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Handgeführte Verdichter sind unverzichtbare „Brot-und-Butter-Geräte“ auf zahlreichen Baustellen

Wichtige Grundlagenarbeit

B2B Fachmedien GmbH

Anschrift:
Im Himmeltal 7
67583 Guntersblum
Deutschland

Kaum ein Projekt, das ohne ihre Unterstützung vonstatten geht: Die kompakten Verdichtungsgeräte fallen auf den Baustellen kaum auf, leisten aber wichtige Arbeit. Indem sie die Verdichtung von Böden, Gräben oder Asphaltflächen übernehmen, sorgen Stampfer, Rüttelplatten und kompakte Walzen dafür, dass die getane Arbeit im Tief-, Straßen- und GaLaBau auch auf lange Sicht ohne Beanstandungen bleibt. Bei makelloser Ausführung können nämlich Setzungen, Pfützen oder Risse in Asphaltbelägen ausgeschlossen werden.

Oft kommen die kleinen Verdichter erst dann zum Einsatz, wenn das Gros der Arbeit bereits abgeschlossen ist. Wird an dieser Stelle nicht mit der nötigen Sorgfalt gearbeitet, dann zeigen sich über kurz oder lang unschöne Resultate: Defizite bei Statik und Stabilität sorgen dafür, dass der Boden schon bald in sich zusammensackt. Das ist mit Ärger und Kosten verbunden, weil die einst optisch schön angelegten Pflasterflächen, Terrassen und Einfahrten mit einigem Aufwand wieder angehoben werden müssen. Ganz zu schweigen von Schäden infolge mangelhafter Verdichtung bei anspruchsvollem Gleis- und Kanalbau.

Für jeden Einsatz das Richtige

Das muss nicht sein, denn für alle Verdichtungsaufgaben gibt es das passende Gerät auf dem Markt. Während die Walzen und Walzenzüge bei der Verdichtung großer Flächen zum Einsatz kommen, sind die handgeführten Verdichter für kleinere Projekte die richtige Wahl. Der Stampfer ist z. B. Experte, wenn es um schwer zugängliche Stellen geht. Das wendige Gerät ist prädestiniert für beengte Bereiche wie Gräben oder Hinterfüllungen und sorgt dort für die ausreichende Verdichtung von grobkörnigen, gemischtkörnigen oder bindigen Böden. Mit ihm lassen sich aber auch Flächen für ein solides Fundemant vorbereiten oder Ausbesserungsarbeiten auf dem Asphalt erledigen. Aufgrund seines geringen Gewichtes ist der Vibrationsstampfer leicht zu bedienen und zu transportieren.

Die Rüttelplatten gehören zu den meistverbreiteten handgeführten Verdichtern, weil sie sich sehr flexibel einsetzen lassen. Interessant für die Profis sind insbesondere die reversierbaren Vertreter dieser Maschinen, weil sie umständliche Wendemanöver unnötig machen und dadurch im Einsatz einfacher zu bedienen sind. Die größeren Vertreter mit Gewichten um 700 bis 800 kg und max. Zentrifugalkräften um 100 kN gelten sogar als wirtschaftliche Alternative zu kleineren Walzen.

Damit die zu bearbeitenden Flächen optimal verdichtet werden, bieten die Premiumhersteller für ihre Geräte spezielle Verdichtungskontrollsysteme an. So wird nicht nur eine Unterverdichtung vermieden – die Maschinenbediener können auch auf überflüssige Übergänge verzichten, wodurch Zeit, Geld und Kraftstoff eingespart und der Verschleiß der Maschinen reduziert werden kann. Ein Beispiel für eine solche Technologie ist COMPATROL von Weber MT: Die Verdichtungskontrolle misst die Beschleunigungszunahme bzw. -abnahme der Grundplatte, vergleicht die Messung mit der vom System registrierten Bodenbeschaffenheit und setzt sie in elektrische Spannung um. Das Ergebnis ist in der Anzeige am Gerät abzulesen: Nimmt die Anzahl der aufleuchtenden Dioden nicht weiter zu, dann ist der optimale Verdichtungsgrad für den jeweiligen Bodentyp erreicht.

Walzen im Kleinformat

Anders als Stampfer und Rüttelplatten sind handgeführte Walzen verkleinerte Varianten ihrer mit einem Fahrerstand oder Kabine ausgestatteten großen Brüder. Die meisten kompakten Tandem- und Doppelvibrationswalzen auf dem Markt sind etwa 700 kg schwer und eignen sich für dünne Schichten körniger Böden im Erdbau und auf Asphalt, ebenso für Instandsetzung und Neubau von Wegen.

Wird das Gelände anspruchsvoller – z. B. für Erdverdichtung im Graben-, Kanal-, und Rohrleitungsbau – dann schlägt die Stunde knickgelenkter, funkferngesteuerter Mehrzweckverdichter, die überall dort hinkommen, wo es für den Bediener gefährlich wird. Durch ihre hohe Verdichtungsenergie und den Kneteffekt der Stampffuss-Bandagen meistern die bis zu 1,5 t schweren Maschinen selbst Böden mit hohem Wassergehalt.

Leiser und „grüner“

Die Verdichter werden laufend an die Bedarfe der Branche angepasst. Dazu gehört heutzutage auch die Verminderung der Schadstoffemissionen und der Lärmbelästigung, um die Geräte auch in sensiblen Bereichen der Städte wie z. B. in Wohngebieten oder auf Nachtbaustellen einsetzen zu können. Viele Auftraggeber der öffentlichen Hand machen den Einsatz von „grüner“ Technik bei geplanten Projekten sogar zur Pflicht, sodass sich viele Profis wohl oder übel mit den alternativen Antriebskonzepten bei Verdichtungsgeräten auseinandersetzen müssen. Und entsprechende Lösungen sind durchaus vorhanden. Anfangs belächelt, ist die Akku-betriebene Technik inzwischen ausgereift und dank leistungsstarker Batterien durchaus praxistauglich. Allein Wacker Neuson hat drei elektrische Stampfer und sechs Vibrationsplatten im Portfolio, die ein komplett emissionsfreies Arbeiten ermöglichen. Dabei schafft z. B. die 78 kg schwere Vibrationsplatte APS1340e mit einer Akkuladung eine Reichweite von bis zu 770 m2.

Neben dem Umwelt- und Lärmschutz geht es aber auch um den Schutz der Maschinenbediener selbst, die auch in tiefen und engen Gräben, in Tunneln oder geschlossenen Räumen arbeiten müssen. Dafür hat Bomag vor einigen Jahren zwei Stampfer mit Gasantrieb auf den Markt gebracht, die so gut wie kein CO ausstoßen und dadurch die Gesundheit der Baustellenarbeiter schonen. Befüllt werden ihre 1-Liter-Gaskartuschen über handelsübliche Propangasflaschen, was einen Betrieb der Geräte von bis zu zwei Stunden möglich macht.

Zukunftstrends

Die Bedienung der Verdichter aus der Ferne ist gerade bei Grabenwalzen oder größeren Rüttelplatten wie der APH 1000 TC von Ammann oder der DPU130r von Wacker Neuson inzwischen Realität. Diese Geräte machen Verdichtungsarbeiten dort möglich, wo man als Bediener nicht arbeiten kann oder will. Dieser Trend wird weiter zunehmen, auch weil der Komfort und die Sicherheit auf der Baustelle immer wichtiger werden. Die Reduzierung der Belastungen für den Anwender (Hand-Arm-Vibrationen, Lärm, Staub und Emissionen) steht mehr denn je im Fokus der Entwickler.

Immer mehr Geräte werden künftig mit Verdichtungskontrollen ausgestattet und auch die Telematik wird eine größere Rolle bei handgeführten Verdichtern spielen, um die Effizienz im Einsatz zu erhöhen. Weil sich diese Geräte auf der Baustelle leichter entwenden lassen als z. B. große Baumaschinen, wird sich deren effektive Absicherung gegen den Diebstahl mehr und mehr am Markt etablieren.

Obwohl die handgeführten Verdichter auf so gut wie jeder Baustelle zu finden sind, ist die Anzahl der Hersteller deutlich kleiner als es z. B. bei Minibaggern oder Radladern der Fall ist. Umso erfreulicher ist es, dass der weltweit bekannte Gartengeräte-Spezialist Husqvarna 2018 auch in den Markt für leichte Bodenverdichtung eingestiegen ist. Auf den folgenden Seiten stellen wir einige aktuelle Geräte vor. Darunter sind neben den Produkten bewährter Hersteller auch preiswerte Lösungen relativ junger Unternehmen wie Zipper aus dem österreichischen Schlüßlberg oder Denqbar aus Pirna zu finden.

Wacker Neuson: Emissionsfreie Verdichter

Wacker Neuson baut systematisch sein Angebot an emissionsfreien Verdichtungsgeräten aus. Mittlerweile umfasst das Sortiment sechs Vibrationsplatten, drei Akkustampfer und ein tragbares Hochfrequenz-Innenrüttlersystem, die alle mit einem Lithium-Ionen-Akku betrieben werden. Der Akku kann modular in allen Geräten verwendet werden.

Gerade sind drei neue akkubetriebene Vibrationsplatten hinzugekommen: die Schleppschwingermodelle APS1030e, APS1135e und APS1340e, mit einer Zentrifugalkraft von 10 bis 13 kN und einer Grundbreite von 30 bis 40 cm. Sie ergänzen die bisherigen Modelle AP1840e, AP1850e und AP2560e. Die neuen Vibrationsplatten eignen sich insbesondere für die Asphaltverdichtung. Das Bewegen und Drehen dieser Maschinen, vor allem auf frischem Asphalt, gestaltet sich leicht und hinterlässt eine glatte Oberfläche ohne Abdrücke. Auch saubere Abschlüsse an Bordsteinkanten sind aufgrund des eckigen Seitenprofils der Grundplatte leicht hergestellt. Bediener profitieren zudem von den geringen Hand-Arm-Vibrationen von weniger als 5 m/s2.

Um die Arbeit mit seinem emissionsfreien Innenrüttlers für die Betonverdichtung noch komfortabler zu machen, hat Wacker Neuson soeben gemeinsam mit einem führenden Hersteller von Rucksäcken ein neues, ergonomischeres Tragesystem entwickelt. Dieser Rucksack ist seit Frühjahr mit deutlich reduziertem Gewicht von nun 13,5 kg verfügbar. Das System macht unabhängiges und kabelloses Betonverdichten möglich. Es entstehen keine Stolperfallen durch Kabelverbindungen zwischen externem Umformer sowie Stromverteiler und Innenrüttler. Auch der Aufwand für das Versetzen des Umformers bei einem Wechsel des Einsatzortes entfällt. Der Innenrüttler mit Akku-Rucksack ist in drei Standardschlauchlängen (1,5, 3 und 5 m) und mit Rüttelflaschen in drei verschiedenen Durchmessern (38, 45 und 58 mm) erhältlich. 

Für Einsätze im Graben oder innerhalb von Gebäuden eignen sich die drei Akkustampfer von Wacker Neuson: Das kleinere Modell AS30e ist ein Spezialstampfer für die Verdichtung von Rohrzwickeln, während die größeren Modelle AS50e und AS60e für alle klassischen Stampfer-Arbeiten eingesetzt werden. Die Verdichtungsleistung entspricht jeweils den Benzinstampfern der gleichen Größenklasse. Aufgrund der Arbeitsweise ohne direkte Abgasemissionen sind strenge Auflagen, beispielsweise für innerstädtische Baustellen oder Arbeiten in Gräben, bei diesen Stampfern kein Thema.

Die Basis aller emissionsfreien Baugeräte von Wacker Neuson ist der Lithium-Ionen-Akku, der ausreichend Energie für alle Bauarbeiten liefert, die an einem durchschnittlichen Arbeitstag für ein Gerät anfallen. Ab Herbst 2021 soll der Baugeräte-Akku auch herstellerübergreifend eingesetzt werden können. Das soll den Wacker-Neuson-Kunden eine vereinfachte Baustellenlogistik sowie Kosteneinsparungen einbringen.

Für den Akku stehen zwei Wacker Neuson Systainer zur Verfügung: eine Transportbox sowie eine Ladebox mit integriertem Schnell-Ladegerät. In den Systainern sind Akku und Ladegerät sicher vor Verschmutzung und Beschädigung geschützt. Die Transportbox wurde eigens für Wacker Neuson UN-zertifiziert und nimmt den Akku passgenau auf. So kann er gemäß der ADR/RID-Richtlinien sicher transportiert werden.

Bomag: Handgeführte Walzen BW 65 und 65 D

Bomag ist Komplettanbieter im Segment leichte Verdichtungstechnik mit einer breiten Palette von Modellen. Die neuesten Maschinen im Sortiment sind die handgeführten Walzen BW 65 und BW 65 D. Sie sind seit April verfügbar.

Die beiden Modelle verfügen über einen serienmäßigen E-Start. Der kurze Bandagenabstand sorgt dafür, dass sie besonders leicht und wendig in der Anwendung sind. Alle Bedienpunkte befinden sich dabei in direkter Reichweite des Bedieners. Die Walzen sind als Benziner mit Emissionsstufe Stage V/CARB Phase 3 oder Diesel-Modell mit Stage V erhältlich. Das schaltbare Vibrationssystem lässt sich flexibel den Untergründen, Tragschichten und dünnen Asphaltschichten mit zwei Amplituden anpassen und liefert eine sehr hohe Verdichtungsleistung. Damit sind die Walzen für unterschiedlichste Anwendungsgebiete geeignet. Dank des geringen seitlichen Überstandes kann der Bediener mit der Maschine schnell und präzise bis zum Rand verdichten.

Der serienmäßige Betriebsstundenzähler führt zu deutlichen Kosteneinsparungen bei der Wartung. Mit der zuverlässigen Information über die Gesamtbetriebsdauer wissen Betreiber immer, wann Wartungen wirklich anstehen und müssen diese nicht verfrüht ausführen, wie z.B. den Wechsel des Erregeröls. Dies spart nicht nur Kosten, sondern erhöht auch die Lebensdauer der Maschine und schont nebenbei die Umwelt. Bemerkenswert ist mit bis zu 6 km/h auch die hohe Transportgeschwindigkeit für Fahrten von und zur Baustelle. Das durchdachte Maschinenkonzept ermöglicht zudem eine schnelle und saubere Wartung, wie z.B. durch das Berieselungsrohr mit Schnellkupplung oder vier seitliche Öffnungen zur Abstreifreinigung.

Auch in Sachen Arbeitssicherheit bieten die neuen handgeführten Vibrationswalzen Neuerungen. Besonders hervorzuheben sind die Rückfahrschutzeinrichtung und die zweite Parkbremse für den sicheren Stand im Hang. Die Abgasführung weg vom Bediener und von Hauswänden sorgt für minimierte Emissionsbelastungen. Ein weiteres Plus an Sicherheit auf der Baustelle bringt das optionale Warnlicht.

Ammann: Vibrationsplatte APH 60/85

Das Schweizer Unternehmen Ammann verfügt über eine der breitesten Paletten an leichten Verdichtungsgeräten mit über 30 Modellen von Rüttelplatten, Stampfern, handgeführten Walzen und Grabenwalzen. Eines der derzeitigen Vorzeigeprodukte ist die Vibrationsplatte APH 60/85. Sie wird vor allem dort eingesetzt, wo vorverdichtete Böden nachverdichtet werden müssen, so etwa auf Baustellen in Siedlungen oder Gewerbegebieten. Die vollhydraulische und mit Zwei-Wellen-Erregersystem ausgestattete Vibrationsplatte wird von Ammann als besonders wirtschaftliche Lösung beschrieben. Vor allem Flottenbetreiber und Baumaschinenvermieter sollen von Leistungsstärke, Zuverlässigkeit und Wartungsarmut des Modells profitieren.

Die APH 60/85 erreicht mit 464 kg Einsatzgewicht dieselbe Tiefenwirkung, die sonst nur schwerere Ammann-Rüttler mit Drei-Wellen-Erregersystem bewirken und weist damit auch ein besonders gutes Preis-Leistungs-Verhältnis auf. Die Platte wird von einem 13,4 PS starken Hatz-Hydraulik-Motor Supra 1D81S angetrieben und schafft in der Spitze 28 m/min. Die maximale Flächenleistung beträgt 1.428 m2/h. Die Technik ist damit insbesondere auch für die Verdichtung schwerer Böden geeignet.

Die meisten Straßenbaustellen mit vorverdichteten Untergründen lassen sich mit der vollhydraulischen APH 60/85 sehr gut weiterbearbeiten. Erst beim Laufverhalten spürt man den Unterschied zur Drei-Wellen-Technik. Nur bei Steigungen und nassen, bindigen Böden wäre laut Ammann die APH 65/85 mit Drei-Wellen-Technologie die noch bessere Wahl.

Straßen-, Hoch-, Tief- und Galabauer können mit der serienmäßigen, hydrostatischen Orbitrol-Steuerung des Modells Straßen, Plätze oder Gräben intuitiv, sicher und punktgenau verdichten. Die Orbitrol-Steuerung bietet nur Ammann an – für alle vollhydraulischen Vibrationsplatten seiner APH-Baureihe. Die optional erhältlichen Features Elektrostarter und Verdichtungsmessungs-System ACEecon machen die APH 60/85 noch effizienter. ACEecon ermittelt die relative Bodensteifigkeit, reduziert unnötige Überfahrten und verhindert so Überverdichtungen. 

Husqvarna: Neue Basisreihe der Rüttelplatten

Der vor allem für seine Gartengeräte bekannte schwedische Husqvarna-Konzern ist 2018 in den Markt für leichte Bodenverdichtung eingestiegen. Da übernahm das Unternehmen das Leichtverdichtungsgeschäft von Atlas Copco mit einer vollständigen Palette von Stampfern, Rüttelplatten, Walzen und Grabenverdichtern.

Zuletzt hat Husqvarna neue Einsteigermodelle im Bereich Rüttelplatten auf den Markt gebracht. Die Rüttelplatten der Basislinie stehen den Modellen der Premium-Linie in punkto Leistung in nichts nach. Sie verfügen über die gleiche Geschwindigkeit und Verdichtungskraft. Zusätzliche Funktionen oder Zubehör fallen bei den Basismodellen allerdings weg, sodass Wassertank, Transporträder oder der klappbare vibrationsarme Griff bei Bedarf extra bestellt werden müssen. 

Die Basisreihe umfasst die neuen Rüttelplatten LFV 80 und LFV 100. Die LFV 80 ist eine Kombiplatte, welche zur Bodenverdichtung auf Asphalt und im Erdreich genutzt werden kann. Sie zeichnet sich als schnelle und stark verdichtende Maschine mit einer Plattenbreite von 420 mm aus und wird mit einem Honda-Motor geliefert. Die LFV 80 erreicht eine Geschwindigkeit bis zu 33 m/s und eine Zentrifugalkraft von 19 kN. Sollte sie beim Verdichten von Asphalt eingesetzt werden, müssen Wassertank und Schmutzabweiser als Zubehör nachgekauft werden.

Die Rüttelplatte LFV 100 gibt es in zwei Varianten. Interessenten können zwischen einem Honda- und Hatz-Motor auswählen. Die LFV 100 hat eine Plattenbreite von 500 mm und eignet sich als Allzweckplatte. Besonders effizient lässt sie sich aber beim Verdichten von Asphalt einsetzen, da die Geschwindigkeit, Zentrifugalkraft und Bodenplattenbeschaffenheit dementsprechend optimiert sind. Beim Einsatz auf Asphalt müssen allerdings der Wassertank und das Wasserleitblech nachgekauft werden. Die LFV 100 erreicht eine Geschwindigkeit von 25 m/s und hat eine Zentrifugalkraft von 17 kN.

Die Premium-Rüttelplatten der LF-L und LF-LAT-Reihe verfügen über eine Vielzahl an zusätzlichen Funktionen und Vorzügen gegenüber der Basisreihe. So beinhalten diese Platten beispielsweise vibrationsarme Griffe, klappbare Führungsbügel, einen Premium Honda Motor, Wassertank oder Transporträder.

Dynapac: Reversierbare Vibrationsplatten

Auch Dynapac bietet im Segment „Leichte Verdichtungstechnik“ die gesamte Maschinenpalette von Stampfern bis hin zu Mehrzweckverdichtern an. Im Bereich der reversierbaren Vibrationsplatten bildet das Unternehmen inzwischen die komplette Bandbreite der im Markt gängigen Größenklassen ab. Das Einstiegsmodell DRP15 ist sowohl mit Benzin-Motor (Honda GX160, Einsatzgewicht 140 kg) als auch mit Diesel-Motor (Hatz 1B20, Einsatzgewicht 150 kg) erhältlich. Für beide Varianten liegt die Zentrifugalkraft bei 25 kN. Die weit verbreitete Größenklasse der 200-kg-Vibrationsplatten deckt Dynapac mit dem Modell DRP20 ab. Auch hier hat der Kunde die Auswahl zwischen einer Variante mit Benzinmotor (Honda GX160, Einsatzgewicht 205 kg) oder Dieselmotor (Hatz 1B20, Einsatzgewicht 210 kg). Die Zentrifugalkraft beträgt bei beiden Modellen 35 kN.

Im Bereich der mittleren Gewichtsklasse rundet das Modell DRP25D (Hatz 1B20, Einsatzgewicht 260 kg) das Sortiment nach oben ab – bei einer Zentrifugalkraft von 40 kN. Ab dem Modell DRP25D sind alle Modelle ausschließlich mit Diesel-Motoren von Hatz ausgestattet sowie serienmäßig mit Elektro-Start und Betriebsstundenzähler versehen. Mit dem neuen Modell DRP-40DX (Hatz 1B40, Einsatzgewicht 405 kg) konnte Dynapac die Lücke im Bereich von 400 kg Einsatzgewicht schließen. Design und Konstruktion sind an das Modell DRP-45DX (Hatz 1B40, Einsatzgewicht 460 kg) angelehnt. Die Modelle DRP40DX und DRP45DX verfügen über eine Zentrifugalkraft von 50 bzw. 60 kN. 

Die Flaggschiffe der reversierbaren Vibrationsplatten sind die Modelle DRP60D und DRP70D. Das Modell DRP60D mit einem Einsatzgewicht von 570 kg und einer Zentrifugalkraft von 70 kN wird angetrieben von einem Hatz 1D81. Im Vergleich dazu setzt das Modell DRP70D noch einen drauf mit ganzen 700 kg Einsatzgewicht und einer Zentrifugalkraft von 100 kN. Auch hier baut Dynapac auf einen Motor aus dem Hause Hatz – hier ist es der 1D90. Die Kraftübertragung erfolgt bei allen Modellen mechanisch über einen Keilriemen. In Kürze wird Dynapac darüber hinaus eine optional erhältliche Verdichtungsanzeige für reversierbare Vibrationsplatten in das Sortiment aufnehmen. Die Anzeige mit der Bezeichnung Dynapac Compaction Indicator (DCI) wird erhältlich sein für alle Modelle ab einem Einsatzgewicht von 400 kg.

Ammann: Reversierbare Rüttelplatte APR 40/60

Insbesondere für den Wegebau hat Ammann die reversierbare Rüttelplatte APR
40/60 im Angebot. Mit ihrer hohen Verdichtungsleistung und schnellen Arbeitsgeschwindigkeiten wird sie vor allem von größeren GaLaBau-Unternehmen eingesetzt. Trotz eines Maschinengewichtes von 263 kg bzw. 269 für die Diesel-Variante ist der Rüttler leichtgängig und lässt sich dank hydrostatischer Steuerung präzise führen. Die für Amman typische, ausgewogene Grundplatte sorgt dabei für maximale Wendigkeit und eine laut Ammann branchenweit überdurchschnittliche Arbeitsgeschwindigkeit. Dabei wird stufenlos verdichtet – vorwärts, rückwärts und selbst im Stand.

Herzstück der APR 40/60 ist der Zwei-Wellen-Erreger. Mit einer Frequenz von 65 Hertz erzeugt er eine maximale Zentrifugalkraft von 42 kN und bietet so eine durchgehend hohe Performance. Die Grundplatte verfügt über eine Selbstreinigungsfunktion, die das Anhaften losen Materials automatisch verhindert. Das spart aufwendige Reinigungs- und Wartungsarbeiten. In den ergonomisch optimierten Führungsbügel eingearbeitet, ist der hydraulische Vor- und Rücklauf stufenlos einstellbar, inklusive Punktrüttelung für die Verdichtung besonders anspruchsvoller Untergründe.

Weiter punktet die APR 40/60 mit der bei Ammann üblichen, schwingungsarmen Deichselaufhängung. Damit werden Vibrationen stark reduziert. Das Risiko für das Hand-Arm-Vibrationssyndrom (HAVS) ist damit so gering, dass die Sicherheitsvorschriften keine Dokumentation der Arbeitszeiten erfordern. Darüber hinaus sind alle Ammann-Rüttelplatten mit einem QR-Code ausgestattet. Über diesen Code wird eine sprachneutrale Bedienung der Maschine gezeigt.

Mit einer Arbeitsbreite von 600 mm ist die APR 40/60 vielseitig einsetzbar. Über zentrale Hebeösen und Anschlagpunkte ist die Maschine schnell an jeden Einsatzort gebracht. Das macht sie noch flexibler. Besonders in engen Arbeitsbereichen spielt die Maschine ihre Stärken aus. Ein weiteres praktisches Extra ist der Wasser-Vorabscheider, der bei Ammann auf allen Maschinen mit Dieselmotor zum Standard zählt.

Auch für das Einrütteln der Pflastersteine kann die APR 40/60 eingesetzt werden. Direkt auf der Baustelle können dazu werkzeugfrei spezielle Pflastermatten aufgezogen werden. Die Pflastermatte verhindert Schäden am Verbund und eignet sich sogar für Naturstein.

Weber MT: Vibrationsstampfer

Der Hersteller Weber MT ist auf handgeführte Verdichtungstechnik spezialisiert und investiert daher fortlaufend in die Optimierung seiner Maschinen. Das aktuellste Beispiel dafür ist die Weiterentwicklung der Vibrationsstampfer. Bei den Baureihen SRV 590, SRV 620 und SRV 660 gibt es als Neuerung einen Gashebel mit gleich mehreren Funktionen. Er bietet nicht nur definierte Einstellungen für Vollgas, verminderte Drehzahl (Leistung) sowie Leerlauf, sondern stoppt auch den Motor und schließt, beziehungsweise öffnet, gleichzeitig die Kraftstoffzufuhr. Letzteres kommt dem bisherigen manuellen Betätigen des Benzinhahns gleich. Alle Einstellungen wurden als Markierung gut sichtbar in den Benzintank eingegossen.

Der 3,1 l fassende Benzintank selbst erscheint zudem in neuem Design und fügt sich harmonisch in das Gesamtbild des Stampfers ein. Sicher am Tank befestigt kann der Tankdeckel nicht verloren gehen. Auch für eine höhere Betriebssicherheit hat Weber MT gesorgt. Ein Leitungsfilter und ein Vorfilter im Benzintank sorgen dafür, dass weder Staub noch Schmutz über das Benzin in den Vergaser gelangen und zu Ausfällen führen.

Mit einem leistungsfähigen, mehrstufigen Luftfiltersystem, bestehend aus dem serienmäßigen Zyklonvorabscheider, einem Vorfilter aus Schaumstoff, Haupt-Filterelement und dem zusätzlichen Luftfilter des Motorenherstellers, bringt die SRV-Baureihe auch unter widrigen Einsatzbedingungen Leistung. Darüber hinaus sorgen für Sicherheit: der robuste Motorschutz mit Abdeckung, die zentrale Kran- und Stapleröse sowie die Ölmangelwarnung, die den Motorstart bei zu geringem Ölstand verhindert. Alle Vibrationsstampfer von Weber MT zeichnen sich durch gute Verdichtungsergebnisse, einen hohen Bedienungskomfort sowie eine robuste und langlebige Konstruktion aus. 

Spezialmaschinen erweitern das Einsatzspektrum. Zur Verdichtung unter beengten Platzverhältnissen und zum Unterstopfen von Leitungen und Rohren eignen sich beispielsweise die leichten Vibrationsstampfer SRV 300 und SRE 300 besonders gut. Letzterer ist mit einem Lithium-Ionen-Akku ausgestattet – für eine effiziente Verdichtung mit Null-Emissionen.

Denqbar: Vibrationsstampfer DQ-0286

Das Unternehmen Denqbar aus dem sächsischen Pirna bietet Geräte für den ambitionierten Hobbygärtner ebenso wie für professionelle Bauunternehmen an. Für Baufirmen sind vor allem die Rüttelplatten, Vibrationsstampfer und Minidumper interessant. Der neueste Verdichter des Unternehmens ist der Vibrationsstampfer DQ-0286, der im Herbst 2020 auf den Markt gekommen ist. Die Maschine ist mit einem Einsatzgewicht von 82 kg mühelos zu handhaben. Dennoch erzeugt sie einen hohen Verdichtungsdruck von 14 kN. Zur großen Mobilität und einfachen Bedienbarkeit tragen auch die schmale Bauform sowie der tief liegende Schwerpunkt bei.

Auch weitere technische Kenndaten belegen die Leistungsfähigkeit des Stampfers: So tragen der große Hub von bis zu 85 mm, die hohe Stampffrequenz (ca. 720 Schläge pro Minute) sowie der schnelle Vortrieb zu sehr guten Verdichtungsergebnissen bei. Besonders geeignet ist der DQ-0286 laut Denqbar für Einsätze auf kleinen Baustellen und beengten Flächen sowie im Graben- und Kanalbau. Doch auch Ausbesserungsarbeiten auf Straßen und Wegen sowie Konturarbeiten bis direkt an die Hauswand sind mit der Baumaschine möglich. Dabei kommt der Stampfer mit grobkörnigen und gemischtkörnigen ebenso gut wie mit bindigen Böden zurecht. Der schwingungsgedämpfte Führungsbügel ermöglicht ein komfortables Führen, sodass die Arbeiten schnell und effizient über die Bühne gehen. Ebenso praktisch ist der Hebebügel. Mit seiner Hilfe kann der Stampfer rasch in Gräben herabgelassen und danach wieder hochgeholt werden. Das ganze Paket ist zudem laut Denqbar zu einem fairen Preis zu haben.

Zipper: Rüttelplatten

In einem ähnlichen Marktsegment wie Denqbar zwischen privatem und gewerblichem Nutzer ist das österreichische Unternehmen Zipper unterwegs. Mit einem großen Lager in Leipzig ist es auch in Deutschland präsent. Für Baufirmen bietet das Unternehmen ein Sortiment aus Rüttelplatten, Vibrationsstampfern, Mini-Raupendumpern, Bohr- und Abbruchhämmern sowie Steintrenn – und Erdbohrmaschinen.

Im Bereich der kompakten Rüttelplatten bietet Zipper die drei Modelle ZI-RPE60, ZI-RPE90 und ZI-RPE120GYN mit Vorwärtsfunktion sowie Fahrgestell und Gummimatte an. Sie sind bestens geeignet für Arbeiten am Unterbau der Terrasse bzw. die leichte Verdichtung im Garten. Die Verdichtungskraft reicht von 12–25 kN.

Die Preise für die Maschinen liegen lediglich zwischen 400 und 600 Euro. Die größeren Rüttelplatten (ZI-RPE160C und ZI-RPE330G) mit Vorwärts- und Rückwärtslauf sind für Verdichtungsarbeiten im gesamten Baubereich geeignet und stellen eine Verdichtungskraft von 30–38 kN zur Verfügung. Sie sind ab 1.500 bzw. 2.500 Euro erhältlich.

(Autoren: Paul Deder, Kai Moll)

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Die Schwerkraft im Griff
Weit über den Köpfen, in schwindelnder Höhe ziehen sie ihre Kreise und helfen den Baustellentrupps tagein, tagaus, die Schwerkraft zu überlisten. Obendrehende Turmkrane sind seit vielen Jahrzehnten das weithin sichtbare Zeichen jeder Baustelle und haben trotz wachsender Konkurrenz durch weitere Krankopnzepte nichts an ihrer Relevanz eingebüßt. Umgekehrt: seit geraumer Zeit „jagen“ sie auch im fremden Terrain und werden dort eingesetzt, wo zuvor Raupen-, Auto- oder Schnellmontagekrane verwendet wurden. Nicht zuletzt deshalb, weil die Konstruktionsabteilungen der Hersteller viel Aufwand betreiben, um die größten Kostenfaktoren wie Montageaufwand und Transport zu optimieren.
Sie sind zügig unterwegs und lassen sich vielseitig nutzen – die Mobilbagger sind hierzulande sehr beliebt
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Mobile Baustellenflitzer
Beim Einsatz von Baumaschinen auf der Baustelle gilt es, unproduktive Zeiten so gut es geht zu eliminieren. Bauunternehmen sind daher gefordert, bei der Wahl des passenden Baustellenequipments u. a. auf Leistungsfähigkeit, Einsatzflexibilität und Kosteneffizienz der Maschinentechnik zu achten. Die richtige Antwort auf den Termindruck auf Baustellen kann daher die Entscheidung für einen Radbagger sein, der dank seiner hohen Mobilität zahlreiche Arbeiten schneller als andere Baumaschinen erledigen und den Baustellenwechsel ohne Transportunterstützung in Eigenregie bewältigen kann. Dieses Plus an Bewegungsfreiheit ist der Grund, wieso sich die Mobilbagger als dynamische Baustellenallrounder einer steigenden Nachfrage erfreuen.
2D- und 3D-Maschinensteuerungssysteme optimieren die Arbeitsabläufe und entlasten die Fahrer
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Kosten runter, Bauleistung rauf
Trotz der aktuellen Abkühlung einzelner Bausegmente kämpfen Bauunternehmen nach wie vor gegen Kostendruck und Fachkräftemangel. Das zwingt die Firmenlenker dazu, traditionelle Arbeitsweisen in Frage zu stellen und nach Wegen zu suchen, die Effizienz der vorhandenen Baustellen-Mannschaft zu erhöhen. Viel Potenzial bietet dafür ein konsequenter Einsatz von Baumaschinensteuerungen sowie die Nutzung von digitalem Aufmaß und 3D-Plänen. So wird die Arbeitsvorbereitung vereinfacht und beschleunigt während baubegleitende Absteckungen und permanente Höhenkontrollen weitgehend entfallen. Gleichzeitig wird durch diese Systeme eine höhere Genauigkeit der Ausführung gewährleistet.
Der Ladekran wandelt sich zur beliebten Option für Hebeaufgaben jeder Art
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Der Kran zum Mitnehmen
Bei vielen Einsätzen geht am Ladekran kein Weg vorbei. In der Stadt punktet er aufgrund seines geringen Drehbereichs und fehlendem Kontergewicht durch schnelle, unkomplizierte Einsätze mit überschaubaren Behinderungen für Anwohner und Autoverkehr. Durch die variable Abstützung und Zusatzknicksystem kann er platzsparend am Gebäude stehen und bei Neubau, Sanierung oder Wartung auch schwergewichtige Hebeaufgaben übernehmen. Oder er agiert als Hilfskran, um größere Krane zu rüsten und deren Zubehör zu transportieren. Und mit pfiffigen Anbauausrüstungen ausgestattet, kann er auf Bauhof und Baustelle andere Maschinen wie Kran, Stapler und Radlader komplett erübrigen.
Die Bausaison kann kommen
Tiefbau Live 1
Mit der BAU in München sowie dem Messedoppel RecyclingAKTIV und TiefbauLIVE startet die Branche ins Baujahr 2023
Wenn sich die kalte Jahreszeit endlich verabschiedet, steigen nicht nur die Temperaturen, sondern sicherlich auch die Bautätigkeit in unserem Land. Um die nötigen Impulse für die Umsetzung kleiner und großer Bauprojekte zu liefern, haben sich zwei wichtige Veranstaltungen in Stellung gebracht: Die BAU in München und die Demonstrationsmesse RecyclingAKTIV & Tiefbau-LIVE (RATL), die auf dem Karlsruher Messegelände stattfindet.
Mobile Brecheranlagen sind ein unverzichtbarer Bestandteil der Verwertung anfallender Bauschuttmassen
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Vom Abfallprodukt zum Rohstoff
Werden irgendwo Gebäude neu errichtet oder Altbestand rückgebaut, dann fällt tonnenweise Erdaushub und Abrissmaterial an. Nicht verwunderlich also, dass die Bau- und Abbruchabfälle mit einem Anteil von über 55 % den Großteil des deutschen Brutto-Abfallaufkommens ausmachen. Um Ressourcen, Deponiegebühren und Transportkosten zu sparen, sollte Bauschutt und Straßenaufbruch daher am besten noch direkt auf der Baustelle recycelt werden, um daraus neues Baumaterial gewinnen zu können. Unentbehrlich dafür sind mobile Brecheranlagen geworden, die einst für Steinbrüche entwickelt wurden.
Teleskoplader – starr und drehbar – werden vielen alltäglichen Einsatzanforderungen im Baugewerbe gerecht
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Bauprofis langer Arm
Für viele Bauunternehmer ist die Vielseitigkeit der Baumaschine bei der Investitionsplanung ein wichtiges Merkmal. Für Andere ist Technik, die alles ein bisschen kann, aber nichts richtig, total verpönt. Entsprechend schmal ist der Grat zwischen „Must-have“ und „Nice-to-have“. Die Teleskoplader haben es geschafft, sich innerhalb der letzten drei Jahrzehnte von exotischen Spezialmaschinen zu durchaus gefragten Allroundern zu entwickeln. Auch wenn sie im heimischen Baualltag längst nicht so bekannt wie herkömmliche Radlader sind, gehören sie heute zum festen Bestandteil des Baugeschehens – hier und da auch als echte Schlüsselmaschinen.
Batterieelektrische Baumaschinen befreien die Städte von Lärm, Feinstaub und CO2-Emissionen
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Elektro-Power auf der Baustelle
Diese Technologie bestimmte nicht nur die Innovationen auf der bauma 2020: Baumaschinen mit elektrischem Antrieb machen emissionsfreies Arbeiten auf der Baustelle möglich und gehören daher seit einigen Jahren zu den großen Trends am Bau. Denn die Branche hat einen großen Einfluss auf die Umwelt: der Bausektor ist einer der Hauptverursacher für Treibhausausstoß in Deutschland. Aus diesem Grund wird von der Planung von Gebäuden bis hin zum Rückbau, sowohl bei Prozessen, Baustoffen als auch bei eingesetzten Baugeräten händeringend nach Möglichkeiten gesucht, den CO2-Fußabdruck vom Baugewerbe zu reduzieren. Die Elektrifizierung der Baustelle ist ein wichtiges Instrument bei der Umsetzung der Klimawende und es gibt bereits zahlreiche praxistaugliche Lösungen auf dem Markt.
Mit geeigneten Anbaugeräten ausgerüstet übernehmen Bagger so gut wie jede Aufgabe
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Wenn ein Bagger zum Schweizer Messer wird
Das Anforderungsprofil an einen Bagger ist heute so breit wie nie. Effizient sollte er sein, möglichst leise, komfortabel für den Fahrer, robust und kompakt gebaut. Zugleich jedoch auch stark genug, um anspruchsvollen Einsätzen gewachsen sein zu können. Zudem sollte er sich im Bedarfsfall nicht nur als Grabwerkzeug, sondern als hochgeländegängiger Geräteträger nutzen lassen – mit einem kräftigen und reichweitenstarken Baggerarm. So wird aus der reinen Erdbaumaschine ein Allrounder, der diverse Aufgaben rund um die Baustelle übernehmen kann. Um Letzteres zu ermöglichen, bietet der Markt eine kaum noch überschaubare Vielfalt an Bagger-Anbaugeräten.
Moderne Deckenfertiger sind auf Produktivität und Präzision ausgelegt und warten mit zahlreichen Assistenzsystemen auf
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Von der „Teermaschine“ zum Hightech-Gerät
Das gesamte Straßennetz in Deutschland ist in Summe mehr als doppelt so lang wie der Abstand zwischen der Erde und dem Mond. Neben den rund 230.000 km an Straßen des überörtlichen Verkehrs (Autobahnen, Bundesstraßen, Landesstraßen und Kreisstraßen) gibt es über 650.000 km an sonstigen – hauptsächlich asphaltierten – Straßen. Um diese „Lebensadern“ der Zivilisation kümmern sich überaus spezielle Geräte, deren Konstruktion und Einsatz ein hohes Maß an Know-How verlangen. Die Straßenfertiger sind heute – ob kompakt oder für mehr als 15 m Einbaubreite – Hightech-Maschinen, die für immer höhere Präzision und flotteres Tempo im Einbauprozess sorgen.
Auf der bauma 2022 informieren sich Entscheider und Macher aus der Bauindustrie über Produkte, Trends und Themen
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Hier trifft sich die Branche!
In einigen Tagen geht es endlich los: Vom 24. bis 30. Oktober findet mit der bauma 2022 die weltweit größte Messe für Baumaschinen, Baustoffmaschinen, Bergbaumaschinen, Baufahrzeuge und Baugeräte statt. Auch wenn die Rahmenbedingungen nach zwei Pandemiejahren und dem andauernden Krieg gegen die Ukraine kaum schwieriger sein dürften und die Zukunft der Branche wegen der ausufernden Inflation ungewiss ist, brauchen die Bauakteure endlich wieder eine große Plattform. Für den Austausch mit Marktteilnehmern, Partnern und Anbietern, für die eigene Standortbestimmung aber auch für wichtige Entscheidungen für die Zukunft der Unternehmen.
Dank einer breiten Palette an Anbauausrüstungen übernehmen Radlader vielfältige Aufgaben auf der Baustelle
bpz große Erdbaumaschinen Schäffer
Wirtschaftliche Lastenträger
Das kennt so gut wie jedes Unternehmen der Bauwirtschaft: Weil kein zusätzliches Personal zu bekommen ist, müssen die Baubetriebe schneller werden, um die Aufträge abarbeiten zu können. Der Termindruck zwingt die Profis dazu, die Arbeitseffizienz ausschließlich durch den Einsatz von Technik zu erhöhen. Vielseitig nutzbare Maschinen wie z. B. Radlader entlasten die Arbeiter und können dank Schnellwechsler und einer Vielzahl an verfügbaren Anbauwerkzeugen zahlreiche Aufgaben auf der Baustelle übernehmen. Einst aus landwirtschaftlichen Traktoren entstanden, leisten die Radlader als mobile und starke Hebezeuge wertvolle Dienste und sind aus dem Baugeschehen nicht mehr wegzudenken.
Untendrehende Schnellmontagekrane sind wie gemacht für kleinere Hochbau- und Infrastrukturprojekte
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Turmkran für Kurzzeitbaustellen
Bevor es mit dem Bauen richtig losgeht, müssen zahlreiche vorbereitende Maßnahmen getroffen werden. Stunden und Tage werden damit verbracht, Gerüste aufzustellen, die Baustelle abzusichern und die Baulogistik konzeptionell und physisch zu organisieren. Es wird also viel Aufwand betrieben, noch bevor der erste Stein gesetzt ist. Neben der sinnvoll investierten Zeit für die Planung und Einrichtung der Baustelle gilt die Transport- und Rüstzeit von Kranen eher als unproduktiv, denn hier arbeiten Menschen, die Geräte jedoch nicht. Schnellmontagekrane können dagegen innerhalb kürzester Zeit und meist ohne jegliche Fremdhilfe auf- und abgebaut werden und zählen daher zu den effizientesten Hebelösungen auf den Baustellen Deutschlands.
Walzen und Walzenzüge sind unverzichtbar für die Herstellung eines tragfähigen und ebenen Untergrunds
Keine Chance für Hohlräume
Keine Chance für Hohlräume
Überall, wo sie auftreten, hinterlassen sie eine solide Grundlage. Walzen und Walzenzüge üben gewaltigen Druck aus und pressen im Boden eingeschlossenes Wasser und Luftporen aus dem Material. Das ist enorm wichtig sowohl für die Statik und Stabilität jeglicher oberirdischer Bauwerke als auch für die Verschließfestigkeit und Ebenheit der Fahrbahnoberfläche. Verständlich also, dass das Verdichten von Böden und Asphalt eine sehr spezielle Aufgabe ist, die viel Erfahrung und Know-how erfordert – nicht nur über die Bodenbeschaffenheit und Verdichtungsarten sondern auch über die zu verwendenden Maschinen.
Mit Minibaggern lassen sich kleinere Bauvorhaben auch unter engen Platzverhältnissen umsetzen
Wenn Platz Mangelware ist 1
Wenn Platz Mangelware ist
Nicht alle Geräte auf dem Bau sind groß und furchteinflößend. Vielmehr ist die wohl am meisten verwendete Baumaschinenart weltweit eher kompakt gebaut: Der Minibagger zeichnet sich durch seine geringen Abmessungen aus und findet auf kleineren Baustellen im Bereich des Erdbaus oder des GaLaBaus Verwendung. Die leichten Vertreter dieser Baumaschinenart werden sogar bei Sanierungsarbeiten von Gebäuden und Anlagen verwendet, weil sie durch jede Tür passen. Alles in allem ist der Minibagger eine flexibel einsetzbare Maschine, die dank zahlreicher verfügbarer Anbauwerkzeuge bei kleineren Bauprojekten die mühsame und teure Handarbeit ersetzt.
Mit Anbaugeräten ausgerüstet machen Ketten- und Mobilbagger auch als Verdichtungsmaschinen eine gute Figur
Sinnvoll zweckentfremdet 1
Sinnvoll zweckentfremdet
Dass beim Bagger durch Anbauwerkzeuge das Arbeitsspektrum verbreitert werden kann, ist kein Geheimtipp mehr. Trotzdem wird diese Maschine in der Praxis immer noch weit unter ihren Möglichkeiten genutzt. Getreu dem Motto „Kann alles, aber nichts richtig“ setzten die Bauprofis im Zweifel lieber auf vollwertige Spezialgeräte, weil für Viele Multifunktionalität ohne Kompromisse schwer vorstellbar ist. Dabei gibt es Bagger-Anbauten, die in der Lage sind, das eigentliche Original-Gerät in einigen Punkten zu übertrumpfen. So wie beim Anbauverdichter, der aufgrund seiner Performance bei Investitionsentscheidungen für viele Bauunternehmer eine echte Alternative zu Stampfer, Rüttelplatte oder Walze darstellen dürfte.
Durch Telematiksysteme lassen sich Baumaschineneinsätze besser kontrollieren und optimieren
Regie aus der Ferne 1
Regie aus der Ferne
Durch den Ausfall von Anlagen und Maschinen können Industrieunternehmen große finanzielle Schäden entstehen – ein unerwarteter Defekt kann zum Stillstand der gesamten Produktionslinie führen. Auf der anderen Seite wird eine straffe Organisation der Prozesse vorausgesetzt, um eine hohe Produktivität der Anlagen zu ermöglichen. Was in der stationären Fertigung dank fest installierter Technik, durchdachter Planung und Industrie 4.0 relativ einfach zu managen ist, erweist sich bei Baumaschinen, die tagtäglich kilometerweit entfernt an wechselnden Standorten unterwegs sind, als echte Herausforderung. Abhilfe bieten Telematiksysteme, die nicht nur die Wartungsmaßnahmen besser planbar machen, sondern auch Transparenz in die Koordination von Bautechnik bringen.
Baumaschinen mit Hybrid- oder Elektroantrieb
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Saubermänner für die Baustelle
Lange waren sie die Sonderlinge im Sortiment der Hersteller. Doch endlich scheint ihre Stunde gekommen zu sein: Baumaschinen mit Hybrid- oder Elektroantrieben werden aufgrund des allgemeinen Trends zu mehr Nachhaltigkeit immer interessanter für deutsche Bauunternehmen. Auch wenn die Verkaufszahlen noch nicht durch die Decke gehen, sind sich die Experten in den F & E Abteilungen einig, dass der Wendepunkt bei alternativen Antrieben in der Branche kurz bevorsteht. Die aktuell verfügbaren Lösungen sind nicht nur sauberer und leiser: auch betriebswirtschaftlich werden sie für die Unternehmer immer attraktiver.

Weitere Produkte aus der Kategorie Kompakte Erdbaumaschinen:

Mit dem Start einer eigenen Batterieentwicklung und dem Launch neuer Elektrolader tritt Avant die Flucht nach vorne an
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Mächtig unter Strom
Immer mehr Städte in Europa versuchen, durch strenge Emissionsstandards und Fahrverbote gegen die Luftverschmutzung vorzugehen. Zusammen mit der steigenden Wirtschaftlichkeit der Nutzung von Elektrofahrzeugen gewinnt die E-Mobilität bei den Bürgern immer mehr an Bedeutung. Ein Trend, der auch auf Baustellen zu beobachten ist: Neben der zunehmenden Nachhaltigkeit bei Bauprozessen und -materialien, stehen seit Jahren auch die Arbeitsmaschinen hinsichtlich ihrer Klimabilanz auf dem Prüfstand. Vor diesem Hintergrund hat der finnische Laderhersteller Avant Tecno umfassende Investitionen in die Batterientechnologie getätigt und zwei neue vollelektrische Lader auf den Markt gebracht. Die bpz hat sich die Fertigung der neuen Maschinen im Avant-Werk in Ylöjärvi angeschaut.
JCB: Minibagger 25Z-1 und 26C-1
Mit einer Gesamtbreite von nur 1.550 mm können der 25Z-1 und 26C-1 auf einem 3,5-Tonnen-Anhänger transportiert werden, was die Logistik der Bagger zwischen den Baustellen erleichtert.(Bild: JCB)
Neue 2,5-Tonnen-Modelle
JCB erweitert sein Angebot an Kompaktbaggern mit der Einführung von einer 2,5 t Plattform mit zwei Modellen. Der 25Z-1 ist ein Modell ohne Hecküberstand, das den bisherigen 8025 ZTS ersetzt, während der 26C-1 mit konventionellem Heckschwenkradius und optionalem Zusatzkontergewicht den 8026/8029 CTS ablöst.
Bomag: Mehrzweckverdichter BMP 8500
Die neue Bomag-Grabenwalze arbeitet mit ergonomischer Fernsteuerung im stabilen Funkbetrieb. (Bild: Bomag)
Schnell gekoppelt, sicher verbunden
Bomag hat eine neue Generation seines Mehrzweckverdichters BMP 8500 auf den Markt gebracht, die robuster und leistungsstärker als ihre Vorgänger sein soll. Bei der Fernsteuerung setzt Bomag wieder auf echten Funkbetrieb, da sich dieser, gegenüber dem Einsatz von Infrarotsystemen, als deutlich stabiler erwiesen habe. Bei Bomag entspricht die Verbindung zwischen Fernsteuerung und Maschine einer 100-Prozent-Beziehung. Auf der Baustelle können so gleichzeitig mehrere Grabenwalzen zum Einsatz kommen, ohne dass eine Abstimmung bzw. Anpassung der einzelnen Funkfrequenzen erforderlich ist. Sollte die Fernsteuerung einmal verloren gehen, lässt sich ein Ersatz ohne besondere Kenntnisse und Hilfsmittel koppeln. Nach dem Austausch sind Fernbedienung und Maschine sofort wieder sicher verbunden. Die Verdichtungsarbeit kann weitergehen.
Neue „Saubermänner“ von Wacker Neuson
 CO2-Reduktion im Fokus
CO2-Reduktion im Fokus
Die Intermat im April 2024 steht unter dem Motto „low-carbon“. Für Wacker Neuson ist es eine ideale Gelegenheit, das bereits rund 30 Baumaschinen und Baugeräte umfassende zero emission Portfolio zu präsentieren – vom Akkustampfer bis zum batterieelektrischen Bagger. Der persönliche Austausch und intensive Gespräche mit den Besuchern rund um die Schwerpunktthemen Elektrifizierung, Digitalisierung und Innovation stehen im Fokus des diesjährigen Messeauftritts von Wacker Neuson in Paris. Auf ca. 500 m2 präsentiert Wacker Neuson nicht nur das zero emission Portfolio sondern auch viele weitere Produkte und Lösungen, die den Alltag auf der Baustelle erleichtern.
Bagger und Lader von LiuGong
Neue Elektro-Baureihe
Neue Elektro-Baureihe
Bagger und Lader von LiuGong
Kleindumper auf Rädern und Raupen entlasten Baustellenpersonal und optimieren Transportketten
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Logistikschub durch Dumper
Auf deutschen Baustellen sind sie eine bisher unterschätzte Spezies: Kleindumper auf Rädern und Raupen sind hierzulande weder besonders beliebt noch weit verbreitet. Während die Einsatzmöglichkeiten herkömmlicher Baumaschinen weitgehend selbsterklärend erscheinen, bleibt der Mehrwert von Kleindumpern auf den ersten Blick oft verborgen. Dennoch besitzen sie das Potenzial, den Mechanisierungsgrad auf Baustellen zu erhöhen und die Logistik im Hoch-, Tief- und Straßenbau erheblich zu verbessern.
Ob in der Innenstadt, im Privatgarten oder beim Innenabbruch: Ohne Minibagger geht nichts auf dem Bau
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Kompakte Helfer im Arbeitsalltag
Die Bauausführung zählt zu den körperlich anspruchsvollsten Tätigkeiten des Menschen. Über Jahrtausende hinweg wurde harte manuelle Arbeit unter erheblichen Mühen verrichtet. Und auch in der Zukunft wird die klassische Handarbeit einen bedeutenden Platz im Handwerkerberuf einnehmen. Wo es möglich ist, wird der Arbeiter jedoch schrittweise durch Maschinen entlastet. Die Entwicklung des Minibaggers stellt dabei eine entscheidende Unterstützung im Baualltag dar. Diese Maschine führt nicht nur Grabarbeiten aus, sondern kann dank vielfältiger Anbaugeräte bei kleineren Bauprojekten zahlreiche manuelle Tätigkeiten mechanisieren.
Bobcat präsentiert in Paris das Konzept seines autonomen Laders
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Innovationen und Visionen
Bobcat präsentiert auf der Intermat 2024 die neuesten Entwicklungen des Unternehmens für die Baubranche der Zukunft. Erstmals zeigt das Unternehmen hier sein Konzept des vollelektrischen und autonomen Laders RogueX2, die zweite Generation des ursprünglichen RogueX-Systems. Außerdem werden bestehende Produkte vorgestellt, die den Kunden bereits heute neue Lösungen bieten und eine höhere Produktivität ermöglichen.
Mehr Produktivität auf der Baustelle
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Durch die Integration der Rotation in den Schnellwechsler soll die KTEG P-Line Handarbeit durch Mechanisierung einsparen
Hohe Ambitionen verfolgt KTEG, die aus der Hitachi Construction Machinery Co. Ltd. und der Kiesel Technology GmbH hervorging, mit ihrer P-Line: Die Systemlösung aus Bagger, digitalen Assistenzsystemen, dem vollhydraulischen Rotationsschnellwechsler KTEG OQR und KTEG-Anbaugeräten soll Prozesskosten gegenüber herkömmlichen Systemen mit Tiltrotator oder Drehmotor um mindestens 30 % verringern und die Produktivität auf der Baustelle in einigen Fällen sogar um 100 % erhöhen. Nach der Ankündigung auf der bauma 2022 geht das System jetzt in die reguläre Vermarktung. Auf dem Ausstellungsgelände des Coreum in Stockstadt hat das Unternehmen jetzt vor Journalisten die Fähigkeiten der P-Line ausgiebig vorgestellt.