus?
Epple: Innerhalb des europäischen Marktes ist die Transformation bereits weit fortgeschritten. Bei Stihl wird 2023 jedes zweite in Deutschland verkaufte Produkt ein Akku-Gerät sein. In vielen Anwendungen kann ein benzinbetriebenes Gerät mittlerweile vollständig durch ein Akku-Pendant gleicher Leistungsklasse ersetzt werden. Kunden wie Kommunen oder GaLaBau-Betriebe investieren vermehrt in akkubetriebene Geräte wie Laubbläser, um nicht nur Emissionsgrenzen einzuhalten, sondern auch die Lärmbelästigung zu reduzieren. Dennoch werden wir weiterhin an Innovationen im Bereich benzinbetriebener Geräte arbeiten, insbesondere im Hochleistungsbereich.
bpz: Haben die Lösungen mit Verbrennungsmotoren auf lange Sicht noch eine Zukunft?
Epple: Auch in der Zukunft wird es Anwendungen und Märkte geben, die auf benzingetriebene Geräte angewiesen sind. Um Benzingeräte zukunftsfähig zu machen, arbeiten wir an alternativen Treibstoffen. Im letzten Jahr haben wir bspw. MotoMixECO eingeführt, ein gebrauchsfertiges Kraftstoffgemisch, das zu 10 % aus Rohstoffen aus regenerativen Quellen besteht und eine CO2-Reduzierung um 8 % ermöglicht. Als Verfechter von E-Fuels sind wir Mitglied in einem Industrieverband, um sicherzustellen, dass auch über das Jahr 2035 hinaus mit den derzeitigen Geräten gearbeitet werden kann.
Alle unsere in der Vergangenheit vermarkteten Produkte sind E-Fuels-fähig. Da der Bedarf in der Branche überschaubar ist, könnten E-Fuels eine echte Lösung sein.
bpz: Wie viele Akku-Linien hat Stihl, und ist das Unternehmen mit dem aktuellen Akku-Konzept bereit für die Produkte der Zukunft?
Epple: Wir haben im Consumer-Bereich zwei Akku-Linien – das AS-System mit 10,8 V für kompakte Geräte und das AK-System mit 36 V für größere Geräte wie Rasenmäher, Blasgeräte oder Motorsägen. Für Profis gibt es die AP-Linie und den rückentragbaren Akku für 36 V starke Geräte. Bei diesen Linien bleiben wir auch erst einmal. Denn auch wenn stärkere Geräte wie große Trennschleifer hinzukommen, lässt sich die erforderliche Leistung mit mehreren parallel gesteckten Akkus gut abdecken.
bpz: Der Kauf einer Kettensäge war früher ausschließlich über den Fachhandel möglich. Heute kann man das Gerät auch online bestellen und nach Hause liefern lassen. Warum?
Epple: Traditionell haben wir darauf bestanden, dass Motorsägen im Fachhandel betriebsbereit übergeben werden. Inzwischen ist aufgrund sich verändernder Rahmenbedingungen ein Versand dieser Produkte ebenfalls möglich. Der Kauf im Fachhandel vor Ort wird aber weiterhin von vielen Kunden und Kundinnen bevorzugt. Denn die betriebsfertige Übergabe mit einer Einweisung ins Gerät hat viele Vorteile. Die Bedürfnisse sind eben sehr unterschiedlich, viele Kundinnen und Kunden erwarten heute die bequeme Möglichkeit einer Onlinebestellung.
bpz: Stößt diese Entwicklung auf Akzeptanz beim Händler?
Epple: Die Pandemie wirkte hier wie ein Katalysator. Der Fachhandel musste seine Verkaufsräume schließen, nur die Werkstätten blieben weiterhin geöffnet. Eine vollwertige Beratung war gar nicht möglich. Das hat selbst die E-Commerce-Skeptiker unter den Fachhändlern zum Umdenken gebracht. Der Online-Verkauf und -Versand der Ware sind aus der Welt nicht mehr wegzudenken. Viele dieser Fachhändler und Fachhändlerinnen haben in der Zwischenzeit begonnen, selbst Online-Handel zu betreiben.
bpz: Die Elektrifizierung der Baustelle schreitet voran, wichtig ist in diesem Zusammenhang jedoch auch eine geeignete Ladeinfrastruktur. Welche Lösungen hat Stihl in petto?
Epple: Dies ist ein wichtiges Thema für uns. Wir arbeiten nicht nur an mobilen Ladelösungen und Aufbewahrungsmöglichkeiten für Akkus, sondern auch an ganzheitlichen Mobilitäts- und Akku-Lösungen aus einer Hand. Ein aktuelles Beispiel ist „Goupil powered by Stihl“ - ein kommunales Elektrofahrzeug, das mit einer direkt an die Elektronik angeschlossenen Transport- und Ladebox ausgestattet ist. Dadurch lassen sich Akkus aus unserem AP-System nicht nur sicher transportieren, sondern auch über die Fahrzeugbatterie laden – direkt am Einsatzort und ohne Stromanschluss.
bpz: Digitales Gerätemanagement ist ein weiteres Trendthema in der Branche. Bietet Stihl alles Nötige für Gerätevernetzung und Flottenoptimierung?
Epple: Unsere Geräte können mit Smart Connectoren ausgestattet werden, die relevante technische Daten sammeln. Diese Informationen können jederzeit zentral abgerufen und ausgewertet werden, um sicherzustellen, dass die Produkte stets einsatzbereit sind und Ausfälle vermieden werden können. Der Nutzer kann sich auf seine Kernaufgaben konzentrieren statt Service-Termine im Auge zu behalten. Die Vernetzung von Informationen zwischen Maschine, Anwender, Service und Fachhandel ermöglicht effiziente Workflows – von der rechtzeitigen Meldung über die nächste Verschleißprüfung bis hin zur Auslösung eines Bestellvorgangs beim Fachhandel und Buchung eines Servicetermins mit Austausch und Übergabe eines Ersatzgeräts. Dies bietet einen echten Mehrwert im Arbeitsalltag, und deshalb erweitern wir kontinuierlich unser Angebot an Flottenlösungen.
bpz: Ist der Markt bereit, solche Instrumente ernsthaft einzusetzen?
Epple: Noch handelt es sich weitgehend um Einzelprojekte, aber der Zuspruch für professionelles Gerätemanagement nimmt zu. Unternehmen, die Geräte inklusive eines Full-Service-Pakets leasen, kommen ohne digitales Gerätemanagement nicht mehr aus. Die Sicherstellung einer vernünftigen Auslastung des gesamten Maschinenparks ist entscheidend. Geräteleasing gewinnt aufgrund der Kalkulationssicherheit an Bedeutung, sowohl bei Kommunen und staatlichen Einrichtungen als auch bei GaLaBau-Betrieben. Dadurch sprechen wir mit unseren Kunden und Kundinnen nicht mehr nur über einzelne Produkte, sondern über ganze Ökosysteme.
bpz: Die Ziele der Gesetzgebung für eine nachhaltige Entwicklung sind für Unternehmen Anspruch und Herausforderung zugleich. Aber auch die Verbraucher nehmen Unternehmen immer mehr in die Pflicht. Wie geht Stihl in eine nachhaltige Zukunft?
Epple: Nachhaltigkeit spielte schon bei unserem Gründer eine Rolle, da die Arbeit in der Natur voraussetzt, nachhaltig mit ihr umzugehen. Diese Philosophie prägt auch heute noch unsere Produkte. Nachhaltigkeit bedeutet für uns auch, Produkte mit langer Lebensdauer herzustellen. Dafür bieten wir eine Ersatzteilverfügbarkeit von zehn, bei einigen Produkten von bis zu 20 Jahren und haben Fachhandelsbetriebe, die unsere Geräte professionell reparieren können. In Ausschreibungen spüren wir, dass Wegwerfprodukte keine Lobby mehr haben und Qualität oft höher gewichtet wird als der reine Preis. Wir setzen uns aktiv für Verordnungen ein, die wiederverwendbare Verpackungen fördern, und denken intensiv über die Kreislauffähigkeit von Akkus nach. Auch unsere Standorte gestalten wir nachhaltig, indem wir beispielsweise hier in Dieburg in Photovoltaik-Anlagen und Wärmepumpen-Technologie investieren.
bpz: Herr Epple, ich danke Ihnen für das Gespräch.
Weitere Informationen:
www.stihl.de
Zwei Innovationstreiber bündeln ihre Kräfte: Kärcher und Stihl haben am 2. Juli in Winnenden ihre gemeinsame Akku-Allianz vorgestellt. Ziel der Partnerschaft: ein markenübergreifender, leistungsstarker und zukunftssicherer Akkustandard für professionelle Anwendungen. Herzstück bildet das von Stihl entwickelte ALLPRO-System, das künftig in Profi-Geräten beider Hersteller eingesetzt wird. Anwender profitieren von höherer Flexibilität, geringerer Komplexität und einer durchgängigen Energieplattform über unterschiedliche Einsatzbereiche hinweg.
Damit akkubetriebene Geräte im Garten- und Landschaftsbau, der Baumpflege und in Kommunal- und Forstbetrieben volle Leistung bringen können, müssen sie ihre Akkus verlässlich laden können – nicht nur in der eigenen Werkstatt, sondern auch vor Ort oder unterwegs während der Fahrt. Stihl bietet mit dem neuen Schnellladegerät STIHL AL 1802 MO (M = mobil, O = outdoor) hierfür die Lösung. Es ist sowohl für den stationären Betrieb als auch für den Einsatz im und auf dem Fahrzeug zugelassen und ermöglicht je nach Bedarf sowohl das serielle als auch das parallele Aufladen von zwei Akku-Packs aus dem Stihl ALLPRO- oder dem bisherigen AP-System.
Maximale Leistung bei minimalem Gewicht – das wünschen sich Anwender im Forst von einer Motorsäge. Mit der neuen MS 300 C-M erfüllt STIHL diese Anforderungen, denn mit einer Leistung von 3,3 KW bei einem Gewicht von nur 4,85 kg verfügt die neue Benzinmotorsäge lt. Stihl über das beste Leistungsgewicht in der 50 cm³ Klasse.
STIHL steht seit 1926 für Ingenieurkunst und Technologieführerschaft im Forst – von der Entwicklung der ersten „Baumfällmaschine“, einer Zweimannsäge mit Benzinmotor, über die mit einem manuell verstellbaren Schwenkvergaser ausgestattete erste Einmann-Motorsäge in den 1950ern bis zur MS 500i, der weltweit ersten in Serie gebauten Benzin-Motorsäge mit elektronisch gesteuerter Kraftstoffeinspritzung. Anlässlich des hundertsten Geburtstags präsentiert das Unternehmen diesen jüngsten Meilenstein in der 100-jährigen Geschichte der Benzinmotorsägen von STIHL in einer exklusiven Jubiläumsedition.
Sehr ambitioniert waren die Ziele des Geräteherstellers Stihl nach dem ersten Corona-Jahr. Verständlich: Während viele Branchen unter massiven Einbrüchen litten, erlebte Stihl einen regelrechten Nachfrageboom, weil zahlreiche Menschen in der Pandemie verstärkt in Haus und Garten investierten. Die damals angepeilten 8 Mrd. Euro Jahresumsatz erwiesen sich jedoch im weiteren Verlauf der Krisenjahre als nicht erreichbar. Trotz der wirtschaftlichen Turbulenzen der vergangenen Jahre zeigte sich Stihl bemerkenswert widerstandsfähig und behauptete seine starke Marktposition. Aktuelle Unsicherheitsfaktoren wie Zölle, geopolitische Spannungen und eine verhaltene Konsumstimmung dämpfen allerdings die Erwartungen. Um auch künftig erfolgreich zu bleiben, setzt das Unternehmen konsequent auf Akkutechnologie, Innovationskraft und die bewährte Qualität seiner Produkte „Made in Waiblingen“.
Mit seiner Leistung von 5 kW (Aufnahmeleistung) ist der universell einsetzbare Stihl-Trennschleifer TSA 500 der derzeit leistungsstärkste Akku-Trennschleifer im Stihl-Portfolio. Das neue Modell mit verstellbarem Magnesiumschutz startet auf Knopfdruck und zeichnet sich durch seinen ruhigen Lauf und die geringen Vibrationen aus. Dadurch lässt sich der Trennschleifer exakt führen und ermöglicht in Verbindung mit der 350-Millimeter-Trennscheibe präzise und ergonomische Trennschnitte bis zu 125 mm Stärke in mineralischen und metallischen Bauwerkstoffen.
Im September hat Stihl sein Trennschleifer-Sortiment um zwei leistungsstarke Benzingeräte erweitert. Die neuen Modelle TS 710i und TS 910i ergänzen das Angebot im oberen Leistungssegment und sind ideal für anspruchsvolle Trennschnitte in mineralischen und metallischen Bauwerkstoffen geeignet. Auf der bauma werden diese Geräte, zusammen mit akkubetriebenen Varianten, im Fokus des Messeauftritts stehen.
Corona-Pandemie, Klimawandel, Steigende Energiekosten, Kaufkraftverlust und der Krieg in der Ukraine – auch bei erfolgsverwöhnten Platzhirschen hat die seit 2020 herrschende Krisen-Überdosis Spuren hinterlassen. Besonders anspruchsvoll für die Industrie war das vergangene Jahr – so auch beim schwäbischen Maschinenbauunternehmen Stihl. Wieso der Motorsägen-Weltmarktführer trotz eingetrübter Geschäftsentwicklung zuversichtlich in die Zukunft blickt, erklärte uns Andreas Epple, der seit Anfang 2023 Geschäftsführer der deutschen Stihl-Vertriebszentrale mit Sitz in Dieburg ist. Im bpz-Interview sprachen wir mit dem Marketing- und Vertriebsexperten u. a. über vergangene und zukünftige Herausforderungen auf dem deutschen Markt, die Potenziale im Akku-Segment sowie die Zukunftsfähigkeit von Benzin-Produkten.
Stihl bietet zum Laden seiner akkubetriebenen Baugeräte eine umfangreiche Produktpalette an: von Einzel- und Mehrfachladegeräten über einen Ladeschrank bis hin zu einer All-in-one-Lösung für mobiles Laden. So können Unternehmen die für ihre Bedürfnisse passende Lade-Infrastruktur individuell aufbauen – beginnend in der Werkstatt bis hin zum Einsatzort – und damit ihre Akku-Geräteflotten effizient und wirtschaftlich betreiben.
Seit Jahren kennt die Umsatzentwicklung bei der Stihl Gruppe nur eine Richtung – weiter ins Plus. Auch in den ersten beiden Pandemie-Jahren wuchs das Waiblinger Familienunternehmen im zweistelligen Prozentbereich, während das Auftragsvolumen im deutschen Maschinenbau flächendeckend einbrach. Nach dem Absatz- und Produktionsrekord in 2021 gilt es nun, das Krisenjahr 2022 zu meistern – trotz dauerhaft angespannter Liefersituation und herausfordernder geopolitischer Lage. Heribert Benteler, Geschäftsführer der Stihl Vertriebszentrale in Dieburg sprach mit der bpz über die Absatzprognosen im laufenden Jahr, die Liefersituation bei Stihl, die Zukunftsfähigkeit von Verbrennungstechnologien und stellte die neuesten Produktentwicklungen des Unternehmens vor.
Auf Baustellen ist die Abstimmung mit Kollegen besonders wichtig, um Sicherheit zu gewährleisten. Gleichzeitig ist für Anwender benzinbetriebener Geräte ein Gehörschutz unverzichtbar. Mit dem smarten Gehörschutz ADVANCE ProCOM bietet Stihl nun eine innovative Produktlösung, die beide Anforderungen miteinander verbindet: Das integrierte Konferenzsystem ermöglicht die direkte Verbindung von bis zu 16 Headsets in einer Duplex-Kommunikation auf Konferenzniveau. Gleichzeitig schützen der hohe Dämmwert (SNR 31) der Gehörschutzkapseln und eine aktive Geräuschunterdrückung den Anwender vor Motorgeräuschen und erlauben eine angenehme Kommunikation, auch in lauter Umgebung.
Immer noch stellt die Corona-Krise die deutsche Industrie vor große Herausforderungen. Zwar leidet die wiedererstarkte Wirtschaft nicht mehr unter fehlender Nachfrage der Verbraucher und zurückhaltender Investitionsbereitschaft der Unternehmer. Jedoch fehlt es den Betrieben an Rohstoffen und Vorprodukten, was zu spürbaren Produktionsbehinderungen und in der Folge zu langen Lieferzeiten führt. Auch die Stihl Gruppe verzeichnet in 2021 weltweites Absatzwachstum, klagt jedoch über eine angespannte Liefersituation. Über Sorgen und Lichtblicke im zweiten Corona-Jahr sprach die bpz-Redaktion mit Heribert Benteler, Geschäftsführer der für den deutschen Markt verantwortlichen Stihl Vertriebszentrale in Dieburg.
Anwender benzinbetriebener Geräte im Forst, in der Landwirtschaft oder im Garten vor den Motorengeräuschen zu schützen, ist ein Gehörschutz unverzichtbar. Mit dem neuen DYNAMIC BT bietet STIHL nicht nur einen komfortablen Gehörschutzbügel mit hohem Dämmwert (SNR 29), sondern sorgt dank integrierter Bluetooth-Funktion auch für gute Laune bei der Arbeit. Denn so kann der Anwender beispielsweise Musik kabellos über sein Smartphone streamen oder auch Telefonate führen – ohne das Smartphone in die Hand nehmen zu müssen.
Mit seiner erweiterten Schutzverstellung und der hohen Durchzugskraft ist der neue Trennschleifer Stihl TS 440 eine gute Wahl, wenn es um Trennaufgaben auf engstem Raum geht. Das neue Kraftpaket ist so konzipiert, dass sich der Scheibenschutz verstellen lässt und die Trennscheibe auch im oberen Bereich zugänglich ist – ideal bei wenig Platz und für die Schnittführung an der Unterseite von Rohren. Dies wird ermöglicht durch die Stihl QuickStop Trennscheibenbremse – eine Weltneuheit. Kommt es bei geöffnetem Scheibenschutz zu einem ausreichend starken Rückschlag, stoppt die Trennscheibe sensorgesteuert im Bruchteil einer Sekunde. Der Stihl TS 440 ist speziell für Trennaufgaben an Versorgungsrohren – egal ob aus Beton, Metall, Guss oder Stein – geeignet, kann aber auch für viele andere Trennaufgaben auf der Baustelle effizient eingesetzt werden.
Boßeln verloren, fachlich gewonnen: Beim Journalisten-Stammtisch von Funke Kunststoffe gab es in Hamm-Uentrop jede Menge Innovationen zu entdecken. Im Fokus standen nachhaltige Kanalrohrsysteme, neue Montagekonzepte und digitale Werkzeuge für die Regenwasserbewirtschaftung. Deutlich wurde dabei, dass Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit im Tiefbau längst kein Widerspruch mehr sein müssen. Viele der vorgestellten Entwicklungen zielen darauf ab, den Arbeitsalltag auf der Baustelle spürbar zu erleichtern.
Vom 19. bis 21. Juni zeigte das Thermometer in Fornsbach bei Murrhardt mehr als 30 °C im Schatten – beste Voraussetzungen also für ein Festwochenende mit kühlen Getränken, guter Stimmung und gleich zwei Anlässen zum Feiern. Holp beging sein 25-jähriges Firmenjubiläum und weihte zugleich den neuen Firmensitz ein, der genügend Platz für die weitere Entwicklung des Maschinenbauers bieten soll. Den Auftakt machte am Freitag eine Veranstaltung mit Händlern, Geschäftspartnern und Vertretern der Fachpresse. Bei einer persönlichen Führung gewährte Geschäftsführer Günter Holp Einblicke hinter die Kulissen und nahm die Gäste mit auf eine Reise durch die Unternehmensgeschichte. Dabei wurde schnell klar: Der Weg des schwäbischen Tüftlers war alles andere als geradlinig – am Ende aber eine echte Erfolgsgeschichte.
Die Bodenverdichtung ist seit der Sesshaftwerdung des Menschen von zentraler Bedeutung. Bereits die alten Römer entwickelten sich zu Meistern des Straßenbaus und wussten, dass ein tragfähiger Untergrund entscheidend ist, damit Verkehrswege den hohen Belastungen durch Karren und marschierende Legionen standhalten. Der Straßenkörper wurde in mehreren Schichten aufgebaut, wobei jede Lage mit schweren Handrammen und steinernen Walzen verdichtet wurde. Im Jahr 2026 haben sich Materialien und Technologien in der Flächenbefestigung grundlegend weiterentwickelt. Unverändert geblieben ist jedoch die große Bedeutung der Verdichtung bei der Vorbereitung des Untergrunds für eine hohe Tragfähigkeit. An die Stelle der Handarbeit ist die motorisierte Verdichtung getreten, bei der Walzen und Walzenzüge für die Bearbeitung großer Flächen heute nahezu alternativlos sind.
Zwei Innovationstreiber bündeln ihre Kräfte: Kärcher und Stihl haben am 2. Juli in Winnenden ihre gemeinsame Akku-Allianz vorgestellt. Ziel der Partnerschaft: ein markenübergreifender, leistungsstarker und zukunftssicherer Akkustandard für professionelle Anwendungen. Herzstück bildet das von Stihl entwickelte ALLPRO-System, das künftig in Profi-Geräten beider Hersteller eingesetzt wird. Anwender profitieren von höherer Flexibilität, geringerer Komplexität und einer durchgängigen Energieplattform über unterschiedliche Einsatzbereiche hinweg.
Die GaLaBau 2026 findet vom 15. bis 18. September in Nürnberg statt und vereint rund 1.100 Aussteller auf 14 Hallen sowie Aktionsflächen im Freigelände – begleitet von einem vielfältigen Rahmenprogramm und neuen Formaten. Im Fokus von Europas führender Fachmesse für Garten- und Landschaftsbau stehen Vernetzung, praxisnahe Erlebnisse und frische Impulse für die grüne Branche. Mit Highlights wie dem Grün-Blauen Pfad, der E-Mobility Area und dem Landschaftsgärtner-Cup wird der Branchentreff in Nürnberg zum gesetzten Event für alle, die die Zukunft des grünen Sektors aktiv gestalten wollen.
Die steinexpo 2026 steht trotz angespannter Rahmenbedingungen in der Rohstoff- und Baustoffindustrie vor einem vielversprechenden Start. Im bpz-Interview spricht der Messechef Dominik Rese über die aktuelle Stimmung der Branche, die Entwicklung der Ausstellerzahlen und die Erwartungen an die Besucherresonanz. Außerdem geht es um die besonderen Live-Demonstrationen im Steinbruch, neue Showkonzepte und die wichtigsten Technologietrends der Messe. Deutlich wird: Die steinexpo bleibt eine zentrale Plattform für Praxis, Austausch und Innovation.
Am 15. April öffnete Zeppelin seinen Standort in Garching für Pressevertreter, um im Rahmen des Medientags 2026 einen umfassenden Einblick in die Geschäftsentwicklung sowie die strategische Ausrichtung des Unternehmens zu geben. Neben der Vorstellung der Finanzergebnisse für das Jahr 2025 standen aktuelle Markttrends, technologische Entwicklungen und künftige Handlungsfelder im Fokus der Veranstaltung. Dabei wurde deutlich, wie das Unternehmen auf ein herausforderndes wirtschaftliches Umfeld reagiert und gleichzeitig die Weichen für weiteres Wachstum stellt. Im Mittelpunkt standen zudem konkrete Lösungen und Innovationen, mit denen Zeppelin den steigenden Anforderungen der Branche begegnen will.
Kobelco Construction Machinery Europe (KCME) hat seinen europäischen Hauptsitz neu aufgestellt – ein Schritt, der vor allem dem kontinuierlichen Wachstum des Unternehmens, dem Ausbau des Händlernetzwerks sowie steigenden Anforderungen an Service, Logistik und Schulung geschuldet ist. Im Rahmen eines Pressetages stellte Kobelco den neuen Komplex im niederländischen Lelystad offiziell vor und nutzte die Gelegenheit, um Einblicke in die strategische Entwicklung in Europa zu geben. Neben der Rolle des Standorts als zentrale Drehscheibe für Vertrieb, Service und Training standen dabei auch aktuelle Marktentwicklungen, technologische Innovationen sowie Produktneuheiten im Fokus.
Von einer Baukrise will Hyundai-Produktmanager Peter Sebold im Interview mit der bpz nichts wissen. Sein Unternehmen präsentierte denn auch vor internationalen Journalisten in der Europa-Zentrale im belgischen Tessenderlo gleich elf neue Baumaschinen, die 2026 auf den europäischen Markt kommen. Im Fokus stand vor allem die neue Generation von Kettenbaggern, die dank Elektrohydraulik mehr Möglichkeiten als bisher bieten. Sebold gewährte der bpz auch schon einen Blick ins Jahr 2027: Da will Hyundai Construction Equipment erstmals mit drei der – in Deutschland so beliebten – Kompakt-Radlader den Markt betreten.