Messe-Dossier

bauma 2019

bauma 2019 (angezeigt bis Montag, 20. Mai 2019 12:00:00)

Vom 8. bis zum 14. April 2019 öffnet die bauma in München zum 32. Mal ihre Tore. Eine Veranstaltung der Superlative, denn die zu erwartende Besucherzahl könnte locker eine Großstadt füllen – rund 600.000 Gäste aus über 200 Ländern werden in der bayerischen Landeshauptstadt erwartet. Auf einem riesigen 605.000 m² großen Areal werden 3.400 Aussteller Neues und Bewährtes aus der Welt der Baumaschinen, Baugeräte, Baustelleneinrichtung und Nutzfahrzeuge präsentieren. In unserer Special informieren wir schon jetzt über Messeneuheiten und bewährte Produkte der Aussteller, die in München dem Fachpublikum gezeigt werden.

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Die bauma Hauptausgabe - jetzt schon online lesen!

bpz-Gewinnspiel

Ausgewählte Lösungen bewerten und STIHL-Produkte gewinnen!

bpz-Gewinnspiel (angezeigt bis Sonntag, 31. März 2019 23:59:00)
bpz-Gewinnspiel (angezeigt bis Sonntag, 31. März 2019 23:59:00)

Der Markt bietet zahlreiche Maschinen, Geräte, Baustoffe oder Lösungen für den Bau und ständig kommen weitere neue Produkte hinzu. Doch welche davon bieten Bauunternehmen tatsächlich einen hohen Praxisnutzen? Das wissen Sie als Hauptakteure aus der Praxis sicherlich am Besten. Im Rahmen des bpzPraxisAward haben wir in der bpz im Laufe des letzten Jahres neue Lösungen und Konzepte für die Branche vorgestellt und wollen nun wissen, welche Produkte aus der Sicht Ihres Unternehmens einen Mehrwert bieten könnten – ob aus wirtschaftlicher, arbeitstechnischer oder ergonomischer Sicht.

Stimmen Sie ab und gewinnen Sie Preise der Firma STIHL!

zu den Award-Teilnehmern

MaGaZiN

Liebherr investiert in eine neue Montagelinie

Liebherr-France neue Montagelinie
Die Liebherr-France SAS in Colmar hat eine neue Montagelinie in Betrieb genommen. Diese basiert auf den Grundsätzen des Lean-Managements und trägt so zur weiteren Steigerung von Qualität und Produktivität bei. Insgesamt investierte das Unternehmen 5 Mio. Euro in die Fertigungslinie.

Hauptaufgabe der neuen Linie ist die Fertigung der neuesten Liebherr-Raupenbaggergeneration, die als „Generation 8“ in diesem Jahr weltweit in den Markt eingeführt wird. Die Produktlinie besteht aus den Modellen R 922, R 924, R 926, R 930, R 934, R 938 und R 945. Mit optimal auf die Produktion abgestimmten logistischen Mitteln erreicht die neue Montagelinie durchschnittliche Zykluszeiten von 155 Minuten pro Station bei einer Ausgangsleistung von 5 Baggern am Tag. Insgesamt umfasst die Montagelinie "R3" 26 Arbeitsstationen und 9 mit der Hauptlinie synchronisierte Vormontagestationen.

Mit einer Belegschaft von über 1.500 Beschäftigten und einer jährlichen Produktionsleistung von 2.000 Maschinen ist Liebherr-France SAS in Colmar der Hauptproduktionsstandort für Erdbewegungsraupenbagger der Firmengruppe Liebherr. Die Standardproduktionspalette umfasst ca. dreißig Raupenbaggermodelle vom R 914 Compact bis hin zum R 980 SME für Erdbewegungsarbeiten und für Bergbaueinsätze. Die Produktion deckt ferner eine Vielzahl an Spezialmaschinen für spezielle Arbeitsanforderungen ab, wie etwa den Rückbau von Bauwerken, Materialumschlag, maritime Einsätze (Pontons) oder Tunnelbauanwendungen sowie Elektrobagger. Die Raupenbagger mit einem Einsatzgewicht von 14 bis 100 t sind mit Liebherr Motoren mit einer Leistung von 90 bis 420 kW ausgerüstet.

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Baustelle des Monats: Bürokomplex MY.O

Unangepasster Riegel

bpz0219BaustelleBautafel

Eigenständige Architektur eines neuen Münchner Bürokomplexes erforderte Sonderkonstruktionen und ein spezielles Schalkonzept

Entlang der Münchner Bahnachse schließen sich langsam die Baulücken. So wurde vor kurzem für den Bürokomplex MY.O im Bereich der Laimer Unterführung Richtfest gefeiert. Das Gesamtensemble besteht aus einem markanten Kopfbau, an den sich drei weitere Gebäudeteile anschließen sowie ein etwas zurückgesetztes Solitärgebäude. Um dem mächtigen Komplex das sperrige Aussehen zu nehmen, haben die Gebäudeplaner mit unterschiedlichen Geschosshöhen und Grundrissen gearbeitet. Raffinierte Sonderschallösungen von Hünnebeck machten es möglich, den Rohbau des Bauwerks mit der außergewöhnlichen Fassade zeit- und kostensparend abzuschließen.

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Kölsch/Christophel: Lösungen zu Aufbereitung, Nassklassierung, Recycling und Materialumschlag

Innovationen zur bauma

Das Portafill Schwerlastsieb MR-6 mit außerordentlich leistungsfähigem Hochfrequenzsieb. (Bild: Kölsch Baumaschinen)

Die Kooperationspartner Kölsch und Christophel präsentieren auf der bauma 2019 umfangreiche Programmerweiterungen seiner Lösungen zu Aufbereitung, Nassklassierung, Recycling und Materialumschlag. Über Jahrzehnte lag der Fokus bei Kölsch und Christophel auf Maschinen der mobilen Aufbereitung. Seit etwa zwei Jahren werden nun auch Maschinen für die Nassaufbereitung sowie Schredder und Siebtrommeln für Grünabfall, Holz und die Abfallaufbereitung vertrieben. Zu den ausgestellten Klassikern zählen zwei raupenmobile Brecher von Rubble Master, ein Sieb von Powerscreen, ein kompakter Brecher von Cityequip, je ein Kegelbrecher und Schwerlastsieb von Portafill und drei Förderbänder von Telestack. Von den „Neuen“ im Angebot werden gezeigt: Eine Trommelsiebmaschine von Pronar sowie eine Matec Filterpresse, die an Durchsatz und Leistung neue Maßstäbe setzt.

Auf dem Kölsch/Christophel Gemeinschaftsstand werden weiterhin zwei erneuerte raupenmobile Prallbrecher zu sehen sein.  Die RM90GO! tritt mit einem verlängerten und auch technisch optimierten Fahrwerk in einer rundum erneuerten Version an. Dabei erhielt nicht nur das Design ein Facelift, auch die Brecherkammer wurde optimiert, mit dem Ziel, Verschleiß zu senken und die Wartung zu vereinfachen. Die Maschine ist für die bauma mit einer Nachsiebeinheit ausgestattet, die in Verbindung mit der Aufgabeeinheit die optimale Beschickung gewährleistet.

Die RM120GO! wird in Kombination mit der MS125 Nachsiebeinheit ausgestellt und sie verfügt über einen integrierten Windsichter. RM120GO! ist ausgelegt für Bauschutt, Beton, Asphalt, Ziegel, jeweils mit einer Kantenlänge bis 850 mm. Je nach Aufgabematerial realisiert sie einen Durchsatz von bis zu 350 t/h.

Gezeigt wird sie außerdem in Verbindung mit einem transportoptimierten Sieb mit Hakenlift, eine Kombination, die dabei hilft, das gesamte System auf 36 t Gewicht zu beschränken. In dieser Kombination ist die Transportgenehmigung in der Regel einfacher zu erhalten. Der Aufgabetrichter der RM120GO! verfügt über ein aktives Stangensieb. Dieses ist in der Lage, Feinanteile aus dem Ausgabematerial ohne Umweg auf eine Bypassschurre umzuleiten, die auf das Hauptaustragsband übergibt und Feinanteile mit dem bereits gebrochenen Produkt zusammenbringt. Das aktive Stangensieb lässt sich mit allen Rubblemaster-Geräten kombinieren, angetrieben wird es durch die Eigenschwingung der Vibrorinne.

Auch Portafill ist mit zwei Innovationen auf der bauma vertreten. Mit dem Nachbrecher MC-8 schließt Portafill eine Marktlücke. Denn ein raupenmobiler Kegelbrecher als Nachbrechereinheit war bislang nicht auf dem Markt. Ungeachtet der kompakten Bauweise konnte ein Brechkonus mit einem Durchmesser von 750 mm verbaut werden. Die Verstellung des Brechspaltes erfolgt vollhydraulisch, dieser kann zwischen 4 bis 35 mm betragen. Der Aufgabetrichter fasst beeindruckende 4,5 m3  Material, seine automatische Beschickung überwacht bei Bedarf ein Sensor am Einlauf. Angetrieben wird der MC-8 von einem CAT C.4 Stufe-IV-Dieselmotor. Mit einer Länge von nur 10,5 m und einem Gesamtgewicht von 22,3 t passt er auf jeden Vier-Achs-Anhänger. Für alle Portafill Brecher gibt es eine Nachsiebeinheit, die bei Bedarf montiert werden kann. 

Die zweite Portafill-Innovation, das Schwerlastsieb MR-6 sticht durch seine extreme Kompaktheit hervor. Es kann auf einem Vierachser oder auch einem geeigneten Dreiachser transportiert werden. Außerdem verfügt der bei der MR-6 verbaute Siebkasten mit 4,2 m über eine außergewöhnliche Länge. Das große Hochfrequenzsieb zeichnet sich durch eine um 20 % höhere Drehzahl als normale Schwerlastsiebe aus.

Die Trichterwände sind nach drei Seiten hin hydraulisch nach außen klappbar, zahlreiche Beschickungsszenarien sind so möglich. Bei zwei geschlossenen und einer geöffneten Seitenwand etwa, kann auf eine Laderampe verzichtet werden. Sind alle drei Förderbänder nach vorne ausgerichtet, kann die Maschine von zwei Seiten beschickt werden. Angesichts der Leistung, Ausstattung und Flexibilität sind 20 t Gesamtgewicht ein erfreulich geringer Wert.

Das Sieb Powerscreen Warrior 2100 zeichnet sich als Vertreter des Drei-Wellen-Siebmaschinensystems gleichermaßen durch ihren heftigen Punch, etwa bei extrem bindigem Material, wie auch durch Feingefühl aus. Denn die drei Wellen vereinigen die übliche Kreisschwingersiebamplitude mit einem Linearschwinger zu einer elliptischen Siebbewegung.  

Je nach Füllgewicht und Einstellung können so Hübe von bis 16 mm unter 30 bis 60o  erreicht werden. Die Warrior ist als Vorsiebmaschine im bindigen Kalkgestein ebenso einsetzbar, wie als Nachsiebmaschine oder im Kompost. Der Siebkasten garantiert mit den Dimensionen 1.550 x 4.880 mm in der Praxis stets einen besonders hohen Durchsatz. 

Der Hersteller Telestack ist weltweit führend in der Entwicklung von mobilen Schüttgut-Handlingsystemen. Die robuste, unverwüstliche Konstruktion jedes Bandes ist das Ergebnis langjähriger Erfahrung in Steinbrüchen, der Bergbauindustrie, in Häfen und Terminals, in Stahlwerken und Zementöfen.

Das Band TC421 ist auf der bauma 2019 in der neuen „REV“ Ausführung zu sehen. Diese Version ist noch einmal wesentlich flexibler: Die Anlage kann in einem Winkel von 90° zum Beschickungsgerät stehen und dank eines Drehkranzes um 180° schwenken. Der Aufgabepunkt verbleibt beim Drehen in seiner Position.

Das Kettenlaufwerk sorgt dafür, dass dieses Band auch bei schwierigen Bodenbedingungen präzise, sicher und souverän zu manövrieren ist. Die Abwurfhöhe beträgt ca. 9,6 m, damit kann das Band bis zu 3.700 t statisch aufhalden. 6 l Dieselverbrauch pro Stunde sind, vor allem im Vergleich mit den Verbrauchswerten eines Radladers, ein besonders niedriger Wert.

Telestack HF-10T ist ein Band, das auch Sieben kann. In dem kastenförmigen, voluminösen Aufgabetrichter steckt ein kompakter Eindeck-Vibrationsrost für die Überkornabtrennung. Damit kann das Band praktisch eine Grobstücksiebanlage ersetzen. Die Aufgabeeinheit fasst ungefähr 10 t Material, sofern sich diese auf etwa 7 m3  zusammenballen. Dieses Band ist ein Spezialist für die Schiffs- aber auch die LKW-Beladung, kann aber ebenso als Grobabscheider im Steinbruch wie auch im Recycling­einsatz genutzt werden. Die 15 m messende Haldenbank ist klappbar ausgeführt, so kann HF-10T auch als Sortierstation genutzt werden, denn selbstverständlich ist auch ein waagerechter Betrieb möglich. Alle Telestack-Bänder sind sehr transportfreundlich: Bei nur 2,5 m Höhe bleibt die Gesamthöhe auch auf dem Tieflader problemlos. Das gesamte System passt in einen üblichen 40-Fuß-Container.

Der italienische Hersteller MATEC ist ein Spezialist für Systeme zur schnellen Reinigung und Filtration von Brauchwasser Mit der MEGALITH 2500X2600 präsentiert das Unternehmen eine innovative Filterkammerpresse, die in diesem Bereich einen neuen Maßstab setzt. Ihr hoher Durchsatz qualifiziert sie auch für größere Bedarfsträger der Gewinnungsindustrie.

Als eine der größten Kammerfilterpressen arbeitet die MEGALITH 2500X2600 mit bis zu 200 Kammern und kann pro Stunde Filterpresslinge mit bis zu 200 t Gewicht erzeugen. Drei Innovationen charakterisieren die neue Megapresse: der parallele Betrieb von sechs Kolben, ein maximaler Druck von 30 bar, was für um 30 % trockenere Presskuchen sorgt und als dritter Punkt die „TTX Sinkro“ Technologie, mit dem sich Ausfallzeiten halbieren lassen. Den Anforderungen von Industrie 4.0 folgend sind die Maschinen remote praktisch von überall aus zu überwachen und anzusteuern.

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Kommentar

Mythos Fachkräftemangel?

Mythos Fachkräftemangel

Da ist es wieder: Eine wichtige Branchenveranstaltung macht sich den Fachkräftemangel zum Schwerpunktthema. Eine Podiumsdiskussion soll das Problem aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten und Lösungswege aufzeigen. Zu laut scheinen die Alarmglocken inzwischen zu läuten, zu verzweifelt die Lage auf dem Markt zu sein: Einer aktuellen Umfrage der IHK nach würden 79 % der Unternehmen des Baugewerbes den Fachkräftemangel als größtes Risiko einstufen. Seit Jahren schon scheiden sich an diesem Thema die Geister. Aber wie groß sind die Probleme wirklich?

Da ist es wieder: Eine wichtige Branchenveranstaltung macht sich den Fachkräftemangel zum Schwerpunktthema. Eine Podiumsdiskussion soll das Problem aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten und Lösungswege aufzeigen. Zu laut scheinen die Alarmglocken inzwischen zu läuten, zu verzweifelt die Lage auf dem Markt zu sein: Einer aktuellen Umfrage der IHK nach würden 79 % der Unternehmen des Baugewerbes den Fachkräftemangel als größtes Risiko einstufen. Seit Jahren schon scheiden sich an diesem Thema die Geister. Aber wie groß sind die Probleme wirklich?
 
Die vor Kurzem erschienene Fachkräfteengpassanalyse der Agentur für Arbeit relativiert die zur Zeit herrschende Endzeitstimmung in der deutschen Wirtschaft. Demnach  gibt es durchaus Engpässe bei einigen Berufsfeldern und in strukturschwachen Regionen, was angesichts der guten konjunkturellen Lage und der niedrigen Zinsen nicht weiter verwunderlich ist. Die Nachfrage nach Fachkräften in Bauberufen hat deutlich angezogen, von einem generellen Fachkräftemangel in Deutschland kann laut der Studie allerdings nicht gesprochen werden. Wieso wird das Thema dann so penetrant propagiert?

Betrachtet man die Analysen, die einen akuten Fachkräftemangel diagnostizieren, dann fällt auf, dass viele Institute bei ihrer Methodik die Zahl der offenen Stellen der von Arbeitslosen gegenüberstellen. Ein Vergleich, der in Wirklichkeit wenig Praxisbezug besitzt, denn nicht jeder Jobsuchende ist automatisch arbeitslos. Viel mehr Aussagekraft besitzt die Entwicklung der Löhne und Gehälter in Deutschland: Hier würde eine Verknappung am Arbeitsmarkt nach allen Gesetzen der Marktwirtschaft für deutliche Steigerungen sorgen, doch genau das ist nicht der Fall. Um ganze 0,5 % sind die Reallöhne im 2. Quartal 2018 gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen. Der Anstieg ist so gering, wie seit 2011 nicht mehr – von Panik am Arbeitsmarkt kann also keine Rede sein. Bei dem aktuell niedrigen Arbeitslosenniveau flattern sicher nicht mehr so viele Bewerbungen ins Haus, wie das früher der Fall war. Heute muss man sich schon etwas mehr anstrengen, um Arbeitskräfte für sich zu gewinnen. Passiv suchende, aber durchaus wechselwillige Bewerber erwarten überzeugende Angebote, was Unternehmen oft in eine prekäre Lage bringt, da die hohen Gehaltsvorstellungen nicht zum bisherigen Vergütungsniveau der Firma passen. Bei Arbeitssuchenden werden die Filter wiederum so eng gesetzt, dass sie kaum jemand zu erfüllen vermag. Kein Wunder, dass sich die Suche nach der „eierlegenden Wollmilchsau“ – jung, flexibel, mobil und belastbar, am besten noch mit zehn Jahren Berufserfahrung, jedoch zum marktüblichen Gehalt – als schwierig erweist. Lange Vakanzzeiten von Stellenangeboten sind da die logische Konsequenz.

Die Motivation der Wirtschaft, in punkto Fachkräftemangel immer wieder auf die Tränendrüse zu drücken, ist nachvollziehbar und einfach zu erklären. Verbände und Unternehmen dürften ein großes Interesse daran haben, mehr junge Leute für technische Berufe zu rekrutieren, um mit wachsendem Angebot an Fachkräften ihre Bezahlung leichter drücken zu können. Welcher Firmenchef will sich schon auf Dauer von potenziellen Arbeitnehmern die Arbeitsbedingungen diktieren lassen? Wie gesagt, es gibt durchaus Bauberufe, wie z. B. im Bereich Heizung, Sanitär und Klimatechnik, wo regional Engpässe bei den Fachkräften zu beobachten sind. Dass uns aber die Menschen ausgehen, ist schlichtweg falsch. Vielleicht ist es für Manager und Geschäftsführer an der Zeit,  bewusst nach den Ursachen für unbesetzte Stellen zu suchen und bei der Gelegenheit auch die eigenen Recruiting-Prozesse kritisch zu hinterfragen. Überstunden, hoher Druck, schlechte Bezahlung und befristete Verträge sind Gift für unpopuläre Berufe – an mehr Attraktivität bei der Gestaltung der Arbeitsbedingungen führt kein Weg vorbei.

Autor: Paul Deder

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Bergmann Maschinenbau: Multifunktionsraupe RCC 600

Kompakter Geräteträger mit hoher Leistungsfähigkeit

Die Bergmann Multifunktionsraupe RCC 600 punktet mit hydraulischer Leistung, Steigfähigkeit und intelligenter Fernbedienung. (Bild: Bergmann Baumaschinen)

Bergmann Maschinenbau bringen mit der bauma 2019 den neuen Bergmann Geräteträger RCC 600 auf den Markt. Diese kompakte Fahrmaschine vereint in sich eine deutliche Reihe von Vorteilen, die in der Summe laut Bergmann eine Alleinstellung markieren. Mit dem Remote-Crawler-Carrier (RCC) 600 erhalten die Hersteller von Zusatzgeräten eine Powerbank, die die Leistungsfähigkeit der angeflanschten Module beeindruckend umsetzt. Dies wirkt sich positiv auf die Bedienung, das Handling und die effizienten Arbeitsergebnisse aus.

Entwickelt wurde der Geräteträger gemeinsam mit Menke Konstruktion, die ihre Kenntnisse im Bereich der fernbedienbaren Raupenfahrzeuge mit eingebracht haben. Im Rahmen dieser Partnerschaft wird die Menke Konstruktion exklusiv den nationalen und internationalen Vertrieb des Geräteträgers (zum Beispiel als Mäh- oder Forstraupe MR400 und MR600) im Bereich der Landschaftspflege übernehmen, während Bergmann Maschinenbau sich auf spezielle Anwendungen im Bereich der Bauwirtschaft wie Fräsen, Rammen und Räumen konzentrieren wird.

Der Bergmann Geräteträger mit Raupenfahrwerk verfügt über kompakte Maße von etwas über 1 m Höhe bei einer Länge von ca. 2 m sowie der Breite zwischen 1,35 und 1,85 m (dank hydraulischer Spurverbreiterung). Zur hohen Leistungsvielfalt der Raupe trägt das Doppelrad-Kettenführungssystem mit hydraulischer Kettenspannung bei, das ein Abspringen der Kette verhindert. Extreme Seitenlagen können so ohne Probleme gemeistert werden. Hinzu wird die Optik der RCC 600 durch das dynamische Design der Karosserie bestimmt, die sich wie ein Faustkeil stromlinienförmig über der anspruchsvollen Technik wölbt.

Den hydrostatischen Fahrantrieb sowie alle Arbeitsfunktionen stellt ein innovatives Load-Sensing-System mit nur einer Pumpe sicher. Durch diese Auslegung lassen sich Volumenstrom und Druck bedarfsgerecht regeln. Damit „fühlt“ das Wirkprinzip die anliegende Last, die Pumpenleistung wird so angepasst und durch spezielle Steuerblöcke automatisch mit Ventilen geregelt. Die kontinuierliche Anpassung des LS-Systems an die Lastwechsel macht die Hydraulik sehr effizient, da Energie und damit Kosten eingespart werden können.

Die somit stufenlos verstellbare Geschwindigkeit reicht von 0 bis 8,5 km/h und lässt mit dem Raupenfahrwerk eine Seiten- und Steigfähigkeit von bis zu 55° zu. Dazu addiert sich die Arbeitshydraulik bei Abrufen maximaler Energie mit 85 l/min. bei 280 bar hinzu. Flankierend lässt sich zudem für weniger energieaufwendige Funktionen eine Arbeitshydraulik von bis zu 10 l/min. bei 200 bar aktivieren.

Die Fahrmaschine verfügt über die aktuelle kompakte und effiziente Motorentechnologie von Hatz. Ihr Common-Rail-Prinzip mit externer Abgasrückführung erfüllt bereits mit EU Stage V-EPA Tier 4 final die neuesten Vorgaben zur Abgastechnik.

Die mit intelligenter Steuerungs-Software ausgestattete Fernbedienung, im Hause Bergmann Maschinenbau entwickelt und programmiert, setzt die Steuerungsbefehle von Fahrmaschine und Zusatzgeräten problemlos um. Das Handling mit dem ergonomischen Bedienteil ist für den Anwender von beeindruckender Leichtigkeit, perfektes und sicheres Arbeiten ist so jederzeit gewährleistet. Der Geräteträger RCC 600 ist darauf ausgelegt, möglichst vielen unterschiedlichen Anbaugeräten einen hohen Wirkungsrad für beste Arbeitsergebnisse zu ermöglichen.

Umkehrlüfter ermöglichen den kontinuierlichen Einsatz im Funkbetrieb und reinigen die Kühlflächen selbstständig. Das neue Multitool-Feeling ist unter anderem einsetzbar für Funktionen in vielen Branchen wie Kehren, Fräsen, Rammen, Räumen sowie der Grünflächen- und Forstbearbeitung über die Partnerschaft mit Menke Konstruktion.

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H-BAU Technik: ISOPRO und ISOMAXX Balkonanschlüsse

Weiterentwicklung bietet noch mehr Wärmeschutz

ISOPRO- und ISOMAXX-Dämmelemente verbinden Außenbauteile thermisch getrennt von der Tragkonstruktion des Gebäudes. (Bild: H-BAU Technik)

Beim Bau von Balkonen müssen einwirkende Kräfte in ein statisches Gleichgewicht gebracht werden. Zudem werden hohe Anforderungen an wärmegedämmte und luftdichte Fassaden gestellt. Seit vielen Jahren bietet die H-BAU Technik GmbH für diese Herausforderungen entsprechende Lösungen. Mit ISOMAXX-Elementen, welche einen deutlich verbesserten Dämmwert vorweisen, bietet das Unternehmen eine Weiterentwicklung der ISOPRO-Elemente. Die Anschlüsse stellen zuverlässig eine kraftschlüssige Verbindung zwischen Außen- und Innenbauteilen aus Beton her. Durch Sie werden Betonkonstruktionen statisch sicher mit der Tragkonstruktion verbunden und gleichzeitig Wärmebrücken vermieden. Die eingebauten Zug- und Querkraftstäbe sowie Drucklager tragen Momente und Querkräfte sicher ab. Eine Reduzierung des Wärmeverlusts bei gleichbleibender statischer Tragfähigkeit wird durch diese Eigenschaft erreicht.

 

H-Bau Technik konnte den Bewehrungsquerschnitt im Bereich der Zugbeanspruchung bei ISOMAXX wie auch bei ISOPRO in der Dämmfuge um rund 36 % reduzieren. Diese Reduzierung gelang durch den Einsatz von hochfestem Edelstahl.

Die Wärmedämmelemente von H-BAU Technik verringern Wärmebrücken und bieten dem Kunden somit zahlreiche Vorteile. Durch die Anwendung von ISOPRO und ISOMAXX werden Bauschäden vermieden, hierdurch wird der Energiebedarf deutlich reduziert und somit eine nachhaltige Lösung in der Baubranche geboten. Die hohe Wärmeleitfähigkeit von Beton und die große Oberfläche angeschlossener Außenbauteile, im Vergleich zum Anbindungsquerschnitt, sorgen bei nicht oder ungenügend gedämmten Verbindungen für einen erheblichen Wärmestrom. Die Folge davon ist die Bildung von Kondensat an kalten Innenoberflächen, was wiederrum Schimmelpilzbildung nach sich zieht. Der Einsatz der ISOPRO und ISOMAXX Elementen von H-BAU eliminiert diese Schwachstellen zuverlässig. Die Anforderungen an den Wärmeschutz EnEV und DIN 4108-2 Bbl. 2 werden deutlich übertroffen.

Durch die Erhöhung der Drucklagerkraft erreichen die ISOMAXX-Elemente mit Betondrucklagern signifikant höhere Tragstufen, diese reichen bis zu IM 100. Hieraus resultieren zahlreiche Vorteile. Bei einigen Elementen entfallen die Stahldrucklager und werden durch eine kompaktere Variante aus Spezialbeton ersetzt. Neben einer Gewichtsreduzierung bedeutet dies, dass die eben mit dem Dämmkörper abschließenden Lager erhebliche Einbauvorteile gegenüber der früheren Ausführung bieten. Außerdem wird der Wärmefluss im Stabwerk auf ein Minimum reduziert. Für die weiterentwickelten ISOMAXX-Anschlüsse wurden die bauaufsichtlichen Zulassungen Z-15.7-243 und Z-15.7-244 vom DIBt bereits ergänzt. Verfügbar sind die Elemente generell in den Höhen 160 mm bis 250 mm. Das Drucklager besteht aus Hochleistungsspezialbeton, der Dämmkörper aus Neopor-Polystyrol-Hartschaum.

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Vergessene Maschinen

Alles Gute kommt von oben

Schon vor fast einem halben Jahrhundert zeigte sich, dass Lkw und Kipper mit Trolley-Strom weniger Energie verbrauchen als mit Dieselmotor.

Schon vor fast einem halben Jahrhundert zeigte sich, dass Lkw und Kipper mit Trolley-Strom weniger Energie verbrauchen als mit Dieselmotor.

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Über die bpz

Für die bpz ist die Praxis der Bauunternehmer relevant. Deshalb bietet sie Bauunternehmern im Hoch-, Tief-, Straßen- und GaLa-Bau sowie Baumaschinenhändlern wichtige Impulse von Experten, Anbietern und Kollegen, Praxiserfahrungen sowie Entscheidungshilfen für ihren Geschäftserfolg. Als Generalist berichtet die bpz ganzheitlich über effizientes Baustellenmanagement, den wirtschaftlichen Einsatz von Baumaschinen, -fahrzeugen und -geräten sowie die Potenziale moderner Baustoffe. Dieser ausgewogene Themenmix deckt die komplette berufliche Praxis von Entscheidern am Bau ab. Die Berichterstattung der bpz konzentriert sich auf das Wesentliche und trägt damit dem Informationsbedürfnis und den begrenzten zeitlichen Ressourcen der Zielgruppe gleichermaßen Rechnung. bpz hat das Ohr am Puls der Branche – exklusive Baustellenreportagen, Einsatzberichte, Systemvergleichsberichte, Trend- und Produktberichte sowie Interviews bieten Impulse zu den aktuellen Themen, beantworten Fragen und zeigen Lösungen auf.