MaGaZiN

Züblin meldet positive Auftragslage

Züblin Auftragslage
Der Auftragseingang des Züblin-Konzerns erreichte 2018 mit 4,6 Mrd. € ein Plus von 4,6 % gegenüber dem Vorjahreswert. Dieser Anstieg war allein auf das Inland (+11,5 %) zurückzuführen. Die vier größten inländischen Neuaufträge 2018 waren die Hauptbaumaßnahmen für die 2. Bahn-Stammstrecke in München, das Stadtquartier „Südkreuz“ (Los 1+2) in Berlin-Schöneberg, die Bertolt-Brecht-Schule in Nürnberg und das Wohn- und Gewerbequartier „Welfenstraße“ in Wiesbaden.

Die Bauleistung lag mit 4,4 Mrd. € deutlich über dem Vorjahreswert in Höhe von 3,8 Mrd. €, was einer Steigerung von nahezu 15 % entsprach. Im Inland, wo 76 % der Leistung erwirtschaftet wurde, betrug der Zuwachs 19,5 %, im Ausland 2,0 %. Rund 70 % der Gesamtleistung wurde im Schlüsselfertigbau erbracht, im Ingenieur-, Tunnel- und Spezialtiefbau lag der Leistungsanteil bei rd. 25 %. Der Auftragsbestand stieg im Vergleich zu 2017 um 2,7% auf 6,4 Mrd. €. Dieser Anstieg war mit einem Plus von 4,4 % allein im Inland zu verzeichnen, im Ausland ging der Auftragsbestand um 1,3 % zurück.

Zum Stichtag 31.12.2018 beschäftigte der Konzern 14.058 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 8.138 im Inland und 5.920 im Ausland. Zum Jahresende 2017 lag die Mitarbeiterzahl bei 13.739.

Das laufende Geschäftsjahr 2019 hat für die Ed. Züblin AG vielversprechend begonnen. Der Auftragseingang stieg in den ersten drei Monaten deutlich um 39,6 % von 914 Mio. € auf 1,3 Mrd. €. Hierzu trug insbesondere die positive Entwicklung im Ausland bei, wo u. a. zwei neue Bergbauaufträge in Chile sowie ein weiteres Baulos des Abwasserprojekts „Deep Tunnel Sewerage System 2“ in Singapur in die Bücher genommen wurden. Die drei größten inländischen Züblin-Neuaufträge im ersten Quartal waren das Hotel „K32 Motel One Stuttgart“, das Bürogebäude „THE TWIST“ in Eschborn und die Erneuerung der Autobahnbrücke über das Grumbachtal auf der BAB 6 bei Saarbrücken. Die Leistung des ersten Quartals übertraf den Vorjahreswert um 16,3 % und stieg von 909 Mio. € auf rd. 1,1 Mrd. €. Zum 31.3.2019 lag der Auftragsbestand bei 6,7 Mrd. € und damit um 7 % über dem Vergleichswert des Vorjahres (6,2 Mrd. €). Zum Stichtag 31.3.2019 beschäftigte Züblin 14.247 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, das waren 597 mehr als im ersten Quartal 2018.

Mehr zum Thema MaGaZiN

Baustelle des Monats: Grande Arche

Pariser Würfel im neuen Kleid

bpz0319Fischer1

Bei der Sanierung der weltbekannten Grande Arche wurde der Carrara-Marmor an der Fassade durch Granitplatten ersetzt

Die Grande Arche im Pariser Geschäftsviertel La Défense wurde noch unter dem Präsidenten François Mitterrand erbaut.1989 eröffnet, hat das 110 m hohe neue Wahrzeichen über Jahre von seinem Dach aus eine majestätische Aussicht auf die französische Hauptstadt ermöglicht. Ein Vierteljahrhundert später stand die Sanierung des beliebten Touristenziels auf dem Programm – die Büros sollten renoviert, die Panoramaaufzüge modernisiert, die Dachterrasse neu gestaltet werden. Der in die Jahre gekommene Marmor an der Fassade wurde durch weißen Granit ersetzt. Die Befestigungslösung dafür ist „made in Germany“.

Mehr zum Thema Baustelle des Monats

Sennebogen: Abbruchbagger 870 E

Neue Variante mit 36 m Reichhöhe

Die neue Variante des Abbruchbaggers 870 E hat eine Reichhöhe von 36 m bei 4 t Traglast. (Bild: Sennebogen)

Der Ende 2017 von Sennebogen vorgestellte Abbruchbagger 870 E kommt immer dann zum Einsatz, wenn beim Abbruch von Gebäuden und Industrieanlagen höchste Reichweite und Präzision gefragt sind. Ab sofort bietet Sennebogen seinen Kunden den 870 E neben der bisherigen 33 m Ausrüstung auch optional mit einer noch längeren Variante mit einer Reichhöhe von 36 m bei 4 t Traglast ab Werk an.

Die neue, lange Arbeitsausrüstung setzt sich aus einem 19,5 m Grundausleger mit Schnellwechseleinrichtung und einem 2,5-Meter-Zwischenausleger sowie dem 12,5-Meter-Stiel mit Umlenkmechanismus zusammen. Insgesamt bringt es die Ausrüstung somit auf eine Reichhöhe von 36 m und eine Reichweite bis 20 m. Über den gesamten Arbeitsbereich verfügt der Abbruchbagger über komfortable Traglasten bis 4 t. Weiterhin ist die 33 m Ausrüstung verfügbar.

Ein weiteres Augenmerk lag bei der Konstruktion der Maschine auf einer besonders hohen Standsicherheit und einer besonders robusten Ausführung aller Komponenten.

Die Maschine basiert auf der Grundmaschine des Sennebogen 870 E mit einem kraftvollen 261-kW-Dieselmotor: Zwei Spurweiten mit 4,2 m und 2,6 m sind dank des teleskopierbaren Raupenunterwagens einstellbar. Für den Transport der 115 t schweren Maschine können die Ausrüstung und der Heckballast abgenommen werden. Damit reduziert sich das Transportgewicht auf 66 t.

Mehr zum Thema Abbruch, Recycling, Gewinnung

Trend

Upgrade für den Rohstoffkreislauf

Rohstoffkreislauf

Mit einem Anteil  von etwa 30 bis 40 % ist er für die Betonherstellung unersetzbar – der Sand ist nach Süßwasser der weltweit am meisten verbrauchte Rohstoff. Zwar hat Deutschland genügend natürliche Vorkommen an Sand, ein großer Teil davon liegt aber in Naturschutzgebieten oder unerreichbar unter den Wohn- und Gewerbeflächen. Höchste Zeit also, über alternative Beschaffungswege für Bausand nachzudenken. Eine Möglichkeit dafür bietet das Bauschutt-Recycling.

Mit einem Anteil  von etwa 30 bis 40 % ist er für die Betonherstellung unersetzbar – der Sand ist nach Süßwasser der weltweit am meisten verbrauchte Rohstoff. Allein in Deutschland werden über 240 Mio. t Sand und Kies pro Jahr gewonnen, weltweit sollen es rund 15 Mrd. t sein. Grotesk – aber sogar einem Wüstenstaat wie Dubai gehen die Ressourcen aus, sodass das Emirat für seine Hochbauprojekte Bausand aus Australien importieren muss. Aufgrund der durch den Wind abgerundeten Kanten ist der Wüstensand für die Herstellung von Beton nämlich völlig ungeeignet.

Zwar hat Deutschland genügend natürliche Vorkommen an Sand, ein großer Teil davon liegt aber in Naturschutzgebieten oder unerreichbar unter den Wohn- und Gewerbeflächen. Außerdem ist die Genehmigung neuer Abbauflächen hierzulande langwierig bis unmöglich: die Umweltgesetze sind streng und der  Rohstoffabbau bei den Anwohnern unbeliebt. Höchste Zeit also, über alternative Beschaffungswege für Bausand nachzudenken.

Eine Möglichkeit dafür bietet das Bauschutt-Recycling. Bedenkt man, wie groß der Gesamtbestand an Bauwerken in Deutschland ist, dann kann man sich gut vorstellen, dass er zu einem bedeutenden Rohstofflager für die Bauindustrie werden könnte. An Input mangelt es nicht: rund  80 Mio. t an Bauschutt werden in Deutschland jährlich erzeugt. Allerdings finden sich die recycelten Baustoffe hauptsächlich im Straßen- und Tiefbau wieder. Nur 5 % des Materials werden als hochwertiges Produkt in die Bauwirtschaft zurückgeführt – viel zu wenig für die hohe Güte der einst verbauten Ausgangsstoffe.

Im Projekt „BauCycle“ hat sich ein Forschungskonsortium aus vier Fraunhofer-Instituten daher das Ziel gesetzt, Verfahren für die Sortierung und Aufbereitung von anfallenden Abbruchmaterialien hin zu der Herstellung von Recycling-Baustoffen zu entwickeln. Hauptsächlich geht es den Forschern darum, Partikel mineralischer Bauabfälle wiederzuverwerten, die kleiner als zwei Millimeter sind, denn dafür sind bis dato keine hochwertigen Verwertungswege vorhanden. Ein wichtiger Bestandteil des BauCycle-Lösungsansatzes ist die optimierte Aufbereitung des Abbruchmaterials. Dieses wird  durch ein auf Optical Computing aufbauendes Erkennungsverfahren mit hohen Durchsätzen sortiert. Der optische Filter erlaubt dabei eine hohe Selektivität beim Sortieren: neben Farb- und Helligkeitserkennung sollen auch chemische Unterschiede erkannt werden, um eine sortenreine Trennung zu gewährleisten. Inzwischen ist es dem Projektteam gelungen, Partikel mit einer Größe von einem Millimeter voneinander zu unterscheiden. 

Um die Verwertungspotenziale von Bauschutt zu demonstrieren, wurden bereits verschiedene Bauteile realisiert. Auf der BAU in München zeigten die Forscher u. a. Fassadenplatten aus Geopolymeren sowie den Prototyp einer schallabsorbierenden Platte mit einer offenen Porosität, die aus Granulaten gefertigt wurden.

Autor: Paul Deder

Mehr zum Thema Trend

Kinshofer: Umschlaggreifer C40HPX

Neuer Antrieb mit geringer Bauteilbelastung

Der C40HPX Umschlag- und Industriegreifer ist ideal zum Verladen von Schüttgütern mit Baggern bis 40 t Dienstgewicht. (Bild: Kinshofer)

Anbaugerätespezialist Kinshofer hat seine HPX-Produktgruppe mit einem Umschlaggreifer für Bagger mit bis zu 40 t erweitert. Die robusten Umschlag- und Industriegreifer C40HPX sind mit einem neu entwickelten Antriebsdesign ausgestattet, basierend auf dem bewährten HPXdrive.

Dieser neue Antrieb mit 4 Helix-Gewinden dient der Bewegung der Schalen und ergibt einen direkten Kraftfluss für eine geringstmögliche Bauteilbelastung. Der Greifer besitzt keine Hydraulikzylinder und freiliegenden Schläuche, was das Risiko von Beschädigungen minimiert. Dank des HPXdrive ist der Umschlag- und Industriegreifer nicht nur wartungsarm, sondern bietet auch die Möglichkeit eines einfachen Schalenwechsels auf andere Füllinhalte. Auch eine Version mit geschlossenen Schalen ist erhältlich, um die großen Füllinhalte gerade bei sehr feinem Schüttgut voll auszuschöpfen sowie Feinstaubverluste und die daraus resultierende Luftverschmutzung zu vermeiden. Der C40HPX ist geeignet für Bagger mit 18t bis 25t, und Umschlagbagger mit 20t bis 40t Dienstgewicht.

Mehr zum Thema Anbaugeräte

H-BAU Technik: ISOPRO und ISOMAXX Balkonanschlüsse

Weiterentwicklung bietet noch mehr Wärmeschutz

ISOPRO- und ISOMAXX-Dämmelemente verbinden Außenbauteile thermisch getrennt von der Tragkonstruktion des Gebäudes. (Bild: H-BAU Technik)

Beim Bau von Balkonen müssen einwirkende Kräfte in ein statisches Gleichgewicht gebracht werden. Zudem werden hohe Anforderungen an wärmegedämmte und luftdichte Fassaden gestellt. Seit vielen Jahren bietet die H-BAU Technik GmbH für diese Herausforderungen entsprechende Lösungen. Mit ISOMAXX-Elementen, welche einen deutlich verbesserten Dämmwert vorweisen, bietet das Unternehmen eine Weiterentwicklung der ISOPRO-Elemente. Die Anschlüsse stellen zuverlässig eine kraftschlüssige Verbindung zwischen Außen- und Innenbauteilen aus Beton her. Durch Sie werden Betonkonstruktionen statisch sicher mit der Tragkonstruktion verbunden und gleichzeitig Wärmebrücken vermieden. Die eingebauten Zug- und Querkraftstäbe sowie Drucklager tragen Momente und Querkräfte sicher ab. Eine Reduzierung des Wärmeverlusts bei gleichbleibender statischer Tragfähigkeit wird durch diese Eigenschaft erreicht.

 

H-Bau Technik konnte den Bewehrungsquerschnitt im Bereich der Zugbeanspruchung bei ISOMAXX wie auch bei ISOPRO in der Dämmfuge um rund 36 % reduzieren. Diese Reduzierung gelang durch den Einsatz von hochfestem Edelstahl.

Die Wärmedämmelemente von H-BAU Technik verringern Wärmebrücken und bieten dem Kunden somit zahlreiche Vorteile. Durch die Anwendung von ISOPRO und ISOMAXX werden Bauschäden vermieden, hierdurch wird der Energiebedarf deutlich reduziert und somit eine nachhaltige Lösung in der Baubranche geboten. Die hohe Wärmeleitfähigkeit von Beton und die große Oberfläche angeschlossener Außenbauteile, im Vergleich zum Anbindungsquerschnitt, sorgen bei nicht oder ungenügend gedämmten Verbindungen für einen erheblichen Wärmestrom. Die Folge davon ist die Bildung von Kondensat an kalten Innenoberflächen, was wiederrum Schimmelpilzbildung nach sich zieht. Der Einsatz der ISOPRO und ISOMAXX Elementen von H-BAU eliminiert diese Schwachstellen zuverlässig. Die Anforderungen an den Wärmeschutz EnEV und DIN 4108-2 Bbl. 2 werden deutlich übertroffen.

Durch die Erhöhung der Drucklagerkraft erreichen die ISOMAXX-Elemente mit Betondrucklagern signifikant höhere Tragstufen, diese reichen bis zu IM 100. Hieraus resultieren zahlreiche Vorteile. Bei einigen Elementen entfallen die Stahldrucklager und werden durch eine kompaktere Variante aus Spezialbeton ersetzt. Neben einer Gewichtsreduzierung bedeutet dies, dass die eben mit dem Dämmkörper abschließenden Lager erhebliche Einbauvorteile gegenüber der früheren Ausführung bieten. Außerdem wird der Wärmefluss im Stabwerk auf ein Minimum reduziert. Für die weiterentwickelten ISOMAXX-Anschlüsse wurden die bauaufsichtlichen Zulassungen Z-15.7-243 und Z-15.7-244 vom DIBt bereits ergänzt. Verfügbar sind die Elemente generell in den Höhen 160 mm bis 250 mm. Das Drucklager besteht aus Hochleistungsspezialbeton, der Dämmkörper aus Neopor-Polystyrol-Hartschaum.

Mehr zum Thema Dämmsysteme

Vergessene Maschinen

Das Eckige ersetzt das Runde

Das Eckige ersetzt das Runde

Die eckige Walze kombiniert die Vorzüge der dynamischen Freifallverdichtung mit der bewährten Vibrationsverdichtung von Walzenzügen – und kommt dazu ohne eigenen Motor und aufwendige Technik aus.

Mehr Vergessene Maschinen

Über die bpz

Für die bpz ist die Praxis der Bauunternehmer relevant. Deshalb bietet sie Bauunternehmern im Hoch-, Tief-, Straßen- und GaLa-Bau sowie Baumaschinenhändlern wichtige Impulse von Experten, Anbietern und Kollegen, Praxiserfahrungen sowie Entscheidungshilfen für ihren Geschäftserfolg. Als Generalist berichtet die bpz ganzheitlich über effizientes Baustellenmanagement, den wirtschaftlichen Einsatz von Baumaschinen, -fahrzeugen und -geräten sowie die Potenziale moderner Baustoffe. Dieser ausgewogene Themenmix deckt die komplette berufliche Praxis von Entscheidern am Bau ab. Die Berichterstattung der bpz konzentriert sich auf das Wesentliche und trägt damit dem Informationsbedürfnis und den begrenzten zeitlichen Ressourcen der Zielgruppe gleichermaßen Rechnung. bpz hat das Ohr am Puls der Branche – exklusive Baustellenreportagen, Einsatzberichte, Systemvergleichsberichte, Trend- und Produktberichte sowie Interviews bieten Impulse zu den aktuellen Themen, beantworten Fragen und zeigen Lösungen auf.