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Walzen und Walzenzüge entwickeln sich zunehmend zu HightechMaschinen und Vorreitern der autonomen Baustelle

Leistungsträger in der Verdichtung

B2B Fachmedien GmbH

Anschrift:
Im Himmeltal 7
67583 Guntersblum
Deutschland

Noch vor knapp 200 Jahren waren Walzen von Pferden gezogene Geräte aus Gusseisen, die – zusätzlich durch Steine oder Wasserballast beschwert – rein statisch den Untergrund im Straßen- und Erdbau verdichteten. Heute sind Walzen und Walzenzüge leistungsfähige und hochtechnisierte Geräte, die tagein tagaus für ausreichende Tragfähigkeit sämtlicher Böden, Trag- und Frostschutzschichten sowie Asphaltbeläge sorgen. Da sie in vielen Aspekten einem Auto ähneln, gehören sie zu den ersten großen Baumaschinen, die elektrifiziert wurden, und sind zudem aussichtsreiche Anwärter für die autonome Baustelle der Zukunft.

Sie sind nicht die alleinigen Verdichtungsgeräte auf der Baustelle, jedoch sind Walzen und Walzenzüge unverzichtbar, wenn es darum geht, große Flächen zu verfestigen. Walzenzüge sind insbesondere für umfangreiche Erdbaumaßnahmen und das Verdichten von Sand, Kies und Schotter das Mittel der Wahl. Ihre starken Motoren und die großen, bereiften Räder an der Hinterachse gewährleisten hohe Steigfähigkeit und optimale Traktion bei Arbeiten in unwegsamem Gelände. Eine weitere Variante des Walzenzugs sind Maschinen mit Brecherbandagen, mit denen Festgestein gebrochen und gleichzeitig verdichtet werden kann. Durch diese Kombination zweier Arbeitsschritte in einem werden Zeit und Kosten eingespart. Ebenfalls erhältlich sind Maschinen mit einer Stampffußbandage, die besonders für die Verdichtung von stark bindenden Böden empfohlen werden.

Asphalteinbau im großen Stil

Bei großflächiger Verdichtung von Asphalt im Zuge von Neubauprojekten oder bei Reparaturarbeiten ist die mit zwei Walzenkörpern ausgestattete Tandemwalze ein beliebtes Arbeitsgerät. Durch ihr hohes Eigengewicht und die eingebauten Vibrationseinheiten verdichtet sie sowohl statisch als auch dynamisch. Diese Walzen bieten zwei Lenkarten zur Auswahl: Die Knicklenkung, ähnlich wie bei einem Radlader, oder die Schemellenkung, bei der jede Walze ein eigenes vertikal drehendes Lager besitzt. Tandemwalzen mit Drehschemellenkung sind kürzer gebaut und wendiger im Einsatz. Zudem ermöglicht diese Lenkungsart den als „Hundegang“ bezeichneten beidseitigen Versatz der Walzkörper. Das Gewicht der Maschine und die Wirkung der Vibration können auf eine größere Fläche verteilt werden, wodurch Schäden durch die Verdichtung auf empfindlichen Schichten vermieden werden können. Die Tandemwalzen sind mit Wassertanks ausgestattet, die sowohl zusätzliches Gewicht für die Verdichtung liefern als auch eine Berieselung der Bandagen ermöglichen, um ein Ankleben von frischem Mischgut zu verhindern.

Neben den weit verbreiteten Vibrationswalzen werden Oszillationswalzen bei Anwendern immer beliebter. In ihrem Walzenkörper sind zwei Unwuchten so angeordnet, dass die Bandage um ihre Achse hin und her oszilliert. Dadurch werden keine Kräfte senkrecht zur Oberfläche eingeleitet. Dies reduziert zwar die Tiefenwirkung, ermöglicht jedoch eine schonende, vibrationsarme Verdichtung im innerstädtischen Bereich, in Gebäudenähe oder auf Brücken. Oszillationsbandagen sind sowohl für Tandemwalzen als auch für Walzenzüge verfügbar.

Ebenfalls auf sanfte Art und Weise, jedoch gänzlich ohne Vibration, sondern einzig durch die eigene Masse, verdichten Gummiradwalzen Straßen und Flächen. Ihre Reifen erzeugen einen gleichmäßigen Kneteffekt, wodurch eine homogene Verteilung des Mischguts mit gutem Porenschluss an der Oberfläche erreicht wird. Diese Walzen können sowohl auf körnigem Material als auch auf Asphalt eingesetzt werden, sodass alle Lagen von der unteren Tragschicht bis zur oberen Asphaltschicht mit einer Maschine verdichtet werden können. Der gewünschte Grad der Verdichtung kann durch die Hinzunahme oder Entfernung der Ballastpakete erreicht werden.

Kombiwalzen sind eine Walzenart, die aus einer vorderen Glattmantelbandage und einer hinteren Gummibereifung besteht. Auf diese Weise wird dynamische und statische Verdichtung kombiniert. Diese Walzen haben eine bessere Steigfähigkeit als Tandemwalzen und eignen sich daher besser für Gefällestrecken.

Schlaue Technik

Schon heute verfügen Walzen über zahlreiche Funktionen, die den Arbeitskomfort erhöhen und die Ausführungsqualität steigern. GPS-basierte Verdichtungskontrollen ermöglichen in Echtzeit und präzise die Transparenz darüber, welche Bereiche bereits optimal verdichtet wurden und wo noch weitere Überfahrten erforderlich sind. Dies erfolgt in Abhängigkeit von der zu verdichtenden Schicht, sei es die Trag-, Binder- oder Deckschicht. Diese Technologie spart nicht nur Arbeitszeit, sondern verhindert auch Überverdichtung und Materialschäden. Darüber hinaus unterstützen sie unerfahrene Fahrer dabei, die erforderliche Bodensteifigkeit sicher zu erreichen. Eine integrierte Dokumentationsfunktion ermöglicht zudem einen einfachen und sicheren Nachweis der ausgeführten Arbeiten gegenüber dem Auftraggeber.

Um noch wirtschaftlicher und kraftstoffsparender zu verdichten, bieten die Walzenhersteller ergänzende Telematiksysteme an. Dadurch werden sämtliche Maschinenfunktionen und die Betriebseffizienz überwacht. Der Verbrauch der Maschinen bleibt genauso im Auge wie mögliche anstehende Wartungen. Da sich die Maschine schnell orten lässt, kann sie jederzeit einem Einsatz oder Streckenabschnitt zugeordnet werden und gegen Diebstahl abgesichert werden. Anwender, die Telematik richtig nutzen, sind in der Lage, Leerlaufzeiten und Betriebskosten zu reduzieren sowie den gesamten Baustellenprozess zu optimieren.
Die Digitalisierung im Cockpit ermöglicht es heute, intuitive Bedienkonzepte zu entwickeln, die den Fahrer entlasten. Große Touchscreens liefern den Fahrern umfassende Informationen sowohl zur Maschine als auch zum Verdichtungsprozess. Der Tempomat unterstützt dabei, die Maschine sanft und mit konstanter Geschwindigkeit zu bewegen, während Rückfahrkameras die Sicherheit für die Maschine und das Baustellenpersonal erhöhen.

Vision „Autonome Walze“

Früher oder später werden all diese Errungenschaften zwangsläufig zu einer autonom fahrenden Walze führen – dieser Überzeugung sind die Entwicklungsabteilungen der Hersteller. Einige Unternehmen haben bereits entsprechende Design-Studien präsentiert. Ein herausragendes Beispiel ist die vollautonome Tandemwalze ROBOMAG von Bomag, die auf der bauma 2019 vorgestellt wurde. Diese ist in der Lage, vollständig eigenständig in einem definierten Arbeitsgebiet zu operieren. Das System sammelt Informationen über Position, Lage und Bewegung mittels einer Kombination verschiedener Technologien zur räumlichen Orientierung, Umweltwahrnehmung und Umfeldsicherheit. Um Kollisionen zu vermeiden, wird ein umfassendes Sicherheitskonzept mit sensorischer Umfelderkennung eingesetzt. Neben dem vollautomatischen Modus bietet die ROBO-MAG auch die Möglichkeit, manuell hinterlegten Abfahrmustern zu folgen, wodurch sie selbst bei speziellen Verdichtungsaufträgen eigenständig arbeiten kann.

Auch Hamm beschäftigt sich intensiv mit diesem Thema und zeigte bereits vor sechs Jahren mit seiner Studie „F1“, wie eine Walze der Zukunft aussehen könnte.

Mit dieser Idee hat der Hersteller nicht nur Designpreise gewonnen, sondern auch Antworten darauf visualisiert, wie sich der Wegfall des Fahrerstandes auf die Gestaltung der Maschine auswirken könnte. Das Konzept von Hamm verfügt bspw. über vergrößerte Bandagen für eine höhere Verdichtungsqualität. Das Design würde auch mehr Wasserkapazität und Platz für zukunftsorientierte Antriebskonzepte ermöglichen, sowie Optimierungspotenziale bei Transport oder Ballastierung bieten. Um sich dem Thema „Autonomie“ auch in der Praxis anzunähern, hat Hamm im Jahr 2014 eine Dauerteststrecke im Werk Tirschenreuth in Betrieb genommen, auf der eine mit umfangreicher Umfeldüberwachung ausgestattete „Schattenwalze“ ein festgelegtes Programm autonom absolvieren kann.

Diese Beispiele sind mehr als bloße Gedankenspiele; dennoch ist es noch ein weiter Weg, bis autonome Walzen flächendeckend eingesetzt werden können. Zuerst müssen verschiedene Bauprozesse angepasst und Aspekte wie bspw. Haftungsfragen geklärt werden. Da autonom fahrende Maschinen bereits erfolgreich und wirtschaftlich in abgeschlossenen Arealen im Bergbau eingesetzt werden, ist eine solche Entwicklung in den Bereichen Asphaltund Erdverdichtung in Hochlohnländern wohl nur eine Frage der Zeit.
Auf den folgenden Seiten stellen wir einige aktuelle Walzen-Modelle vor. Nicht dabei ist ein Produkt aus dem Hause Volvo CE. Der Grund: Infolge der Veräußerung des

ABG Fertiger-Geschäfts an Ammann wird die Produktion von Volvo CE-Walzen in Hameln perspektivisch eingestellt.

JCB: Tandemwalzen CT380-130 und CT430-130

JCB hat gerade die Tandem-Vibrationswalzen CT380-130 und CT430-140 zu seiner Verdichtungspalette hinzugefügt und damit seine Range an Maschinen unter 5 t vervollständigt. Die beiden Maschinen, die hauptsächlich für die Vermietungsbranche konzipiert sind, schließen mit ihrem Gewicht die Lücke über den bereits bekannten Modellen CT160-80/100 und CT260-100/120. Die erste Zahl gibt die Gewichtskategorie an, in der die Maschine konkurriert – im Falle des CT380-130 der 3,8-Tonnen-Markt – die zweite Zahl gibt die Trommelbreite in cm an.

Beide Maschinen werden von dem neuesten EU-Stufe-V-JCB von Kohler Dieselmotor angetrieben, der 36,5 kW leistet. Der Motor verfügt über einen Dieseloxidationskatalysator und einen Dieselpartikelfilter. Mit einer nach vorne kippbaren Motorhaube, die einen ebenerdigen Zugang zu allen Füll- und Servicepunkten bietet, ist er leicht zugänglich. Der hydrostatische Doppeltrommelantrieb sorgt für eine gute Steigfähigkeit während das V-förmige Chassis der Tandemwalzen dem Bediener eine optimale Sicht auf den Arbeitsbereich ermöglicht. Der Schiebesitz ist ergonomisch gestaltet und bietet Komfort während der langen Arbeitstage. Zusätzlich ist er mit einem Sicherheitsschalter und einer Überwachung des Sicherheitsgurts ausgestattet, um die Sicherheit des Bedieners zu gewährleisten. Der Trommelversatz zu jeder Seite ermöglicht einen vollen Zugang zur Verdichtungsstelle.

Wie auch die Modelle CT160 und CT260 sind auch die neuen Tandemwalzen für einfache Bedienung, geringen Wartungsaufwand und eine einfache, robuste Verdichtungslösung konzipiert. Die Tandemwalze CT380-130 hat ein Betriebsgewicht von 4,1 t und erzeugt eine Betriebslinearlast von 15,8 kg/cm. Mit einer Zentrifugalkraft von 41 bis 59 kN hat die Maschine eine Vibrationsfrequenz von 50 bis 60 Hz und eine Amplitude von 0,50 mm. Die Trommeln können um bis zu 80 mm nach beiden Seiten versetzt werden und die Walze ist in der Lage, eine Steigung von 30 % mit eingeschalteter Vibration oder 40 % ohne Verdichtung zu bewältigen. Die größere CT430-140 wiegt 4,5 t und bietet eine Linearlast von 16,4 kg/cm. Mit der gleichen Frequenz von 50 bis 60 Hz und einer Amplitude von 0,50 mm liefert die schwerere Maschine eine Zentrifugalkraft von 44-63 kN.

Dynapac: Tandemwalzen mit Seismic-Asphalt-Technologie

Dynapac bringt mit Seismic Asphalt gerade eine Technologie für eine Reihe seiner Tandemwalzen auf den Markt, die die Asphaltverdichtung wesentlich effizienter machen soll. Seismic Asphalt baut auf der bewährten Dynapac-Technologie Seismic für Bodenverdichter auf und passt sich den sich ändernden Eigenschaften eines heißen Asphaltmischguts an. Ist ein Asphaltmischgut heiß, lässt es sich relativ leicht verdichten. Wenn jedoch das Mischgut abkühlt (was je nach Witterung recht schnell geschehen kann), wird es sehr schnell sehr steif und klebrig und damit viel schwieriger zu verdichten. Sinkt die Mischguttemperatur, muss die Amplitude erhöht werden, um die Dichte weiter zu gewährleisten.

Im Gegensatz zur konventionellen Verdichtung mit fester Frequenz erkennt Seismic automatisch die optimale Verdichtungsfrequenz und passt sie kontinuierlich an die Resonanzfrequenz der Bandage und des Bodensystems sowie an Veränderungen der Asphalttemperatur an. Das System kann die Einstellungen der Maschine bis zu fünf Mal pro Sekunde anpassen. Eine Dynapac-Seismic-Maschine stellt die hintere und die vordere Bandage simultan ein, was die Maschine im Vergleich zu anderen Maschinen noch effektiver macht. Seismic Asphalt verwendet intelligente Technologie und Sensoren, so dass der Bediener in die Maschine einsteigt, sie einmal einstellt und dann vergessen kann. Bei dem vollautomatischen System ist keine zusätzliche Schulung erforderlich.
Zu den Vorteilen der Technologie gehören die hohe Verdichtungsqualität, der verbesserte Fahrerkomfort und die Einsparung von bis zu 25 % des Kraftstoffverbrauchs, wenn das System im Ecomode arbeitet. Dies trägt dazu bei, die CO2-Emissionen um bis zu 25 % zu reduzieren. Darüber hinaus

wird der Geräuschpegel durch eine geringere Frequenz und eine mögliche Gesamtreduzierung der Anzahl der Überfahrten, die für die Ausführung der Arbeit erforderlich sind, gesenkt. Weniger Vibrationen gehen Hand in Hand mit geringerem Verschleiß und damit geringeren Wartungsund Reparaturkosten sowie einer längeren Lebensdauer der Maschine. Seismic Asphalt ist optional für die Tandemwalzen CC2200 VI bis CC6200 VI, CO2200VI bis CO6200VI sowie für die CX8- und CX9-Walzen einschließlich der Kombi Modelle verfügbar.

Bomag: Tandemwalzen BW 154/174

Bomag verfügt über ein breites Angebot von über 50 Tandemwalzen und mehr als 40 Walzenzügen/Erdverdichtern. 2022 kamen zwei neue schemelgelenkte Tandemwalzen auf den Markt: die Modelle BW 154 und BW 174. Die neue Generation bietet mit myCockpit drei intuitive Bedienkonzepte zur Auswahl: Touch, innovativer Dreh-Drückschalter und klassischer Joystick. Der Walzenführer entscheidet selbst, mit wieviel digitalem Komfort er unterwegs sein möchte. Ein hochauflösendes Zehn-Zoll-Touch-Display mit intuitiver Menüführung und übersichtlicher Visualisierung gibt dem Fahrer die volle Kontrolle über alle Funktionen. Ebenso gut bedienen lassen sich die Walzen jedoch auch weiterhin wie gewohnt durch Drücken und Drehen. Der neue zusätzliche Drehdrückschalter am Fahrhebel erlaubt das sichere Navigieren und Auswählen der Funktionen auf dem Display. Über das individuell konfigurierbare Touch-Display kann der Walzenführer Voreinstellungen vornehmen und alle Funktionen bedienen und kontrollieren. Jeder Fahrer kann sich sein individuelles Benutzerprofil anlegen und jederzeit schnell zu den persönlichen Voreinstellungen wechseln. Dank selbsterklärenden Visualisierungen und einfacher Menüführung erfasst der Fahrer alles schnell und sicher.

Beide Tandemwalzen sind in verschiedenen Modell-Varianten und mit vielfältigen Ausstattungen erhältlich: mit einer Arbeitsbreite von 1.500 oder 1.680 mm und einem Betriebsgewicht von 7,1 bis 9,8 t. Als Verdichtungssysteme stehen wahlweise drei Technologien zur Verfügung: Asphalt Manager 2, Vibration oder TanGO4 (Oszillation mit geteilten Bandagen). 

Die Bedienung des Asphalt Managers wurde erneut vereinfacht. Er regelt die Amplitude bzw. ihre Wirkrichtung automatisch in Abhängigkeit von der gewählten Asphaltschicht und erreicht damit eine optimale Verdichtungsqualität bei minimalen Übergängen. Durch das nun erfolgte Update mit intuitiv auswählbaren Einstellmöglichkeiten lässt sich das Potenzial des Asphalt Managers optimal nutzen, während sich der Maschinenbediener auf das Walzschema und die im Verbund fahrenden Kollegen konzentrieren kann. Auch für den Einbau von Niedrigtemperaturasphalt ist der Asphalt Manager geeignet.

Mecalac: Tandemwalzen

Mecalac verfügt über ein Portfolio von vier Tandemwalzen. Sie wurden speziell für die hohen Ansprüche im Vermietgeschäft konzipiert und sind daher besonders belastbar. Mit einer Bandagenbreite von 800 mm ist die TV800 die kompakteste der Mecalac-Tandem-Walzen, besonders geeignet

für kleinere Baustellen. Das Modell TV900 hat eine Bandagenbreite von 900 mm, was zu einer hohen Verdichtungsleistung führt, zu der auch das bewährte und kraftvolle „Mass Exciter System“ beiträgt. Dieses sorgt für starke Kräfte in der Maschinendynamik. Die gute Balance zwischen der Frequenz und der Arbeitsreichweite macht das Gerät zur Mehrzweckmaschine für alle Arten von Baustellen.

Beide Maschinen verfügen über einen optionalen Anschluss für einen Hydraulikhammer, der eine Förderleistung von 30 l/ min (Kategorie 2) bietet. Dies macht den Einsatz eines zusätzlichen Powerpacks oder eines Kompressors auf der Baustelle überflüssig und erhöht so die Vielseitigkeit der Maschinen.
Die TV1000 mit 1.000 mm Bandagenbreite ist für die Verdichtung von Asphalt- und Granulatschichten konzipiert. Das hydrostatische Leistungsmanagement bietet besonders gute Steigfähigkeit. In Kombination mit der Knicklenkung und einem engen Wendekreis ist sie äußerst wendig. Das Modell TV1200 verfügt über eine völlig neue vakuumgeformte Motorhaube, überarbeitete Seitenarme, LED-Leuchten und eine komplett überarbeitete Lackierung. Ein wassergekühlter Dieselmotor und das Massenerregersystem vervollständigen die Ausstattung.

Wacker Neuson: Tandem- und Kombiwalzen

Das Walzen-Portfolio von Wacker Neuson besteht aus einer ferngesteuerten Grabenwalze, handgeführten Walzen, Tandemund Kombiwalzen und kompakten Walzenzügen – jeweils in fein abgestuften Modellvarianten mit unterschiedlichen Tonnagen passend für die jeweilige Anwendung. Seit 2023 im Walzensortiment von Wacker Neuson sind die ersten batterieelektrisch betriebenen Tandemwalzen: RD24e und RD28e. Die Walzen werden von einem Lithium-Ionen-Akku angetrieben, der sich bereits im batterieelektrischen Minibagger von Wacker Neuson bewährt hat, und kommen so auf eine ununterbrochene Einsatzzeit von bis zu 3,5 Stunden. Sie werden an jeder 230-Voltoder 400-Volt-Steckdose geladen.

Die zehn Tandem- und fünf Kombiwalzen für die Erd- und Asphaltverdichtung von 1,5 bis 4,5 t sind für unterschiedlichste Anforderungen und räumliche Bedingungen geeignet. Die Tandemwalzen sind wahlweise mit Vibrations- oder Oszillationsbandage erhältlich. Zudem lässt sich der Fahrerstand nach individuellen Bedürfnissen ausstatten. Die Tandem- und Kombiwalzen sind mit einem Dreipunkt-Knick-Pendelgelenk ausgestattet. Es stellt eine gleichmäßige Gewichtsverteilung und damit auch Verdichtung sicher.

Hamm: Walzenzug HC 250i C VC

Nach dem erfolgreichen Serienstart der neuen HC-Walzenzüge bietet Hamm ab sofort auch ein Modell an, das speziell für das Brechen und Verdichten von Felsen und Gestein konzipiert wurde: den HC 250i C VC. Durch den Einsatz des VC-Walzenzuges können Baustellenprozesse schlanker ausgeführt werden, da Materialaufbereitung und Transportaufwände reduziert werden. Für den Kunden bedeutet das – je nach Applikation – Einsparungen von bis zu 50 % an Zeit, Kosten und CO2-Emissionen.

HC 250i C VC (EU Stage V) ist in der Lage, Mischböden, Gesteinsarten wie z. B. Basalt, Granit oder andere Baustoffe mit vergleichbarer Druckfestigkeit in einem Arbeitsgang zu brechen und zu verdichten. Wie auch bei der Vorgängerserie wird dies durch die Abkürzung „VC“ (Vibration Crusher) in der Typenbezeichnung angedeutet. Ausgestattet mit einem leistungsstarken Deutz-Motor und verstärkten Komponenten im Bereich des Vorderrahmens, Knickgelenks und des Unterbodens, bringt der neue Walzenzug die Voraussetzungen für besonders schwere Einsätze mit. Das separat aufgeführte „C“ in der Typenbezeichnung steht zudem für einen verstärkten Bandagenantrieb, der Steigungen von bis zu 60 % ermöglicht. Die 25 t schweren Maschinen werden standardmäßig mit Felsbereifung, Kabine und dem Bedienkonzept Easy Drive ausgeliefert. In Sachen Komfort profitieren die Bediener insbesondere bei schweren Einsätzen auch von einem Sitz mit verlängerter Rückenlehne.

Im Fokus des neuen VC-Walzenzugs ist das neu konzipierte Werkzeughaltersystem. Dieses kann mit Standardmeißeln für Weichgestein, aber auch mit verschleißbeständigen Heavy-Duty-Meißeln mit Hartmetallspitze und Aufpanzerung für abrasives Gestein oder Hartgestein bestückt werden. Die Anordnung der Werkzeughaltersysteme und die Fixierung der Werkzeugeinsätze ermöglichen stets eine einfache und schnelle Demontage bzw. Montage ohne Spezialwerkzeug. Dadurch werden Wartungs- und Instandhaltungskosten niedrig gehalten.

Ammann: ARS-Walzenzüge

Die neueste Generation der Ammann ARS-Walzenzüge umfasst neun Modelle mit einer Bandbreite von 3,5 bis 22 t Betriebsgewicht. Sie soll dem Kunden noch mehr Effizienz und Qualität bieten. Dafür sorgt das intelligente Verdichtungs-Messsystem ACEForce, das in der neuesten Gerätegeneration bereits ab Werk vorinstalliert ist. Es kann bei Bedarf kurzfristig freigeschaltet werden. ACEForce liefert dem Bediener der Maschine exakte Daten des Verdichtungsfortschritts in Echtzeit.

Die Verdichtungsparameter sind bei Ammann Walzenzügen variabel und stufenlos einstellbar. Mit dem System kann der Bediener die Leistungsparameter der Maschine optimal auf die Erfordernisse anpassen. Mit der stufenlosen Regelung der Frequenz wird automatisch die Fliehkraft reduziert oder erhöht. Der Verdichtungsgrad wird dem Bediener am Display in MN (Mega-Newton) angezeigt. Mit dem ACEForce wird in kürzester Zeit die geforderte Verdichtung erreicht. Unnötige Walzübergänge werden vermieden. Das spart Kraftstoff, Arbeitsaufwand und mindert den Maschinenverschleiß. Teure Nacharbeiten auf einer bereits abgeschlossenen Baustelle erübrigen sich ebenfalls.

Das Modell ARS 110 zeichnet sich zudem durch ein innovatives Antriebskonzept aus. Ammann setzt auf Radnabenmotoren anstelle einer Hinterachse. Durch die kurzen Übertragungswege vom Motor zum Rad geht daher nur wenig Leistung verloren. Der variable hydrostatische Antrieb erlaubt Arbeiten unter extremen Bedingungen. Die Walze hat eine Steigfähigkeit von 67 %. Ein weiteres Plus ist die enorme Platzersparnis. Die Maschine ist kompakt – Motor, Kühlsystem, Tank und Hydraulikkomponenten finden im Motorraum bequem Platz. Für den Fahrer ergeben sich daraus optimale Sichtverhältnisse nach hinten, ohne Rückfahrkamera, zusammen mit dem Überrollbügel, der in die Kabinenkonstruktion integriert wurde, sowie einer gebogenen Scheibe, die ohne A-Säule auskommt. Das Display ist in der Mitte des Lenkrads angeordnet. Der Fahrer kann während der Arbeit alle wichtigen Daten leicht im Blick behalten.

Atlas Weyhausen: Weycor Walzenzug AW 1120

Atlas Weyhausen hat sechs Walzenzüge von 7 bis 14 t im Angebot. Das 12,3 t schwere Modell AW 1120 zeichnet sich durch hohe Verdichtungskraft und Wendigkeit aus. Durch die robusten Knickpendelgelenke ist es sehr spurtreu. Die gute Manövrierfähigkeit wird durch den 35°-Knickwinkel und den 12°-Pendelwinkel des Gelenksystems möglich. So fährt er präzise und zügig bei voller Vibrationsleistung um Kurven herum. Der AW 1120 verdichtet vorwärts wie rückwärts präzise. Bei Kurvenfahrten, bei denen die Raddrehzahlen unterschiedlich sind, wird die Sperre der No-Spin-Achse automatisch aufgehoben und erst dann erneut aktiviert, wenn die Räder wieder synchron laufen. Die Antriebskraft liefert ein 100-Kilowatt-starker Deutz-Motor TCD 3.6 der EU-Stufe V. Bestens geeignet für die Arbeit in Gebäuden ist die Ausrüstung mit Dieseloxidationskatalysator, Dieselpartikelfilter und SCR-Katalysator.
Besonders wirtschaftlich ist es, den Walzenzug im ECO-Modus zu betreiben. Dadurch kann die Motordrehzahl um ca. 400 U/min gegenüber der Nenndrehzahl ohne Leistungsverlust im Hydrauliksystem reduziert werden. Während Vibrationsfrequenz und Zentrifugalkräfte erhalten bleiben, wird der Kraftstoffverbrauch um bis zu 30 % gesenkt. Je nachdem, was bzw. wie verdichtet werden soll, kann man beim Walzenzug die Verdichtungsleistung wählen. Man hat bei Amplitude, Frequenz und Zentrifugalkraft jeweils zwei Varianten. Die Amplitude mit 1,8 oder 0,6 mm, die Frequenz mit 30 oder 40 Hz und die Zentrifugalkraft mit 240 oder 140 kN. Die kleine Amplitude wird für dünne Schichten wie Kies, Sand, Mischböden, Kies- und Schottertragschichten und zur Oberflächenverdichtung genutzt. Die große Amplitude dient der Verdichtung dicker Schichten wie nichtbindige und bindige Böden, Kies- und Schottertragschichten, hydraulisch gebundene Tragschichten, Frostschutzschichten, Untergründe und Dämme. Die Verdichtung wirkt sehr präzise. Das bedeutet auch, dass umliegende Flächen oder Objekte nicht von Vibrationen gestört werden.

Zeppelin: Cat-Walzenzüge der GC-Baureihe

Caterpillar hat sein Angebot von Walzenzügen 2021 mit der Einführung der GC-Baureihe erweitert. Die beim Händler Zeppelin erhältliche Modellreihe mit einer Arbeitsbreite von 2.134 mm besteht aus fünf Typen, dem CS10 GC, dem CS11 GC und CP11 GC sowie dem CS12 GC und CP12 GC. Die Typbezeichnungen beziehen sich auf das Einsatzgewicht von 10 bis 12 t, Maschinen mit Glattmantelbandage tragen die Bezeichnung CS, die Maschinen mit Stampffußbandage für die Verdichtung von körnigen Böden die Bezeichnung CP. Alle Typen bieten eine hohe statische Linienlast und mehr Gewicht an der Bandage für eine besonders gute Verdichtung. Die Modelle liefern lt. Zeppelin zuverlässige Leistung für Bodenverdichtungsaufgaben im Straßenbau und auf vielen Baustellen. Die Maschinen werden vom 90 kW starken Cat Dieselmotor C3.6 angetrieben, der die Abgasnormen EU-Stufe V erfüllt. Der Ecomode-Betrieb reduziert die Motordrehzahl und spart so bis zu 10 % Kraftstoff. Das lange Öl- und Filterwechselintervall des Motors hilft, Servicezeiten und -kosten zu senken. Die einfach bedienbare Geschwindigkeitsregelung ermöglicht das Umschalten von Arbeits- auf Fahrgeschwindigkeit mit einem Knopfdruck. Alle Walzenzüge zeichnen sich durch eine niedrige Gesamthöhe von 3 m und verbesserte Verzurrmöglichkeiten für einen schnellen, kostengünstigen Transport aus.

Die GC-Walzenzüge sind mit dem bewährten, voll gekapselten Excentersystem mit Stahlkugeln in Unwuchtkammern für die Amplitudenverstellung ausgestattet. Es ist besonders wartungsarm für einen zuverlässigen und kostengünstigen Betrieb. Mit mehr Gewicht auf der Bandage als bei den Vorgängern der B-Serie bieten die neuen Modelle eine hohe Verdichtungsleistung. Zwei Amplituden und Frequenzen erlauben einsatzgerechte Einstellungen. Dabei genügt ein Knopfdruck für den schnellen Wechsel von hoher zu niedriger Amplitude und umgekehrt.

Stehr: SBV-Plattenverdichter

Einen ganz anderen Ansatz beim Verdichten verfolgt der Mittelständler Stehr Baumaschinen. Mit seinen Anbauverdichtern SBV 80 und 160 will er den Herstellern von Walzenzügen Marktanteile streitig machen. Die Geräte können an Radlader, Bagger und Traktoren angebaut werden. Mit Wuchtkräften von 80 und 160 MN bei einer Frequenz von 70 Hz arbeiten die beiden Modelle mit den gleichen Getrieben, die bei den Anbauplattenverdichtern für Radlader usw. verbaut werden. Diese weisen zwei oder vier über Zahnräder angetriebene Erregerwellen auf, die über einen Ölmotor zur Rotation gebracht werden. Dadurch entsteht ein Gegenlauf und die Erregerkräfte werden zu 100 % vertikal nach unten gerichtet in den Boden eingeleitet. Dadurch entstehen fast keine Schwingungen auf das Trägergerät oder schädliche Schwingungsübertragung in die Umgebung. Aus diesem Grund kommen Stehr-Verdichter immer öfter da zum Einsatz, wo das Arbeiten mit herkömmlichen Verdichtungsgeräten nicht möglich ist. Bei diesen gehen lt. Stehr ca. 50 % der Energie durch unnötige Schwingungen in die Umgebung verloren. Die SBV-Plattenverdichter sparen diese Energie durch ihre vertikale Ausrichtung ein, was wiederum zu 50 % weniger Kraftstoffverbrauch und entsprechend weniger CO2-Emissionen führt.

Für den stärksten Stehr-Verdichter SBV 160 HF mit 160 KN Wuchtkraft, bei einer Frequenz von 70 Hz wird nur eine Leistung von 20 kW benötigt. Um diese zu erreichen, wird eine Ölmenge von 60 l bei 200 bar benötigt. Dadurch lassen sich die stärksten Verdichter schon an Trägergeräte ab 6 t anbauen.

Weitere Informationen:
www.ammann.com
www.bomag.com
www.dynapac.com
www.jcb.com
www.mecalac.com
www.stehr.com
www.wackerneuson.de
www.weycor.de
www.wirtgen-group.com
www.zeppelin-cat.de

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Die Schwerkraft im Griff
Weit über den Köpfen, in schwindelnder Höhe ziehen sie ihre Kreise und helfen den Baustellentrupps tagein, tagaus, die Schwerkraft zu überlisten. Obendrehende Turmkrane sind seit vielen Jahrzehnten das weithin sichtbare Zeichen jeder Baustelle und haben trotz wachsender Konkurrenz durch weitere Krankopnzepte nichts an ihrer Relevanz eingebüßt. Umgekehrt: seit geraumer Zeit „jagen“ sie auch im fremden Terrain und werden dort eingesetzt, wo zuvor Raupen-, Auto- oder Schnellmontagekrane verwendet wurden. Nicht zuletzt deshalb, weil die Konstruktionsabteilungen der Hersteller viel Aufwand betreiben, um die größten Kostenfaktoren wie Montageaufwand und Transport zu optimieren.
Sie sind zügig unterwegs und lassen sich vielseitig nutzen – die Mobilbagger sind hierzulande sehr beliebt
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Mobile Baustellenflitzer
Beim Einsatz von Baumaschinen auf der Baustelle gilt es, unproduktive Zeiten so gut es geht zu eliminieren. Bauunternehmen sind daher gefordert, bei der Wahl des passenden Baustellenequipments u. a. auf Leistungsfähigkeit, Einsatzflexibilität und Kosteneffizienz der Maschinentechnik zu achten. Die richtige Antwort auf den Termindruck auf Baustellen kann daher die Entscheidung für einen Radbagger sein, der dank seiner hohen Mobilität zahlreiche Arbeiten schneller als andere Baumaschinen erledigen und den Baustellenwechsel ohne Transportunterstützung in Eigenregie bewältigen kann. Dieses Plus an Bewegungsfreiheit ist der Grund, wieso sich die Mobilbagger als dynamische Baustellenallrounder einer steigenden Nachfrage erfreuen.
2D- und 3D-Maschinensteuerungssysteme optimieren die Arbeitsabläufe und entlasten die Fahrer
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Kosten runter, Bauleistung rauf
Trotz der aktuellen Abkühlung einzelner Bausegmente kämpfen Bauunternehmen nach wie vor gegen Kostendruck und Fachkräftemangel. Das zwingt die Firmenlenker dazu, traditionelle Arbeitsweisen in Frage zu stellen und nach Wegen zu suchen, die Effizienz der vorhandenen Baustellen-Mannschaft zu erhöhen. Viel Potenzial bietet dafür ein konsequenter Einsatz von Baumaschinensteuerungen sowie die Nutzung von digitalem Aufmaß und 3D-Plänen. So wird die Arbeitsvorbereitung vereinfacht und beschleunigt während baubegleitende Absteckungen und permanente Höhenkontrollen weitgehend entfallen. Gleichzeitig wird durch diese Systeme eine höhere Genauigkeit der Ausführung gewährleistet.
Der Ladekran wandelt sich zur beliebten Option für Hebeaufgaben jeder Art
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Der Kran zum Mitnehmen
Bei vielen Einsätzen geht am Ladekran kein Weg vorbei. In der Stadt punktet er aufgrund seines geringen Drehbereichs und fehlendem Kontergewicht durch schnelle, unkomplizierte Einsätze mit überschaubaren Behinderungen für Anwohner und Autoverkehr. Durch die variable Abstützung und Zusatzknicksystem kann er platzsparend am Gebäude stehen und bei Neubau, Sanierung oder Wartung auch schwergewichtige Hebeaufgaben übernehmen. Oder er agiert als Hilfskran, um größere Krane zu rüsten und deren Zubehör zu transportieren. Und mit pfiffigen Anbauausrüstungen ausgestattet, kann er auf Bauhof und Baustelle andere Maschinen wie Kran, Stapler und Radlader komplett erübrigen.
Die Bausaison kann kommen
Tiefbau Live 1
Mit der BAU in München sowie dem Messedoppel RecyclingAKTIV und TiefbauLIVE startet die Branche ins Baujahr 2023
Wenn sich die kalte Jahreszeit endlich verabschiedet, steigen nicht nur die Temperaturen, sondern sicherlich auch die Bautätigkeit in unserem Land. Um die nötigen Impulse für die Umsetzung kleiner und großer Bauprojekte zu liefern, haben sich zwei wichtige Veranstaltungen in Stellung gebracht: Die BAU in München und die Demonstrationsmesse RecyclingAKTIV & Tiefbau-LIVE (RATL), die auf dem Karlsruher Messegelände stattfindet.
Mobile Brecheranlagen sind ein unverzichtbarer Bestandteil der Verwertung anfallender Bauschuttmassen
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Vom Abfallprodukt zum Rohstoff
Werden irgendwo Gebäude neu errichtet oder Altbestand rückgebaut, dann fällt tonnenweise Erdaushub und Abrissmaterial an. Nicht verwunderlich also, dass die Bau- und Abbruchabfälle mit einem Anteil von über 55 % den Großteil des deutschen Brutto-Abfallaufkommens ausmachen. Um Ressourcen, Deponiegebühren und Transportkosten zu sparen, sollte Bauschutt und Straßenaufbruch daher am besten noch direkt auf der Baustelle recycelt werden, um daraus neues Baumaterial gewinnen zu können. Unentbehrlich dafür sind mobile Brecheranlagen geworden, die einst für Steinbrüche entwickelt wurden.
Teleskoplader – starr und drehbar – werden vielen alltäglichen Einsatzanforderungen im Baugewerbe gerecht
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Bauprofis langer Arm
Für viele Bauunternehmer ist die Vielseitigkeit der Baumaschine bei der Investitionsplanung ein wichtiges Merkmal. Für Andere ist Technik, die alles ein bisschen kann, aber nichts richtig, total verpönt. Entsprechend schmal ist der Grat zwischen „Must-have“ und „Nice-to-have“. Die Teleskoplader haben es geschafft, sich innerhalb der letzten drei Jahrzehnte von exotischen Spezialmaschinen zu durchaus gefragten Allroundern zu entwickeln. Auch wenn sie im heimischen Baualltag längst nicht so bekannt wie herkömmliche Radlader sind, gehören sie heute zum festen Bestandteil des Baugeschehens – hier und da auch als echte Schlüsselmaschinen.
Batterieelektrische Baumaschinen befreien die Städte von Lärm, Feinstaub und CO2-Emissionen
bpz 11 2022 Bobcat
Elektro-Power auf der Baustelle
Diese Technologie bestimmte nicht nur die Innovationen auf der bauma 2020: Baumaschinen mit elektrischem Antrieb machen emissionsfreies Arbeiten auf der Baustelle möglich und gehören daher seit einigen Jahren zu den großen Trends am Bau. Denn die Branche hat einen großen Einfluss auf die Umwelt: der Bausektor ist einer der Hauptverursacher für Treibhausausstoß in Deutschland. Aus diesem Grund wird von der Planung von Gebäuden bis hin zum Rückbau, sowohl bei Prozessen, Baustoffen als auch bei eingesetzten Baugeräten händeringend nach Möglichkeiten gesucht, den CO2-Fußabdruck vom Baugewerbe zu reduzieren. Die Elektrifizierung der Baustelle ist ein wichtiges Instrument bei der Umsetzung der Klimawende und es gibt bereits zahlreiche praxistaugliche Lösungen auf dem Markt.
Mit geeigneten Anbaugeräten ausgerüstet übernehmen Bagger so gut wie jede Aufgabe
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Wenn ein Bagger zum Schweizer Messer wird
Das Anforderungsprofil an einen Bagger ist heute so breit wie nie. Effizient sollte er sein, möglichst leise, komfortabel für den Fahrer, robust und kompakt gebaut. Zugleich jedoch auch stark genug, um anspruchsvollen Einsätzen gewachsen sein zu können. Zudem sollte er sich im Bedarfsfall nicht nur als Grabwerkzeug, sondern als hochgeländegängiger Geräteträger nutzen lassen – mit einem kräftigen und reichweitenstarken Baggerarm. So wird aus der reinen Erdbaumaschine ein Allrounder, der diverse Aufgaben rund um die Baustelle übernehmen kann. Um Letzteres zu ermöglichen, bietet der Markt eine kaum noch überschaubare Vielfalt an Bagger-Anbaugeräten.
Moderne Deckenfertiger sind auf Produktivität und Präzision ausgelegt und warten mit zahlreichen Assistenzsystemen auf
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Von der „Teermaschine“ zum Hightech-Gerät
Das gesamte Straßennetz in Deutschland ist in Summe mehr als doppelt so lang wie der Abstand zwischen der Erde und dem Mond. Neben den rund 230.000 km an Straßen des überörtlichen Verkehrs (Autobahnen, Bundesstraßen, Landesstraßen und Kreisstraßen) gibt es über 650.000 km an sonstigen – hauptsächlich asphaltierten – Straßen. Um diese „Lebensadern“ der Zivilisation kümmern sich überaus spezielle Geräte, deren Konstruktion und Einsatz ein hohes Maß an Know-How verlangen. Die Straßenfertiger sind heute – ob kompakt oder für mehr als 15 m Einbaubreite – Hightech-Maschinen, die für immer höhere Präzision und flotteres Tempo im Einbauprozess sorgen.
Auf der bauma 2022 informieren sich Entscheider und Macher aus der Bauindustrie über Produkte, Trends und Themen
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Hier trifft sich die Branche!
In einigen Tagen geht es endlich los: Vom 24. bis 30. Oktober findet mit der bauma 2022 die weltweit größte Messe für Baumaschinen, Baustoffmaschinen, Bergbaumaschinen, Baufahrzeuge und Baugeräte statt. Auch wenn die Rahmenbedingungen nach zwei Pandemiejahren und dem andauernden Krieg gegen die Ukraine kaum schwieriger sein dürften und die Zukunft der Branche wegen der ausufernden Inflation ungewiss ist, brauchen die Bauakteure endlich wieder eine große Plattform. Für den Austausch mit Marktteilnehmern, Partnern und Anbietern, für die eigene Standortbestimmung aber auch für wichtige Entscheidungen für die Zukunft der Unternehmen.
Dank einer breiten Palette an Anbauausrüstungen übernehmen Radlader vielfältige Aufgaben auf der Baustelle
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Wirtschaftliche Lastenträger
Das kennt so gut wie jedes Unternehmen der Bauwirtschaft: Weil kein zusätzliches Personal zu bekommen ist, müssen die Baubetriebe schneller werden, um die Aufträge abarbeiten zu können. Der Termindruck zwingt die Profis dazu, die Arbeitseffizienz ausschließlich durch den Einsatz von Technik zu erhöhen. Vielseitig nutzbare Maschinen wie z. B. Radlader entlasten die Arbeiter und können dank Schnellwechsler und einer Vielzahl an verfügbaren Anbauwerkzeugen zahlreiche Aufgaben auf der Baustelle übernehmen. Einst aus landwirtschaftlichen Traktoren entstanden, leisten die Radlader als mobile und starke Hebezeuge wertvolle Dienste und sind aus dem Baugeschehen nicht mehr wegzudenken.
Untendrehende Schnellmontagekrane sind wie gemacht für kleinere Hochbau- und Infrastrukturprojekte
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Turmkran für Kurzzeitbaustellen
Bevor es mit dem Bauen richtig losgeht, müssen zahlreiche vorbereitende Maßnahmen getroffen werden. Stunden und Tage werden damit verbracht, Gerüste aufzustellen, die Baustelle abzusichern und die Baulogistik konzeptionell und physisch zu organisieren. Es wird also viel Aufwand betrieben, noch bevor der erste Stein gesetzt ist. Neben der sinnvoll investierten Zeit für die Planung und Einrichtung der Baustelle gilt die Transport- und Rüstzeit von Kranen eher als unproduktiv, denn hier arbeiten Menschen, die Geräte jedoch nicht. Schnellmontagekrane können dagegen innerhalb kürzester Zeit und meist ohne jegliche Fremdhilfe auf- und abgebaut werden und zählen daher zu den effizientesten Hebelösungen auf den Baustellen Deutschlands.
Walzen und Walzenzüge sind unverzichtbar für die Herstellung eines tragfähigen und ebenen Untergrunds
Keine Chance für Hohlräume
Keine Chance für Hohlräume
Überall, wo sie auftreten, hinterlassen sie eine solide Grundlage. Walzen und Walzenzüge üben gewaltigen Druck aus und pressen im Boden eingeschlossenes Wasser und Luftporen aus dem Material. Das ist enorm wichtig sowohl für die Statik und Stabilität jeglicher oberirdischer Bauwerke als auch für die Verschließfestigkeit und Ebenheit der Fahrbahnoberfläche. Verständlich also, dass das Verdichten von Böden und Asphalt eine sehr spezielle Aufgabe ist, die viel Erfahrung und Know-how erfordert – nicht nur über die Bodenbeschaffenheit und Verdichtungsarten sondern auch über die zu verwendenden Maschinen.
Mit Minibaggern lassen sich kleinere Bauvorhaben auch unter engen Platzverhältnissen umsetzen
Wenn Platz Mangelware ist 1
Wenn Platz Mangelware ist
Nicht alle Geräte auf dem Bau sind groß und furchteinflößend. Vielmehr ist die wohl am meisten verwendete Baumaschinenart weltweit eher kompakt gebaut: Der Minibagger zeichnet sich durch seine geringen Abmessungen aus und findet auf kleineren Baustellen im Bereich des Erdbaus oder des GaLaBaus Verwendung. Die leichten Vertreter dieser Baumaschinenart werden sogar bei Sanierungsarbeiten von Gebäuden und Anlagen verwendet, weil sie durch jede Tür passen. Alles in allem ist der Minibagger eine flexibel einsetzbare Maschine, die dank zahlreicher verfügbarer Anbauwerkzeuge bei kleineren Bauprojekten die mühsame und teure Handarbeit ersetzt.
Mit Anbaugeräten ausgerüstet machen Ketten- und Mobilbagger auch als Verdichtungsmaschinen eine gute Figur
Sinnvoll zweckentfremdet 1
Sinnvoll zweckentfremdet
Dass beim Bagger durch Anbauwerkzeuge das Arbeitsspektrum verbreitert werden kann, ist kein Geheimtipp mehr. Trotzdem wird diese Maschine in der Praxis immer noch weit unter ihren Möglichkeiten genutzt. Getreu dem Motto „Kann alles, aber nichts richtig“ setzten die Bauprofis im Zweifel lieber auf vollwertige Spezialgeräte, weil für Viele Multifunktionalität ohne Kompromisse schwer vorstellbar ist. Dabei gibt es Bagger-Anbauten, die in der Lage sind, das eigentliche Original-Gerät in einigen Punkten zu übertrumpfen. So wie beim Anbauverdichter, der aufgrund seiner Performance bei Investitionsentscheidungen für viele Bauunternehmer eine echte Alternative zu Stampfer, Rüttelplatte oder Walze darstellen dürfte.
Handgeführte Verdichter sind unverzichtbare „Brot-und-Butter-Geräte“ auf zahlreichen Baustellen
Wichtige Grundlagenarbeit 1
Wichtige Grundlagenarbeit
Kaum ein Projekt, das ohne ihre Unterstützung vonstatten geht: Die kompakten Verdichtungsgeräte fallen auf den Baustellen kaum auf, leisten aber wichtige Arbeit. Indem sie die Verdichtung von Böden, Gräben oder Asphaltflächen übernehmen, sorgen Stampfer, Rüttelplatten und kompakte Walzen dafür, dass die getane Arbeit im Tief-, Straßen- und GaLaBau auch auf lange Sicht ohne Beanstandungen bleibt. Bei makelloser Ausführung können nämlich Setzungen, Pfützen oder Risse in Asphaltbelägen ausgeschlossen werden.
Durch Telematiksysteme lassen sich Baumaschineneinsätze besser kontrollieren und optimieren
Regie aus der Ferne 1
Regie aus der Ferne
Durch den Ausfall von Anlagen und Maschinen können Industrieunternehmen große finanzielle Schäden entstehen – ein unerwarteter Defekt kann zum Stillstand der gesamten Produktionslinie führen. Auf der anderen Seite wird eine straffe Organisation der Prozesse vorausgesetzt, um eine hohe Produktivität der Anlagen zu ermöglichen. Was in der stationären Fertigung dank fest installierter Technik, durchdachter Planung und Industrie 4.0 relativ einfach zu managen ist, erweist sich bei Baumaschinen, die tagtäglich kilometerweit entfernt an wechselnden Standorten unterwegs sind, als echte Herausforderung. Abhilfe bieten Telematiksysteme, die nicht nur die Wartungsmaßnahmen besser planbar machen, sondern auch Transparenz in die Koordination von Bautechnik bringen.
Baumaschinen mit Hybrid- oder Elektroantrieb
Hybrid- und Elektroantriebe 1
Saubermänner für die Baustelle
Lange waren sie die Sonderlinge im Sortiment der Hersteller. Doch endlich scheint ihre Stunde gekommen zu sein: Baumaschinen mit Hybrid- oder Elektroantrieben werden aufgrund des allgemeinen Trends zu mehr Nachhaltigkeit immer interessanter für deutsche Bauunternehmen. Auch wenn die Verkaufszahlen noch nicht durch die Decke gehen, sind sich die Experten in den F & E Abteilungen einig, dass der Wendepunkt bei alternativen Antrieben in der Branche kurz bevorsteht. Die aktuell verfügbaren Lösungen sind nicht nur sauberer und leiser: auch betriebswirtschaftlich werden sie für die Unternehmer immer attraktiver.

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Die A10 an der Anschlussstelle Ludwigsfelde-West gehört zum südlichen Teil des Berliner Rings und ist aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens erheblichen Belastungen ausgesetzt. Im Laufe der Jahre führte dies zur Bildung ausgeprägter Spurrillen, die eine ernsthafte Gefahr für die Verkehrssicherheit darstellen. Die dringende Notwendigkeit einer Sanierung der Deck- und Binderschicht auf einem 4,2 km langen und etwa 15 m breiten Abschnitt der Autobahn war unvermeidlich. Um diese stark befahrene Strecke effizient und qualitativ hochwertig zu sanieren, entschied sich das ausführende Bauunternehmen für den Einsatz von zwei InLine-Pave-Einbauzügen von Vögele.
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